Die Entrückung

Die Entrückung
Was bedeutet sie und wann wird sie geschehen?
 Bernd Wessel | 18.01.2014
Die Entrückung ist eines der biblischen Geheimnisse, die wie so oft, für recht unterschiedliche Lehrmeinungen sorgt. Vor allem bewegt viele Christen die Frage, ob sie vor der Trübsahlszeit stattfindet, mittendrin oder am Ende. Diese Hauskreisarbeit macht den Versuch einer möglichen Antwort.

Einleitung_ 3

Quellenangaben_ 3

Copyright 3

Biblische Beispiele der Entrückung_ 5

Die Entrückung von Henoch_ 5

Die Entrückung von Elia_ 6

Die Entrückung von Philippus 6

Die unbekannte Person_ 7

Die Entrückung der Gläubigen_ 7

Was wird geschehen?_ 7

Die Bedeutung der Entrückung_ 7

Wann wird die Entrückung geschehen?_ 8

Woran erkennen wir die Zeichen der Zeit 8

Zusammenfassung: 9

Ausblick auf weitere Themen: 9

Thema Endzeit 9


 

Einleitung

Diese Ausarbeitung wurde im Rahmen eines Hauskreises verwendet und erhebt nicht den Anspruch auf Absolutheit oder Vollständigkeit. Da es in der Theologie oft zu verschiedenen Lehrmeinungen und Ansichten kommt, ist es nicht mein Ziel diese in ihrer Kompaktheit darzustellen oder gar dem Gerecht zu werden.

Alle Inhalte lassen sich heute über das Internet und seiner Informationsvielfalt leicht nachprüfen. Dabei kann man die unterschiedlichen Lehrmeinungen vergleichen und sich selbst ein Bild machen. Ich bemühe mich jedoch nach besten Wissen und Gewissen Auslegungen und Beurteilungen wiederzugeben und jeder möge bitte selbst die Wahrheit und das Wort für sich prüfen.

Soweit ich es kann, mache ich auf mögliche verschiedene Deutungsmöglichkeiten auch aufmerksam.

Quellenangaben

  • Ich nutze für die Bibelstellen die rev. Elberfelder Übersetzung
  • Als Quelle für meine Auslegungen nutze ich teilweise bibelstudium.de und Wikipedia
  • Bitte beachten Sie den Textabschnitt auf Seite 5, Autor ist Gerrid Setzer, mit freundlicher Genehmigung übernommen. Hier geht es zur vollständigen Ausarbeitung von Gerrid Setzer :
    http://www.bibelstudium.de/index.php?articles/448/Henoch

 

Copyright

Sie dürfen diese Publikation frei verwenden, bitte jedoch nicht kommerziell.


 

 

Auferstehung und Entrückung

1.Thessalonicher 4,13-18

Wir wollen euch aber, Brüder, nicht in Unkenntnis lassen über die Entschlafenen, damit ihr nicht betrübt seid wie die Übrigen, die keine Hoffnung haben. Denn wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, wird auch Gott ebenso die Entschlafenen durch Jesus mit ihm bringen.

Denn dies sagen wir euch in einem Wort des Herrn, dass wir, die Lebenden, die übrig bleiben bis zur Ankunft des Herrn, den Entschlafenen keineswegs zuvorkommen werden. Denn der Herr selbst wird beim Befehlsruf, bei der Stimme eines Erzengels und bei dem Schall der Posaune Gottes herabkommen vom Himmel, und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen; danach werden wir, die Lebenden, die übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden in Wolken dem Herrn entgegen in die Luft; und so werden wir allezeit beim Herrn sein.

So ermuntert nun einander mit diesen Worten!

  1. Korinther 15,51-53

Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, in einem Nu, in einem Augenblick, bei der letzten Posaune; denn posaunen wird es, und die Toten werden auferweckt werden, unvergänglich sein, und wir werden verwandelt werden. Denn dieses Vergängliche muss Unvergänglichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen.

Biblische Beispiele der Entrückung

Die Bibel nennt uns mindestens drei bekannte Personen und eine unbekannte Person, die eine Entrückung auf ganz verschiedene Art und Weise erlebt haben. Dabei bestehen Unterschiede im Ablauf und im Zweck der jeweiligen Entrückungserlebnisse.

Die Entrückung von Henoch

Henoch war ein Enkel Abrahams und wird im Lukasevangelium im Stammbaum Jesu mit aufgeführt.

1.Mose 5,22-24

Und Henoch wandelte mit Gott, nachdem er Metuschelach gezeugt hatte, 300 Jahre und zeugte Söhne und Töchter. Und alle Tage Henochs betrugen 365 Jahre. Und Henoch wandelte mit Gott; und er war nicht mehr da, denn Gott nahm ihn hinweg.

Offenbar war die Geburt seinen Sohnes Methusalahs ein Wendepunkt im Leben Henochs, wo er seinen Wandel mit Gott begann. Die Bedeutung des namens Methusalah ist: „Er stirbt, und es kommt“. Dies ist sehr bedeutungsvoll, da er in dem Jahr der Flut starb. Sollte die Flut derart mit seinem Tod verbunden sein, ist das ein schönes Zeugnis der Langmut Gottes; da Methusalah mit seinen 969 Jahren der älteste Mensch ist, von dem die Bibel berichtet.

Und es gibt eine überlieferte Weissagung von Henoch wie folgt:

Judas 14,15

Es hat aber auch Henoch, der Siebente von Adam an, von ihnen geweissagt und gesagt: „Siehe, der Herr ist gekommen mit seinen heiligen Myriaden,  Gericht auszuüben gegen alle und alle Gottlosen zu überführen von allen ihren Werken der Gottlosigkeit, die sie gottlos verübt haben, und von all den harten Worten, die gottlose Sünder gegen ihn geredet haben.

Wenn Henoch auch in seiner Weissagung von noch zukünftigen Tagen sprach, hatte er dabei sicher auch seine Zeitgenossen vor Augen. Denn er lebte in einer sehr gottlosen Zeit.  In Hebräer 11,5 lesen wir, dass Gott ihn entrückte, damit er den Tod nicht sehen sollte. Aber warum wurde Henoch bereits im 365. Lebensjahr entrückt, wo doch die damalige Lebenserwartung erheblich höher war? War sein leben damals bedroht und war seine Zeit auch ein Sinnbild auf die letzte Zeit?

In Hebräer lesen wir:

Hebräer 11,5

Durch Glauben wurde Henoch entrückt, so dass er den Tod nicht sah, und er wurde nicht gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte; denn vor der Entrückung hat er das Zeugnis gehabt, dass er Gott wohlgefallen habe.

[1]Henoch wurde vor dem Gericht Gottes (der Flut) entrückt und ist darin ein Bild von den Gläubigen der Gnadenzeit, die vor der Stunde der Versuchung, die über den ganzen Erdkreis kommen wird in den Himmel entrückt werden. Das wird noch deutlicher, wenn wir an Noah denken, der durch die Flut hindurchgerettet wurde, um dann auf einer gereinigten Erde einen Neuanfang zu erleben. Er ist das Bild von den Gläubigen, die durch die kommende Drangsalszeit gerettet werden, um in das Tausendjährige Reich einzugehen. Das sind die 144.000 Versiegelten aus Offenbarung 7. Diese Menschen sind Knechte Gottes (Off 7,3), aber keine Christen. Wir, die Gläubigen, die die Versammlung Gottes bilden, werden vor dem Gericht entrückt werden – wie Henoch.

 

Die Entrückung von Elia

  1. Könige 2,11-12

Und es geschah, während sie gingen, gingen und redeten, siehe da: ein feuriger Wagen und feurige Pferde, die sie beide voneinander trennten! Und Elia fuhr im Sturmwind auf zum Himmel. Und Elisa sah es und schrie: Mein Vater, mein Vater! Wagen Israels und sein Gespann! Dann sah er ihn nicht mehr. Da fasste er seine Kleider und zerriss sie in zwei Stücke.

Elia war ein alttestamentlicher Prophet, der zur Zeit König Ahabs ca. im 9. Jahrhundert vor Christus lebte. König Ahab und seine Frau Isebel dienten dem Götzen Baal, der für die Fruchtbarkeit des Landes stand. Woraufhin Gott durch Elia eine Dürre ins Land brachte, welche im späteren Verlauf mit dem Streit der Baalspriester auf dem Berg Karmel endete.

Elia hatte sie aufgefordert ihren Götzen Baal ein Opfer zu bringen um Regen kommen zu lassen, was diese natürlich nicht konnten. Woraufhin Gott das Opfer von Elia mit einem gewaltigen Feuer auffraß, die Folge war, dass Elia die 450 Baalspriester noch vor Ort tötete.

Später sagte Elia den Tod Ahabs und Isebels voraus und als Elia von dem feurigen Wagen des Herrn entrückt wurde, ging seine Vollmacht an seinen Schüler Elisa über. Elisa selbst, starb eines natürlichen Todes.

Die Entrückung von Philippus

Apostelgeschichte 8, 39

Als sie aber aus dem Wasser heraufstiegen, entrückte der Geist des Herrn den Philippus, und der Kämmerer sah ihn nicht mehr, denn er zog seinen Weg mit Freuden. Philippus aber fand man zu Aschdod; und er zog hindurch und verkündigte das Evangelium allen Städten, bis er nach Cäsarea kam.

[2]Philippus wurde direkt von einem Engel angesprochen und zu dem Kämmerer geschickt um Ihn die Schrift verständlich zu machen. Nachdem dieser das verstanden hatte und sich sogleich an Ort und Stelle von Philippus taufen ließ, wurde Philippus entrückt.

Allerdings nicht wie Henoch oder Elia in den Himmel zum Vater, sondern einfach an einem anderen Ort (Aschdod). Man kann sich das gut vorstellen, als der Kämmerer wieder auftauchte, war Philippus schon weg. 🙂

Die unbekannte Person

  1. Korinther 12,3-4

Ich weiß von einem Menschen in Christus, dass er vor vierzehn Jahren – ob im Leib, weiß ich nicht, oder außer dem Leib, weiß ich nicht; Gott weiß es -, dass dieser bis in den dritten Himmel entrückt wurde. Und ich weiß von dem betreffenden Menschen – ob im Leib oder außer dem Leib, weiß ich nicht; Gott weiß es -, dass er in das Paradies entrückt wurde und unaussprechliche Worte hörte, die auszusprechen einem Menschen nicht zusteht.

Hier spricht Paulus von einem Unbekannten, von dem er wusste, dass dieser offenbar eine Entrückung der besonderen Art erlebt hatte. Der Unbekannte wurde bis in den dritten Himmel entrückt und kurz darauf erklärt Paulus, dass dieser Unbekannte im Paradies war. Und dort hörte der Unbekannte offensichtlich unaussprechliche Worte (vielleicht unfassbare Wahrheiten?).

Hier handelt es sich also weder um eine bleibende Entrückung in den Himmel, noch um an einen anderen irdischen Ort. Offensichtlich hatte Gott diesen Menschen für eine kurze Zeit zu sich in den Himmel geholt, um ihn Botschaften mitzuteilen, die uns leider nicht bekannt sind.

Die Entrückung der Gläubigen

Im 1. Thessalonicher und im 1. Korinther spricht Paulus über die Entrückung der Gläubigen und der zuvor Entschlafenen. Ein Ereignis welches sich am Ende der Zeit abspielen wird und welches zur Folge hat, dass die Gemeinde Jesu komplett von der Erde genommen wird.

Damit wird auch der Heilige Geist und alles gute Wirken der Kinder Gottes auf Erden aufhören und die Gnadenzeit wird damit beendet sein. Der Heilige Geist wird danach nur noch punktuell, ähnlich wie im Alten Testament wirken.

Was wird geschehen?

Es wird eine Posaune Gottes erschallen, woraufhin ein Erzengel seine Stimme erhebt. Und der Herr selbst wird kommen und zuerst die Entschlafenen holen und dann die Lebenden. Und alles wird sehr schnell geschehen, in einem Augenblick.

Die Bedeutung der Entrückung

Offenbarung 3, 10 spricht von der Stunde der Versuchung, die über den Erdkreis kommen wird. Diese Versuchung markiert sehr wahrscheinlich den letzten Zeitraum, der letzten sieben Jahre. In dieser Zeit wird es keine Gemeinde im herkömmlichen Sinne auf Erden mehr geben. Und diese Zeit wird von klaren Ereignissen geprägt sein, wie sie in der Offenbarung beschrieben sind.

Gott nimmt seine Gemeinde von der Erde um diese nicht der Grausamkeit dieser Zeit auszusetzen und um sein Wirken durch seine Kinder aufhören zu lassen. Die Heilsbotschaft wird verstummen und Errettung von Seelen findet nur noch punktuell statt.

In der Offenbarung 11,13 finden wir einen Hinweis auf Menschen, die nach der Auferstehung der zwei getöteten Zeugen, Gott die Ehre geben. Und Matth. 24, 22 sagt aus, dass diese Zeitspanne um der Auserwählten Willen verkürzt wird, da sonst niemand gerettet werden würde.

Wann wird die Entrückung geschehen?

Zeit und Stunde kennen wir natürlich nicht, aber wir können Ableitungen aus der Schrift vornehmen und den Versuch der Deutung machen. Da die Entrückung weltweit ein herausragendes Ereignis sein wird und zudem die Gnadenzeit damit beendet wird, darf man annehmen, dass hier ein Wendepunkt in der Geschichte der Menschheit eintreten wird.

Da es also keine Gemeinde im eigentlichen Sinn mehr geben wird, macht eine Entrückung am Ende keinen Sinn und auch mittendrin ergäbe sie keinen Sinn. Da Gott damit auch ein sichtbares Zeichen setzen wird, ist die Entrückung am Anfang der Drangsalszeit sehr wahrscheinlich.

Viele Menschen werden plötzlich weg sein und die Stimme Gottes, durch seine Kinder wird ebenfalls weg sein. Die verbleibenden Menschen sind von da an, dem Bösen vollkommen ausgeliefert und fallen unter das Gericht Gottes.

Woran erkennen wir die Zeichen der Zeit

Schon seit vielen Jahren ist jedem Christen längst klar, dass die überhandnehmenden Katastrophen und Kriege den Aussagen Jesu aus Matth. 24 entsprechen. Beobachtet man zudem die weitere gesellschaftliche und politische Entwicklung, wird auch hier sehr schnell immer deutlicher wohin der Weg geht und wie reif die Zeit geworden ist.

Die Normalisierung und Fokussierung der Unmoral und die Entwicklung hin zu einer Weltregierung verbunden mit dem Geldsystemen und der durchdringenden Kontrolle der Menschen durch die Technik, zeigen uns wo es steht.

Wie bereits aus Daniel und der Vision Nebukadnezars gesehen, befinden wir uns in dem wiederkehrenden römischen Reich, welches jedoch aufgrund seiner schwachen Verbindung von Ton und Eisen nicht halten kann. Das heutige Europa mit seiner schwachen und nicht zu haltenden Struktur.

Außerdem das Verhalten der Menschen. Wie unfassbar erscheinen uns heutige Verhaltensweisen vieler Menschen? Voller Respektlosigkeit und oftmals ohne jedes Verantwortungsgefühl, die Bibel bringt es da schonungslos auf den Punkt.

2.Thim. 3,2-5

Dies aber wisse, dass in den letzten Tagen schwere Zeiten eintreten werden;  denn die Menschen werden selbstsüchtig sein, Geld liebend, prahlerisch, hochmütig, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig,  lieblos, unversöhnlich, Verleumder, unenthaltsam, grausam, das Gute nicht liebend,  Verräter, unbesonnen, aufgeblasen, mehr das Vergnügen liebend als Gott,  die eine Form der Gottseligkeit haben, deren Kraft aber verleugnen.

Wir befinden uns also mitten am Werden dieser letzten Phase,
doch wann wissen wir das die letzen sieben Jahre beginnen werden?

Einen Indikator für den Beginn der letzten sieben Jahre gibt es. Wenn in Israel der Tempel neu aufgebaut wird, darf man mit Recht annehmen, dass die letzte Zeitspanne anbricht. Denn der Antichrist bekommt laut Offenbarung 13,5 eine bestimmte Zeit zugesprochen, in der er Wirken kann. Und der Abschluss dieser Zeit markiert sein Gräuel, indem er sich im Tempel Gottes als Gott ausrufen lässt.

Matth. 24,15

Wenn ihr nun den Gräuel der Verwüstung, von dem durch Daniel, den Propheten, geredet ist, an heiliger Stätte stehen seht – wer es liest, der merke auf!

In der logischen Schlussfolgerung muss zuvor der Tempel in Israel neu erbaut sein, da der Antichrist sich sonst in keinen Tempel setzen kann, zumindest nicht in einen Tempel der Gott zugedacht ist und Israel steht.

Daher markiert der Wiederaufbau des Tempels in Israel einen entscheidenden Wendepunkt und man darf mit Recht annehmen, dass die Zeit spätestens von da an beginnt zu laufen. Zudem zeigt sich die Welt ja bereits in diesen endzeitlichen Wehen immer stärker und der Antichrist dürfte bis dahin auch weltweit in seiner Position sichtbar werden.

Zusammenfassung:

  • Die Entrückung geschieht plötzlich und unerwartet für alle Menschen.
  • Es werden erst die Entschlafenen und dann die Lebenden geholt.
  • Die Entrückung findet am Anfang der letzten sieben Jahre statt.
  • Die Zeichen der Zeit sind weltweit bereits deutlich sichtbar.
  • Der Wiederaufbau des Tempels ist ein deutlicher Indikator für den Beginn oder zumindest für den sehr nahestehenden Anfang der letzten sieben Jahre.

[1] Textabschnitt: Autor · Gerrid Setzer aus www.bibelstudium.de

[2] Apg. 8, 26-38

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