Das Reich der Himmel

Matthäus 13,44-52
Das Reich der Himmel gleicht einem im Acker verborgenen Schatz, den ein Mensch fand und verbarg; und vor Freude darüber geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft jenen Acker. Wiederum gleicht das Reich der Himmel einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte; als er aber eine sehr kostbare Perle gefunden hatte, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie. Wiederum gleicht das Reich der Himmel einem Netz, das ins Meer geworfen wurde und Fische von jeder Art zusammenbrachte, dass sie dann, als es voll war, ans Ufer heraufzogen; und sie setzten sich nieder und lasen die guten in Gefäße zusammen, aber die faulen warfen sie hinaus. So wird es in der Vollendung des Zeitalters sein: Die Engel werden hinausgehen und die Bösen aus der Mitte der Gerechten aussondern und sie in den Feuerofen werfen; da wird das Weinen und das Zähneknirschen sein. Habt ihr dies alles verstanden? Sie sagen zu ihm: Ja. Er aber sprach zu ihnen: Darum ist jeder Schriftgelehrte, der ein Jünger des Reichs der Himmel geworden ist, gleich einem Hausherrn, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorbringt.

Hier finden wir Gleichnisse von Jesus wieder, die er zum Teil nicht erläutert hatte. Und als er am Ende die Jünger fragte, ob sie alles verstanden hätten und diese es bejahten, war das wohl eher ein Irrtum. Aber schauen wir mal näher hin.

Das Reich der Himmel gleicht einem im Acker verborgenen Schatz, den ein Mensch fand und verbarg; und vor Freude darüber geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft jenen Acker.

Hier wird ein Mann beschrieben, der den Himmel als Acker und als verborgenen Schatz fand und sogleich alles verkaufte, um diesen zu kaufen. Hier handelt es sich sehr wahrscheinlich um Jesus selbst, der die Herrlichkeit des Himmels aufgab, um den Acker nämlich Israel zu erwerben. Denn Jesus kam zuerst, um seinem Land Israel die Erlösung zu bringen.

2.Mose 19,5
Und nun, wenn ihr willig auf meine Stimme hören und meinen Bund halten werdet, dann sollt ihr aus allen Völkern mein Eigentum sein; denn mir gehört die ganze Erde.

Psalm 135,4
Denn Jah hat sich Jakob erwählt, Israel zu seinem Eigentum.

Gott spricht in Verbindung mit Israel von seinem Eigentum und so kam Jesus auch in sein Eigentum. Dazu gab er seine Herrlichkeit auf und erniedrigte sich selbst unter die Menschwerdung und wurde Mensch. Und dennoch blieb er Gott und brachte seinem Volk das Himmelreich nahe, welches dann auch zu den Heiden kam.

Epheser 1,14
Der ist die Anzahlung auf unser Erbe auf die Erlösung seines Eigentums zum Preise seiner Herrlichkeit.

 Wiederum gleicht das Reich der Himmel einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte; als er aber eine sehr kostbare Perle gefunden hatte, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie.

Dieses Gleichnis weist Parallelen zum vorherigen auf. Die kostbare Perle könnte ein Sinnbild auf die Gemeinde, der Braut Christi sein. Perlen bilden sich aufgrund einer Verletzung im inneren einer Auster und so könnte man deuten, dass die Braut Christi sich aus den Wunden des gekreuzigten Jesus heraus als kostbare Perle entwickelt hat.

Der Kaufmann der alles verkaufte um die Perle zu erwerben ist wiederum Jesus selbst, der durch seinen Opfertod die Erlösung der Gläubigen erkauft hat. Und so deuten diese beiden Gleichnisse daraufhin, dass Israel in der Zeit der Abwesenheit des Königs weiter existieren und die Braut Christi weiterhin wachsen werden.

Wiederum gleicht das Reich der Himmel einem Netz, das ins Meer geworfen wurde und Fische von jeder Art zusammenbrachte, dass sie dann, als es voll war, ans Ufer heraufzogen; und sie setzten sich nieder und lasen die guten in Gefäße zusammen, aber die faulen warfen sie hinaus.

Jetzt geht Jesus auf seine Wiederkunft ein und vergleicht das Himmelreich mit einem Fischernetz, dass viele verschiedene Fische gefangen hatte. Darunter auch viele schlechte Fische, die dann aussortiert werden und nur die guten Fische behalten werden. Ein klares Sinnbild auf die Gemeinde, wo auch viele falsche Christen drin sind, welche dann aber aussortiert werden.

So wird es in der Vollendung des Zeitalters sein: Die Engel werden hinausgehen und die Bösen aus der Mitte der Gerechten aussondern und sie in den Feuerofen werfen; da wird das Weinen und das Zähneknirschen sein.

Jesus selbst erklärte es dann auch und so lesen wir in:

Matthäus 13,27-30
Es kamen aber die Knechte des Hausherrn hinzu und sprachen zu ihm: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher hat er denn Unkraut? Er aber sprach zu ihnen: Ein feindseliger Mensch hat dies getan. Die Knechte aber sagen zu ihm: Willst du denn, dass wir hingehen und es zusammenlesen? Er aber spricht: Nein, damit ihr nicht etwa beim Zusammenlesen des Unkrauts gleichzeitig mit ihm den Weizen ausreißt. Lasst beides zusammen wachsen bis zur Ernte, und zur Zeit der Ernte werde ich den Schnittern sagen: Lest zuerst das Unkraut zusammen, und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen; den Weizen aber sammelt in meine Scheune!

Wenn Jesus wiederkommt, werden die wahren Christen offenbar, wie auch die falschen.

Habt ihr dies alles verstanden? Sie sagen zu ihm: Ja. Er aber sprach zu ihnen: Darum ist jeder Schriftgelehrte, der ein Jünger des Reichs der Himmel geworden ist, gleich einem Hausherrn, der aus seinem Schatz Neues und Altes hervorbringt.

Obwohl die Jünger die Frage Jesu mit Ja beantworteten, erscheint dies eher unwahrscheinlich. In den nachfolgenden Handlungen zeigt sich auch, dass sie sicher nicht alles verstanden hatten.

Jesus erfüllte die Funktion des Hausvaters, der in seinen Gleichnissen, den Jüngern altvertrautes aufzeigte, aber auch Neues was sie noch nicht kannten offenbarte. So wussten sie zwar von einem messianischen Königreich, doch sie ahnten nicht, dass es zurückgewiesen werden würde. Sie wussten auch das, dass Reich Gottes ein gerechtes Reich sein würde, aber auch hier ahnten sie nicht, dass es noch das Böse darin geben sollte und eine unbestimmte Zeit bis zur Vollendung vergehen würde.

Und das während dieser Zeit die Braut Christi zu einem großen Reich von Gläubigen anwachsen würde. Und das Gott sein Volk Israel bewahren und am Ende auch wiederherstellen wird.

Diese Gleichnisse beantwortet die Frage was aus dem Himmelreich werden wird.

Und die Antwort lautet; Das Reich Gottes wird auf Erden aufgerichtet werden, beim zweiten Kommen Jesu.

Bis dahin wird das Gute wie das Böse nebeneinander her bestehen.

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