Die Entmachtung der Bibel

Die Entmachtung der Bibel

Dass die äußere atheistische Welt die Bibel für ein Märchenbuch hält, welche man sich stetig bemüht zu widerlegen, ist nichts Neues mehr. In der Vergangenheit gab es immer wieder Versuche die Bibel entweder ganz auszurotten oder aber möglichst nicht unter das Volk kommen zu lassen. So geschehen, als der Buchdruck begann dies möglich zu machen. Doch es verhält sich mit der Bibel wie mit dem Volk Israel, sie sind einfach nicht totzukriegen und das trotz intensivster Bemühungen.

Andere Völker sind wegen weniger untergegangen und auch ihre Sprachen sind zum Teil vollständig vergessen. Was also macht die Bibel und das Volk der Juden so einzigartig, dass sie nicht vernichtet werden können? Es ist die Tatsache, dass der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs seine schützende Hand darüber hält. Wer kann schon gegen Gottes Willen und Kraft anlaufen?

Doch heute haben wir eine ganz andere Zeit, die Bibel ist weithin bekannt und steht in sehr vielen Schränken, in ebenso vielen Sprachen. Und doch reiben sich mittlerweile Scharen von Menschen an ihr auf. So ist die Bibel zwar vorhanden, wird aber im Sinne des Zeitgeistes verdreht und nicht wenige legen sich die Bibel nach eigener Fason aus.

Es ist erschütternd mit anzusehen, wie die Bibel der Welt angepasst wird. So ist die Bibel u. a. in gendergerechter Sprache oder auch in jugendlicher Umgangssprache im Umlauf. Die Bibel ist nicht mehr Gottes wirksames anerkanntes Wort, sondern den menschlichen Bedürfnissen angepasstes entheiligtes Wort geworden.

Wir sehen, dass die vielen endzeitlichen falschen Propheten, nicht allein aus der Welt kommen, sondern auch aus den Gemeinden. Die Kirchen sind dabei die Verführer mit an erster Stelle, weil sie zulassen, dass die Bibel durchsäuert wird und weil sie sich dem Druck des Staates beugen, anstatt sich gegenüber der Bibel treu zu verhalten. Die entscheidende Botschaft der Evangelien wird durch die Mithilfe der Kirchen zunehmend verwässert.

Es ist nur noch ein sehr harmloses Evangelium, welches nur noch davon spricht, dass Gott alle Menschen liebt und man nichts weiter dazu tun müsse. Fehlende Reue und Buße, Schuld und Vergebung, Hölle und Verdammnis und letztlich die Leugnung der Person Jesus als Sohn Gottes, entmachten die Bibel.

Doch der Herr lässt sich nicht täuschen.

Matthäus 7,22-23
Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr! Haben wir nicht durch deinen Namen geweissagt und durch deinen Namen Dämonen ausgetrieben und durch deinen Namen viele Wunderwerke getan? Und dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch niemals gekannt. Weicht von mir, ihr Übeltäter!

Die Entmachtung der Bibel findet im Grunde auf zwei Ebenen statt. Einmal in der Verwässerung der Lehre, hin zu einem falschen menschengemachten »positiven« Evangelium. Und zum anderen in der missbräuchlichen Lehre, hin zu einem »manipulativen« Evangelium.

Letzteres sind Kennzeichen von Sekten und sektiererischen Menschen, welche glauben, sie würden im Geiste Gottes handeln. Gehören nun aber grundsätzlich alle Charismatiker dazu, wie viele glauben? Zugegeben, ihr sektiererisches Potenzial ist mit am größten. Dennoch denke ich, dass die Charismen etwas Biblisches sind, welche aber eindeutig falsch gelebt werden. Paulus kannte dieses Problem bereits, nämlich, dass durch eine schwärmerische Handhabung offensichtlich auch Unordnung in die Gemeinde kam. Und so rief er zur Ordnung in der Praktizierung der Gaben auf. Er wollte erreichen, dass die Charismen erlaubt sind, aber in einer göttlichen Ordnung gelebt werden sollten.

In dieser Ordnung soll alles geprüft werden, insbesondere die Sprachenrede. Ist kein Ausleger vorhanden, soll man schweigen. Welche charismatische Gemeinde hält sich heute noch daran? Wie viele Eindrücke aus dem eigenen Inneren werden heute als Gottes Reden weitergegeben? Wie viele falsche Prophetien und Aussagen entstehen darüber? Und wenn man das länger beobachtet, bemerkt man auch, dass diese falschen Propheten einen Anspruch erheben.

Eine Gemeinschaft, die wirklich echte geistgewirkte Charismen erleben möchte, tut gut daran sich der göttlichen Ordnung mit allem Ernst unterzuordnen. Denn leider finden wir auch heute in der Christenheit zerstrittene Lehrmeinungen über diese Thematik. Zum einen stimme ich dem zu und denke, dass es falsch ist und sich auch deutlich sektiererisch zeigt, wenn die Charismen nicht geprüft werden. Zum anderen sehe ich auch bei den Charismatikern einen Hang zur Oberflächlichkeit und zur Euphorie. Und das verblendet und nimmt die Sicht auf die klare Lehre.

Andere wiederum berufen sich noch heute auf die Berliner Erklärung von 1907. Bedenkt man jedoch, wie lange das her ist und unter welchen Umständen diese zustande kam, so ist doch viel Zeit vergangen. Und damit sind auch viele Veränderungen eingetreten. Wir können auf der einen Seite, Gemeinschaften mit einer klaren und guten Lehre erkennen, die aber leider alles Charismatische und damit gottgegebenes Wirken ablehnen.

Und auf der anderen Seite Charismatiker, die mit dem Bild was sie abgeben, leider nicht zur Ermutigung beitragen. Selbst dann nicht, wenn man ihnen einen gewissen Erfahrungswert und eine Echtheit zugestehen möchte. Was so viel heißt, dass es sicher auch charismatische Gemeinden geben mag, wo die Gabenwirkungen auch in Echtheit gelebt werden.

Dass Gaben, Zeichen und Wunder aufgehört haben sollen, ist mMn nicht haltbar. Auch dass die heutigen Vorkommnisse allesamt als falsch einzustufen sind, halte ich ebenfalls für falsch. Aus dem simplen Grund, weil es viele authentische Zeugnisse gibt und weil es in Ländern der Verfolgung zu solchen Geistwirkungen verstärkt kommt. Ganz einfach, weil es keine Bibeln gibt oder gar Versammlungen erlaubt oder möglich sind.

Wie also sollte Gott dort dann wirken? Allein durch Missionare? Missionare dringen auch nicht überall hin vor und so wirkt Gott an vielen Orten auch ohne seine bestehende Gemeinde. Das bringt mich dazu, mir eine Gemeinschaft zu wünschen, die die klare Lehre anwendet und vertritt, aber auch die Charismen erlaubt und authentisch lebt. Es wird aber leider nicht nur um diesen Bereich herumgestritten. Für ebenso viele ist die Schöpfung nie passiert oder der Einsturz von Jericho und wer weiß was noch alles.

Das Problem daran ist, stellen wir einen Bereich der Bibel infrage, stellen wir die ganze Bibel und damit Gottes Wirken infrage. Der heutige Zeitgeist verführt zur Verwässerung der Bibel in ein humanistisches Gedankengut. Das ist die Taktik Satans, wenn er die Bibel nicht verbrennen kann, sucht er danach sie zu entmachten. Was ist also glaubwürdiger, wenn selbst angebliche Christen im Humanistengewand die Bibel dem Volke darlegen. Echte Christen hingegen werden diffamiert und als altmodisch und uncool hingestellt. Mittlerweile können wir sogar allein wegen einer authentischen Predigt angezeigt und sogar bestraft werden.

Das Bestreben vieler Gemeinden nach Wachstum und der Fokussierung auf Evangelisation in der Nachbarschaft und am Arbeitsplatz unterstützt zudem diese humanistische Haltung. Denn es wird sich bemüht, das Evangelium zunächst wertneutral zu vermitteln. Man möchte die Menschen dann im Gemeindegetriebe mit unterbringen und man verwendet dazu nicht selten Marketing- und Fundraisingmethoden. Zugleich möchte man niemanden zu nahe treten und so vermeidet man zunächst die biblischen fordernden Elemente wie z. B. Buße und Vergebung.

Die Menschen werden so jedoch nicht zu einer echten Buße in das Reich Gottes gerufen und die Folgen sind dramatisch. Die Gemeinden sind voll mit unerlösten, nicht geheiligten Menschen und diese durchsäuern so den Leib Christus. Es breitet sich aus, wie ein verheerendes Feuer und wird zu einer immensen Verführung vieler Menschen. Aufrichtige Christen geraten dabei zusehends unter Druck und es kommt zu sehr vielen unangenehmen Verletzungen in den Gemeinden. Gemeinde sollte eigentlich ein Ort der Begegnung mit Gott sein. Für nicht Wenige wird er zunehmend zum Albtraum.

Bleiben Sie Gott und der Bibel treu und geben Sie nichts darauf, wenn man Ihnen was Anderes erzählen will. Gott treu zu bleiben, hat eine wesentlich höhere Belohnung, als es eine irdische je sein könnte.

Offenbarung 3,11
Ich komme bald. Halte fest, was du hast, damit niemand deinen Siegeskranz nehme!

Jesus wird entheiligt

Ähnlich wie man nun die Bibel in ihren elementaren Aussagen entmachtet, wird nun auch Jesus entheiligt. Er wird als Sohn Gottes geleugnet und in der Folgekonsequenz auch seine Auferstehung. Dies funktioniert in der Hauptsache über die heutige Ökumene, wo man versucht die Religionen zu einen. Die Religionen lassen sich jedoch nur über Kompromisse zusammenbringen, insbesondere an den Islam müssen erheblich Zugeständnisse gemacht werden. Seit Jahrhunderten wird Jesus zudem durch das Christentum selbst entheiligt. Im Mittelalter durch die Manipulation seines Wortes und der gewaltsamen Inquisition. Sowie mit der Ersatztheologie und den Judenverfolgungen mit ihren Zwangstaufen. Und im weiteren Verlauf durch die Einsetzung falscher christlicher Feste, wie Ostern oder Weihnachten. Der Weihnachtsmann ist an die Stelle von Jesus gerückt und bunte Ostereier symbolisieren die Auferstehung.

All das wirkt auch heute in der Ökumene, in der kein echter Glaube vorhanden ist. Und in welcher mit der Erd-Charta eine okkulte Basis vorhanden ist. Darin wird eine Beziehung zur Mutter Erde propagiert, welche inhaltliche und geschichtliche Wurzeln zum gleichnamigen Götzenkult aufweist.

Die heutige Vermischung der Religionen und die Gleichstellung Gottes mit deren Götzen tut sein Übriges dazu. Jesus ist darin bestenfalls ein Prophet oder andernfalls der alles vergebende Gott. In vielen Kirchen und Sekten geht es jedoch tatsächlich soweit, dass Jesus als Ganzes geleugnet wird. Ohne Jesus gibt es keinen Grund zur Reue und Buße oder zur Vergebung der Sünden. Ja, es braucht auch keinen Sohn Gottes mehr und damit keinen neuen Bund. Das Alte Testament ist dadurch ebenfalls eine Lüge und unwirksam.

Kurz gesagt ist das gesamte Wort Gottes ohne Jesus entmachtet. Und so ist die Entmachtung der Bibel auch ein Weg zur Entheiligung von Jesus und Gott. Das eine Extrem bewirkt das nächste Extrem und baut aufeinander auf. Man kann Jesus jedoch auf viele Arten leugnen und so geschieht dies auch durch falsche Propheten und durch die Oberflächlichkeit in der Lehre, die dann einfach durch Verklärung der Gottesliebe entheiligt wird.

Matthäus 24,24
Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und werden große Zeichen und Wunder tun, um wenn möglich auch die Auserwählten zu verführen.

Sie werden sogar große Zeichen und Wunder tun, wenn das kein Grund zur absoluten Vorsicht und Skepsis ist? Jeder sollte also darauf achten wo er sich befindet und wem er glaubt. Denn nur ein echter Zeuge wird Jesus auch bezeugen können und nur ein echter Prophet wird auch echte Früchte hervorbringen.

1.Johannes 4,1-3
Geliebte glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind! Denn viele falsche Propheten sind in die Welt hinausgegangen. Hieran erkennt ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der Jesus Christus, im Fleisch gekommen, bekennt, ist aus Gott; und jeder Geist, der nicht Jesus bekennt, ist nicht aus Gott; und dies ist der Geist des Antichrists, von dem ihr gehört habt, dass er komme, und jetzt ist er schon in der Welt.

Wir sollen damit also auch verführt werden, um uns den allgemeinen antichristlichen Strömungen zu unterwerfen. Wer dann auf diese Art schleichend abfällt, könnte ggfs. nicht mehr zurück. Denn, wenn er es bemerkt, könnte es schon zu spät sein.

Diese Bewegung des Abfalls von Gott lässt sich seit den 1970er Jahren vermehrt beobachten. Gab es damals noch eine Erweckung unter Jugendlichen, so hat sich die antigöttliche Strömung stetig weiter daneben aufgebaut. Die christlichen Kirchen und Gemeinden haben sich zunehmend der Ökumene angeschlossen. Und die Politik hat sich durch ihre Abkehr von Gott in eine Sackgasse der Unregierbarkeit hineingesteuert.

Und so konnten sich Korruptionen und zunehmende Gottlosigkeiten etablieren. Welches sich insbesondere durch den Okkultismus und der Etablierung der Pornoindustrie zeigt. Sowie der zunehmenden Verrohung unter den Menschen und der Erkaltung der Liebe. Der gesamte Verlauf dieser letzten 45 Jahre lässt erkennen, dass es einen graden Weg in Richtung »letzte Tage« genommen hat. Und man kann schon erschrecken, mit welchen Tempo, dass vor sich geht und in welchen Ausmaßen dies geschieht.

Seien Sie also vorgewarnt, dass es keine große weltumfassende Erweckung geben wird, sondern vielmehr ein noch größerer Abfall von Gott einsetzt, welcher in immer größere Verführungen mündet. Dabei will uns das alles als lebensbejahend erscheinen, ist aber nichts weiter als eine Megatäuschung.

Die weltlichen Verführungen geben sich mit den humanistischen Verführungen unter Christen die Klinke in die Hand. Seien Sie also äußerst wachsam und prüfen Sie alles im Gebet und in ihrer Bibel.

Matthäus 7,15-18
Hütet euch vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen! Inwendig aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Liest man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen? So bringt jeder gute Baum gute Früchte, aber der faule Baum bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, noch kann ein fauler Baum gute Früchte bringen.

Suchen Sie Gott und pflegen Sie die Beziehung mit ihm, halten Sie im Vertrauen auf ihn und an ihm fest. Lassen Sie sich nicht versuchen und lieben Sie ihr Leben nicht bis zum Schluß. Ertragen Sie, wenn es sein muss auch die Verfolgung, gleich welcher Art diese sein mag.

Prüfen Sie die Predigt und Weissagungen und forschen Sie in der Schrift ob es sich so verhält.

Apostelgeschichte 17,11
Diese aber waren edler als die in Thessalonich; sie nahmen mit aller Bereitwilligkeit das Wort auf und untersuchten täglich die Schriften, ob dies sich so verhielte.

Seien Sie eigenverantwortlich und denken Sie daran, dass dies auch zur Bewahrung ihrer Seele für das Himmelreich dient.

Paulus wird diffamiert

Apostelgeschichte 19, 15
Der böse Geist aber antwortete und sprach zu ihnen: Jesus kenne ich, und von Paulus weiß ich. Aber ihr, wer seid ihr?

Paulus löst auch heute noch starke Kontroversen aus und das hat verschiedene Gründe. Zum einen kann man deutlich aus dem Römerbrief herauslesen, dass Israel nicht verworfen ist. Und zum anderen hat er verschiedene Aussagen zur Gesetzgebung gemacht, dessen Auslöser Gesetzlichkeiten in den Gemeinden war. Wie sollte es anders sein, ist dies doch recht zeitlos und noch immer gültig, weshalb man sich auch heute an Paulus aufreibt. Frauen reagieren oft wie ein Stier, der ein rotes Tuch sieht, wenn Sie hören, dass der Mann das Haupt der Frau ist. Christen, die an Gesetzlichkeiten festhalten stehen ebenfalls auf Kriegsfuß mit ihm und jene die glauben das Israel als Volk Gottes verworfen sei, mögen ihn schon gar nicht.

Daher ist Paulus auch heute für viele ein Zankapfel und Reibungspunkt. Wir als Heidenchristen können ihn neben Jesus als Ziehvater betrachten. Und all seine Bemühungen und Kämpfe mit den von ihm gegründeten Gemeinden haben im Grunde auch für uns heute einen starken symbolischen Charakter.

Seine Lehren sind deshalb klar und bestimmt, und damals wie heute reiben sich Heidenchristen an diesen Lehren auf. Für die jüdischen Christen waren das nie ernste Themen, da sie einen ganz anderen Zugang dazu haben. Sie haben eine eigene Geschichte mit Gott als Fundament, während wir Heidenchristen eher philosophisch geprägt sind ohne klares Fundament zu dem einen Gott.

Paulus Lehre zur Gesetzlichkeit

Römer 3,20
Gesetzeswerken wird kein Fleisch vor ihm gerechtfertigt werden; denn durchs Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.

Paulus hat die Gnade Jesu vollkommen verinnerlicht und da er stets auch im Kontext mit seinem eigenen Volk stand, hat er etliche Aussagen mit Bezug zum Gesetz erläutert. So machte er deutlich, dass das Gesetz für einen sündigen Menschen nicht zu halten war. Und dass das Gesetz hier den Charakter der Sündenerkenntnis hatte. Es konnte jedoch nicht Sünden vergeben und schenkte auch keinen Zugang zu Gottes Heiligen Geist.

Vielmehr legte er sogar die Schrift und seine Beweisführung dahingehend aus, dass Jesus bereits im Alten Testament und in den Gesetzen vorhanden war. Und letztlich zeichnet er ein Bild des neuen Bundes durch Jesus als Sohn Gottes, welches die völlige Gnade und Gottesliebe beinhaltet. Es ist ein Aufruf zum Verstehen und zu glauben was Gott in und durch Jesus getan hat. Und so ist die Lehre des Paulus in seiner Klarheit für viele Scheinchristen gefährlich.

Römer 7,5-6
Denn als wir im Fleisch waren, wirkten die Leidenschaften der Sünden, die durch das Gesetz erregt wurden, in unseren Gliedern, um dem Tod Frucht zu bringen. Jetzt aber sind wir von dem Gesetz losgemacht, da wir dem gestorben sind, worin wir festgehalten wurden, sodass wir in dem Neuen des Geistes dienen und nicht in dem Alten des Buchstabens.

Paulus Lehre zu Israel

Römer 11,1
Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Auf keinen Fall!

Paulus stellt überaus deutlich klar, dass Israel das auserwählte Volk Gottes ist, aus dem ein Überrest gerettet werden wird. Er betont die Verstocktheit und Sündhaftigkeit Israels und verweist auf die Gnade Gottes. Er führt auch aus, dass Israel zum Teil Blindheit auferlegt wurde, sodass Sie Jesus nicht sehen und erkennen können.

Im Gegenzug sind wir Heidenchristen in das Himmelreich gerufen worden und er stellt klar, dass wir lediglich die aufgepfropften Zweige auf dem eigentlichen Ölbaum sind. Und so wenig Gott sein eigenes Volk verschont hat, so wenig wird er auch die Heidenchristen verschonen. Und so werden die Heidenchristen gemahnt, sich nicht über Israel zu erheben.

Denn die blinde Decke wird weggetan werden, sobald die Vollzahl der Heidenchristen eingegangen sein wird. Und Israel sollte dadurch auch zur Eifersucht gereizt werden. Doch es ist allein Gottes Plan der sich vollzieht und Paulus muss große Einsichten darin gehabt haben. Denn Gottes Absicht ist es, sein Volk wiederherzustellen und von aller Sünde freizusetzen.

Römer 11, 15-21
Denn wenn ihre Verwerfung die Versöhnung der Welt ist, was wird die Annahme anders sein als Leben aus den Toten? Wenn aber das Erstlingsbrot heilig ist, so auch der Teig; und wenn die Wurzel heilig ist, so auch die Zweige. Wenn aber einige der Zweige herausgebrochen worden sind und du, der du ein wilder Ölbaum warst, unter sie eingepfropft und der Wurzel und der Fettigkeit des Ölbaumes mit teilhaftig geworden bist, so rühme dich nicht gegen die Zweige! Wenn du dich aber gegen sie rühmst – du trägst nicht die Wurzel, sondern die Wurzel dich. Du wirst nun sagen: Die Zweige sind herausgebrochen worden, damit ich eingepfropft würde. Richtig; sie sind herausgebrochen worden durch den Unglauben; du aber stehst durch den Glauben. Sei nicht hochmütig, sondern fürchte dich! Denn wenn Gott die natürlichen Zweige nicht geschont hat, wird er auch dich nicht schonen.

Paulus Lehre zur Frau

1.Korinther 11,3-12
Ich will aber, dass ihr wisst, dass der Christus das Haupt eines jeden Mannes ist, das Haupt der Frau aber der Mann, des Christus Haupt aber Gott. Jeder Mann, der betet oder weissagt und dabei etwas auf dem Haupt hat, entehrt sein Haupt. Jede Frau aber, die mit unverhülltem Haupt betet oder weissagt, entehrt ihr Haupt; denn sie ist ein und dasselbe wie die Geschorene.

Denn wenn eine Frau sich nicht verhüllt, so werde ihr auch das Haar abgeschnitten; wenn es aber für eine Frau schändlich ist, dass ihr das Haar abgeschnitten oder geschoren wird, so soll sie sich verhüllen. Denn der Mann freilich soll sich das Haupt nicht verhüllen, da er Gottes Bild und Abglanz ist; die Frau aber ist des Mannes Abglanz. Denn der Mann ist nicht von der Frau, sondern die Frau vom Mann; denn der Mann wurde auch nicht um der Frau willen geschaffen, sondern die Frau um des Mannes willen. Darum soll die Frau eine Macht auf dem Haupt haben um der Engel willen. Dennoch ist im Herrn weder die Frau ohne den Mann noch der Mann ohne die Frau. Denn wie die Frau vom Mann ist, so ist auch der Mann durch die Frau; alles aber von Gott.

Diese Worte sind für die moderne und selbstbewusste Frau oftmals ein Reizthema, zumal so mancher Mann so gar nicht Gottes Abbild zu sein scheint. Aber ich denke, wir können diese Worte etwas entkräften. Paulus bezieht sich hierin auf die von Gott erschaffene Geschlechterrolle und seiner Zuordnungen. So wurde die Frau aus Adams Rippe gemacht, damit er eine Gefährtin hat. Als Gefährtin sollte sie allerdings nicht allein zu seiner Bespassung dienen, sondern sie sollte ihn auch in seinen Schwächen Kraft geben. Und so braucht er auch ihre Stärke und ihren Rückhalt.

Dass sie ihr Haupt bedecken soll, zeigt an, dass sie in ihrer Vollmacht vor den Engeln steht. Da einst Eva zur Sünde verführte, gibt Paulus hier zu bedenken, dass sie eine entsprechende Verantwortung vor Gott hat. Und so wird sie zu einer Haltung der Zucht und Ordnung im Gottesdienst gerufen. So wie sich alle in der Gottesdienstordnung eingliedern sollen, so soll sie dies auch tun.

Das bedeutet also nicht, dass sie nichts sagen dürfte oder sich des Mannes Ansagen duckmäuserig beugen müsse. Ganz im Gegenteil, sie soll voll und ganz ihre Rolle und ihre Verantwortung wahrnehmen. Als Frau und als Gehilfin, in ihren Stärken und ihrer Kraft, als Ergänzung zum Mann und so soll es der Mann ebenso halten.

Innerhalb des Gottesdienstes jedoch fordert Paulus die Kopfbedeckung der Frau ein. Offenbar gab es möglicherweise eine aufkeimende rebellische Haltung von Frauen, die sich zu emanzipieren suchten. Das wäre dann ein schlüssiger Grund warum Paulus die Frauen zur Ordnung ruft. Denn es geht hier allein um Gott und nicht um die persönliche Emanzipation der Frauen. Dies war auch im jüdischen Verständnis so, wo auch heute noch in den Synagogen die Geschlechter getrennt sitzen.

Die damaligen Zeiten und Strukturen waren sicher noch entsprechend geprägt und Paulus hatte seine Mühen damit. In unserer heutigen modernen Zeit sehen wir das sicher nicht mehr so eng. Im Kontext glaube ich auch, dass es Paulus eher um die Ordnung des Gottesdienstes und um die Heiligung der Geschlechterrollen ging. Damit ist Paulus an diesen Stellen in seiner Haltung und in seinen Prioritäten auch heute noch für viele ein Reizthema. Und so wird seine Lehre abgemildert und auch diffamiert.

Die kirchliche Verschwörung

Mit dem Widerstand Martin Luthers im 16. Jahrhundert entstand die Lutheraner Kirche und damit die evangelikale protestantische Bewegung. Dieser Umstand sorgt seit jener Zeit zwischen dieser Bewegung und der katholischen Kirche für heftige gegenseitige Angriffe, in denen man sich gegenseitig ewige Verdammnis zuspricht.

Sie haben zwar 1985 die »Gemeinsame Ökumenischen Kommission« eingerichtet und man wollte sich diese Lehrvorwürfe auch nicht mehr unterstellen. Allerdings hat man weder solches konkret beschlossen noch tatsächlich zurückgenommen. Die Wahrheit ist, dass das Thema schlicht verschleppt wird. Ähnliches ist mit der Inquisition geschehen, sie wurde offiziell nie abgeschafft. Sondern man hat diese lediglich in »Kongregation der Glaubenslehre« umbenannt.

Die altkirchlichen Dogmen

[1]Die sogenannten »altkirchlichen Dogmen« wurden auf den sieben »Ökumenischen Konzilien« beschlossen, die sowohl von der römisch-katholischen als auch von den orthodoxen Kirchen und auch weitgehend von den evangelischen anerkannt werden.

Es sind die Konzilien von Nizäa (325: Christus sei ein Mensch und ein Gott), Konstantinopel (381: „Dreieinigkeit“), Ephesus (431: Die angebliche Jungfrau Maria sei nicht nur „Christusgebärerin“, sondern „Gottesgebärerin“), Chalcedon (451: Christus habe zwei Naturen, sowohl „Mensch“ als auch „Gott“), Konstantinopel (553: die angebliche ewige Verdammnis; Ablehnung der Präexistenz der Seele), Konstantinopel (680/681: Christus habe zwei Willen, einen göttlichen und einen menschlichen; Papst Honorius I. (625-638) wird nachträglich verflucht, weil er nur von einem Willen von Christus ausgegangen war, und dieser Fluch wird von späteren Päpsten bestätigt), Nizäa (787: Ikonen dürfen verehrt, aber nicht angebetet werden). Für die orthodoxen Kirchen sind die Lehr-Beschlüsse dieser sieben Konzilien die einzigen maßgeblichen Dogmen. Die verschiedenen evangelischen Kirchen erkennen auch entweder alle diese acht Konzilien an oder nur die Ersten sieben.

Das Konzil von Nicäa 325

Ein theologischer Streit um die Wesenszugehörigkeit Jesu, veranlasste Kaiser Konstantin dazu das Konzil einzuberufen. Er versammelte Bischöfe, die ihm zugetan waren, und leitete das Konzil auch selbst. So verwundert es dann auch nicht, dass ein Beschluss nach seiner Fasson dabei herauskam. Christus sei »wesenseins mit Gott« wurde zum Staatsgesetz und wird bis heute von den drei Großkirchen in dem »Nizäanischen Glaubensbekenntnis« vertreten.

Das Konzil von Konstantinopel 381

Auf diesem Konzil wurde die Lehre zur Wesenseinheit «Jesus zu Gott« und zur Dreieinigkeitslehre weiter ausformuliert. Dabei hat der römische Kaiser Theodosius I den Vorsitz geführt und darüber entschieden was rechte Glaubenslehre ist. Um das Dreieinigkeitsdogma juristisch zu Papier zu bringen hat man den Juristen Nektarius vor Konzilsbeginn schnell noch getauft, zum Priester geweiht und zum Metropoliten befördert. Diese Beschlüsse sind bis heute Bestandteil des Glaubensbekenntnisses vieler christlicher Konfessionen. Für Andersgläubige galt bereits seit dem Jahr 380 die Todesstrafe.

Das Konzil von Ephesus 431

Dieses Konzil wurde von dem oströmischen Kaiser Theodosius II einberufen und sollte die Streitfrage der Rolle Marias als Gottes- bzw. als Christusgebärerin klären. Dabei tobte darin ein unerbittlicher Machtkampf unter den Bischöfen. Das führte dazu, dass der Patriarch Kyrill von Alexandria und Bischof Coelestin beim Kaiser eine Verurteilung des Patriarchen Nestorius aus Konstantinopel erwirkten. Dieser hatte vor dem Kultstatus einer »Gottesmutter« gewarnt. Die Folge war die Brandmarkung als Ketzer und seine Verbannung aus Ephesus. Der eigentliche Hintergrund war jedoch nicht die Ehrung Marias, sondern der Austausch der in Ephesus vorherrschenden Göttin Diana.

Das Konzil von Chalcedon 451

Dieses Konzil wurde von Marcion, einem Soldatenkaiser, einberufen. Die Fäden zog jedoch dessen Frau Pulcheria, eine ehemalige Nonne, die später Politikerin wurde. Geleitet wurde das Konzil von hohen Staatsbeamten. Man beschloss, Christus sei zugleich »wahrer Gott und wahrer Mensch«. Auch diese Formel findet sich noch heute in den Glaubensbekenntnissen aller in der Ökumene nebeneinander existierenden Großkirchen.

Das Konzil von Konstantinopel 553

Der oströmischen Kaiser Justinian erklärte auf diesem Konzil 9 verschiedene Bannflüche, welche sich nun endgültig von der biblischen Lehre verabschiedeten. Eine davon sagt z. B. das wer glaubt, am Ende aller Zeiten würden alle Seelen und Menschen zu Gott zurückkehren, sei verflucht. Diese Verfluchungen führten innerhalb der Kirche zum reichlichen Gebrauch der Manipulation der Schrift und ihrem Druckmittel der ewigen Verdammnis. Und sie wurden so auch zur geistigen Grundlage der Inquisition und der Kreuzzüge, die Millionen Menschen das Leben kosteten.

Diese Konzile veranschaulichen den negativen Werdegang der staatlich-kirchlichen Entwicklungen und zeigen uns die Grundlagen auf, auf denen die heutige Ökumene aufbaut. Bei näherer Betrachtung muss man von Machtbestrebungen ausgehen und keinesfalls vom ernsten und aufrechten Glauben. Viel eher darf und muss man davon ausgehen, dass hier die biblische religiöse Weltkirche sich verbirgt und vorbereitet wird.

Hüten Sie sich also vor der Ökumene und der angeblichen Einheit aller Christen, denn sie ist nichts weiter als bestenfalls eine Fusion ohne echten Glauben. Es ist leider ganz erstaunlich wie wenig die geistliche Leiterschaft hier im nötigen Ernst die Dinge geprüft haben. Denn es befinden sich nahezu jede Konfession und Denomination in der ökumenischen Bewegung.

Auch wenn Gottes Wirken in vielen Gemeinden noch sichtbar ist. So wird es doch zu einer Entscheidung kommen, denn die Umwerbung zur Ökumene wird irgendwann in eine Forderung umschlagen. Spätestens dann werden sich die geistlichen Leiter für Gott oder gegen Gott entscheiden müssen. Und aus Erfahrung wissen wir, dass dann viele einknicken werden.  Achten Sie also auf sich und worin Sie sich befinden und prüfen Sie die Dinge. Denken Sie nach und lassen Sie sich nichts aufoktroyieren. Es geht um ihr ewiges Leben!

Offenbarung 3,12
Wer überwindet, den werde ich im Tempel meines Gottes zu einer Säule machen, und er wird nie mehr hinausgehen; und ich werde auf ihn schreiben den Namen meines Gottes und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das aus dem Himmel herabkommt von meinem Gott, und meinen neuen Namen.

Satans Partisanenkrieg in der Gemeinde

Wie wir gesehen haben kommt der Satan mit Verwässerungen der Bibel daher und er bemüht sich darin Gott und Jesus zu entheiligen. Streitigkeiten in Lehrfragen sowie ein laues Gebetsleben und Vermischungen mit der Welt sorgen für ein gleichförmiges Evangelium. Dazu zählen auch Parteiungen in der Gemeinde, Geldliebe und weltliche Machtstrukturen in den Gemeindeleitungen.

Vor allem die Gerüchteküche und boshaftes Reden findet man vielerorts. Geprägt von Rebellionen, Rechthabereien und falschen Stolz, verweist dieses Verhalten auf unerlöste Christen, die durch ein aufgeweichtes Evangelium gegangen sind. Und so finden sich falsche Propheten, Irrlehren und falsche Dogmen, in ganz unterschiedlicher Art und Weise. Sie können sehr oberflächlich und euphorisch sein, aber auch zutiefst demütig, in einer schweren Selbstkasteiung vorherrschen. Dabei werden in erster Linie menschliche Schwächen gegeneinander ausgespielt.

Machtbestrebungen durch narzisstisch veranlagte Menschen, wie auch Dominanz und Egoismus, führen unbearbeitet und ungeprüft zu Reibereien und zu Spaltungen.

In der Gleichförmigkeit finden wir u. a. eine Art Jugendkult, der sich nicht mehr den Älteren unterordnet. Man passt sich den jugendlichen weltlichen Bedürfnissen an und bietet ihnen u. a. Jugenddisco und christliche Rockmusik an. Aber lernen Sie so wirklich die Ernsthaftigkeit des Wortes kennen? Ich habe selbst erlebt, wie es in solchen Gemeinden zu mehreren Schwangerschaften unter jungen Teenagerinnen kam.

Die anschließende Panik und Hilflosigkeiten der Eltern und der Gemeinde waren dann zusätzlich eine Katastrophe. Jesus saß zwar mitten unter den Sündern, aber er tat es ihnen nicht gleich. Und das Wort Gottes muss auch nicht verbogen werden, um verstanden zu werden. Jugend braucht Vorbilder und Anleitungen für das Leben und nach meiner Erfahrung wollen sie das auch. Selbst wenn sie später schon über zwanzig sind, suchen sie noch immer den Rat der Eltern.

Wie sollen diese Jugendlichen also zur Erkenntnis kommen oder gar zu einer echten Bekehrung zu Jesus hingelangen?

Gemeindeleitungen

Dort gibt es oft Probleme durch Machtbestrebungen und der Anpassung an weltliche Managementstrukturen. Oft kommt es vor, dass es in der Gemeinde Christen gibt, welche gut situiert sind und die Gemeinde finanziell nicht unerheblich mittragen. Und nicht selten ist es auch so, dass diese Christen dann einen Anspruch erheben. Sei es mitleiten zu wollen oder das sie ihre finanziellen Gaben von bestimmten Dingen abhängig machen.

Ich habe es schon erlebt, dass die finanziell tragenden Gemeindemitglieder komplett ihre Spenden zurückgezogen haben. Daraus wurde dann eine sehr klare Gemeindepolitik durch das Geld deutlich. In anderen Fällen gibt es sektiererische Leiter, die durch ihr Begehren dominant und vereinnahmend sein können. Da werden dann entgegen der Gemeindeordnungen im Verborgenen eigene Süppchen gekocht. Aber auch Personenkulte um den Prediger gibt es. Wenn ein Prediger durch seine charismatische Art auffällt und eher die Sinne beflügelt als die Glaubenstiefe.

Gerüchte und Anklagen

Dass es innerhalb von Gemeinschaften auch zu Reibereien kommt ist unausweichlich und soll auch in aller Liebe und Demut geklärt werden. Ein besonderer Schwerpunkt scheint mir jedoch zu sein, wenn es um Hilfen für Geschwister in Not geht. Da tun sich dann sehr unterschiedliche Ansichten und Meinungen auf. Einige wollen alles ganz genau wissen und man kommt sich vor wie auf der Behörde, wo man sein Leben offenbaren muss.

Man wird dann beurteilt und nicht selten auch abgeurteilt. Obwohl ich sicher bin, dass es viele Hilfen gibt und auch ich durfte durch liebe Geschwister Hilfen erfahren. So gibt es leider auch das Gegenteil, wo mit zweierlei Maß gemessen wird. Dann befürchtet man zu einem Sozialamt für Arme zu werden und da man ein Verein ist, dürfe man von Gesetzeswegen seine Mitglieder nicht beschenken. Es ist zwar richtig, dass ein Verein dies nicht tun darf, aber wenn die Mitglieder für Mitglieder sammeln, sollte es doch gehen.

So entstehen dann leider auch Verletzungen, die dann zu einem Gerede werden können. Und leider oft auch nicht ganz unberechtigt. Böses Nachreden über eigentlich menschlich nachvollziehbare Geschehnisse, wie z. B. schwere Krankheiten, muten schon übel an. Aber auch das ewige Genörgel um zu laute Musik oder die versehentliche falsche Wortwahl in der Predigt. Das Bevorzugen bestimmter Personen für bestimmte Dienste usw. Probleme mit den Kindern, dass Verhalten von Bruder soundso und wie die junge Schwester wieder viel zu leicht bekleidet ist, füllen den Reigen der Gerüchteküche. Kein Wunder, dass so viele Menschen aus den Gemeinden wieder rauslaufen, wenn sie statt Annahme, Vorurteile erleben.

Irrlehre und falsche Propheten

Für den normalen Menschen ist es heute leider nicht mehr klar und deutlich was eine Irrlehre ist und was nicht. Denn in der Hauptströmung stehen sich zwei bzw. drei Lehrmeinungen gegenüber. Die Staatliche mit den Landeskirchen und der katholischen Kirche, die freien charismatischen Gemeinden wie die Pfingstler, FeG`S, Baptisten und die evangelikalen Abspaltungen aus den großen Kirchen wie die GGE.

Die Landeskirche wie auch die katholische Kirche vertreten die Ersatztheologie und haben auch als solches eine zeitgeschichtliche Vergangenheit, die der aufrechten Bibellehre sehr entgegensteht. Die freien Gemeinden, insbesondere diejenigen, die die Charismatik befürworten, werden gerne als Sekten dargestellt. Dort kommt es häufig aufgrund zum Teil falscher Lehraussagen und übertriebener Geisteshaltungen bzw. Gabenausübungen zu falschen Prophetien und Verwirrungen der Lehre.

Die Evangelikalen sind zwar oft sehr gut in der Bibellehre bewandert, lehnen aber die Charismen kategorisch ab. Man sieht also, dass es in jeder Strömung bzw. Ausrichtung zu Fehlern kommt. Das Hauptmerkmal liegt dabei jedoch darauf, wer denn nun am nächsten an der Bibel dran ist. Und das ist schwer zu beantworten, da es in jeder Ausrichtung sicher auch gesunde und gute Gemeinden gibt. Will man aber nur die Lehraussagen nehmen, so kommt keiner abschließend an die Bibel heran. Markante Zeichen sind jedoch falsch gelebte Gaben, welche falsche Prophetien und Weissagungen von sich geben. Die nicht in der von Paulus angemahnten Ordnung ablaufen, wo eine Sprachenrede auch ausgelegt werden soll. Wo die Prophetie bestätigt-auch nur einer bzw. nacheinander geredet-und alles geprüft werden soll. Die Unordnung die dabei oft entsteht, ist, dass die Gaben schwärmerisch durcheinandergehen. Diese nicht geprüft werden und das nicht wenige aus ihren eigenen innersten Reden und sich zu profilieren suchen.

Andersrum werden verschiedene Lehraussagen gemacht. So lehren die Charismatiker die Abgabe des Zehnten an die Gemeinde, was andere Gemeinschaften ablehnen, da es sich um ein alttestamentliches Gesetz handelt, welches so im Neuen Testament nicht mehr gelehrt wird. Und so gibt es in zentralen Lehrfragen zum Teil große Unterschiede.

Mich persönlich würde es immer dort hinziehen wo die Lehre klar und eindeutig ist. Auch wenn es kleinere Kompromisse geben muss, wäre das meine erste Wahl. Man kann nur dazu raten, die Bibel zu studieren und bei offenen Fragen den Klärungsversuch zu machen. Fragen und Hinterfragen Sie, machen Sie sich ein Bild und bitten Sie Gott um die Wahrheit seines Wortes und um Weisheit und Verständnis.

Zögern Sie nicht auch zu handeln, wenn Sie feststellen, dass etwas nicht stimmig ist. Prüfen Sie alles nach und seien Sie nicht zu schnell zu vertrauensselig. Bedenken Sie, dass die Nachfolge auch einen Preis hat und das kann bedeuten, dass Sie auch aus den eigenen Reihen Verfolgung erleiden.

Matthäus 16, 24
Da sprach Jesus zu seinen Jüngern: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir.

Die Ellenbogengesellschaft

Unsere Gesellschaft wird zunehmend rabiater und eigentlich auch unnormaler in seinen Verhaltensweisen. Ich bin manchesmal darüber erstaunt, wie über offensichtliche Korruptionen alles wegdiskutiert wird und letztlich wieder nur das Geld und die Börsenkurse interessieren. Und ein Blick in unser Wirtschaftssystem zeigt, dass hier aufgrund unbesetzter Stellen, sehr viel Murks passiert. Dazu kommen Mobbing und zum Teil unfähige Führungskräfte, die bisweilen nur dazu da sind, den Kopf für die unangenehmen Dinge hinzuhalten.

Die Unternehmer haben sich reichlich Land erobert und der Staat blutet darüber aus. Bedenkt man die ganzen Privatisierungen und Auslagerungen. All das hat in unserer Gesellschaft zu einem Chaos unter der Decke geführt. Unter der Decke deshalb, weil im Grunde gar nichts in Ordnung ist. Und so werden wir kleingehalten und müssen leider bisweilen ganz erbärmlich um unser Überleben kämpfen.

Und wehe dem, der krank wird oder nicht mehr so gut kann, bzw. über die magische 50 kommt, der wird sehr schnell ausgegrenzt. Da müssen sich sehr viele Leute mit mehreren Minijobs über Wasser halten und werden so später kaum Rente bekommen. Bzw. werden die Leute so auch schneller verheizt und sie sterben dann auch wesentlich früher, da sie bis ins hohe Alter arbeiten müssen.

Es ist kein Raum mehr da für die Zwischenmenschlichkeit. Zuverlässigkeit und Hingabe wird zwar erwartet, wird aber nur noch freundlich abgenickt. In der Wirtschaftspsychologie ist es vorgesehen, Arbeitnehmer freundlich und wenn es sein muss bestätigend kumpelhaft zu begegnen.

Verstehen Sie? Man gaukelt uns das Schulterklopfen des Arbeitgebers oftmals nur noch vor. Was für eine seltsame Mentalität hat sich da breitgemacht? Wo man mit ausgefeilten psychologischen Mitteln vorgeht, um einen Arbeitnehmer zu motivieren, es dann aber eigentlich gar nicht wirklich ernst meint.

Auch andere Bereiche sind seltsam geworden, so z. B. bei der Polizei. Dort kann es Ihnen passieren, dass Sie es mit Polizisten zu tun bekommen, die tätowiert sind und möglicherweise mit Irokesenhaarschnitt vor Ihnen stehen. Nichts gegen die freie Selbstentfaltung, aber stellen Sie sich so mal einen Bankangestellten vor. Aber was in der Bank ein absolutes »no go« ist, hat sich ausgerechnet in der Polizeibehörde durchgesetzt.

Oder wer in die Fänge der Arge gerät, muss dann schon sehr gestählte Nerven mitbringen. Eine Behörde die mit kriminellen Mitteln arbeitet. Anträge verschleppt und auch sonst sich bunte Sachen zur Diskriminierung einfallen lässt. Auch hier herrscht das Prinzip, dass es einen kleinen Kern an Verantwortlichen gibt und viele Sachbearbeiter die regelmäßig ausgetauscht werden. Alles mit dem Ziel die Verantwortung zu verschleiern und unerreichbar zu machen.

Das Ganze nennt sich dann Teamarbeit oder Bundesagentur für Arbeit, wo man dann Kunde ist. Bloß ist man dann ein Kunde fast ohne Rechte und muss sich den aufgesetzten Normen beugen. Das gesamte System zwingt von oben nach unten auf und verschleiert dabei seine Verantwortung.

Als sich das Unglück auf der Love-Parade in Duisburg ereignete, gaben sich der Veranstalter und der Bürgermeister gegenseitig die Schuld. Nicht ein Wort des Bedauerns oder der Anteilnahme war zu hören. Die größte Sorge war nur; wer ist schuld und wer bezahlt den Schaden. Wie jämmerlich und traurig eine solche Haltung doch ist und sie zeigt sehr deutlich, dass hier über Leichen gegangen wird. Ähnliches Verhalten sieht man gegenüber den Flüchtlingen, wird einerseits für Menschlichkeit geworben, so sind die Tatsachen der blanke Hohn. Sie werden wie Vieh behandelt, schickt sie wieder weg und es gibt keinen Plan wie man der Lage Herr werden will. Sicher muss alles geregelt werden und ich bin sehr für eine starke Kontrolle, aber in Stich lassen und sich selbst überlassen ist nicht die Lösung des Problems.

Zumal man nun auf die grandiosen Ideen kommt, Eigentum zu beschlagnahmen, Altenheime dafür zu räumen und das doch bitte jeder bei sich zu Hause Flüchtlinge aufnehmen solle. Das scheint zu einer recht merkwürdigen Macke zu werden, dass man alles versucht auf das Volk abzuschieben und sich die Politiker dabei auch noch so vorkommen, als hätten sie grade das Problem gelöst. Und so geht die Liste weiter, für uns Christen bedeutet es jedoch, dass auf uns immens viel einwirkt und zur Last wird. Wir müssen mit diesen antichristlichen Strömungen leben und fertig werden. Und oftmals sind leider auch wir ein Rädchen in diesem Getriebe. Sei es durch unsere Arbeit oder weil wir auf Hartz IV angewiesen sind.  Es gilt also in dieser »unserer Zeit« im Sinne Jesu zu überleben und das ewige Leben zu erreichen. Und die Kraft zur Bewahrung bekommen Sie nur durch Jesus Christus. Und Jesus selbst bekennt, wer sein Wort bewahrt und hält, bleibt im Vater.

Die Gemeinde Gottes kann nicht überwunden werden

Matthäus 16, 18
Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen.

Petrus war sozusagen der Schlüsselmeister, was er aufschloss fand Gültigkeit im Himmel, wie auch auf Erden. So hat er in Apg. 11, 1-18 den Heiden die Tür zum Christentum geöffnet. Dem vorausgegangen war eine Erscheinung für Petrus und Gottes Wirken im Haus des Heidenchristen. Als dann noch im Beisein von Petrus der Heilige Geist auf die Anwesenden fiel, erkannte Petrus, dass Gott nun auch zu den Heiden gekommen war.

Seither sind die Heidenchristen wie auch die messianischen Juden miteinander verbunden. Durch die Abspaltungen seit dem dritten Jahrhundert entstand dann ein falsches Evangelium mit ebenso verkehrter Theologie.

Diese wurde dann über die Zeit von staatlichen Machtinteressen beeinflusst und beherrscht. Und obwohl es sehr viel Verfolgung gab, ist weder die Bibel noch das Christentum ausgerottet worden. Der Leib Christi wächst trotz aller Verfolgungen unaufhörlich und bricht dabei in das Reich des Satans ein und sammelt dort Verlorene für das Reich Gottes. Bis die Vollzahl der Heidenchristen eingegangen sein wird. Die weitere Folge daraus wird die vollständige Errettung Israels sein.

Römer 11, 25-27
Denn ich will nicht, Brüder, dass euch dieses Geheimnis unbekannt sei, damit ihr nicht euch selbst für klug haltet: Verstockung ist Israel zum Teil widerfahren, bis die Vollzahl der Nationen hineingekommen sein wird; und so wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht: „Es wird aus Zion der Retter kommen, er wird die Gottlosigkeiten von Jakob abwenden; und dies ist für sie der Bund von mir, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde.“

Obwohl uns in den letzten Tagen wieder schwere [2]Verfolgungen bevorstehen, wird Gott zum Ziel kommen. Die Zeiten werden sich erfüllen, die letzten Heidenchristen werden eingehen und die Prophezeiungen der Offenbarung und der Evangelien werden sich ebenso erfüllen. Für uns als Christen bedeutet dies ein Sieg und eine große Freude, denn Gottes Reich wird ohne Leid und Tränen sein.

Zuvor heißt es jedoch auch selbst standzuhalten und den großen Versuchungen der letzten Tage zu widerstehen und alles zu prüfen was uns begegnen will. Nehmen Sie das absolut ernst, denn der Pfad zur Verdammnis ist megabreit und es sind Massen darauf unterwegs. Der Weg zu Gott jedoch ist nur sehr schmal und nur wenige gehen diesen Weg. Er ist steinig und voller Gefahren und es ist immer wieder ein geistlicher Kampf um die Quelle des Lebens.

Schlusswort

Wie Sie sehen, müssen Sie massenhaft Informationen verarbeiten und sind parallel dazu mit sich selbst und der Umwelt konfrontiert. An nahezu jeder Ecke lauert die Gefahr der Versuchung, im Berufsleben, in der Werbung, im Fernsehen und sogar in den Kirchen. In alldem müssen Sie sich genau prüfen und schauen was und wem Sie folgen. Das Ganze ist nun in etwa so schwer zu schaffen, als wenn man den Versuch machen wollte, das Gesetz halten zu wollen. Wir haben aber von Gott die Kraft dazubekommen und in Jesus können wir standhalten. Wenn wir im Gebet und in der Lehre sind und die Beziehung zu Jesus pflegen. Jesus ist die Kraft die uns erhält und bewahrt und wer ihm nachfolgt, wird auch dann Bewahrung erleben, selbst wenn er es manchesmal noch nicht mal mitbekommt.

Wenn Sie in ihrem Leben vielleicht schwere Fehler gemacht haben und nun das Gefühl haben sich Gott nicht mehr nähern zu können oder keine Hilfe durch Gott mehr zu bekommen, dann seien Sie ermutigt, dennoch zu ihm zu gehen. Gott weiß um alles in unserem Leben und selbst wenn Sie schwere Fehler getan haben, so kann und will er diese auch vergeben. Sofern Sie echte Reue und Buße zeigen, wird Gott Ihnen sicher auch vergeben. Und wenn Sie unter Sünden leiden, von denen Sie offenbar nicht loskommen, dann sollten Sie sich ihrer Gemeinschaft diesbezüglich öffnen.

Die Gemeinschaft ist der Ort wo Sünden bekannt und gelöst werden können. Bzw. durch eine Vertrauensperson, die Sie darin begleitet. Entscheidend ist jedoch nicht aufzugeben und auszuhalten, bis es erledigt ist. Geben Sie sich mit nichts Anderen zufrieden!


[1] Zeitschrift „Der Theologe“, Hrsg. Dieter Potzel, Ausgabe Nr. 83, Ökumene – Eine Irreführung der Bevölkerung durch die Kirche, Wertheim 1999, zit. nach http://www.theologe.de/oekumene.htm, Fassung vom 23. 8. 2014

[2] Johannes 15,18-20


Auszug aus meinem Buch: Die große Versuchung

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