Die Schwulenheiler

Film von Christian Deker und Oda Lambrecht

Gesendet auf Phönix

Sendetermine 20.08.2015 um 22:25 Uhr und 21.08.2015 um 18:00 Uhr

Einleitung des Senders zum Film:

»“Homosexualität ist eine Krankheit“, sei „abnorm“, so etwas „wie Kälber mit zwei Köpfen“. Für „Die Schwulenheiler“ stieß unser Reporter Christian Deker auf solch rigide Abneigung und Ablehnung. Er, selbst schwul, traf sogar Ärzte, die Homosexualität für eine psychische Fehlentwicklung und damit für therapierbar halten – mit Hilfe von Gebeten, Homöopathie und Exorzismus. Jetzt geht die Geschichte weiter: Denn Christian Deker trifft auf Menschen, die das gleiche erlebt haben wie er. Und nicht nur christliche Hardliner lehnen Homosexualität ab, auch in den evangelischen Landeskirchen glauben einige, Homosexualität sei Sünde und ließe sich therapieren.«

Das Sendeformat gab sich betont seriös und wissenschaftlich, während die Befragten aus den christlichen Kreisen dagegen eher hilflos und unseriös wirkten. Ich möchte dazu drei Prunkte aufgreifen und es ist mir wichtig, dieses Thema für die Christenheit zu sensibilisieren. Denn wir haben auch eine Chance diesen Umstand für uns zu nutzen.

  1. Das Sendeformat
  2. Die Christen
  3. Die Argumente
  4. Fazit

Das Sendeformat

Dies bemühte sich zwar um Sachlichkeit, welches man positiv deuten kann, aber in der Vergangenheit war die Berichterstattung diesbezüglich eher manipulativ. Daher wundert es nicht, dass viele der Befragten sehr zurückhaltend waren und einige dies auch deutlich zum Ausdruck brachten.

Der Moderator bemühte sich nun Christen in ihren Haltungen und Vorgehensweisen zu hinterfragen. Dazu befragte er Christen aus unterschiedlichsten Denominationen. U. a. Dr. Arne Elsen, den EKD Ratsvorsitzenden, Pastor Olaf Latzel sowie einige andere. Deren Antworten und Verhalten stellte er nun der Wissenschaft gegenüber, indem er einen renommierten Psychologieprofessor dazu befragte. Dieser bestätigte, dass Homosexualität keine Krankheit sei und das man diese auch nicht umpolen oder Therapien könne. Und dass der Versuch in diese Richtung gar zu schweren gesundheitlichen Schäden führen könne.

Damit stand die hoch angesehene Aussage eines renommierten Professors gegen eher hilflos wirkende Christen mit bisweilen schwammigen und leider auch teilweise unmöglichen Argumenten und Vorgehensweisen.

Die Christen

Die Christen gaben leider kein sehr gutes Bild ab, einige meinten Dämonen austreiben zu müssen, andere hielten Homosexuelle für entartete Kreaturen. Insgesamt gesehen gibt es zu dieser Problematik zu wenig Fachkenntnisse, zu wenig Klarheit und auch zu wenig Bibelwissen. Christen konnten nicht ein positives Beispiel hervorbringen, kein weiterer Verweis auf andere gut funktionierende Organisationen oder Therapien. Und so wirkten die Aufnahmen leider sehr negativ und stellte Christen damit in eine sektiererische Ecke, was leider zum Teil auch so ist. Obwohl die Wahrheiten der Bibel des christlichen Glaubens zwar teilweise durchkamen, wirkten diese aufgrund des Gesamtbildes eher gleichförmig. Zudem nahezu fast alle Befragten ein Interview ablehnten. Diese Wirkungen schließt ein entsprechenden Filmschnitt nicht aus, denn obwohl der Moderator sich zwar um Sachlichkeit bemüht hatte, so hat er lediglich einen Wissenschaftler befragt. Und das schließt andere wissenschaftliche Studien und Erkenntnisse von vornherein aus.

Wir Christen sind an dieser Stelle jedoch herausgefordert und sollten unsere Bibel und Argumente sehr gut kennen. Anstatt sich von diesem Kontext ausmanövrieren zu lassen, sollten wir einfach deutliche Antworten geben.

Die Argumente

Abgesehen davon, dass die EKD die Homoehe bejaht, sollten alle Christen die sich der Bibel verpflichtet sehen, diese auch gut kennen und sie sollten auch ein wenig Wissen über diese Problematik aufbauen. Homosexualität ist eine Sünde wie jede andere auch und wer sich Gott in Sünde naht, sollte diese mit Gott auch ins Reine bringen. Das eine Sünde auch schwere Folgen haben kann und ein Glaubenskampf nötig sein kann, ändert an der Grundtatsache nichts. Dämonische Belastungen können möglicherweise vorhanden sein, je nachdem welche Praktiken ausgelebt wurden. Dieser Umstand gilt übrigens auch für Heterosexuelle.

Der Erfolg hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab.

  1. Die eigene Einsicht und das Wollen (Die Gottesbeziehung)
  2. Die Rückfallgefahr
  3. Das dranbleiben bis zum Sieg
  4. Begleitung durch Gebet und Gemeinschaft
Regenbogen
Für immer gefangen?

Homosexualität ist eine Identitätsstörung, jedoch sicher keine Krankheit und sie ist Therapierbar. Oftmals werden die Grundsteine dazu in der Kindheit und frühen Jugend gelegt und es gibt vielfältige Ursachen zu einer solchen Entwicklung. Die sexuelle Identität entwickelt sich während der Pubertät, kann aber bereits schon sehr früh durch Schlüsselerlebnisse vorgeprägt werden. Oft sind kaltherzige Beziehungsmuster zu Vater oder Mutter vorhanden oder verschiedene Schlüsselerlebnisse mit dem anderen Geschlecht führen dazu. In jeden Fall kommt es zu einer entsprechenden Störung der Ausrichtung, die sich jedoch wieder normalisieren lässt. Es sei denn es kommen weiter psychische Faktoren hinzu, die eine Therapie aussichtslos machen.

Fazit

Man darf und kann davon ausgehen, dass bei den Betroffenen und bei dem Moderator keine ernste und tiefe Gottesbeziehung gegeben ist. Ihnen ging es darum Toleranz im christlichen Glauben für ihre Sünde zu erreichen und gleichzeitig deren Verhalten und Argumente zu untergraben und bloßzustellen. Ihre Berichterstattung war zumindest auf der wissenschaftlichen Ebene zu einseitig und voreingenommen, da es keine Vergleiche zu anderen Studien etc. gab. Wir Christen stehen damit in einem öffentlichen geistlichen Kampf, der uns herausfordert. Rückzug ist daher nicht der richtige Weg, sondern gute Argumente, die deutlich und schlüssig rüberkommen. Und die zeigen, dass wir als Christen etwas dazu zu sagen haben und eine Heilungskraft anbieten können. Obgleich ich aufgrund der manipulativen Berichterstattung Verständnis dafür habe. Man sollte jedoch wenigstens zu guten schriftlichen Interviews in der Lage sein.

Biblisch und geistlich gesehen, versucht explizit diese Sünde im Schlepp mit dem Genderismus in die Christenheit einzubrechen. Mit dem Ziel Christen schlecht aussehen zu lassen, deren Argumente zu untergraben und die Bibel zu verwässern.

Wir müssen uns fragen, warum ausgerechnet diese Form der Sünde so massiv versucht einzubrechen?

Weil die göttlichen Werte wie Ehe, Kinder, Familie und die Sexualität damit ausgehebelt werden. Und das nicht allein in der Christenheit, sondern weltweit und gesamtgesellschaftlich. Sind diese Werte erst zerstört, sind die Betroffenen leicht zu manipulieren, weil sie keine eigene Identität mehr haben.


 

4 Kommentare zu Die Schwulenheiler

  1. Nun, hier zeigt sich wieder wie wichtig es für uns Christen ist das Wort zu kennen. In Römer 11 finden wir die Antwort, die gegeben werden sollte auf die Frage warum wir Christen die Homusexualität als Sünde sehen. Denn der Herr sagt ja klar und deutlich: „ICH werde euch die Worte in den Mund legen“ Nun das ist sein Wort zu diesem Thema:
    „…18 Es offenbart sich nämlich Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit aufhalten, 19 weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, da Gott es ihnen geoffenbart hat;20 denn sein unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken wahrgenommen, so daß sie keine Entschuldigung haben.21 Denn obschon sie Gott erkannten, haben sie ihn doch nicht als Gott gepriesen und ihm nicht gedankt, sondern sind in ihren Gedanken in eitlen Wahn verfallen, und ihr unverständiges Herz wurde verfinstert.22 Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren gewordenn23 und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit dem Bild vom vergänglichen Menschen, von Vögeln und vierfüßigen und kriechenden Tieren. 24 Darum hat sie auch Gott dahingegeben in die Gelüste ihrer Herzen, zur Unreinigkeit, daß sie ihre eigenen Leiber untereinander entehren, 25 sie, welche die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauschten und dem Geschöpf mehr Ehre und Dienst erwiesen als dem Schöpfer, der da gelobt ist in Ewigkeit. Amen! 26 Darum hat sie Gott auch dahingegeben in entehrende Leidenschaften. Denn ihre Frauen haben den natürlichen Gebrauch vertauscht mit dem widernatürlichen; 27 gleicherweise haben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau verlassen und sind gegeneinander entbrannt in ihrer Begierde und haben Mann mit Mann Schande getrieben und den verdienten Lohn ihrer Verirrung an sich selbst empfangen. 28 Und gleichwie sie Gott nicht der Anerkennung würdigten, hat Gott auch sie dahingegeben in unwürdigen Sinn, zu verüben, was sich nicht geziemt, 29 als solche, die voll sind von aller Ungerechtigkeit, Schlechtigkeit, Habsucht, Bosheit; voll Neid, Mordlust, Zank, Trug und Tücke, 30 Ohrenbläser, Verleumder, Gottesverächter, Freche, Übermütige, Prahler, erfinderisch im Bösen, den Eltern ungehorsam; 31 unverständig, unbeständig, lieblos, unversöhnlich, unbarmherzig; 32 welche, wiewohl sie das Urteil Gottes kennen, daß die, welche solches verüben, des Todes würdig sind, es nicht nur selbst tun, sondern auch Gefallen haben an denen, die es verüben.“

    • Das ist zwar soweit korrekt, wir sollten solche Bibelstellen jedoch nicht für sich allein sehen. Denn sie könnten auch als Richtend verstanden werden. Solange die Gnade jedoch währt, gilt für jeden Sünder:
      Off. 22,17
      Und der Geist und die Braut sagen: Komm! Und wer es hört, spreche: Komm! Und wen dürstet, der komme! Wer da will, nehme das Wasser des Lebens umsonst!

  2. Römer 11 anzuführen ist eine sehr gut Antwort.
    Was man über Offb 22,17, als Antwort, nicht sagen kann. Denn es wäre hier besser sich den gesamten Textzusammenhang mal genau anzusehen. Von was wird hier gesprochen? Schon Römer 1,18ff. zeigt hier an, dass bei Gott Zorn vorherrscht, keine Gnade für Sünder, welche nicht umkehren wollen. Gottes Liebe bedingt seinen Zorn! Unser Dauergerede von der Liebe Gottes, ist sehr oft nur falsches Evangelium.
    Absolut blutleer – ohne Kreuz!

    • Soweit auch korrekt, aber noch haben wir Gnadenzeit und so lange wie sie haben gilt das Gnadenangebot für jeden der kommen möchte.

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