Das Leben Jesu

Wenn wir von dem Leben Jesu sprechen, so können wir im Schwerpunkt nur über seine Wirkungszeit berichten. Die Bibel berichtet uns von seinen Eltern mit der Jungfrauengeburt und die einsetzende Verfolgung gegen Jesus als Baby. Zusätzlich offenbart die Bibel lediglich eine Begebenheit, als Jesus 12 Jahre alt war. Und diese bezeugt, dass Jesus schon als Kind mit der Weisheit Gottes und dem Heiligen Geist erfüllt war.

Lukas 2, 39-52
Und als sie alles vollendet hatten nach dem Gesetz des Herrn, kehrten sie nach Galiläa zurück in ihre Stadt Nazareth. Das Kind aber wuchs und erstarkte, erfüllt mit Weisheit, und Gottes Gnade war auf ihm. Und seine Eltern gingen alljährlich am Passahfest nach Jerusalem. Und als er zwölf Jahre alt war, gingen sie hinauf nach der Gewohnheit des Festes; und als sie die Tage vollendet hatten, blieb bei ihrer Rückkehr der Knabe Jesus in Jerusalem zu-rück, und seine Eltern wussten es nicht. Da sie aber meinten, er sei unter der Reisegesellschaft, kamen sie eine Tagereise weit und suchten ihn unter den Verwandten und Bekannten; und als sie ihn nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem zurück und suchten ihn. Und es geschah, dass sie ihn nach drei Tagen im Tempel fanden, wie er inmitten der Lehrer saß und ihnen zuhörte und sie befragte. Alle aber, die ihn hörten, gerieten außer sich über sein Verständnis und seine Antworten. Und als sie ihn sahen, wurden sie bestürzt; und seine Mutter sprach zu ihm: Kind, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht. Und er sprach zu ihnen: Was ist der Grund dafür, dass ihr mich gesucht habt? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meines Vaters ist? Und sie verstanden das Wort nicht, das er zu ihnen redete. Und er ging mit ihnen hinab und kam nach Nazareth, und er war ihnen untertan. Und seine Mutter bewahrte alle diese Worte in ihrem Herzen. Und Jesus nahm zu an Weisheit und Alter und Gunst bei Gott und Menschen.

Des Weiteren erfahren wir, dass sein Ziehvater Joseph, Zimmermann war und Jesus dies zunächst wohl auch wurde. Wobei der Beruf des Zimmermanns wohl eher einen handwerklichen Allrounder meinte.

Markus 6, 3
Ist dieser nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria und ein Bruder des Jakobus und Joses und Judas und Simon? Und sind nicht seine Schwestern hier bei uns?

Mehr wissen wir von seiner Kindheit oder Jugendzeit nicht. Da die Evangelien damit beginnen, wie Jesus seine Jünger ruft und diese ihn Rabbi (Meister) nannten, können wir jedoch davon ausgehen, dass er selbst zu einem Gelehrten wurde. Und als dieser Prozess abgeschlossen war, begann seine Wirkungszeit. Diese begann ca. in seinem 30igsten Lebensjahr und währte ca. 3,5 Jahre.

Jesus war ca. 33 Jahre alt, als er ans Kreuz ging.

Lukas 3,23
Und er selbst, Jesus, war ungefähr dreißig Jahre alt, als er auftrat, und war, wie man meinte, ein Sohn des Josef, des Eli..

Sein Geburtsdatum ist unbekannt und wird in der Bibel als solches auch nicht erwähnt. Der 24. Dezember war es jedenfalls nicht, dieses Datum ist historisch weder bewiesen, noch erlauben dies Ableitungen aus der Bibel. Wir können anhand der Bibel jedoch zwei Merkmale für die Geburt Jesu ausmachen, dass waren die Volkszählung und die Schafhirten.

Die Volkszählung wäre aufgrund der langen Anreise im Winter für viele eine erhebliche Strapaze gewesen. Ein solcher Befehl hätte das Volk noch mehr gegen die Obrigkeit aufgebracht und wäre sehr unklug gewesen. Die Schafhirten mit ihren Schafen wiederum lagerten unter freien Himmel, dies wäre im Winter nicht so gewesen. Die Schafherden wurden von März bis Mitte November draußen gelassen, danach holte man sie zum Überwintern in die Ställe.

Die Geburt Jesu lässt sich somit eingrenzen und in einer näheren Wahrscheinlichkeit zurückrechnen. Ausgehend von seinem Tod am Kreuz während der Passahzeit 33 n. Chr. zurückdatiert ergibt dies eine wahrscheinliche Geburt Jesu im Frühjahr des Jahres 2 v. Chr. Ein weiterer Hinweis besteht während der Herrschaft Herodes des Großen (Lukas 1,5; Matthäus 2,1.22), demnach lässt sich Jesu Geburt spätestens auf das Jahr 4 v. Chr. legen, denn in diesem Jahr starb Herodes. Jesu Geburt liegt damit um die Jahre 2-4 v. Chr.

Gott wurde Mensch
Jesus wurde bereits an etlichen Stellen im Alten Testament angekündigt. Auch finden wir in der gesamten Bibel einen roten Faden, der beständig allein auf Jesus hinweist. Sei es durch die Opfergesetze, wobei u. a. ein makelloses Lamm geopfert wurde. Oder eben, dass die Gesetze die Sünden offenbarten und man die Gesetze nicht halten konnte. Dies machte einen neuen Bund erforderlich, der allein aus Gnade und einem einmaligen Opfer bestehen würde. Jesus Christus!

Des Weiteren haben über die Zeiten hinweg sehr viele Propheten und Könige immer wieder Aussagen dazu gemacht.

Jesaja 7,14
Darum wird euch der HERR selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel.

Jeremia 31,15
So spricht der HERR: Man hört Klagegeschrei und bittres Weinen in Rama: Rahel weint über ihre Kinder und will sich nicht trösten lassen über ihre Kinder; denn es ist aus mit ihnen.

Daniel 9,25.26
So wisse nun und gib acht: Von der Zeit an, als das Wort erging, Jerusalem werde wiederaufgebaut werden, bis ein Gesalbter, ein Fürst, kommt, sind es sieben Wochen; und zweiundsechzig Wochen lang wird es wieder aufgebaut sein mit Plätzen und Gräben, wiewohl in kummervoller Zeit. Und nach den zweiundsechzig Wochen wird ein Gesalbter ausgerottet werden und nicht mehr sein.

Sacharja 11,13
Und der HERR sprach zu mir: Wirf’s hin dem Schmelzer! Ei, eine treffliche Summe, deren ich wertgeachtet bin von ihnen! Und ich nahm die dreißig Silberstücke und warf sie ins Haus des HERRN, dem Schmelzer hin.

Psalm 22,19
Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los um mein Gewand.

Psalm 34,21
Er bewahrt ihm alle seine Gebeine, dass nicht eines zerbrochen wird.

In der Person Jesu wurde Gott zum Menschen, allerdings in der Vollmacht Gottes. Jesus heilte Menschen, gab viele Weissagungen von sich wieder und er vergab Sünden. Er hatte Macht über das Wetter und er war eins mit dem Vater. Er erfüllte das Opfer und er war das lange zuvor angekündigte Lamm Gottes. In Jesus erfüllt sich das Alte Testament mit den Gesetzen in dem neuen Bund, allein aus Gnade. Dabei ist das Alte Testament keineswegs aufgelöst, sondern hat sich in Jesus erfüllt. Hierin gibt es immer wieder Unsicherheiten, denn zwischen Auflösen und erfüllen ist ein Unterschied zu machen.

Zum einen bedeutet es, dass das Alte Testament weiterhin für alle Bestand hat, die Jesus nicht als Sohn Gottes annehmen bzw. der Meinung sind, sie müssten weiterhin nach den Gesetzen leben. Zum anderen sind viele der Gesetze durchaus noch gültig, so z. B. die Zehn Gebote. Es ist also nur zum Teil aufgelöst. Die Opfergesetze wiederum sind nicht mehr nötig, da Jesus als das Opferlamm Gottes einmalig die Sühnung für alle, die es annehmen wollen, erwirkt hat. Verschiedene jüdische Feste, wie der Schabbat und das Pessach, sollen sogar weiterhin gefeiert werden und werden sogar später noch im Tausendjährigen Friedensreich gefeiert werden.

Das Problem ist jedoch, dass mit den Konzilen, die Cäsaren und Könige mit den falschen Bischöfen und Päpsten angefangen haben Gottes Gebote zu beugen und umzuformen. Was in der heutigen Zeit immernoch Auswirkungen hat, bedenkt man alleine das Weihnachtsfest und Ostern. Und welcher Christ oder Gemeinde feiert schon regelmäßig das Pessach oder den Schabbat?

Jesus bezeugt sich jedoch nicht allein durch sein Wirken, auch seine Geburt war von göttlicher Natur. So wurde Maria als Jungfrau durch den Heiligen Geist schwanger und Herodes suchte das Jesuskind zu töten und ließ alle Kleinkinder in Rama töten. Wie wir wissen, wurde Joseph durch Engelsbotschaften gewarnt, sodass sie sich auf die Flucht begaben. Diese Zeit und seine Begebenheiten, wurden zudem sehr stark durch himmlische Botschaften begleitet.

Maria und Joseph wurden beide von Engel angesprochen und auch die Hirten auf dem Feld bekamen die Botschaft seiner Geburt durch Engel zu wissen. So erhielten auch die drei Weisen himmlische Botschaften. Zum einen, um den Weg zu finden und zum anderen, um Herodes anschließend aus dem Weg zu gehen. Schließlich reifte er heran und wuchs auch in der Erkenntnis und Weisheit. Dies sollte jedoch mit Beginn seines Wirkens auf die Probe gestellt werden. Erst nachdem er in der Wüste erfolglos versucht wurde, wurde er auch bestätigt.

Hätte er versagen können? Nein sicher nicht, denn er ist aus Gott geboren gewesen und so war diese Versuchung eher ein Urteil gegen den Versucher. Denn Jesus bezeugte damit seine Gottes-Sohnschaft gegenüber dem Satan und machte damit auch deutlich, wer sein Richter sein wird. Jesus tritt hier als Herr gegenüber dem Satan auf und macht deutlich, dass er Herr über alles ist und sein wird.

Jesus kannte seine Identität und er wusste, wer er war, sonst hätte er nie so handeln können. Wurde er also wirklich versucht oder hat er den Satan unter seine Füße gebracht? Beides ist richtig, die Versuchung Jesu führte zur Unterwerfung des Satans unter Jesu Herrschaft.

Hier finden wir Jesu Worte wieder.

Markus 3,27
Niemand aber kann in das Haus des Starken eindringen und seinen Hausrat rauben, wenn er nicht vorher den Starken gebunden hat, und dann wird er sein Haus berauben.

Genau dies ist mit der Versuchung Jesu geschehen, denn er brach anschließend in das Reich des Satans ein und beraubte ihn vieler Menschen. Der Satan war für diese Zeit gebunden und hatte kaum Handlungsfreiraum. Selbst die Pharisäer konnten Jesus nicht vor Ablauf der gesetzten Zeit festsetzen und töten.

Kennzeichen seines Wirkens
Jesus wirkte in absoluter und göttlicher Vollmacht. Nach seiner Wüstenerfahrung bricht er in das Reich des Satans ein und entreißt ihn viele Menschen, indem er sie heilt und Dämonen austreibt und das Reich Gottes verkündigt. Parallel dazu kommt er in einem Kontext mit den Schriftgelehrten und Pharisäern. Die er bisweilen auch provoziert, wie z. B. mit dem Blinden, dem er aus Spuke und Sand eine Augensalbe machte. Dies war ein Vergehen gegen die pharisäischen Gesetze der Mischna und so konfrontierte er dieselben mit Ihrer eigenen Sünde.

So hatte Jesus Ihnen dies auch zum Vorwurf gemacht.

Matthäus 23,23
Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler! Denn ihr verzehntet die Minze und den Dill und den Kümmel und habt die wichtigeren Dinge des Gesetzes beiseite gelassen: das Recht und die Barmherzigkeit und den Glauben; diese hättet ihr tun und jene nicht lassen sollen.

In einem anderen Moment hat er aber auch das Volk gezüchtigt, als er die Händler aus dem Tempel warf und er darüber erbost war, was aus dem Haus Gottes gemacht wurde. Während er direkt im Anschluss wieder dazu überging die Menschen zu heilen. So führte er den Tempel wieder seiner eigentlichen Aufgabe zu und die Menschen lobten ihn dafür.

Matthäus 21,12 + 13
Und Jesus trat in den Tempel ein und trieb alle hinaus, die im Tempel verkauften und kauften, und die Tische der Wechsler und die Sitze der Taubenverkäufer stieß er um. Und er spricht zu ihnen: Es steht geschrieben: „Mein Haus wird ein Bethaus genannt werden“; ihr aber macht es zu einer „Räuberhöhle“.

Sein Wirken bezog auch das Lehren mit ein, und er verkündigte das Reich Gottes. Hervorhebend sind insbesondere auch die Berichte von Menschen, die einen großen Glauben aufbrachten, was Jesus immer positiv beantwortet hatte. Das Lehren fand jedoch auf mehreren Ebenen statt. Die zwölf Jünger fanden mehr Raum und Verständnis als das normale Volk, denn die sollten ja später auch diese Botschaft weitertragen. Die Rede in Gleichnissen war davon gekennzeichnet, dass sie den Unmündigen offenbart waren und den Gelehrten offenbar nicht.

Jesus selbst machte hier einen Unterschied.

Matthäus 11,25
Zu jener Zeit begann Jesus und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies vor Weisen und Verständigen verborgen und es Unmündigen offenbart hast.

Die geistlichen Führer waren demnach zum Teil blind und taub für Jesu Wahrheiten, während die Unmündigen sehend und hörend waren. Damit hatte Jesus die Herrschaft seines Volkes an sich gerissen und den geistlichen Führern entrissen. Die einen heilte er und die anderen klagte er an, sprich das Volk und die Gelehrten. Er brachte nicht allein das Himmelreich, sondern er bereitete auch die Zeit danach vor. Herausragend sind dabei der Auftrag alle Völker zu Jünger zu machen und Petrus, der als Wächter eingesetzt wurde, sowie die Aussendung der anderen elf Jünger.

Damit wirkte Jesus an den jeweiligen Fronten in ganz unterschiedliche Richtungen, in dem Wissen, dass er dafür ans Kreuz genagelt werden würde. Und er fügte sich in sein Schicksal, weil ihm die Tragweite seines Handels bewusst war. Hier war mehr als nur das irdische Leben, denn er wusste was sein Gehorsam bis zum Ende erreichen würde.

Was der Satan Jesus in der Wüste anbot, wurde ihm nun durch Jesu Tod am Kreuz entrissen. Ja mehr noch, auch künftige Generationen sollten ihm entrissen werden, bis die Zeiten erfüllt sind. Und nicht zuletzt besiegelte Jesu Tod und Auferstehung das Endgericht über das satanische Reich. Was Jesus erwirkte, ist in seiner Tragweite unendlich, weil dies Ewigkeitsbestand hat. Allein auf sein Wirken hin, ist alles Weitere aufgebaut. Die Apostel in ihrem späteren Wirken, deren Briefe und die Offenbarung des Johannes. All das stand schon von Anbeginn her fest und wurde auch immer wieder im Alten Testament angekündigt.

Jesus wurde zwar Mensch, aber er war ganz und gar aus Gott geboren.

Die Identität Jesu
Wenn wir über die Identität Jesu reden, dann reden wir darüber, dass er seine ganze Identität Gott unterstellt hatte. Er hatte sicher nicht die normalen geistlichen Wachstumsschübe eines heranwachsenden Kindes bzw. Jugendlichen, sondern er wuchs vor allem als Sohn Gottes heran. Wir erkennen dies an seiner sehr früh entwickelten Weisheit und seinem Verständnis von Gott. Lukas berichtet uns von dem zwölfjährigen Jesus, und das er an Gnade und Erkenntnis zunahm.

Lukas 2, 39-52
Und als sie alles vollendet hatten nach dem Gesetz des Herrn, kehrten sie nach Galiläa zurück in ihre Stadt Nazareth. Das Kind aber wuchs und erstarkte, erfüllt mit Weisheit, und Gottes Gnade war auf ihm. Und seine Eltern gingen alljährlich am Passahfest nach Jerusalem. Und als er zwölf Jahre alt war, gingen sie hinauf nach der Gewohnheit des Festes; und als sie die Tage vollendet hatten, blieb bei ihrer Rückkehr der Knabe Jesus in Jerusalem zu-rück, und seine Eltern wussten es nicht. Da sie aber meinten, er sei unter der Reisegesellschaft, kamen sie eine Tagereise weit und suchten ihn unter den Verwandten und Bekannten; und als sie ihn nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem zurück und suchten ihn. Und es geschah, dass sie ihn nach drei Tagen im Tempel fanden, wie er inmitten der Lehrer saß und ihnen zuhörte und sie befragte. Alle aber, die ihn hörten, gerieten außer sich über sein Verständnis und seine Antworten. Und als sie ihn sahen, wurden sie bestürzt; und seine Mutter sprach zu ihm: Kind, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht. Und er sprach zu ihnen: Was ist der Grund dafür, dass ihr mich gesucht habt? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meines Vaters ist? Und sie verstanden das Wort nicht, das er zu ihnen redete. Und er ging mit ihnen hinab und kam nach Nazareth, und er war ihnen untertan. Und seine Mutter bewahrte alle diese Worte in ihrem Herzen. Und Jesus nahm zu an Weisheit und Alter und Gunst bei Gott und Menschen.

Er war zwar ein Mensch, wurde aber durch den Heiligen Geist gezeugt. Und das ändert einiges.

Lukas 1, 34-35
Maria aber sprach zu dem Engel: Wie wird dies zugehen, da ich von keinem Mann weiß? Und der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren werden wird, Sohn Gottes genannt werden.

Jesus wurde übernatürlich gezeugt und wurde bereits vor seiner Geburt als heilig und als Sohn Gottes bezeugt. Wir müssen seine Identität daher auch so einordnen, als von Gott geboren. Seine göttliche und heilige Identität zeigte sich in sehr früher Weisheit und Erkenntnis, aber auch in Gehorsam und Folgsamkeit gegenüber seinen Eltern und den jüdischen Gesetzen.

Und erst als er bereit war, begann sein öffentliches Wirken und auftreten. Denn von Anfang an war die göttliche Sohnschaft dem Willen des Vaters untertan. Jesus muss schon sehr früh den näheren Kontakt zum himmlischen Vater gehabt haben. Denn wir können davon ausgehen, dass der Herr sich um die Erziehung seines Sohnes gekümmert hat. Und so war Jesus im Grunde von Anfang an abgesondert und wuchs in die Vater-Sohn-Beziehung hinein. Und die war auch übernatürlicher Art, denn Jesus kannte nicht nur die Schriften, sondern er hatte direkten Einblick aufgrund seiner Stellung.

Da er aber als Mensch geboren war, musste sich die menschliche Natur unterordnen und mitwachsen. Ein Prozess den wir uns kaum wirklich vorstellen können. Die Identität Jesu folgt damit seiner göttlichen Abstammung, wobei er an dieser Stelle lediglich einen Teil seiner Kraft eingesetzt hatte. Er folgte der göttlichen Weisung in jeder Phase seines Lebens und erfüllte wortgetreu die Schrift mit Bezug auf seine Person. Deshalb war er zunächst das unschuldige Opfer, welcher sich hingab. Die Einnahme seiner Herrschaft werden wir noch erleben.

Endgültig erfassen und begreifen werden wir es wohl nie so richtig.

Tod und Auferstehung
Wir wissen, dass Jesus ca. 33 Jahre alt war, als er ans Kreuz genagelt wurde und für uns starb. Er brauchte also rund 30 Jahre, um für seine Aufgabe zu reifen, um diese dann in nur drei Jahren zu erfüllen.

Gemäß der Bibel starb Jesus Christus im Jahr 33 unserer Zeitrechnung. Am 14. Tag des biblischen Monats Nisan. Ca. um 15:00 Uhr. Im heutigen westlichen Kalender war das der 1. April 33 unserer Zeitrechnung. Dieser Umstand ist für uns sehr interessant, da der jüdische Kalender den Monat Nisan mit dem Pessach und mit den Auszug Israels aus Ägypten in Verbindung bringt. Der Monat Nisan bezeichnet auch den biblischen Frühjahrsanfang und gilt den Juden als Monat der Erlösung.

Und so ist der Zeitpunkt seines Todes kein Zufall und reflektiert hierin das endgültige und makellose Opfer der Erlösung. Am Pessach mussten die Juden ein makelloses einjähriges Lamm opfern und sein Blut an ihre Türpfosten streichen. So entgingen sie dem Gericht Gottes und wurden so gerettet.

2.Mose 12,5-11
Ein Lamm ohne Fehler, ein männliches, einjähriges, soll es für euch sein; von den Schafen oder von den Ziegen sollt ihr es nehmen. Und ihr sollt es bis zum vierzehnten Tag dieses Monats aufbewahren. Dann soll es die ganze Versammlung der Gemeinde Israel zwischen den zwei Abenden schlachten. Und sie sollen von dem Blut nehmen und es an die beiden Türpfosten und die Oberschwelle streichen an den Häusern, in denen sie es essen. Das Fleisch aber sollen sie noch in derselben Nacht essen, am Feuer gebraten, und dazu ungesäuertes Brot; mit bitteren Kräutern sollen sie es essen. Ihr dürft nichts davon roh oder etwa im Wasser gekocht essen, sondern am Feuer gebraten sollt ihr es essen: seinen Kopf samt seinen Unterschenkeln und Eingeweiden. Und ihr dürft nichts davon bis zum Morgen übrig lassen! Was aber davon bis zum Morgen übrig bleibt, sollt ihr mit Feuer verbrennen. So aber sollt ihr es essen: eure Lenden gegürtet, eure Schuhe an euren Füßen und euren Stab in eurer Hand; und ihr sollt es essen in Hast. Ein Passah für den HERRN ist es.

Lämmer wurden im Frühjahr geboren und im darauffolgenden Frühjahr geschlachtet. Und diesen Umstand können wir auch auf Jesu Geburt und Tod übertragen, er wurde im Frühjahr im Monat Nisan geboren und starb am 14. Nisan, ebenfalls im Frühjahr jeweils am Pessach.

»2. Mose 12, Vers 6 berichtet uns ebenfalls vom 14. Nisan.«

Sein Leben und Wirken war makellos und schuldlos, sein Opfer vollkommen. Und so war seine Geburt und sein Tod sehr wahrscheinlich am 14. Nisan. Einen weiteren Nachweis finden wir in der frühen Kirchengeschichte, wo in Ägypten Clemens von Alexandria zu Beginn des 3. Jahrhunderts einen Tag zwischen Ostern und Pfingsten als Geburtstermin angab. In den ältesten christlichen Kalendern, wie im Osterkanon des Hippolyt von Rom, »De pascha computus« aus dem Jahre 222, wurde Jesu Geburt und sein Tod auf den 14. Nisan gelegt. Der Ursprung dieses Datums liegt nach Strobel in einer jüdischen Haggada, die Isaak, das Vorbild Christi in der frühen Kirche, ebenfalls am 14. Nisan geboren sein lässt.

Wir können also Gottes vollkommenes Wirken erkennen und das ihm auch Zeiten und Zeitpunkte wichtig sind. Jesus war nicht nur göttlichen Ursprungs, vielmehr können wir an alldem sehen und verstehen, dass er wahrhaftig Gottes Sohn ist. Und so wie das gesamte Alte Testament auf Jesus als Erlöser hinweist, so hat es sich mit seiner Auferstehung auch erfüllt.

Denn mit seinem Tod war sein Leben nicht einfach zu Ende, sondern nun ging es in eine andere noch höhere und größere Dimension über.

Ähnlich wie bei Mose und den Patriarchen, übernahmen nun die Apostel die Weiterführung seines Dienstes. Und nachfolgend deren Jünger, bis es letztlich zu Verwässerungen in der Kirchengeschichte kam. Insbesondere durch die Vermischung von Staat und Christentum. Seit nunmehr 2000 Jahren erweckt das Zeugnis der Bibel Menschen zum Glauben, sei es durch die Predigt oder durch Zeugen. Geführt und gewirkt durch den Heiligen Geist, der uns in alle Wahrheit leiten möchte.

Und sehr viele Christen sind durch Tod und Leid für Christus gegangen. Davon zeugen noch heute die Märtyrerakten und bekannte Namen wie u. a. Polykarp. Menschen die ihr Leben nicht festhielten und dem Bekenntnis an Jesus treu blieben und dies mit Folter und Tod bezahlt haben.

Und so stellt sich die Frage nach dem Sinn des Lebens?

Ein Leben, das für viele Menschen sehr kurz ist, und diejenigen die es leben dürfen, jagen oft weltlichen unsinnigen Dingen nach. Und sie sind in ihren Sünden verstrickt und leiden unter dem, was sie sich gegenseitig antun. Mit dem Wissen, das die Welt sich uns genauso zeigt, wie wir es in der Bibel ausgesagt finden, wofür lohnt es sich dann zu leben? Und so ist die Wahrheit und die Erkenntnis Gottes über Jesus ein wahres Geschenk und ein Geheimnis, wenn man bedenkt, wie viele es dennoch nicht ergreifen können.

1.Petrus 1,12
Ihnen wurde es offenbart, dass sie nicht sich selbst, sondern euch dienten im Blick auf das, was euch jetzt verkündet worden ist durch die, welche euch das Evangelium verkündigt haben im Heiligen Geist, der vom Himmel gesandt ist, in welche Dinge Engel hineinzuschauen begehren.

Jesu Leben und seine vollkommene Identität hat uns einen Weg der Erlösung und des Friedens eröffnet. Auch wenn wir diesen Weg unter Umständen mit unserem Blut bezahlen müssen, so ist doch der himmlische Lohn unvergleichlich dazu. Und so leben wir heute in der Erwartung seines zweiten Kommens. Diesesmal jedoch nicht als Lamm Gottes, sondern als Herrscher, der kommt, um sein Heiligtum in Besitz zu nehmen.

Daniel 7,13-14
Ich schaute in Visionen der Nacht: Und siehe, mit den Wolken des Himmels kam einer wie der Sohn eines Menschen. Und er kam zu dem Alten an Tagen, und man brachte ihn vor ihn. Und ihm wurde Herrschaft und Ehre und Königtum gegeben, und alle Völker, Nationen und Sprachen dienten ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht, und sein Königtum so, dass es nicht zerstört wird.


 

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