Happy New Year

Alle Jahre wieder und vor allem immer schlimmer wird der Weihnachtskommerz und das Neujahrsgeplänkel. Bedenkt man, dass die meisten Bürger noch nicht mal mehr den Namen Jesus Christus kennen und auch keinen blassen Schimmer haben, warum sie überhaupt Weihnachten feiern, so ist das eine sehr traurige Bilanz.

Aber so kommt ein heidnisches Fest zu seinen Ursprüngen zurück, denn der Weihnachtsmann mit seiner falschen Fabelwelt hat nichts mit der Geburt Jesu zu tun. Und deshalb kann es auch nicht verwundern, wenn Heiden in diesen Ursprüngen verhaften bleiben.

Wer aber dennoch an diesem Datum Weihnachten, bzw. die Geburt Jesu feiert, sollte Wissen, dass die ersten Christen dieses nie taten. Und das der Weihnachtsmann ein Einfall der Industrie gewesen ist, bzw. eben auch ein heidnisches Fest damit überschattet werden sollte. Dies war in vergangenen Zeiten ein beliebtes Mittel der katholischen Kirche, um heidnische Feste mit christlichen Festen zu ersetzen.

Weihnachten und Neujahr im Judentum

Das neue Jahr wird im Judentum als das Fest Rosch ha-Schana gefeiert und wird im Herbst begangen und mündet in dem Fest Jom Kippur. In diesem Brauch wird der Schöpfungstag und der Geburtstag Adams gefeiert und man hält Bilanz über das eigene religiöse Verhalten und bittet Gott um eine gute Zukunft. Ansonsten hat dieses Fest mehrere Bräuche und Sitten, so sollen sich die Juden u. a. wegen Gottes Erbarmen freuen und dies feiern.

Weihnachten hingegen, wird im Judentum ebenfalls aus völlig anderen Gründen gefeiert. Dort feiert man das Fest Chanukka (Lichterfest), welches ein Gedenken für die Wiedereinweihung des zweiten Tempels im Jahr 164 v. Chr. ist. Die Menora, der siebenarmige Leuchter im Tempel, sollte niemals erlöschen. Nach der späteren Überlieferung war aufgrund der Kämpfe mit den Seleukiden nur noch ein Krug geweihtes Öl vorzufinden. Dieses Öl reichte für gerade mal einen Tag. Für die Herstellung neuen geweihten Öls werden acht Tage benötigt. Durch ein Wunder habe das Licht jedoch acht Tage gebrannt, bis neues geweihtes Öl hergestellt worden war. Daran erinnern die acht Lichter des Chanukka-Leuchters. Jeden Tag wird ein Licht mehr angezündet, bis am Ende alle acht brennen.

Soviel zu den Traditionen und Festen des Judentums zu dem Thema Weihnachten und Neujahr. Auch wenn wir hier nicht die Geburt Jesu wiederfinden, so finden wir doch ein treues Andenken der Juden an Gottes Wunder und Erbarmen mit seinem Volk, und in diesem Sinn feiern sie zu Recht diese Feste.

Wie aber rechtfertigen wir Christen die Geburtstagsfeier Jesu am Weihnachten und die Übernahme heidnischer Traditionen? Es ist bewiesen, dass Jesu nicht an diesem Tag geboren wurde und das Fest in seinen Fabelbräuchen heidnischer Herkunft ist. Spricht man dies aber an, so wird man von Christen massiv angegriffen, weil sie sich damit rechtfertigen die Geburt Jesu zu heiligen.

Jesu Geburt

Sein Geburtsdatum ist unbekannt und wird in der Bibel als solches auch nicht erwähnt. Der 24. Dezember war es jedenfalls nicht, dieses Datum ist historisch weder bewiesen, noch erlauben dies Ableitungen aus der Bibel. Wir können anhand der Bibel jedoch zwei Merkmale für die Geburt Jesu ausmachen, dass waren die [1]Volkszählung und die Schafhirten.

Die Volkszählung wäre aufgrund der langen Anreise im Winter für viele eine erhebliche Strapaze gewesen. Ein solcher Befehl hätte das Volk noch mehr gegen die Obrigkeit aufgebracht und wäre sehr unklug gewesen. Die [2]Schafhirten mit ihren Schafen wiederum lagerten unter freien Himmel, dies wäre im Winter nicht so gewesen. Die Schafherden wurden von März bis Mitte November draußen gelassen, danach holte man sie zum Überwintern in die Ställe.

Die Geburt Jesu lässt sich somit eingrenzen und in einer näheren Wahrscheinlichkeit zurückrechnen. Ausgehend von seinem Tod am Kreuz während der Passahzeit 33 n. Chr. zurückdatiert ergibt dies eine wahrscheinliche Geburt Jesu im Frühjahr des Jahres 2 v. Chr. Ein weiterer Hinweis besteht während der Herrschaft Herodes des Großen (Lukas 1,5; Matthäus 2,1.22), demnach lässt sich Jesu Geburt spätestens auf das Jahr 4 v. Chr. legen, denn in diesem Jahr starb Herodes. Jesu Geburt liegt damit um die Jahre 2-4 v. Chr.

Wie dem auch sei, seit jener Zeit zählen wir die Jahre vor und nach Christus. Jesus hat dieser Welt damit seinen Stempel aufgedrückt und die Bibel ist seither das meistgelesene Buch der Bücher. Alle Versuche dieser Welt, die Bibel und Jesus abzuschaffen, sind stets gescheitert. Und auch der letzte Versuch in Form einer heidnischen neuen Weltordnung mit einer Weltregierung etc. wird nicht gelingen.

Unsere Treue

Aber was könnten wir als Christen eigentlich tun, um selbst authentisch zu bleiben und Gott die Ehre zu geben? Welches Bild geben wir in die Welt ab, wenn wir heidnische Bräuche übernehmen und es damit rechtfertigen ein falsches Geburtsdatum feiern zu wollen? Ist Jesus darin verherrlicht, nur weil wir ihn da reingepackt haben?

Den Juden kann man keinen Treuebruch vorwerfen, sie bleiben sich darin treu und damit haben sie uns etwas voraus. Wir aber könnten zumindest aufklären und vielleicht mit der Abendmahlsfeier reagieren? Es scheint auch nicht wirklich wichtig zu sein, Jesu Geburt zu feiern, denn er selbst gab uns das Abendmahl auf, um seiner zu Gedenken. Und dieses Andenken betraf sein Opfertod am Kreuz und die anschließende Auferstehung. Allein dadurch, durch seine unbedingte Treue, konnten sich in der seither bestehenden Gnadenzeit abermillionen von Menschen Christus zuwenden und gerettet werden.

Wie also wollen wir dieses Andenken in einem heidnischen Fest bezeugen?

Es geht dabei nicht allein um die Erlösung von Menschen, sondern jeder dieser Erlösten hat eine wunderbare Geschichte zu erzählen. Eine Geschichte von Befreiung aus Not und wunderbaren Bewahrungen während seines Lebens mit Christus.

Ist es daher nicht von großen Wert, dass auch wir treu sind und seinen Namen ehren, indem wir selbst wahrhaftig bleiben. Die Sendschreiben zeigen uns einen herrschenden Jesus, der sich auch gegen seine Gegner geäußert hat. Und der es gelobt hat, dass seine Gemeinde sich darin treu verhielt.

Offenbarung 2,6
Aber das hast du für dich, dass du die Werke der Nikolaïten hassest, die auch ich hasse.

Es ist mitunter nicht so leicht über gewohntes traditionelles Verhalten hinwegzusehen und Neues zu begreifen und anzunehmen. Aber dennoch, wer sich dem stellt, wird Segen erleben und vielleicht auch ein ganz anderes Weihnachten und Neujahr erfahren.

[1] Lukas 2,1-3

[2] Lukas 2,8


 

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