Die Ölbergrede Jesu

Prophetische Ereignisse der Endzeit. Was sagt Jesus eigentlich in den Evangelien über die Endzeit? Dies ist eine Synopse von Matthäus 24-25 und Lukas geordnet in der Reihenfolge der Ereignisse und von mir mit Anmerkungen versehen.

Ich stelle diese Evangelien-Synopse hier zur Diskussion ein. Es ist klar, dass nicht jeder das so sehen kann, wie ich es tue. Wer etwas dazu anmerken möchte, tue es bitte, indem er es durch Bibelstellen belege, die nicht aus dem Zusammenhang gerissen sind. Die Zeit der Besserwisserei sollte vorbei sein. Stattdessen sollten wir uns darauf konzentrieren, einander durch unsere Gaben und durch unsere Liebe zum Wort Gottes zu helfen und konstruktiv zu korrigieren.

Bei meiner Zusammenstellung ist mir immer wieder aufgefallen, dass Jesus zu den Juden spricht, die ihn fragen, was mit ihrem Volk bis zum Ende dieses Zeitalters passiert. Das sollte man nicht aus den Augen verlieren. Paulus ist der Apostel der Heiden (also unser Apostel), Jesus aber war „nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel“ (Mt. 15,24). Daher beantwortet Jesus die Fragen seiner jüdischen Brüder betreffs Israels. Wir sollten nicht alles einfach auf uns, unser Land oder unseren Kontinent deuten. Dennoch findet man genügend, was auch für uns Heidenchristen gilt, wenn Jesus die Heidenvölker erwähnt. Alles andere bezieht sich deutlich nur auf Israel und insbesondere auf die Stadt Jerusalem.

I. Zerstörung Jerusalems und des Tempels 70 n. Chr.

[Mt. 24,1] Und Jesus trat hinaus und ging vom Tempel hinweg. Und seine Jünger kamen herzu, um ihm die Gebäude des Tempels zu zeigen.
[2] Jesus aber sprach zu ihnen: Seht ihr nicht dies alles? Wahrlich, ich sage euch: Hier wird kein Stein auf dem anderen bleiben, der nicht abgebrochen wird!
[Lk. 21,5] Und als etliche von dem Tempel sagten, dass er mit schönen Steinen und Weihegeschenken geschmückt sei, sprach er:

[6] Was ihr da seht – es werden Tage kommen, wo kein Stein auf dem anderen bleiben wird, der nicht abgebrochen wird!

[Lk 21,20] Wenn ihr aber Jerusalem von Kriegsheeren belagert seht, dann erkennt, dass seine Verwüstung nahe ist.
[21] Dann fliehe auf die Berge, wer in Judäa ist; und wer in [Jerusalem] ist, der ziehe fort aus ihr; und wer auf dem Land ist, der gehe nicht hinein in sie.
Denn das sind Tage der Rache, damit alles erfüllt werde, was geschrieben steht.
[23] Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! Denn es wird große Not im Land sein und Zorn über dieses Volk!
[24] Und sie werden fallen durch die Schärfe des Schwerts und gefangen weggeführt werden unter alle Heiden. Und Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis die Zeiten der Heiden erfüllt sind.

Anmerkungen:

  1. Jerusalem wird von Heeren belagert und komplett zerstört werden, die Israeliten werden unter alle Heiden zerstreut werden (Lk. 21,24).
  2. Der jüdische Tempel wird derart verwüstet, dass auch nicht einer der riesigen Steine auf dem anderen bleiben wird (Mt. 24,1-2; Lk. 21,5-6). Dies ist 70 n. Chr. durch das Heer des römischen Generals Titus geschehen. Es ist also jetzt mehr als 1945 Jahre her.
  3. Dadurch enden die Zeiten Israels und die Zeiten der Heiden beginnen (Lk. 21,24). Diese werden Jerusalem bis zum Ende „zertreten“. Und ist das nicht genau das, was alle Länder um Israel herum bis heute tun?

II. Die Fragen der Jünger

[3] Als er aber auf dem Ölberg saß, traten die Jünger allein zu ihm und sprachen: Sage uns, wann wird dies geschehen, und was wird das Zeichen deiner Wiederkunft und des Endes der Weltzeit sein? [Lk 21,7] Sie fragten ihn aber und sprachen: Meister, wann wird denn dies geschehen, und was wird das Zeichen sein, wann es geschehen soll?

Anmerkungen:

  1. Die Jünger Jesu wollen wissen,

(1) wann der Tempel zerstört und was das Zeichen seiner Zerstörung sein wird (Lk. 21,7),

(2) was das Zeichen der Wiederkunft Christi ist und

  1. was das Zeichen des Endes der Welt ist (Mt. 24,3).

III. Was das Ende nicht ankündigt

[4] Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt Acht, dass euch niemand verführt!

[5] Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin der Christus! Und sie werden viele verführen.
[6] Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören; habt Acht, erschreckt nicht; denn dies alles muss geschehen; aber es ist noch nicht das Ende.

[8] Da sprach er: Habt Acht, dass ihr nicht verführt werdet! Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin es! und: Die Zeit ist nahe! Lauft ihnen nun nicht nach!

[9] Wenn ihr aber von Kriegen und Unruhen hören werdet, so erschreckt nicht; denn dies muss zuvor geschehen; aber das Ende kommt nicht so bald.

Anmerkungen:

  1. Zunächst weist Jesus sie darauf hin, was das Ende der Welt nicht ankündigt:

(1) viele falsche Christusse werden kommen (Mt. 24,5),

(2) es wird Kriege, Kriegsgeschrei und Unruhen geben (V. 6; Lk. 21,9).

IV. Beginn der „Wehen“

[7] Denn ein Heidenvolk wird sich gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere; und es werden hier und dort Hungersnöte, Seuchen und Erdbeben geschehen.

[8] Dies alles ist der Anfang der Wehen.

[10] Dann sprach er zu ihnen: Ein Heidenvolk wird sich gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere;

[11] und es wird hier und dort große Erdbeben geben, Hungersnöte und Seuchen; und Schrecknisse und große Zeichen vom Himmel werden sich einstellen.

Anmerkungen:

  1. Die Formulierung „ein Heidenvolk wird sich gegen das andere erheben und ein Königreich gegen das andere“ bedeutet den Beginn eines Weltkrieges. Auch er passiert noch vor dem Ende, ist also nur der Beginn der „Wehen“ und noch nicht das Ende der Welt (Mt. 24,7-8).
    Dies Zeichen begann 1914 und wird sich bis zum Ende des Zeitalters hinziehen. Daher tobt der Weltkrieg am Ende dieses Zeitalters immer noch. Zu Beginn der Weimarer Zeit gab es zwar ein Waffenstillstandsabkommen, was Hitler-Deutschland jedoch gebrochen hat. Bis heute gibt es weder einen Friedensvertrag, noch ein Waffenstillstandsabkommen. Der Weltkrieg tobt immer noch und die kriegführenden Länder haben sich in der UNO unter Führung Amerikas zusammengeschlossen.
    Wir sollten die Augenwischerei von wegen 1. Weltkrieg und 2. Weltkrieg nicht mehr mitmachen. Es gibt nur einen Weltkrieg, den Jesus als den „Beginn der Wehen“ bezeichnet. Und diese „Wehen“ werden bis zum Ende des Zeitalters immer stärker werden, bis sie in „Presswehen“ enden. Es gibt nur einen Weltkrieg und der dauert immer noch an. Daher auch die vielen Brandherde weltweit – auch wenn es im Moment nicht um Deutschland geht. Die „Wehen“ dauern also noch an und werden für uns alle spürbar immer stärker. Ich meine, die „Presswehen“ sind dann die Trübsalszeit.
    Das Tröstliche daran ist, dass ausgerechnet aus dieser schrecklichen Zeit des über 100 Jahre andauernden Weltkrieges die Neue Welt Gottes hervorgehen wird. Dann werden alle Nöte, Katastrophen und alles Unheil vergessen sein – wie bei einer Frau, wenn sie nach ihren Wehen ihr Kind im Arm hält.
  2. Nach Beginn des Weltkriegs werden sich „ Hungersnöte und Seuchen; und Schrecknisse und große Zeichen vom Himmel … einstellen“ und von da an wird es „große Erdbeben“ geben (Lk. 21,11). Schaut man sich die Erdbebenstatistik an, so bemerkt man, dass sowohl Ausmaß als auch Häufigkeit der Erdbeben seit 1914 sprunghaft angestiegen sind. Dasselbe gilt auch für alle anderen angekündigten Katastrophen, die zum Teil nichts anderes als direkte Folgen des andauernden Weltkriegs sind.

V. Die Entrückung vor der Drangsal/Trübsal

[36] Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, sondern allein mein Vater.
[37] Wie es aber in den Tagen Noahs war, so wird es auch bei der Wiederkunft des Menschensohnes sein.
[38] Denn wie sie in den Tagen vor der Sintflut aßen und tranken, heirateten und verheirateten bis zu dem Tag, als Noah in die Arche ging, [39] und nichts merkten, bis die Sintflut kam und sie alle dahinraffte, so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein.
[Lk. 17,25] Zuvor [vor der Erscheinung des Reiches Gottes] aber muss er viel leiden und verworfen werden von diesem Geschlecht.
[26] Und wie es in den Tagen Noahs zuging, so wird es auch sein in den Tagen des Menschensohnes:[27] Sie aßen, sie tranken, sie heirateten und ließen sich heiraten bis zu dem Tag, als Noah in die Arche ging; und die Sintflut kam und vernichtete alle.
[28] Ebenso ging es auch in den Tagen Lots zu: Sie aßen, sie tranken, sie kauften und verkauften, sie pflanzten und bauten;
[29] an dem Tag aber, als Lot aus Sodom wegging, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und vertilgte alle.
[30] Gerade so wird es sein an dem Tag, da der Sohn des Menschen geoffenbart wird.
[31] Wer an jenem Tag auf dem Dach ist und sein Gerät im Haus hat, der steige nicht hinab, um dasselbe zu holen; ebenso, wer auf dem Feld ist, der kehre nicht wieder zurück.
[32] Gedenkt an Lots Frau!
[33] Wer sein Leben zu retten sucht, der wird es verlieren, und wer es verliert, der wird es erhalten.

Anmerkungen:

  1. Dieses Ereignis wird ebenfalls noch vor dem Ende dieses Zeitalters passieren. Lukas deutet es an, wenn er sagt: „Zuvor …“ (Lk. 17,25). Damit ist, gemäß der Verse vorher, ein Ereignis vor dem Beginn des Reiches Gottes gemeint, also ein Ereignis vor Endes dieses und vor Beginn des nächsten Zeitalters.
  2. Direkt vor der Entrückung werden die Menschen völlig ahnungslos sein. Das ist das herausragende Kennzeichen, das Jesus hervorhebt (Mt. 24,36-38; Lk. 17,25-33).
  3. Auf die Frage nach dem „Wann?“ antwortet Jesus nur einmal, ausgerechnet wenn es um die Entrückung geht: „Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand …“ (Mt. 24,36).
    Das ist erstaunlich; denn vorher und nachher werden alle kommenden Geschehnisse durch klare Zeichen markiert, die direkt davor geschehen werden. Zeitangaben finden wir sonst nirgends.
    Genau diese Formulierung ist den Juden gut bekannt; denn mit diesem Ausdruck wird ihr Trompetenfest bezeichnet. Jesus spricht hier von der Entrückung seiner Gemeinde, die an einem jüdischen Trompetenfest stattfinden wird. Das genaue Jahr ist nicht angegeben. Es wird nur klar, dass es vor dem Ende (also vor Beginn der Trübsal) geschieht.
[40] Dann werden zwei auf dem Feld sein; der eine wird genommen, und der andere wird zurückgelassen.
[41] Zwei werden auf der Mühle mahlen; die eine wird genommen, und die andere wird zurückgelassen.
[42] So wacht nun, da ihr nicht wisst, in welcher Stunde euer Herr kommt!
[34] Ich sage euch: In dieser Nacht werden zwei in einem Bett sein; der eine wird genommen und der andere zurückgelassen werden.
[35] Zwei werden miteinander mahlen; die eine wird genommen, und die andere wird zurückgelassen werden.
[36] Zwei werden auf dem Feld sein; der eine wird genommen und der andere zurückgelassen werden.

Anmerkungen:

  1. Da einige bei der Entrückung (nachts) im Bett schlafen, während andere arbeiten (tagsüber mahlen bzw. Feldarbeit verrichten; Lk. 17,34-36), wissen wir, dass es ein weltweites Ereignis ist. Auf der einen Erdhalbkugel wird Nacht sein und auf der anderen Tag.
[43] Das aber erkennt: Wenn der Hausherr wüsste, in welcher Nachtstunde der Dieb käme, so würde er wohl wachen und nicht in sein Haus einbrechen lassen.
[44] Darum seid auch ihr bereit! Denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint.
[Lk. 12,39] Das aber erkennt: Wenn der Hausherr wüsste, zu welcher Stunde der Dieb käme, so würde er wachen und nicht in sein Haus einbrechen lassen.
[40] Darum seid auch ihr bereit! Denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint.

Anmerkungen:

  1. Der Hausherr (Satan) weiß nicht, wann die Entrückung ist und die Jünger Jesu werden noch einmal erinnert: „der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint.“ (Mt. 24,44; Lk. 12,40) – also zum ungewissen Beginn des Trompetenfests.
[45] Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den sein Herr über seine Dienerschaft gesetzt hat, damit er ihnen die Speise gibt zur rechten Zeit?
[46] Glückselig ist jener Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, bei solchem Tun finden wird. [47] Wahrlich, ich sage euch: Er wird ihn über alle seine Güter setzen.
[48] Wenn aber jener böse Knecht in seinem Herzen spricht: Mein Herr säumt zu kommen!
[49] und anfängt, die Mitknechte zu schlagen und mit den Schlemmern zu essen und zu trinken, [50] so wird der Herr jenes Knechtes an einem Tag kommen, da er es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt, [51] und wird ihn entzweihauen und ihm seinen Teil mit den Heuchlern geben. Da wird das Heulen und Zähneknirschen sein.
[Lk 12,41] Da sprach Petrus zu ihm: Herr, sagst du dieses Gleichnis für uns oder auch für alle?
[42] Der Herr aber sprach: Wer ist wohl der treue und kluge Haushalter, den der Herr über seine Dienerschaft setzen wird, damit er ihnen zur rechten Zeit die verordnete Speise gibt?
[43] Glückselig ist jener Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, bei solchem Tun finden wird!
[44] Wahrlich, ich sage euch: Er wird ihn über alle seine Güter setzen.
[45] Wenn aber jener Knecht in seinem Herzen spricht: Mein Herr säumt zu kommen! und anfängt, die Knechte und die Mägde zu schlagen, auch zu essen und zu trinken und sich zu berauschen, [46] so wird der Herr jenes Knechtes an einem Tag kommen, da er es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt, und wird ihn entzweihauen und ihm sein Teil mit den Ungläubigen geben.
[47] Der Knecht aber, der den Willen seines Herrn kannte und sich nicht bereithielt und auch nicht nach seinem Willen tat, wird viele Schläge erleiden müssen; [48] wer ihn aber nicht kannte und doch tat, was Schläge verdient, der wird wenig Schläge erleiden müssen. Denn wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man desto mehr fordern.

Anmerkungen:

  1. Überhaupt spricht Jesus die Dinge über die Entrückung nur an geistliche „treue und kluge Haushalter“ seiner Gaben. Alle anderen (seelischen) Christen werden es nicht verstehen oder missdeuten. Sie sagen sich selbst: „Mein Herr säumt zu kommen!“, schlagen andere, essen und trinken und berauschen sich (Lk. 12,41-48). Eine sehr bezeichnende Darstellung vieler „Christen“, die sich keine Mühe mit Jesus geben und sich nicht heiligen wollen. Sie werden zurückgelassen werden.
[25, 1] Dann wird das Reich der Himmel zehn Jungfrauen gleichen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen.
[2] Fünf von ihnen aber waren klug und fünf töricht.
[3] Die törichten nahmen zwar ihre Lampen, aber sie nahmen kein Öl mit sich.
[4] Die klugen aber nahmen Öl in ihren Gefäßen mitsamt ihren Lampen.[5] Als nun der Bräutigam auf sich warten ließ, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein.
[6] Um Mitternacht aber entstand ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam kommt! Geht aus, ihm entgegen!
[7] Da erwachten alle jene Jungfrauen und machten ihre Lampen bereit.
[8] Die törichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, denn unsere Lampen erlöschen!
[9] Aber die klugen antworteten und sprachen: Nein, es würde nicht reichen für uns und für euch. Geht doch vielmehr hin zu den Händlern und kauft für euch selbst!
[10] Während sie aber hingingen, um zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit; und die Tür wurde verschlossen.
[11] Danach kommen auch die übrigen Jungfrauen und sagen: Herr, Herr, tue uns auf!
[12] Er aber antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Ich kenne euch nicht!
[13] Darum wacht! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde, in welcher der Sohn des Menschen kommen wird.
[Lk. 12, 35] Eure Lenden sollen umgürtet sein und eure Lichter brennend;

[36] und seid Menschen gleich, die ihren Herrn erwarten, wenn er von der Hochzeit aufbrechen wird, damit, wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich auftun.
[37] Glückselig sind jene Knechte, welche der Herr, wenn er kommt, wachend finden wird! Wahrlich, ich sage euch: Er wird sich schürzen und sie zu Tisch führen und hinzutreten und sie bedienen.
[38] Und wenn er in der zweiten Nachtwache kommt oder in der dritten Nachtwache kommt und sie so findet, glückselig sind jene Knechte!

Anmerkungen:

  1. Mit dem Bild einer jüdischen Hochzeit verdeutlicht Jesus, dass wir aufmerksam im Glauben sein und nicht „einschlafen“ sollen. Dabei berichtet Lukas von den Knechten (Lk. 12,35 ff.), während Matthäus von den 10 Jungfrauen erzählt, die dem Bräutigam entgegengehen, wenn er kommt, um seine mit ihm verlobte Braut zur Hochzeit abzuholen. An den „Jungfrauen“ wird verdeutlicht, dass wir immer genügend „Öl“ (Bild für den Heiligen Geist) haben sollen, während die Knechte aufpassen und dem Bräutigam die „Tür“ öffnen sollen.
    Um „Mitternacht“ wird das Kommen des „Bräutigams“ (Jesus) angekündigt (Mt. 25,6), in der zweiten oder dritten Nachtwache erscheint er dann voraussichtlich (Lk. 12,38).
  2. Matthäus 25,13 schließt den Abschnitt über die Entrückung (der Mt. 24,36 begann) ab, indem dieselbe Formulierung noch einmal wiederholt wird: „Darum wacht! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde, in welcher der Sohn des Menschen kommen wird.“
    Das ist typisch für den Erzählstil von Jesus und übrigens auch von Paulus: Ein ganzer Abschnitt gehört jeweils zusammen und wird am Ende durch eine zusammenfassende Bemerkung abgeschlossen. Häufig wird ein Abschnitt mit genau dieser Anmerkung auch begonnen – so wie hier.
    Die später hinzugefügte Verszählung und Einteilung in Kapitel stört oftmals. So auch hier; denn der Abschnitt beginnt in Mt. 24,36 und endet in Mt. 25,13.
[Mt. 25,14] Denn es ist wie bei einem Menschen, der außer Landes reisen wollte, seine Knechte rief und ihnen seine Güter übergab.
[15] Dem einen gab er fünf Talente, dem anderen zwei, dem dritten eins, jedem nach seiner Kraft, und er reiste sogleich ab.
[16] Da ging der hin, welcher die fünf Talente empfangen hatte, handelte mit ihnen und gewann fünf weitere Talente.
[17] Und ebenso der, welcher die zwei Talente [empfangen hatte], auch er gewann zwei weitere.
[18] Aber der, welcher das eine empfangen hatte, ging hin, grub die Erde auf und verbarg das Geld seines Herrn.
[19] Nach langer Zeit aber kommt der Herr dieser Knechte und hält Abrechnung mit ihnen.
[20] Und es trat der hinzu, der die fünf Talente empfangen hatte, brachte noch fünf weitere Talente herzu und sprach: Herr, du hast mir fünf Talente übergeben; siehe, ich habe mit ihnen fünf weitere Talente gewonnen.
[21] Da sagte sein Herr zu ihm: Recht so, du guter und treuer Knecht! Du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über vieles setzen; geh ein zur Freude deines Herrn!
[22] Und es trat auch der hinzu, der die zwei Talente empfangen hatte, und sprach: Herr, du hast mir zwei Talente übergeben; siehe, ich habe mit ihnen zwei andere Talente gewonnen.
[23] Sein Herr sagte zu ihm: Recht so, du guter und treuer Knecht! Du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über vieles setzen; geh ein zur Freude deines Herrn!
[24] Da trat auch der hinzu, der das eine Talent empfangen hatte, und sprach: Herr, ich kannte dich, dass du ein harter Mann bist. Du erntest, wo du nicht gesät, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast; [25] und ich fürchtete mich, ging hin und verbarg dein Talent in der Erde. Siehe, da hast du das Deine!
[26] Aber sein Herr antwortete und sprach zu ihm: Du böser und fauler Knecht! Wusstest du, dass ich ernte, wo ich nicht gesät, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe?
[27] Dann hättest du mein Geld den Wechslern bringen sollen, so hätte ich bei meinem Kommen das Meine mit Zinsen zurückerhalten.
[28] Darum nehmt ihm das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat!
[29] Denn wer hat, dem wird gegeben werden, damit er Überfluss hat; von dem aber, der nicht hat, wird auch das genommen werden, was er hat.
[30] Und den unnützen Knecht werft hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird das Heulen und Zähneknirschen sein.
[Lk. 21,34] Habt aber Acht auf euch selbst, dass eure Herzen nicht beschwert werden durch Rausch und Trunkenheit und Sorgen des Lebens, und jener Tag unversehens über euch kommt!
[35] Denn wie ein Fallstrick wird er über alle kommen, die auf dem ganzen Erdboden wohnen.
[36] Darum wacht jederzeit und bittet, dass ihr gewürdigt werdet, diesem allem zu entfliehen, was geschehen soll, und vor dem Sohn des Menschen zu stehen!

Anmerkungen:

  1. Das sich anschließende Gleichnis (Mt. 25,14 ff.) umschreibt ein Charakteristikum der Zeit der Gnade, nämlich dass die Knechte Jesu Gaben/Talente empfangen und damit handeln sollen. Wer seine Talente nicht nutzt, wird als „böser und fauler Knecht“ gelten und in die Hölle geworfen werden. Wer sie aber nutzt, wird als „treuer und kluger Knecht“ bezeichnet.
  2. Lukas ermahnt uns, dass unsere „Herzen nicht beschwert werden durch Rausch und Trunkenheit und Sorgen des Lebens, und jener Tag unversehens über euch kommt!“ (Lk 21,34). Über Christen, die zulassen, dass sie abgelenkt werden, z.B. indem sie lieber im Hamsterrad laufen und für eine üppige Rente vorsorgen, wird dieser Tag „unversehens“ kommen. Sie werden nicht vorbereitet sein und müssen die Trübsal/Drangsal durchlaufen.
  3. Wer aber „jederzeit wacht und betet“ (V. 35), der wird „gewürdigt werde[n], diesem allem zu entfliehen, was geschehen soll, und vor dem Sohn des Menschen zu stehen!“ (V. 36). Was für eine Verheißung! Dieser Vers belegt wieder, dass es möglich ist, der Trübsal bzw. Drangsal zu entkommen. Die Entrückung muss also vorher stattfinden und wir werden nicht alle durch die Trübsal gehen müssen.
    Wem Gott bereits offenbart hat, dass er durch die Drangsal gehen wird, dem will ich das gar nicht ausreden. Aber mir hat Gott gezeigt, dass ich da nicht hindurch muss. Deshalb steht ja auch im 1. Thessalonicher 1,10 über „Jesus, der uns errettet vor dem zukünftigen Zorn.“

VI. Der Beginn der Drangsal/Trübsal

[Mt. 24,9] Dann wird man euch der Drangsal preisgeben und euch töten; und ihr werdet gehasst sein von allen Heidenvölkern um meines Namens willen.
[10] Und dann werden viele Anstoß nehmen, einander verraten und einander hassen.
[11] Und es werden viele falsche Propheten auftreten und werden viele verführen.
[12] Und weil die Gesetzlosigkeit überhand nimmt, wird die Liebe in vielen erkalten.
[13] Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden.
[14] Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden, zum Zeugnis für alle Heidenvölker, und dann wird das Ende kommen.

Anmerkungen:

  1. Matthäus 24,9 markiert den Beginn der Trübsal (Drangsal). Mit Beginn dieser Zeit enden die „Zeiten der Heiden“ und es fängt der „Tag des Herrn“ an. Die Kennzeichen dieser Zeit sind:

(1) Israel wird von allen Heidenvölkern gehasst, verfolgt und getötet werden,

(2) der Verrat unter den Juden wird überhand nehmen,

(3) viele falsche Propheten werden auftreten,

(4) die Gesetzlosigkeit wird überhand nehmen und viele werden (innerlich) erkalten,

(5) das „Evangelium vom Reich“ wird von den Juden in aller Welt verkündigt werden.

  1. Dieses „Evangelium vom Reich“ ist nicht das Evangelium der Gnade, das seit Pfingsten von den Aposteln Jesu verkündigt wird! Es wird auch nicht von Christen verkündigt, sondern von jüdischen Aposteln. Die Christen sind zu dieser Zeit in den Himmel entrückt.

 

VII. Die große Drangsal/Trübsal

[Mt. 24,15] Wenn ihr nun den Gräuel der Verwüstung, von dem durch den Propheten Daniel geredet wurde, an heiliger Stätte stehen seht (wer es liest, der achte darauf!), [16] dann fliehe auf die Berge, wer in Judäa ist; [17] wer auf dem Dach ist, der steige nicht hinab, um etwas aus seinem Haus zu holen, [18] und wer auf dem Feld ist, der kehre nicht zurück, um seine Kleider zu holen.
[19] Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! [20] Bittet aber, dass eure Flucht nicht im Winter noch am Sabbat geschieht.
[21] Denn dann wird eine große Drangsal sein, wie von Anfang der Welt an bis jetzt keine gewesen ist und auch keine mehr kommen wird.
[22] Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen sollen jene Tage verkürzt werden.
[23] Wenn dann jemand zu euch sagen wird: Siehe, hier ist der Christus, oder dort, so glaubt es nicht! [24] Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten auftreten und werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen.
[25] Siehe, ich habe es euch vorhergesagt.
[26] Wenn sie nun zu euch sagen werden: »Siehe, er ist in der Wüste!«, so geht nicht hinaus; »Siehe, er ist in den Kammern!«, so glaubt es nicht!
 

[Lk. 17,22] Er sprach aber zu den Jüngern: Es werden Tage kommen, da ihr begehren werdet, einen einzigen der Tage des Menschensohnes zu sehen, und ihr werdet ihn nicht sehen.
[23] Und sie werden zu euch sagen: Siehe hier! oder: Siehe dort! Geht nicht hin und lauft ihnen nicht nach!

[27] Denn wie der Blitz vom Osten ausfährt und bis zum Westen scheint, so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein.
[28] Denn wo das Aas ist, da sammeln sich die Geier.
[Lk. 17,24] Denn gleichwie der Blitz, der in einer Himmelsgegend erstrahlt, bis zur anderen leuchtet, so wird auch der Sohn des Menschen sein an seinem Tag.

[Lk. 17,37] Und sie antworteten und sprachen zu ihm: Wo, Herr? Und er sprach zu ihnen: Wo der Leichnam ist, da sammeln sich die Geier.

Anmerkungen:

  1. Das die „Große Drangsal/Trübsal“ einleitende Zeichen ist das Aufstellen des „Gräuels der Verwüstung“ im neuerbauten jüdischen Tempel. (Mt. 24,15). Ausdrücklich erwähnt Jesus, dass man darüber beim Propheten Daniel nachlesen soll.
    Der Typus und Vorläufer des kommenden Antichristen (Mensch der Sünde) ist Antiochus Epiphanes IV. (215-164 v. Chr.). Er stellte eine Statue des römischen Gottes Jupiter im jüdischen Tempel auf (eben einen „Gräuel der Verwüstung“), ließ sich selbst zum Gott ausrufen und entweihte damit den Tempel und die Anbetung Jahwes. Genau das wird also wieder geschehen und daran werden die Juden erkennen, dass die „Große Trübsal“ begonnen hat.
    Antiochus IV. war ein mesopotamischer Prinz, der nach Rom verschleppt wurde und dort praktisch aufgewachsen ist. Also können wir davon ausgehen, dass der Antichrist ebenfalls ein Prinz aus der Gegend ist und in Rom erzogen werden wird. Ob es sich vielleicht doch um den jordanischen Kronprinz handelt, der im Westen unterrichtet wurde und Präsident des „Club of Rome” ist? Wir werden sehen.
  2. Die Große Trübsal wird die Schrecklichste aller Zeiten auf Erden sein. Weder vorher noch nachher wird es je wieder so furchtbar werden (Mt. 24,21). Diese Zeit wird von Gott verkürzt, so dass überhaupt noch Menschen an ihrem Ende übrig bleiben können (V. 22). Diese Verkürzung ist genau das, was es sagt: die zweite „Hälfte“ der Trübsalszeit wird nicht mehr so lang sein, wie die erste „Hälfte“. Johannes berichtet, dass es genau 1260 Tage bzw. 42 Monate (á 30 Tage) bzw. 3,5 Jahre sein werden (Offb. 11,2 ;12,6;14). Da es sich hier um eine Verkürzung handelt, so muss die erste „Hälfte“ der Trübsal etwas länger sein, also ungefähr 4 Jahre lang.
  3. Auf die Frage „Wo [wird das geschehen], Herr?“ antwortet Jesus: „Wo das Aas (bzw. der Leichnam) ist, da sammeln sich die Geier“ (Lk, 17,37; Mt. 24,28). Das bedeutet: Wenn Israel ganz verdorben ist, so dass es geistlich gesehen bereits ein „Leichnam“ zu nennen ist, dann sammeln sich die Engel darüber und das Gericht beginnt.
    Typisch für Gott; denn sein Angesicht ist immer auf Jerusalem gerichtet und dort wird er auch wiederkommen. Dann werden die „Geier“ sich am „Fleisch“ der Gefallenen sättigen können.

 

VIII. Die 2. Wiederkehr Christi

[29] Bald aber nach der Drangsal jener Tage wird die Sonne verfinstert werden, und der Mond wird seinen Schein nicht geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels erschüttert werden. [Lk. 21,25] Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen, und auf Erden Angst der Heidenvölker vor Ratlosigkeit bei dem Tosen des Meeres und der Wogen,
[26] da die Menschen in Ohnmacht sinken werden vor Furcht und Erwartung dessen, was über den Erdkreis kommen soll; denn die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.

Anmerkungen:

  1. Die Wiederkunft Christi zur Aufrichtung seiner Herrschaft wird von gewaltigen Zeichen angekündigt werden (Mt. 24,29; Lk. 21,25-26):

(1) Sonne und Mond werden sich verfinstern,

(2) „Sterne“ werden vom Himmel fallen,

(3) wegen des „Tosen des Meeres und seiner Wogen“ werden die Heidenvölker ratlos sein und vor Angst in Ohnmacht sinken,

  1. die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden.
[30] Und dann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen, und dann werden sich alle Geschlechter der Erde an die Brust schlagen, und sie werden den Sohn des Menschen kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit.
[31] Und er wird seine Engel aussenden mit starkem Posaunenschall, und sie werden seine Auserwählten versammeln von den vier Windrichtungen her, von einem Ende des Himmels bis zum anderen.
[Lk. 21,27] Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit.
[28] Wenn aber dies anfängt zu geschehen, so richtet euch auf und erhebt eure Häupter, weil eure Erlösung naht.
[32] Von dem Feigenbaum aber lernt das Gleichnis: Wenn sein Zweig schon saftig wird und Blätter treibt, so erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist. [33] Also auch ihr, wenn ihr dies alles seht, so erkennt, dass er nahe vor der Türe ist.
[34] Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschehen ist.
[35] Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.
[Lk. 21,29] Und er sagte ihnen ein Gleichnis: Seht den Feigenbaum und alle Bäume!
[30] Wenn ihr sie schon ausschlagen seht, so erkennt ihr von selbst, dass der Sommer jetzt nahe ist.
[31] So auch ihr: Wenn ihr seht, dass dies geschieht, so erkennt, dass das Reich Gottes nahe ist.
[32] Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis alles geschehen ist.
[33] Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

Anmerkungen:

  1. Dann wird das „Zeichen des Menschensohns“ am Himmel (in der Atmosphäre) erscheinen (Mt. 24,30; Lk. 21,27). Alle Menschen auf der Erdhalbkugel des Geschehens werden Jesus wiederkommen sehen – wie einen Blitz am Himmel. Lukas beschreibt genauer, dass man den Sohn des Menschen (Jesus) in einer „Wolke mit großer Macht und Herrlichkeit“ kommen sehen wird. Damit ist dann erfüllt, was bei der Himmelfahrt Jesu prophezeit wurde: „… wurde er [Jesus] vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf von ihren Augen weg. … Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird in derselben Weise wiederkommen, wie ihr ihn habt in den Himmel auffahren sehen!“ (Apg. 1,9-11).
  2. Der Feigenbaum ist ein Bild für das jüdische Volk (Hosea 9,10; Joel 1,7). Wenn Jesus sagt, dass wir von diesem „Baum“ ein Gleichnis lernen sollen (Mt. 24,32 ff.; Lk. 21,29 ff.), dann meint er, dass wir aufs Volk Israel achten sollen. „Wenn sein Zweig schon saftig wird und Blätter treibt, so erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist“ bedeutet also, dass das Ende dieses Zeitalters dann kurz bevorsteht, wenn Israel aufblüht. Dazu müssen sie natürlich erst einmal in ihr Land zurückkehren, was seit 1948 der Fall ist. Und seitdem blüht dieser Staat auf.
    Lukas ergänzt, dass dasselbe mit „allen Bäumen“ geschieht. Wir werden also in der letzten Zeit ein Aufblühen „aller Völker“ erleben. Und ist es nicht genau das, was wir vor Augen haben?

 

IX. Das Gericht über die Heiden und das Volk Israel

[Mt. 25,31] Wenn aber der Sohn des Menschen in seiner Herrlichkeit kommen wird und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen, [32] und vor ihm werden alle Heidenvölker versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirte die Schafe von den Böcken scheidet, [33] und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zu seiner Linken.
[34] Dann wird der König denen zu seiner Rechten sagen: Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, und erbt das Reich, das euch bereitet ist seit Grundlegung der Welt!
[35] Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeist; ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich bin ein Fremdling gewesen, und ihr habt mich beherbergt; [36] ich bin ohne Kleidung gewesen, und ihr habt mich bekleidet; ich bin krank gewesen, und ihr habt mich besucht; ich bin gefangen gewesen, und ihr seid zu mir gekommen.
[37] Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und haben dich gespeist, oder durstig, und haben dir zu trinken gegeben?
[38] Wann haben wir dich als Fremdling gesehen und haben dich beherbergt, oder ohne Kleidung, und haben dich bekleidet?
[39] Wann haben wir dich krank gesehen, oder im Gefängnis, und sind zu dir gekommen?
[40] Und der König wird ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan!
[41] Dann wird er auch denen zur Linken sagen: Geht hinweg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist!
[42] Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich nicht gespeist; ich bin durstig gewesen, und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben;
[43] ich bin ein Fremdling gewesen, und ihr habt mich nicht beherbergt; ohne Kleidung, und ihr habt mich nicht bekleidet; krank und gefangen, und ihr habt mich nicht besucht!
[44] Dann werden auch sie ihm antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder als Fremdling oder ohne Kleidung oder krank oder gefangen gesehen und haben dir nicht gedient?
[45] Dann wird er ihnen antworten: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr einem dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr mir auch nicht getan!
[46] Und sie werden in die ewige Strafe hingehen, die Gerechten aber in das ewige Leben.
[Lk. 22,28] Ihr aber seid die, welche bei mir ausgeharrt haben in meinen Anfechtungen.
[29] Und so übergebe ich euch ein Königtum, wie es mir mein Vater übergeben hat,
[30] so dass ihr an meinem Tisch in meinem Reich essen und trinken und auf Thronen sitzen sollt, um die zwölf Stämme Israels zu richten.

Anmerkungen:

  1. Dann wird die göttliche Sammlung Israels aus aller Welt erfolgen. Zu diesem Dienst wird Jesus unter starkem Posaunenschall seine Engel aussenden und sie werden alle übrig gebliebenen Juden nach Israel bringen (Mt. 24,31).
    Das bedeutet auch, dass die jetzige Sammlung von Juden aus aller Welt nach Israel seit 1948 keine Gnade Gottes ist. Sie ist vielmehr eine Sammlung zum Gericht, damit Gott erfüllen kann, was er durch Daniel angekündigt hat, nämlich dass die Große Trübsal „eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit“ (3,5 Jahre) dauern wird und den Zweck hat, „die Zerschmetterung der Kraft des heiligen Volkes“ zu vollenden (Dan. 12,7). Israels Halsstarrigkeit gegen Gott soll gebrochen werden!
    Sie werden vom Antichristen buchstäblich aufgerieben werden: „Er wird [freche] Reden gegen den Höchsten führen und die Heiligen des Allerhöchsten aufreiben, und er wird danach trachten, Zeiten und Gesetz zu ändern; und sie werden in seine Gewalt gegeben für eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit. (Dan. 7,25; Hervorhebung von mir).
  2. Dann werden Throne aufgerichtet und Jesus wird sich zum Gericht der übriggebliebenen Völker auf Erden setzen (Mt. 25,31 ff.). Angenommen werden die „Gesegneten meines Vaters“, welche Jesu Apostel in dieser Zeit gut behandelt haben. Sie haben ihnen zu essen und trinken gegeben, sie in ihre Häuser aufgenommen, sie bekleidet und besucht, wenn sie gefangen waren (V. 35-36). Jesus macht klar: „Was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan!“ Sie werden ins „ewige Leben“ eingehen, die anderen aber in die „ewige Strafe“ (V. 46).
  3. Gleichzeitig wird das Gericht übers Volk Israel stattfinden. Diese Volk wird von den ersten Aposteln Jesu gerichtet (Lk. 22,30). Ich nehme an, dass sie nach genau demselben Kriterium gerichtet werden, nämlich wie sie die Apostel aufgenommen haben, die Jesus in der Trübsal ausgesandt hat.
  4. Woher wissen wir, dass es sich bei den „geringsten Brüdern“ von Jesus um seine Apostel in dieser Zeit handelt? Das teilt uns Johannes deutlich in der Offenbarung Jesu Christi mit. Dort berichtet er, dass es 144.000 sein werden, 12.000 aus jedem Stamm Israels (Offb. 7,4). Nach ihrem Wirken wird es „ eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron [Gottes] …“ geben (V. 9 ff.). Das sind dann die „Proselyten“, welche diese Apostel zu Gott führen konnten. „Christen“ können wir sie nicht nennen, weil alle Christen im Himmel bei der „Hochzeit des Lammes“ sein werden. Die Zeit des Christentums endet bereits mit der Entrückung.

12 Kommentare zu Die Ölbergrede Jesu

  1. Lieber Gerno,

    V. Die Entrückung vor der Drangsal/Trübsal
    Hier denke ich machst Du einen Fehler in der Auslegung, indem Du die Wiederkunft Jesu am Ende der Tage mit der Entrückung am Anfang der Trübsalszeit gleichsetzt. Bedenke, dass 1. Thess. 4,16-17 spricht deutlich davon, dass wir dem Herrn entgegen entrückt werden. Er kommt also nicht in Form der Wiederkunft um seine Gemeinde zu entrücken, sondern er kommt lediglich herab um seine Gemeinde zu entrücken.

    „Auf die Frage nach dem „Wann?“ antwortet Jesus nur einmal, ausgerechnet wenn es um die Entrückung geht: „Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand …“ (Mt. 24,36).“

    Auch hierin sehe ich den Auslegungsfehler, denn es geht bei dieser Aussage nicht um die Entrückung, sondern um die Wiederkunft Jesu. Auch sind die Bibelstellen dazu aus dem Zusammenhang genommen. Denn sie verweisen nicht auf die Entrückung, sondern darauf wer am Ende der Tage gerettet und mit ins Friedensreich genommen wird und wer gelassen wird (im Sinne von dem Gericht überlassen wird).

    Somit sind die weiteren Anmerkungen zu Punkt 11 und 12 entsprechend falsch, da die Rückschlüsse auf die Entrückung falsch sind. Da es auch hier um die Wiederkunft Jesu geht und nicht um die Entrückung.

    Die Anmerkung zu Punkt 15 begeht denselben Fehler und begründet die Wiederkunft Jesu fälschlich mit der Entrückung. Das Gleichnis der zehn Jungfrauen will uns zunächst vor allem dazu ermahnen wachsam zu bleiben und unseren Herrn auch zu erwarten.

    Ich stimme dir zu, dass die Entrückung am Anfang der Drangsalszeit geschehen wird, aber ich denke, Du hast hier die falschen Schlüsse gezogen.

    Zu Punkt 21
    „Das die „Große Drangsal/Trübsal“ einleitende Zeichen ist das Aufstellen des „Gräuels der Verwüstung“ im neuerbauten jüdischen Tempel. (Mt. 24,15). Ausdrücklich erwähnt Jesus, dass man darüber beim Propheten Daniel nachlesen soll.“

    Auch das sehe ich etwas anders, denn wir wissen, dass es sich dabei um die letzten sieben Jahre handelt. Wobei der Gräuel der Verwüstung zur Hälfte der Woche geschieht (Daniel 9,27) und zur Folge hat, das die Schlachtopfer aufhören werden. Das markiert nicht die Einleitung der Drangsalszeit, sondern lediglich den Beginn der zweiten Hälfte dieser Zeit. Gab es in der ersten Hälfte noch Gnade zur Buße, durch die zwei Zeugen etc., so markiert der Tod der zwei Zeugen und der Gräuel der Verwüstung einen Wendepunkt. Denn die zweite Hälfte wird zur Entscheidung und zu Jesu Wiederkunft führen, auch werden die Gerichte dann wesentlich härter.

    Zu Punkt 22
    „Die Große Trübsal wird die Schrecklichste aller Zeiten auf Erden sein. Weder vorher noch nachher wird es je wieder so furchtbar werden (Mt. 24,21). Diese Zeit wird von Gott verkürzt, so dass überhaupt noch Menschen an ihrem Ende übrig bleiben können (V. 22). Diese Verkürzung ist genau das, was es sagt: die zweite „Hälfte“ der Trübsalszeit wird nicht mehr so lang sein, wie die erste „Hälfte“. Johannes berichtet, dass es genau 1260 Tage bzw. 24 Monate (á 30 Tage) bzw. 2,5 Jahre sein werden (Offb. 11,2 ;12,6;14). Da es sich hier um eine Verkürzung handelt, so muss die erste „Hälfte“ der Trübsal etwas länger sein, also ungefähr 4 Jahre lang.“

    Hier hast Du einen Rechenfehler begangen. 1.260 Tage sind bei mir immernoch 3,5 Jahre, wenn Du die angegebenen 24 Monate auf 30 Tage aufrechnest kommst Du auf 720 Tage.

    VIII. Die 2. Wiederkehr Christi

    Zu Punkt 27
    Auch hier wieder der Rechenfehler 2,5 Jahre, es sind 3,5 Jahre.
    „Sie werden vom Antichristen buchstäblich aufgerieben werden: „Er wird [freche] Reden gegen den Höchsten führen und die Heiligen des Allerhöchsten aufreiben, und er wird danach trachten, Zeiten und Gesetz zu ändern; und sie werden in seine Gewalt gegeben für eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit. (Dan. 7,25; Hervorhebung von mir).“

    Ergänzend hierzu sei gesagt, dass Sacharja 13,8 deutlich sagt, dass zwei Teile, also zwei Drittel Israels ausgerottet werden und nur der dritte Teil übrig bleiben wird.

    „Nach ihrem Wirken wird es „eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron [Gottes] …“ geben (V. 9 ff.). Das sind dann die „Proselyten“, welche diese Apostel zu Gott führen konnten.“

    Off. 7,13-15
    Und einer von den Ältesten begann und sprach zu mir: Diese, die mit weißen Gewändern bekleidet sind – wer sind sie, und woher sind sie gekommen? Und ich sprach zu ihm: Mein Herr, du weißt es. Und er sprach zu mir: Diese sind es, die aus der großen Bedrängnis kommen, und sie haben ihre Gewänder gewaschen und sie weiß gemacht im Blut des Lammes. Darum sind sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel; und der auf dem Thron sitzt, wird über ihnen wohnen.

    Auch hier eine falsche Deutung, denn die Bibel selbst gibt die Antwort wer diese große Schar ist. Es sind die Märtyrer, die aus der großen Bedrängnis kommen und meint hier die Verfolgten der Drangsalszeit.

  2. Lieber Bernd,
    gern antworte ich Dir auf deine Anmerkungen zu meinem Artikel. Wie es scheint sind wir nämlich gar nicht so weit auseinander.
    Zunächst einmal danke, dass Du meinen Rechenfehler aufgeführt hast. Natürlich dauert die „Große Drangsal“ 3,5 Jahr und nicht nur 2,5. Außerdem sind das 48 Monate (á 30 Tage) und nicht nur 24. Das kommt davon, wenn man nachts um 4:00 Uhr einen Artikel ins Netz stellt … Habe es bereits im Artikel korrigiert.
    Danke auch für die Ergänzung von Sacharja 13,8. Es ist klar, dass vom Volk Israel nur ein Drittel übrigbleiben wird. Als einer der Antichristen das letzte Mal die Vernichtung aller Juden versucht hat, da waren es noch zwei Drittel, die übrig blieben …
    Was die Wiederkunft Jesu anbetrifft, so hast Du mich wohl etwas falsch verstanden. Ich weiß wohl, dass Jesus erst am „Ende der Tage“ wiederkommen wird, also am Ende der Trübsal/Drangsal, um Sein Reich aufzurichten.
    Andererseits zeigt uns 1. Th. 4, 13 ff., dass Jesus sehr wohl bereits vor dem „Ende der Tage“ wiederkommt und es eine Entrückung gibt. Das siehst Du ja auch genau so. Da sind wir einer Meinung. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass Du hier nicht ganz klar bist, weil Du offenbar meinst, dass sie zu Anfang der Trübsal sein wird. Glaubst Du wirklich, dass die Entrückung die Trübsalszeit beginnen wird?
    Auch kannst Du offenbar nicht sehen, dass Jesus von der Entrückung spricht, wenn er anfängt mit „Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand …“ (Mt. 24,36). Das verwundert mich ziemlich. Du sagst, dass es hier angeblich um die „Wiederkunft Jesu am Ende der Tage“ geht. Das wäre aber ein schwerer Auslegungsfehler deinerseits, weil der ganze Abschnitt in keiner Weise zu all dem anderen passt, was er davor gesagt hat:
    Jesus ist bereits mit der gesamten Zeit bis zum Beginn der Trübsal (Mt. 24,1-8), mit der Trübsal und der Großen Trübsal (V. 9-28) und mit Seiner Wiederkunft nach dieser schrecklichen Zeit (V. 29-35) durch, bevor er etwas ganz Eigenes mit der Bemerkung anfängt: „Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand …“.
    Er gibt für dieses Ereignis kein Zeichen, das angekündigt wird. Er sagt stattdessen, dass es kurz davor wie in den Tagen Noahs sein wird (Lukas ergänzt noch: auch wie in den Tagen Lots). Das war aber vor (!) dem Gericht. Jesus redet hier von einer Zeit vor dem Gericht!
    Zwei werden schlafen, auf dem Feld sein oder an der Mühle arbeiten, wobei eine(r) angenommen, der andere aber zurückgelassen wird. Dort steht klar „zurückgelassen“. Sie werden zum Gericht zurückgelassen – nicht zur Gerichtsverhandlung. Das würde das Bild sprengen, weil die Leute zur Zeit Noahs ja auch zum Gericht zurückgelassen wurden und nicht zur Gerichtsverhandlung. Dasselbe gilt für Lot und seine Zeitgenossen.
    Ich stimme Dir zu, dass die folgenden Gleichnisse vom Hausherrn, vom treuen und klugen Knecht und von den zehn Jungfrauen deutlich dazu da sind, uns zur Wachsamkeit aufzurufen. Daher werden sie ja auch genau von derselben Ermahnung eingerahmt (V. 42; Mt 25,13). Aber wieso sollte man wachsam sein, um dieses Ereignis ja nicht zu verpassen, wenn man ja doch schon weiß, dass es am Ende der Trübsalszeit geschehen wird? Diese Zeit ist durch die Offenbarung Jesu Christi (Kap. 6-19) doch mit so vielen Zeichen abgesteckt, dass man genau weiß, wann alles passiert und was als nächstes kommt.
    Es ergeben sich also unglaublich viele, nicht auflösbare Widersprüche, wenn man einfach voraussetzt, dass „Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand …“ kein besonderes Ereignis ist, sondern die Wiederkunft Jesu am Ende der Trübsal meint. Wieso kannst Du nicht einfach anerkennen, dass unser Herr hier von der Entrückung spricht?
    Weiterhin fände ich es hilfreich, wenn Du klar sehen könntest, dass es eine Unterscheidung zwischen „Trübsal“ und „Großer Trübsal“ gibt. Jesus selbst macht diese Unterscheidung und das ist maßgeblich. In Mt. 24,9 spricht Er von der „Drangsal“ und erst in V. 21 erwähnt er die „Große Drangsal“, die durchs Aufstellen des „Gräuels der Verwüstung“ eingeleitet wird (V. 15). Oder kannst Du das doch so sehen?
    Du weißt auch, dass die Drangsal/Trübsal etwa 7 Jahre dauern wird und dass die zweite Hälfte die wirklich schlimme Zeit ist. Das ist also unbestritten. Dennoch bist Du der Meinung, dass es in der zweiten Hälfte keine „Gnade zur Buße“ mehr geben wird. Wenn ich Dich richtig verstanden habe, so meinst Du, dass ab dem Aufstellen des „Gräuels der Verwüstung“ nur noch Gericht sein wird und keine Predigt, keine Hilfe, keine von Gott Ausgesandten mehr.
    Was die zwei Zeugen von Offb. 11 anbetrifft, so gebe ich Dir voll Recht. Sie werden in der ersten Hälfte der Trübsal wirken.
    Woher soll aber die „große Schar“ (Offb. 7,9) von Erretteten stammen, die „aus der großen Drangsal kommen“ (V. 14)? Wie können sie sich in der Großen Drangsal bekehren, wenn es da keine Gnade zur Buße mehr geben kann?
    Stattdessen scheint es so zu sein, dass die 144.000 Apostel Jesu gegen Ende der ersten „Hälfte“ der Trübsal ausgesandt werden und die aus der großen Drangsal stammenden Märtyrer von V. 13 ff. durch ihren Dienst Errettung fanden. Wo ist hier also mein Auslegungsfehler?
    Noch einmal möchte ich betonen, dass wir gar nicht so weit auseinander sind. Außerdem geht es ja nicht darum, dass Du Recht hast oder ich, sondern dass wir gemeinsam der Wahrheit immer näher kommen. Dazu brauchen wir einander. Niemand von uns hat die Wahrheit „gepachtet“ und weiß alles. Das gilt natürlich sowohl für Dich, als auch für mich.
    Daher begrüße ich sehr unseren Austausch und möchte Dich bitten, es auch so zu sehen. Es geht doch nicht darum, dass einer Recht hat und dem anderen am Ende noch seine Errettung abspricht, nur weil man nicht die eigene Meinung übernimmt, gell?

    • Lieber Gerno,
      ich habe dir der Einfachheit halber meine Antworten in deinen Text kommentiert. Ich denke wir sind an einigen Stellen anderer Meinung bzw. Einsicht. Das ist für mich allerdings kein Widerspruch, da wir beide auf dem Weg sind und um die Wahrheit ringen. Wir sind darin bemüht und leider auch unvollkommen, deshalb verstehe meine Antworten bitte nicht als Rechthaberei oder Degradierung, sondern vielmehr als offenen Dialog! Dort wo wir in unserer jeweiligen Einsicht nicht zusammenkommen, lass es uns bitte einfach stehen lassen und einander segnen.
      Gott segne dich!

      Andererseits zeigt uns 1. Th. 4, 13 ff., dass Jesus sehr wohl bereits vor dem „Ende der Tage“ wiederkommt und es eine Entrückung gibt. Das siehst Du ja auch genau so. Da sind wir einer Meinung. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass Du hier nicht ganz klar bist, weil Du offenbar meinst, dass sie zu Anfang der Trübsal sein wird. Glaubst Du wirklich, dass die Entrückung die Trübsalszeit beginnen wird?

      Kommentar:
      Die angeführte Bibelstelle meint kein Wiederkommen Jesu sondern nur ein Herabkommen, um seine Gemeinde zu Entrücken. Sorry, wenn das ein wenig nach Haarspalterei klingt, aber viele verirren sich bei diesen Aussagen und greifen das auch auf, weil Jesus ja nicht zweimal wiederkommt, sondern nur einmal. Ich glaube nur das die Entrückung am Anfang der Trübsalszeit geschehen wird und nicht das sie diese Zeit einläuten wird. Die Trübsalszeit beginnt definitiv erst mit dem Auftreten der zwei Zeugen.

      Auch kannst Du offenbar nicht sehen, dass Jesus von der Entrückung spricht, wenn er anfängt mit „Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand …“ (Mt. 24,36). Das verwundert mich ziemlich. Du sagst, dass es hier angeblich um die „Wiederkunft Jesu am Ende der Tage“ geht. Das wäre aber ein schwerer Auslegungsfehler deinerseits, weil der ganze Abschnitt in keiner Weise zu all dem anderen passt, was er davor gesagt hat:
      Jesus ist bereits mit der gesamten Zeit bis zum Beginn der Trübsal (Mt. 24,1-8), mit der Trübsal und der Großen Trübsal (V. 9-28) und mit Seiner Wiederkunft nach dieser schrecklichen Zeit (V. 29-35) durch, bevor er etwas ganz Eigenes mit der Bemerkung anfängt: „Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand …“.
      Er gibt für dieses Ereignis kein Zeichen, das angekündigt wird. Er sagt stattdessen, dass es kurz davor wie in den Tagen Noahs sein wird (Lukas ergänzt noch: auch wie in den Tagen Lots). Das war aber vor (!) dem Gericht. Jesus redet hier von einer Zeit vor dem Gericht! Zwei werden schlafen, auf dem Feld sein oder an der Mühle arbeiten, wobei eine(r) angenommen, der andere aber zurückgelassen wird. Dort steht klar „zurückgelassen“. Sie werden zum Gericht zurückgelassen – nicht zur Gerichtsverhandlung. Das würde das Bild sprengen, weil die Leute zur Zeit Noahs ja auch zum Gericht zurückgelassen wurden und nicht zur Gerichtsverhandlung. Dasselbe gilt für Lot und seine Zeitgenossen.

      Kommentar:
      Mt. 24,1-8 spricht von Wehen die sich in verschiedenen Kriegszuständen, Naturkatastrophen, Seuchen und Hungersnöten zeigen. Und genau das erleben wir verstärkt seit den letzten 20-30 Jahren. Mit den Versen 9-28 berichtet Jesus tatsächlich von der Trübsalszeit und seinen Auswirkungen. Verse 29-31 berichten davon, dass die dann noch übriggeblieben überlebenden Gläubigen gesammelt werden. Die Verse 32-35 bekräftigen die Zeichen der Zeit und das Jesu Worte nicht vergehen werden. Die Verse 36-44 berichten von der Ankunft (Wiederkunft) Jesu, sie meint hier tatsächlich Jesu Wiederkehr am Ende der Trübsalszeit. Das begründet sich in den nachfolgenden Versen recht deutlich, da zum Einen von seiner Wiederkunft gesprochen wird und die gibt es nur einmal. Und zum anderen kommt der deutliche Hinweis auf die Sammlung der überlebenden Gläubigen und das lassen der Übrigen zum Gericht. Die Verse 40 und 41 werden hier oft falsch gedeutet, da es hier nicht um die Entrückung geht.

      An jener Stelle ist es genau das Gegenteil von der Entrückung: Die, die genommen werden, werden weggerafft durch das Gericht. Die, die gelassen werden, werden auf Erden als Überlebende gelassen, um in das Friedensreich von 1000 Jahren einzugehen. In der Parallelstelle in Luk 17,34-37 wird es verdeutlicht. Vers 37 sagt, dass da wo das Aas ist, sich die Geier (nicht Adler) versammeln. Geier kommen vom Himmel und raffen das üble Aas (ein Bild der Verlorenen) weg, die Lebenden (ein Bild von dem Überrest aus Israel und den Nationen, die sich gemäß Off 7 nach der Entrückung bekehren werden, und durch die Drangsal gehen werden) werden gelassen.

      Die Beschreibung der Endzeit wie zu Zeiten Noahs und Lots lässt nicht den Schluss zu, dass es hier unmittelbar vor dem Gericht zu deuten ist, sondern es wird lediglich das auf das Verhalten der Menschen verwiesen. In der Deutung sehen wir dann die Bestätigung, dass die Menschen heute sich wieder so wie damals verhalten. Vers 42; Wacht also! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt, verweist auch hier nicht auf die Entrückung, sondern tatsächlich auf das Kommen des Herrn.

      Ich stimme Dir zu, dass die folgenden Gleichnisse vom Hausherrn, vom treuen und klugen Knecht und von den zehn Jungfrauen deutlich dazu da sind, uns zur Wachsamkeit aufzurufen. Daher werden sie ja auch genau von derselben Ermahnung eingerahmt (V. 42; Mt 25,13). Aber wieso sollte man wachsam sein, um dieses Ereignis ja nicht zu verpassen, wenn man ja doch schon weiß, dass es am Ende der Trübsalszeit geschehen wird? Diese Zeit ist durch die Offenbarung Jesu Christi (Kap. 6-19) doch mit so vielen Zeichen abgesteckt, dass man genau weiß, wann alles passiert und was als nächstes kommt.
      Es ergeben sich also unglaublich viele, nicht auflösbare Widersprüche, wenn man einfach voraussetzt, dass „Um jenen Tag aber und die Stunde weiß niemand …“ kein besonderes Ereignis ist, sondern die Wiederkunft Jesu am Ende der Trübsal meint. Wieso kannst Du nicht einfach anerkennen, dass unser Herr hier von der Entrückung spricht?
      Weiterhin fände ich es hilfreich, wenn Du klar sehen könntest, dass es eine Unterscheidung zwischen „Trübsal“ und „Großer Trübsal“ gibt. Jesus selbst macht diese Unterscheidung und das ist maßgeblich. In Mt. 24,9 spricht Er von der „Drangsal“ und erst in V. 21 erwähnt er die „Große Drangsal“, die durchs Aufstellen des „Gräuels der Verwüstung“ eingeleitet wird (V. 15). Oder kannst Du das doch so sehen?

      Kommentar:
      Das Gleichnis der zehn Jungfrauen mahnt uns Wachsam zu sein, im Sinne dessen das wir unseren Herrn täglich erwarten sollen.Das können wir auf sein Kommen, wie auch auf die Entrückung beziehen. Zuerst sehe ich jedoch darin Jesu Wiederkehr zu seinem Volk Israel. Israel wird darin zum Teil als vorbereitet und nicht vorbereitet dargestellt, während Jesus am Ende der Tage mit seiner Gemeinde wiederkommt, geht es in der Hochzeit darum Israel zu Richten und auch Wiederherzustellen. Denn Israel wird im Tausendjährigen Friedensreich eine herausragende Rolle innehaben.

      Du weißt auch, dass die Drangsal/Trübsal etwa 7 Jahre dauern wird und dass die zweite Hälfte die wirklich schlimme Zeit ist. Das ist also unbestritten. Dennoch bist Du der Meinung, dass es in der zweiten Hälfte keine „Gnade zur Buße“ mehr geben wird. Wenn ich Dich richtig verstanden habe, so meinst Du, dass ab dem Aufstellen des „Gräuels der Verwüstung“ nur noch Gericht sein wird und keine Predigt, keine Hilfe, keine von Gott Ausgesandten mehr. Was die zwei Zeugen von Offb. 11 anbetrifft, so gebe ich Dir voll Recht. Sie werden in der ersten Hälfte der Trübsal wirken.
      Woher soll aber die „große Schar“ (Offb. 7,9) von Erretteten stammen, die „aus der großen Drangsal kommen“ (V. 14)? Wie können sie sich in der Großen Drangsal bekehren, wenn es da keine Gnade zur Buße mehr geben kann?
      Stattdessen scheint es so zu sein, dass die 144.000 Apostel Jesu gegen Ende der ersten „Hälfte“ der Trübsal ausgesandt werden und die aus der großen Drangsal stammenden Märtyrer von V. 13 ff. durch ihren Dienst Errettung fanden. Wo ist hier also mein Auslegungsfehler?

      Kommentar:
      Das habe ich so nicht gemeint, sondern nur das die zweite Hälfte sehr viel stärkere Gerichte bringen wird. Gemäß Römer 11,25 kommt Jesus erst wieder wenn die Vollzahl der Heiden eingegangen sein wird. Das bedeutet, dass es bis zum Ende eine Erntezeit geben wird und Menschen sich noch zu Jesus bekehren werden. 144.000 Apostel steht so nicht in meiner Bibel, sondern Auserwählte. Auserwählt zu überleben und das neue Israel zu bilden. Ich kann auch nicht herauslesen, dass diese Auserwählten durch einen Dienst die Märtyrer dieser Zeit gebildet hätten. Vielmehr wird davon gesprochen das die Auserwählten 144.000 von Gott bewahrt werden und sogar fliehen müssen. Bekehrungen werden wohl auf vielen verschiedenen Wegen zustande kommen, aber diese allein den Auserwählten zuzusprechen halte ich für nicht haltbar. Denn es geht dabei um 144.000 Auserwählte aus den Stämmen Israels, Bekehrungen werden aber noch weltweit geschehen.

      Noch einmal möchte ich betonen, dass wir gar nicht so weit auseinander sind. Außerdem geht es ja nicht darum, dass Du Recht hast oder ich, sondern dass wir gemeinsam der Wahrheit immer näher kommen. Dazu brauchen wir einander. Niemand von uns hat die Wahrheit „gepachtet“ und weiß alles. Das gilt natürlich sowohl für Dich, als auch für mich.
      Daher begrüße ich sehr unseren Austausch und möchte Dich bitten, es auch so zu sehen. Es geht doch nicht darum, dass einer Recht hat und dem anderen am Ende noch seine Errettung abspricht, nur weil man nicht die eigene Meinung übernimmt, gell?

      Kommentar:
      Richtig Gerno, wir sind auf Wahrheitsfindung und brauchen gute Dialoge dazu. Es ist bisweilen auch nicht leicht die Wahrheit zu finden. Möge der Heilige Geist uns leiten. 🙂

  3. Hallo Gerno,
    erstmal keine Panik, ich wollte dir nicht Unrecht unterstellen oder dir die Gnade absprechen. Auch ich bin für den offenen Dialog und vieles von dem Du schreibst sehe ich auch so. Über alles andere in deiner Antwort werde ich nochmal in Ruhe in mich gehen und dir dann später nochmal Antworten.

    Ich denke aus solchen Konsens lernen wir voneinander und ich kann dir jetzt schon sagen, dass vieles aus deiner Antwort auch meiner Einsicht entspricht. Aber wie gesagt, möchte ich einige Einwände erstmal für mich prüfen und komme dann nochmal darauf zurück.

    Gottes Segen dir

  4. Auf welche Trübsal oder Drangsal warten wir denn?

    Kriegsgeschrei seit der sogenannten christl. Zeitrechnung einhergehend mit tausenden kriegerischen Auseinandersetzungen weltweit.

    Kleine Kostprobe, z.B. Germanenkriege, dann die Jüdischen Kriege (66-73 ca. 1,1 Millionen Juden verloren dabei ihr Leben, weitere 97.000 wurden in die Sklaverei verschleppt) 132-135 sogenannter 2. Jüdischer Krieg mit ca. 580 000 Toten.

    Vom Jahr 135 – zum 2.Weltkrieg Millionen von Toten durch Kriege und Schlachten.

    Zweiter Weltkrieg ca. 70 Millionen Tote, nach Ende des 2. Weltkriegs nochmals 25 Millionen.

    Im 20. Jahrhundert starben circa 150 Millionen Menschen durch Kriege.
    Dies ist Trübsal und Drangsal für die einzelnen Menschen.

    Weltweit verlieren in einem Jahr z.B. ca. 460 000 Menschen ihr Leben durch Mord oder Totschlag.
    Dies ist Trübsal und Drangsal für die Betroffenen.

    Erdbebenopfer vor Christi Geburt ca. 120 000.
    Nach Christi Geburt verloren ca. 8 Millionen Menschen ihr Leben durch Erdbebenauswirkungen.
    Dies ist Trübsal und Drangsal für die Betroffenen und ihren Angehörigen.

    Ca. 6 Millionen Juden hingemordet im Dritten Reich. Dies ist Drangsal und Trübsal für diese Menschen bzw. ihren Angehörige.

    Verkehrstote im Jahr 1,2 Millionen weltweit.
    Millionen Menschen sterben jährlich an AIDS, Tuberkulose, Malaria, Cholera, Typhus etc.

    Ca. 8,5 Millionen Menschen, darunter viele Kinder sterben jährlich an Hunger.
    Dies ist Trübsal und Drangsal für die Betroffenen und ihre Angehörigen.

    Trübsal und Drangsal der jährlich weltweit missbrauchten (Kinder) und vergewaltigten muss ich wohl nicht erwähnen.

    Nun denn………………….., die Liste kann beliebig erweiter werden………..

  5. Ja das andauernde fortwährende Leid ist natürlich schrecklich und hat seinen eigenen beständigen Schrecken. Gott sei es gedankt, dass es dann sein Ende findet.

  6. Trübsal verursachende Umstände können einerseits z.B. Krieg, Naturkatastrophen, Verfolgung und Hunger sein. Anderseits aber auch seelische, psychische Eigenschaften des Menschen, wie Angst, Traurigkeit oder ein sorgenvoller und niedergeschlagener Gemütszustand sind Erscheinungsformen des Oberbegriffs Trübsal. Zweifellos sind äußere Einflüsse natürlich auch Auslöser für bestimmte innere Gemütszustände.

    Mit der prophezeiten Großen Trübsal wird meiner Meinung der zeitlich, geistige Zustand beschrieben, in den die Menschheit sich hinein manövrieren wird, nämlich in ein „gottloses“, abgefallenes Sein, verbunden mit Grauen, Schrecken und Angst im Herzen. Diese Zeit wird den geistlichen Bereich des Menschen erbarmungslos, mitleidlos und aufs Äußerste erfassen, die Möglichkeit zur der Seelen Seligkeit geht auf null, weswegen Gott diese Tage kürzen wird, um der an Jesus Christus Gläubigen willen.

    Wie schon erwähnt, Kriege, Erbeben und Hungersnöte und das Töten von Millionen Menschen wegen ihres Glaubens an Jesus Christus in den vergangenen 2000 Jahren hatten wir bereits (Z.Zt. werden jährlich ca. 100 000 bis 170 000, christusgläubige Frauen, Männer und Kinder, weltweit massakriert, hingerichtet, ermordet, gekreuzigt und verfolgt). Diese Vorkommnisse können vermutlich einen Christusgläubigen Menschen nicht von seiner Seelen Seligkeit trennen. Irrlehrer und sogenannte falsche Propheten schon, also auch hier wieder ist die Gefahr im geistlichen Bereich (siehe die Jungfrauen mit dem fehlenden Öl in ihren Lampen) zu orten.

    Nun ich erhebe schon mal mein Haupt…………………

  7. Zitat Gerno: „Aber mir hat Gott gezeigt, dass ich da nicht hindurch muss. Deshalb steht ja auch im 1. Thessalonicher 1,10 über „Jesus, der uns errettet vor dem zukünftigen Zorn.“

    Na ja, ich bin mir zum einen sicher, wenn ich am Tag der Wiederkunft Jesu noch leben sollte, IHM entgegen gerückt werde zum ewigen Leben in sein Reich hinein. Sollte ich an dem Tag bereits verstorben sein, werde ich sozusagen Auferstehen und IHM entgegen gerückt ebenfalls zum ewigen Leben. D.h., ich bin bereits so oder so errettet, heißt per se aber nicht, dass ich nicht auch durch diese Drangsal/Trübsal hindurch muss, so wie Du 1.Thess,1,10 interpretierst.

    In Mt.10,22/Mt24,13/Mk13,13/1Kor 1,8/Hebr3,14/Jak1,4 lese ich, wir sollten schon zuversichtlich.aushalten bzw. ausharren bis an das Ende.

    Und in Mt.28,20 sagt Jesus mir/uns zu, dass ER bei uns sein wird bis ans Ende.

  8. Der Gott christlicher Europäer insbesondere „wohlhabender“ deutscher Christen unterscheidet sich anscheinend von dem Gott der verfolgten, getöteten, gefolterten, inhaftierten oder an Hunger leidenden Jesus-gläubigen Menschen in anderen Ländern.
    Auf der einen Seite „geschützte“ Christen sozusagen rundumversorgt, auf der anderen Seite Trübsal und Drangsal der körperlich schutzlosen Gläubigen. Einerseits gläubige Christen wie z.B. Gero, die sich absolut sicher wähnen, vor der sogenannten befürchteten Trübsal verschont und bewahrt zu bleiben, anderseits solchen tödlichen Auswirkungen Ausgelieferten.

    Teilt Gott seine Kinder in Kategorien ein, wie zum Beispiel –schutzlos- geschützt- bewahrt oder nicht Bewahrens wert??

  9. Ich verstehe dein Anliegen Hans-Otto, aber letztlich hatten wir ja über die endzeitliche Thematik der Trübsalszeit in der Offenbarung diskutiert. Eine Zeit, die verkürzt sein wird, da sonst niemand gerettet werden würde. Sieben Jahre in denen sich alles entscheiden wird und Jesus wiederkommt.

    Das wir auch heute schon in vielen Ländern Christenverfolgungen haben, sind mMn. die Vorläufer auf das was da noch so kommen wird. Nämlich eine weltumfassende Christenverfolgung, die auch in den westlichen Ländern einsetzen wird.

    Die Entrückung wird kommen und auch die leidenden Geschwister mitnehmen. 🙂

  10. Wenn ich von der aktuellen Bevölkerungszahl weltweit ausgehe, werden ca.2500 Millionen (2,5Milliarden) Menschen, laut Offenbarung 9, mittels drei prophezeiten Plagen, sollten sie in den nächsten Jahren real werden, getötet werden.

    Mit Sodom und Gomorrha oder der Sintflut zu Noah‘s Zeiten verglichen, eine bemerkenswerte Steigerungsform im Sinne der Gerichtsbarkeit Gottes.

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