Der antichristliche Geist

Der antichristliche Geist

Wovon reden wir überhaupt, wenn wir vom antichristlichen Geist sprechen? Was ist er und woher kommt er und vor allem was macht und will er?

Er begegnet uns zum ersten Mal im Garten Eden als der gefallene Erzengel Luzifer, genannt Satan die Schlange. Dort versucht er Eva und verführt sie gegen Gottes Weisung und Gebot zu handeln. Eva wiederum lässt sich überreden und gibt diese Versuchung unmittelbar an Adam weiter. Die weiteren Folgen daraus sind uns alle bekannt.

Also hat der antichristliche Geist seinen Ursprung in dem gefallenen Erzengel Luzifer. Zu seinen Merkmalen gehören u. a. Lügen, Verdrehen, falsches Zeugnis, Morden uvm.

Jesus selbst bringt es auf dem Punkt.

Joh. 8,44
Ihr seid aus dem Vater, dem Teufel, und die Begierden eures Vaters wollt ihr tun. Jener war ein Menschenmörder von Anfang an und stand nicht in der Wahrheit, weil keine Wahrheit in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben.

Das Ganze zeigt uns, dass die Lüge und der damit verbundene gefallene Erzengel Luzifer schon vor dem Garten Eden bestanden haben muss. Aber wie konnte ein einst ranghoher Engel in Sünde fallen? Und was können wir daraus ableiten? Wer war dieser Engel und was wurde aus ihm und warum?

Hesekiel 28,12–18
Menschensohn, erhebe ein Klagelied über den König von Tyrus und sage ihm: So spricht der Herr, HERR: Du warst das vollendete Siegel, voller Weisheit und vollkommen an Schönheit, du warst in Eden, dem Garten Gottes; aus Edelsteinen jeder Art war deine Decke: Karneol, Topas und Jaspis, Türkis, Onyx und Nephrit, Saphir, Rubin und Smaragd; und Arbeit in Gold waren deine Ohrringe und deine Perlen an dir; am Tag, als du geschaffen wurdest, wurden sie bereitet.

Du warst ein mit ausgebreiteten Flügeln schirmender Cherub, und ich hatte dich dazu gemacht; du warst auf Gottes heiligem Berg, mitten unter feurigen Steinen gingst du einher. Vollkommen warst du in deinen Wegen von dem Tag an, als du geschaffen wurdest, bis sich Unrecht an dir fand.

Durch die Menge deines Handels fülltest du dein Inneres mit Gewalttat und sündigtest. Und ich verstieß dich vom Berg Gottes und trieb dich ins Verderben, du schirmender Cherub, aus der Mitte der feurigen Steine. Dein Herz wollte hoch hinaus wegen deiner Schönheit, du hast deine Weisheit zunichte gemacht um deines Glanzes willen. Ich habe dich zu Boden geworfen, habe dich vor Königen dahingegeben, damit sie ihre Lust an dir sehen. Durch die Menge deiner Sünden, in der Unredlichkeit deines Handels, hast du deine Heiligtümer entweiht. Darum habe ich aus deiner Mitte ein Feuer ausgehen lassen, das hat dich verzehrt, und ich habe dich zu Asche auf der Erde gemacht vor den Augen aller, die dich sehen.

Hier wird der damals weltliche König Tyrus mit dem Satan verglichen, der offensichtlich durch ihn lebte. Der Vergleich bzw. seine Beschreibung ist jedoch so eindeutig, dass wir davon ausgehen können, dass hier der gefallene Erzengel Luzifer angesprochen ist.

Er wird als ein wunderschöner Engel voll Weisheit beschrieben, der mit sehr großer Machtfülle ausgestattet war. Und er war vollkommen geschaffen, bis er sich begann zu erheben. Sein Glanz und seine Schönheit verführte ihn in sich selbst.

Er begann offenbar bereits in der himmlischen Welt gegen Gott zu agieren und füllte so sein Herz mit Gewalt und Sünde. Das führte dazu, dass Gott ihn verstieß. Gott warf ihn zu Boden und hat ihn vor Königen dahingegeben. Gottes Strafe beginnt sich hier umzusetzen und meint die Hinwegnahme seiner Machtfülle und Schönheit.

Er ist in sich selbst gerichtet und Gott musste ihn deshalb entmachten. Das Feuer in ihm, welches ihn verzerrte, ist die Überantwortung in seine Sünde und seinen verderblichen Charakter und jeder kann ihn daran erkennen. Und so ist es auch, jeder Mensch auf Erden kann die Bosheit wahrnehmen und das Böse vom Guten unterscheiden.

Was also im Himmel begann, vollzog sich im Garten Eden, als der gefallene Erzengel Luzifer Eva zur Sünde verführte. Die Folgen aus der Erbsünde des Menschen sind uns bekannt, fortan sollten Sie u. a. Gut und Böse unterscheiden können. Damit hat jeder Mensch diese Unterscheidungsgabe mitbekommen und kann sich auch nicht rausreden, falls er zum Evangelium Nein gesagt haben sollte.

Wir sehen also, dass der antichristliche Geist seinen Ursprung in dem gefallenen Erzengel Luzifer hat. Und wir verstehen, dass durch die Erbsünde eine Trennung zu Gott entstanden ist. Wir aber durchaus zwischen Gut und Böse unterscheiden können. Wir sind aber in seiner Herrschaft gefangen, weil die Reiche dieser Welt durch die Erbsünde dem Erzengel Luzifer zugefallen sind.

Sein antigöttlicher Geist wirkt also parallel im Menschen und in der Welt und in den weltlichen politischen Reichen. Das bedeutet auch, dass die bösartigen Eigenschaften dieses gefallenen Engels im Menschen wirken. Denn jeder Mensch wird zunächst in diese Lage hineingeboren.

Und so leben Neid, Eifersucht, Lüge, Zorn, Gewalt, Mord und etliches mehr im Menschen und oft können wir sehen, wie diese Eigenschaften Menschenleben zerstören. Dadurch erwächst immenses Leid in der Welt und wir Menschen sind allzuoft Täter und Opfer zugleich.

Und so sehen dann auch unsere weltlichen Strukturen und Machtbereiche aus. Sie sind von diesen Eigenschaften durchsetzt und die vielen Kriege über die Zeiten zeigen uns, wie unbarmherzig es werden kann.

Aber auch wenn dieser antichristliche Geist seine Wirkungsmacht hat, so steht Gott dem immernoch gegenüber, denn es war Gottes ausgesprochene Strafe über den Satan, wie auch über Adam und Eva. Beides zusammen gesehen, ergeben ein schlüssiges Bild von der Sünde, die einst im Himmel begann und sich dann auf der Erde fortgesetzt hat.

Die Sünde wurde im Menschen zum Fleisch und begann seinen zerstörerischen Leidensweg und Kreuzzug auf diesen Planeten. Doch der göttliche Same und die Linie Gottes im Menschen sind ebenfalls parallel mitgewachsen. Denn Gott hatte keineswegs beabsichtigt dem Luzifer eine Spielwiese zum Austoben zu überlassen. Sondern er hat das Endziel eingeplant, indem dieser gefallene Erzengel endgültig gerichtet sein wird.

Der rote Faden, der sich durch alles zieht, ist die Sünde Satans und die Allmacht Gottes, die parallel dazu agiert und sich letztlich in Jesus vollkommen offenbart hat.

Jetzt liegt es vielleicht nahe zu denken, dadurch, dass alles durch Gott geschaffen ist, dass auch dieser gefallene Engel in seiner Sünde von Gott geschaffen ist. Und somit die Sünde vielleicht sogar etwas ist, was im Himmel vorhanden war und da Gott die Quelle allen Ursprungs ist, könnte man nun meinen Gott würde seine eigene Sünde ausmerzen wollen.

Doch Vorsicht, denn wir lesen aus der genannten Bibelstelle, dass der Erzengel Luzifer »vollkommen geschaffen« war. Daher kann Gott nicht der Ursprung seiner Sünde sein, denn Gott selbst ist vollkommen. Der Ursprung wurde selbst im Erzengel gefunden, wie es diese Bibelstelle auch deutlich sagt.

Dennoch geschieht hier ein geistlicher Prozess, bis dieser Erzengel endgültig gerichtet sein wird. Die Bibelstelle sagt uns auch nicht, wie sein Schaffungsprozess ausgesehen hat und wieviel Zeit dazu nötig war. Es ist somit wohl auch ein Entmachtungsprozess nötig, und da Gott vollkommen und gerecht ist, geht er diesen Weg auch zu Ende.

Satans Herrschaft in dieser Welt

Es scheint mir noch wichtig zu sein, kurz anzureißen das Satan nicht nur im Menschen eine Teilherrschaft hat, sondern vor allem auch in den Herrschern der Welt.

Der Satz aus Hesekiel »Ich habe dich zu Boden geworfen, habe dich vor Königen dahingegeben, damit sie ihre Lust an dir sehen« zeigt uns, dass der Satan nicht nur Macht über die Herrscher der Welt hat, sondern dass er sogar in diese Symbiose von Gott hineingezwungen ist. Und so ist Satan selbst ein Gefangener seiner Strafe.

Die bisherigen Weltreiche und seine Herrscher haben es uns immer wieder gezeigt, dass in ihnen Christen und Juden massiv verfolgt und ermordet wurden. Und das diese Herrscher oftmals grausame Despoten waren, die sich selbst für Gott hielten. Womit diese ein Abbild auf den Satan sind.

Damit erklärt sich uns nun auch diese Bibelstelle aus Hesekiel, die zunächst den König Tyrus anspricht und zugleich und eigentlich den Satan meint.

Luzifers Weg der Entmachtung

Die Bibel liefert uns ein sehr gutes Abbild für den fest beschlossenen Weg von Satans Entmachtung. Das Traumbild Nebukadnezars über die metallene Statue liefert uns ein Abbild auf den gefallenen Erzengel Luzifer und seiner schrittweisen Entmachtung bishin zum Endgericht.

Die Statue weist in seinen Körperteilen verschieden Metalle auf und beschreibt verschiedene Weltreiche und ihre ausgeübten Machteigenschaften, welche wir mit den Eigenschaften Satans gleichsetzen können. Dabei fällt auf, dass jedes Reich durch ein anderes Reich abgelöst wird. Ihre Eigenschaften leben zwar noch in gemäßigter Form weiter, aber die Reiche selbst sind zerfallen und entmachtet.

Parallel dazu beschreibt die Statue auch Ereignisse, welche zum Gericht führen werden. Insbesondere in der Schlussbeschreibung der Statue, wo das letzte Weltreich eine unhaltbare Verbindung haben wird und durch einen Stein zerstört wird.

Interessanterweise beginnt das Haupt aus Gold als stärkstes Weltreich, also somit in noch voller Pracht. Und es endet mit den Füssen aus Eisen und Ton, der unhaltbaren Verbindung, welche am Ende zerstört werden wird. Und sind die Füße zerstört, bricht die Statue endgültig in sich zusammen.

Doch wir wollen uns das Traumbild genauer ansehen und auslegen.

Daniel 2, 31-44
Du, König, schautest: Und siehe, ein großes Bild! Dieses Bild war gewaltig und sein Glanz außergewöhnlich; es stand vor dir, und sein Aussehen war furchtbar. Dieses Bild, sein Haupt war aus feinem Gold, seine Brust und seine Arme aus Silber, sein Bauch und seine Lenden aus Bronze, seine Schenkel aus Eisen, seine Füße teils aus Eisen und teils aus Ton.

Du schautest, bis ein Stein losbrach, und zwar nicht durch Hände, und das Bild an seinen Füßen aus Eisen und Ton traf und sie zermalmte. Da wurden zugleich das Eisen, der Ton, die Bronze, das Silber und das Gold zermalmt, und sie wurden wie Spreu aus den Sommertennen; und der Wind führte sie fort, und es war keinerlei Spur mehr von ihnen zu finden. Und der Stein, der das Bild zerschlagen hatte, wurde zu einem großen Berg und erfüllte die ganze Erde.

Das ist der Traum. Und seine Deutung wollen wir vor dem König ansagen:

Du, König, du König der Könige, dem der Gott des Himmels die Königsherrschaft, die Macht und die Stärke und die Ehre gegeben hat und überall, wo Menschenkinder, Tiere des Feldes und Vögel des Himmels wohnen, hat er sie in deine Hand gegeben und dich zum Herrscher über sie alle gesetzt -, du bist das Haupt aus Gold.

Und nach dir wird ein anderes Königreich erstehen, geringer als du, und ein anderes, drittes Königreich, aus Bronze, dass über die ganze Erde herrschen wird. Und ein viertes Königreich wird stark sein wie Eisen, deshalb, weil das Eisen alles zermalmt und zerschmettert; wie das Eisen, das alles zertrümmert, wird es all jene zermalmen und zertrümmern.

Und dass du die Füße und die Zehen teils aus Töpferton und teils aus Eisen gesehen hast: Das wird ein geteiltes Königreich sein; aber von der Festigkeit des Eisens wird etwas in ihm sein, weil du das Eisen mit lehmigem Ton vermischt gesehen hast.

Und die Zehen der Füße, teils aus Eisen und teils aus Ton: Zum Teil wird das Königreich stark sein, und zum Teil wird es zerbrechlich sein. Dass du das Eisen mit lehmigem Ton vermischt gesehen hast: Sie werden sich durch Heiraten untereinander vermischen, aber sie werden nicht aneinanderhaften, so wie sich Eisen mit Ton nicht mischen lässt.

Und in den Tagen dieser Könige wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das ewig nicht zerstört werden wird. Und das Königreich wird keinem anderen Volk überlassen werden; es wird all jene Königreiche zermalmen und vernichten, selbst aber wird es ewig bestehen: Wie du gesehen hast, dass von dem Berg ein Stein losbrach, und zwar nicht durch Hände, und das Eisen, die Bronze, den Ton, das Silber und das Gold zermalmte.

Das babylonische Reich (Das Haupt aus Gold)

Vers 38:

Du, König, du König der Könige, dem der Gott des Himmels die Königsherrschaft, die Macht und die Stärke und die Ehre gegeben hat und überall, wo Menschenkinder, Tiere des Feldes und Vögel des Himmels wohnen, hat er sie in deine Hand gegeben und dich zum Herrscher über sie alle gesetzt -, du bist das Haupt aus Gold.

Nebukadnezar war der Herrscher über das babylonische Reich und er war das Haupt aus Gold. Dessen Regentschaft ging von 606 bis 539 v. Chr. Ihm wird der Löwe mit Adlerflügeln aus Daniel 7 zugeordnet, dessen Bedeutung ist Herrschgier und Majestät.

Das medopersische Reich (Brust und Arme aus Silber)

Vers 39

Und nach dir wird ein anderes Königreich erstehen, geringer als du..

Gemeint ist das medopersische Reich unter Darius von 539 bis 331 v. Chr. Ihm wird der Bär mit den drei Rippen im Maul aus Daniel 7 zugeordnet, dessen Bedeutung ist Zähigkeit und Machthunger.

Das griechische und die Diadochenreiche
(Bauch und Lenden aus Bronze)

Vers 39

.. und ein anderes, drittes Königreich, aus Bronze, dass über die ganze Erde herrschen wird.

Gemeint ist das griechische Reich und die Diadochen – Nachfolgereiche unter Alexander d. Großen von 331 bis 168 v. Chr. Ihm wird der Panther mit den vier Flügeln und den vier Köpfen aus Daniel 7 zugeordnet, dessen Bedeutung ist Schnelligkeit.

Das römische Imperium (Schenkel aus Eisen)

Vers 40

Und ein viertes Königreich wird stark sein wie Eisen, deshalb, weil das Eisen alles zermalmt und zerschmettert; wie das Eisen, das alles zertrümmert, wird es all jene zermalmen und zertrümmern.

Gemeint ist das römische Imperium unter den Cäsaren von 168 v. Chr. bis 476 n. Chr. Ihm wird die Bestie mit den 10 Hörnern aus Daniel 7 zugeordnet und stellt den Antichristen dar.

Zeitgeschichte nach dem römischen Imperium ab 476 n. Chr.

Verse 41-42

Und dass du die Füße und die Zehen teils aus Töpferton und teils aus Eisen gesehen hast: Das wird ein geteiltes Königreich sein; aber von der Festigkeit des Eisens wird etwas in ihm sein, weil du das Eisen mit lehmigem Ton vermischt gesehen hast.

Gemeint ist die Zeitgeschichte nach 476 n. Chr. bis heute, darin enthalten, ist die Kolonialisierung, Teilungen von Völkern, Ost-West-Konflikt und die heutige teilweise Wiedererstehung des Römischen Reiches in Europa.

Heutiges Europa und Israels Staatsgründung

Vers 43

Und die Zehen der Füße, teils aus Eisen und teils aus Ton: Zum Teil wird das Königreich stark sein, und zum Teil wird es zerbrechlich sein. Dass du das Eisen mit lehmigem Ton vermischt gesehen hast: Sie werden sich durch Heiraten untereinander vermischen, aber sie werden nicht aneinanderhaften, so wie sich Eisen mit Ton nicht mischen lässt.

Das Ende von Israels Exils (erfüllt durch die Staatsgründung 1948) und der Versuch das Römische Reich wiedererstehen zu lassen (das heutige Europa).

Das Ende der Weltreiche

Verse 44-45

Und in den Tagen dieser Könige wird der Gott des Himmels ein Königreich aufrichten, das ewig nicht zerstört werden wird. Und das Königreich wird keinem anderen Volk überlassen werden; es wird all jene Königreiche zermalmen und vernichten, selbst aber wird es ewig bestehen:  Wie du gesehen hast, dass von dem Berg ein Stein losbrach, und zwar nicht durch Hände, und das Eisen, die Bronze, den Ton, das Silber und das Gold zermalmte.

Nimmt Bezug auf das Ende der weltlichen Reiche und die Aufrichtung des himmlischen Königreiches. Der Stein aus dem Berg steht für das Messiasreich, welches seine Herrschaft einnimmt und alle weltlichen Reiche aufhören lässt.

Zusammenfassung des Traumes

Abbildung 1 | zusammenfassende Darstellung des Traumes

Zuordnung der Tiere

Die Zuordnung der Tiere kommt aus Daniels Vision, die in Daniel 7 berichtet wird. Nachfolgend eine chronologische Aufstellung, woraus sich dann die Zuordnungen zum Traum von Nebukadnezar ergeben.

Abbildung 2 | Gegenüberstellung des Standbildes und Daniels Vision aus Kapitel 7

Der König von Syrien

Daniel 11, 31
Und Streitkräfte von ihm werden dastehen; und sie werden das Heiligtum, die Bergfeste entweihen und werden das regelmäßige Opfer abschaffen und den verwüstenden Gräuel aufstellen.

Antiochus war König von Syrien und gehörte zu einem der Diadochenreiche aus dem griechischen Reich. Er wollte das Judentum mit seinen mosaischen Gesetzen ausrotten und setzte diese gewaltsam außer Kraft.

Er griff Jerusalem am Sabbat an, nahm Sklaven und plünderte die Stadt und versuchte die Juden zu hellenisieren (Anbetung des Zeus). Er verbot jede Ausübung der jüdischen religiösen Praktiken und befahl alle Abschriften des Gesetzes zu verbrennen.

Dann ließ er das Gräuelbild der Verwüstung aufstellen (16.12.167 v.Chr.), indem er außerhalb des Tempels einen Altar für Zeus aufstellen ließ und darauf ein Schwein opferte.

Das erinnert an den Gräuel der Verwüstung durch den Antichristen. (Vgl. Matth. 24, 15 | Markus 13, 14)

Auch andere Herrscher wie Nimrod und seine Frau, auf die der Götzenkult zurückgeht, zeigen auf, welche Kräfte und Eigenschaften sich darin ausgelebt haben. Und so können wir sehen, dass diese Eigenschaften sich bis in unsere Zeit abfärben und noch immer Raum finden.

Die Tatsache, dass wir heute im Traumbild bei den Füßen angekommen sind, weiß auch der Satan und er kämpft verbissen um sein Überleben. Am Ende der Tage hat Gott jedoch die Zeit verkürzt, da sonst kein Fleisch überleben würde.

Matthäus 24,22
Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden.

In die Enge getrieben, wird der Satan alles aufbieten, was er nur kann. Die ganze Palette seiner Verführungs- und Lügenkünste wird auf uns niedergehen, mit nur einem Ziel. Christen und Juden möglichst auszurotten und selbst den Thron Gottes zu besteigen. So erklärt sich uns auch sein Aufgebot am Ende der Tage mit einem falschen Evangelium, seinem falschen Sohn und nicht zuletzt das Aufstellen des Gräuels im Tempel. Doch dies wird der Zeitpunkt sein, wo Gott Luzifers Reich und seine Kraft endgültig nehmen und richten wird. Das Standbild aus Nebukadnezars Traum ist also ein Abbild auf Satans Entmachtung. Nebukadnezar selbst wurde noch zu Lebzeiten selbst von Gott für sieben Jahre entmachtet. Nebukadnezar verfiel dem Wahn und fraß sieben Jahre lang Gras.

Daniel 4,30
Zu derselben Stunde wurde das Wort an Nebukadnezar erfüllt: Er wurde von den Menschen ausgestoßen und aß Gras wie die Rinder, und sein Leib wurde benetzt vom Tau des Himmels, bis sein Haar wie Adlerfedern wuchs und seine Nägel wie Vogelkrallen.

Nebukadnezar erkannte nach Ablauf der sieben Jahre seinen Irrtum und wurde wieder in sein Königreich eingesetzt und er gab Gott die Ehre.

Daniel 4,31-34
Und am Ende der Tage erhob ich, Nebukadnezar, meine Augen zum Himmel, und mein Verstand kehrte zu mir zurück. Und ich pries den Höchsten, und ich rühmte und verherrlichte den ewig Lebenden, dessen Herrschaft eine ewige Herrschaft ist und dessen Reich von Generation zu Generation währt. Und alle Bewohner der Erde sind wie nichts gerechnet, und nach seinem Willen verfährt er mit dem Heer des Himmels und den Bewohnern der Erde. Und da ist niemand, der seiner Hand wehren und zu ihm sagen könnte: Was tust du?

Zu derselben Zeit kehrte mein Verstand zu mir zurück, und zur Ehre meines Königtums kehrten meine Herrlichkeit und mein Glanz zu mir zurück. Und meine Staatsräte und meine Gewaltigen suchten mich auf, und ich wurde wieder in mein Königtum eingesetzt, und außergewöhnliche Größe wurde mir hinzugefügt.

Nun rühme ich, Nebukadnezar, und erhebe und verherrliche den König des Himmels, dessen Werke allesamt Wahrheit und dessen Wege Recht sind und der die erniedrigen kann, die in Stolz einhergehen.

Sein Sohn Belsazar allerdings hatte sich diese tiefe Demütigung seines Vaters durch Gott nicht zu Herzen genommen. Gott hatte an Nebukadnezar große Gnade erwiesen, die auch Belsazar miterlebt haben musste. Während eines Festes schrieben Gottes Finger die Gerichtsworte direkt an seine Wand.

Daniel 5,2-30
Und dies ist die Schrift, die geschrieben wurde: Mene, mene, tekel upharsin. Dies ist die Deutung des Wortes: Mene – Gott hat dein Königtum gezählt und macht ihm ein Ende. Tekel – du bist auf der Waage gewogen und zu leicht befunden worden. Peres – dein Königreich wird zerteilt und den Medern und Persern gegeben. Daraufhin gab Belsazar Befehl, und man bekleidete Daniel mit Purpur, dazu mit einer goldenen Kette um seinen Hals; und man rief über ihn aus, dass er der Drittmächtigste im Königreich sei. In derselben Nacht wurde Belsazar, der chaldäische König, getötet.

Nachdem Daniel ihm diese Worte gedeutet hatte, wurde er noch in derselben Nacht getötet und sein Reich zerfiel. Uns wird sehr deutlich gezeigt, dass Gott über alles das letzte Wort hat. Gott hat die Kontrolle, und obwohl es viele grausame Herrscher gab, so durften sie dennoch nicht alles tun. Gott hat ihnen Grenzen und Wirkungszeiten gesetzt.

Brot und Spiele

Wenn sich Satans Macht in den politischen Herrschern und ihren Systemen zeigt, wie verhält es sich dann mit dem Volk? Wie steuert man die Volksmassen, ohne dass sie ausbrechen und womöglich noch sich gegen die herrschende Klasse wenden?

Brot und Spiele war hier schon immer das beliebte Mittel der Wahl um ein Volk abzulenken und auf Spur zu halten. Denn während das Volk seinen Spaß hat und dabei auch nicht verhungert, wähnt es sich in Sicherheit und glaubt daran, dass die Obersten alles richtigmachen.

Da die Obrigkeit oftmals mit eigenen Machtbestrebungen beschäftigt ist, die möglichst im Volke ungehört bleiben sollen. Ist diese Art der Ablenkung ein gut funktionierendes Mittel. Frühere Völker hatten Kaiser und Könige, die oftmals mit harter Hand herrschten. Ihre Spiele für das Volk waren dann z. B. Wagenrennen, Paraden oder wie im alten Rom eben auch Gladiatorenkämpfe und öffentliche Menschenopfer.

Heute werden zwar öffentlich keine Menschen mehr im Rahmen von Spiele geopfert und es finden in diesem Sinn auch keine Gladiatorenkämpfe mehr statt. Dennoch kann man an einigen heutigen Sportarten eine Rückkehr solcher Kämpfe bzw. Spiele erkennen. Insbesondere in den Kampfsportarten, wo man in Käfigen aufeinander losgeht, wo es fast keine Regeln gibt. Oder auch in den Extremsportarten, wo die Leute sich auf immer neue waghalsige Sachen einlassen, nur für den Kick. Herausragend sind natürlich die Fußballweltmeisterschaften und die Olympischen Spiele.

Als gäbe es noch nicht genug Möglichkeiten ums Leben zu kommen, schaffen wir immer neue Arten von Extremsport. Zur Freude der Industrie, die daran verdient.

Was früher also die Monarchien waren, sind heute die politischen ideologischen Systeme. Die stehen der Monarchie jedoch in nichts nach und machen es im Grunde genauso wie diese auch. Nur unter einem anderen Deckmantel. Der Kommunismus macht auf Bruderliebe und begeht in Wahrheit den Brudermord. Die Demokratie opfert seine Werte dem Humanismus und das totalitäre System führt ein Reich der Angst und Knechtung.

Doch Brot und Spiele gibt es in jedem System und sorgt für die Manipulation des Volkes. So ist es in unseren Breitengraden sehr beliebt, während der WM politische Anliegen am Volk und an einem leeren Parlament vorbei, auf die Schnelle durchzubringen. Es lassen sich sicher nicht alle manipulieren, aber dennoch die breite Masse. Widerstand geht da ungehört unter oder wird entsprechend diffamiert und mundtot gemacht.

Während in den früheren Völkern die Kaiser und Könige in einem totalitären System herrschten und Gehorsamsverweigerung unweigerlich drakonische Strafen nach sich zogen. Haben wir heute die Mainstreammedien, TV und Radio, Werbung und viel Starprominenz. Wir kommen deshalb ohne diese extremen Mittel aus, obwohl wir sie ja doch hier und dort einsetzen. Ganz aktuell die USA und ihren rechtsfreien Knast in Guantanamo.

Das Volk ist in den jeweiligen politischen Systemen auch mitgefangen und hat nur wenige Möglichkeiten daran etwas zu ändern. Widerstand wird nur dann sehr ernst, wenn das Volk keine Versorgung mehr hat. Dies und die gehörige Arroganz der Monarchie führten 1789 zur Französischen Revolution. Das Volk blutete aus, während der Adel nur so protzte. Am Ende landeten sie alle auf der Guillotine, sogar die Macher der Revolution. Gott selbst hatte seinem Volk Israel die Warnung mitgegeben, was ein König von Ihnen fordern wird.

Samuel 8,9-17
Doch warne sie mit allem Ernst und mach ihnen das Recht des Königs bekannt, der über sie herrschen wird! Und Samuel sagte dem Volk, das einen König von ihm begehrte, alle Worte des HERRN. Und er sagte: Dies wird das Recht des Königs sein, der über euch regieren wird: Eure Söhne wird er nehmen, um sie für seinen Wagen und seine Gespanne einzusetzen, damit sie vor seinem Wagen herlaufen, und um sie sich zu Obersten über tausend und zu Obersten über fünfzig zu bestellen, damit sie seine Äcker pflügen und seine Ernte einbringen und damit sie seine Kriegsgeräte und seine Wagengeräte anfertigen. Und eure Töchter wird er zum Salbenmischen, zum Kochen und Backen nehmen. Und eure besten Felder, Weinberge und Olivengärten, die wird er nehmen und sie seinen Knechten geben. Und von euren Kornfeldern und euren Weinbergen wird er den Zehnten nehmen und ihn seinen Kämmerern und Beamten geben. Und eure Knechte und eure Mägde und eure besten jungen Männer und eure Esel wird er nehmen und sie in seinen Dienst stellen. Von euren Schafen wird er den Zehnten nehmen, und ihr, ihr müsst seine Knechte sein.

Er sagt sehr deutlich, dass ein König eine herrschende Struktur aufbauen und vom Volk seine Tribute einfordern wird. Damit wird das Volk dem Machtwillen der jeweiligen Herrscher bzw. dem satanischen Machtbereich unterworfen. Der Satan nutzt also seine Macht, um die breite Volksmasse zu manipulieren und diese auf Spur zu halten.

Das ist nun eher global zu verstehen, denn, wenn wir anfangen das auf einzelne Menschen und Charaktere runterzubrechen, sehen die Dinge schon wieder anders aus. Hier funktioniert ein Zusammenspiel von vorherrschender Macht und der Individualität des Einzelnen. Sport ist auch nicht grundsätzlich schlecht, sondern ganz sicher etwas Gutes. Was im persönlichen Bereich sich positiv zeigt, wird jedoch leider im Großen sehr oft missbraucht.

Sehr oft hören wir von Manipulationen im Sport, wo mit Steroiden nachgeholfen wird oder wirtschaftliche Interessen korrumpiert werden.

Als Mensch vermag ich diese Dinge zu durchblicken und kann dennoch nicht entfliehen, weil diese Art der Umstände nicht in meiner Hand sind. Denn obgleich hier ein satanisches Reich und sein Prinzip abläuft, wächst nebenher das Reich Gottes. Das Evangelium und die Menschen, die mit Christus unterwegs sind, bewegen sich in diesem Umfeld und rufen die Gefangenen.

Matthäus 10,16
Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter Wölfe; so seid nun klug wie die Schlangen und einfältig wie die Tauben.


Auszug aus meinem Buch: Die große Versuchung

1 Kommentar zu Der antichristliche Geist

  1. Der sogenannte Fürst dieser Welt arbeitet mit „licht“-geschwängerten, verlockenden „Versprechungen“, in allen Bereichen, politisch, wirtschaftlich, sozial, und schlicht oder gerade auch Religionsausgerichtet.

    Man könnte fast sagen, diese alte Schlange, der Satan ist echt gut, aber er ist durch und durch böse und verschlagen, in milliardenfacher Ausführung sät er geistigen Tod, in dem er leben verspricht. In ihm ist keine Wahrheit. Hinter seinen vernebelten Versprechungen erahnen Menschen Vorteile, wie Macht und Reichtum. Mehr braucht es nicht…………..!

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