Hausgemeinde in der Endzeit

Warum wird das Hausgemeindemodell in unseren Tagen von vielen Christen als Alternative zu herkömmlichen Gemeindeformen gesehen? Es ist ja nichts Neues unter der Sonne, doch war es in früheren Tagen eher die Besinnung auf die Basics und den Wunsch nach autarker Gemeinschaft, so kommt heute noch der Aspekt unserer voranschreitenden Endzeit hinzu.

Der große Abfall in den Gemeinden und unter Christen macht eine Alternative notwendig, wo sich Christen treffen können, die sich nicht der Liberalisierung von Gottes heiligen Wort beugen wollen. Und diese Alternative sind Hausgemeinden, welche autark bleiben können und ohne Management-Strukturen auskommen.

In unseren Tagen kann das helfen sich neu zu formieren und so lange es noch Zeit ist Farbe zu bekennen und in die Gesellschaft hineinzuwirken. Es kann also nicht darum gehen, aus Frustration und verletzten Gefühlen heraus, eigene Horte zu schaffen, welche dann sich abkapseln und ihren Frust pflegen.

Es muss vielmehr darum gehen, Hausgemeinden mit echten und überzeugten Christen zu gründen, welche bereit sind in die Welt hineinzuwirken und, die sich untereinander vernetzten. Dienste und Gaben können sich so umfänglich untereinander dienen und genutzt werden.

Doch welche biblische Grundlage haben wir dafür.

Daniel 12, 4
Und du, Daniel, halte die Worte geheim und versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes! Viele werden suchend umherstreifen, und die Erkenntnis wird sich mehren.

Daniel 12, 9-10
Und er sagte: Geh hin, Daniel! Denn die Worte sollen geheim gehalten und versiegelt sein bis zur Zeit des Endes. Viele werden geprüft und gereinigt und geläutert werden. Aber die Gottlosen werden weiter gottlos handeln. Und die Gottlosen werden es alle nicht verstehen, die Verständigen aber werden es verstehen.

Genau dieses Bild können wir heute erkennen. Es werden immer mehr suchende Christen, die die Wahrheit suchen und die sich unserer Zeit bewusst sind. Sehr viele Gemeinden klammern das Thema Endzeit aus oder liefern nur sporadische Themen oder Predigten dazu.

Was bedeutet in diesem Zusammenhang die Prüfung. Läuterung und Reinigung der Suchenden? Ich verstehe dies so, dass es suchende Christen sind, die mit Traditionen und falscher Lehre, sowie den unterschiedlichsten Irrtümern behaftet sind und dann aufgrund ihrer Suche in diesen Reinigungsprozess kommen.

Hier hat Gott also schon vor langer Zeit einen Beschluss gefasst und er erfüllt sich in unseren Tagen. Die Suchenden werden den wahren Gott finden und damit empfangen Sie die Gnade der Buße, Einkehr und Läuterung.

Matth. 7, 7-8
Bittet, und es wird euch gegeben werden; sucht, und ihr werdet finden; klopft an, und es wird euch geöffnet werden! Denn jeder Bittende empfängt, und der Suchende findet, und dem Anklopfenden wird geöffnet werden.

Frei von Staat, Ökumene und Konfessionsgötzen

Die vielfältigen Verführungen unserer Zeit erinnern schon stark an Sodom und Gomorrha, wo auch einst der gerechte Lot unter der Sünde seiner Mitbewohner litt. Uns geht es heute nicht anders und wir sind angehalten uns zu bewahren.

Römer 12, 2
Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes, dass ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.

Umso erstaunlicher scheint es zu sein, dass insbesondere studierte Theologen mit dem Wissen der Heiligen Schrift komplett abirren und ihre anvertrauten Schafe in die Irre führen. Angefangen bei der Liberalisierung von Gottes Wort, wo Sünden seliggesprochen werden, bishin zur billigen Gnade ohne Reue und Buße. Und hier geht es heute um den Abfall in den Gemeinden weltweit. Die Ökumene ist dabei mit seiner falschen und trügerischen Einheit, nur ein Machtinstrument, um alle Konfessionen unter dem Dach der Weltkirche zu vereinen.

Der Staat tut das Seine dazu und entwickelt sich mehr und mehr Antidemokratisch, wobei die weltumfassende Globalisierung längst nicht mehr nur die Wirtschaft betrifft. Hier wird Weltregierung gebaut mit den dazugehörigen Instrumenten wie eine Weltwährung, Weltjustiz und der Abschaffung des Bargeldes mit dem Ziel die Menschen und das Finanzsystem vollständig zu kontrollieren.

Deshalb wird auch die Vermischung der Völker angestrebt, um den nationalen Gedanken zu nehmen. Dieser wird künftig nicht mehr erwünscht sein und die Menschen sollen sich vollständig einfügen. Dass alles hat zur Folge, dass die Gesetze dazu stetig und beständig ausgehöhlt werden und neue antidemokratische Gesetze nach und nach etabliert werden.

Wir kennen bereits das Gleichstellungsgesetz, welches auch schon auf europäischer Ebene mit wesentlich weitreichenderen Folgen neu gebaut wird. Für uns Christen die zumeist in Vereinen und Stiftungen etc. organisiert sind, bedeutet dies auf lange Sicht, sich anpassen zu müssen oder aber neue Wege einschlagen zu müssen.

Denn wie wir es schon des Öfteren erlebt haben, haben so manche wahrheitsgetreue Predigten zu öffentlichen Anklagen mit den dazugehörigen Strafanzeigen geführt. Das neue EU-Gesetz geht dabei noch um einiges weiter. Darin wird sogar Umerziehung und Internierung empfohlen.

Das neue missbrauchte Schlagwort heißt „Phobie“. Wer anderer Meinung ist, wird kurzerhand für Islamophob oder Homophob erklärt. Man unterstellt also eine krankhafte Phobie und das, obwohl man lediglich anderer Ansicht ist.

Christen und insbesondere Gemeinden die noch als Verein oder Stiftung etc. fungieren, kommen hier in den Fokus. Sie können entweder nicht mehr wahrheitsgetreu predigen, ohne sich geltenden Rechtes schuldig zu machen. Oder aber sie müssen die Konsequenzen tragen und in den Untergrund gehen, bzw. zunächst in autarke Hausgemeinschaften.

Das bedeutet allerdings auch lieb gewonnene Strukturen aufzugeben, wie z. B. feste hohe Monatsgehälter und Ämter und Positionen. Und wie wir sehen, sind offenbar sehr viele nicht bereit dazu, bzw. haben sie die Entwicklung derzeit herbe verschlafen.

Und so wird kommen, was kommen muss und auch schon im vollen Gange ist. Es wird sich die Spreu vom Weizen trennen und hier haben wir wieder den Prozess, der bereits in Daniel 12 angesprochen wird.

Überlebensmodell oder Klischee

Wie ich es bereits in einem anderen Beitrag geschildert habe, kämpfen Hausgemeinden mit starken Vorurteilen. Hier geht es jedoch nicht um vergangene Erfahrungen mit Hausgemeinden, sondern um die verbleibende Zukunft echter Christen, welche eine Alternative brauchen.

Es geht nicht darum, sein Leben bis zum Schluss zu erhalten und sich irgendwie durch die Trübsalszeit zu retten. Es geht darum bis zur Entrückung alles zu tun, um möglichst viele Menschen zu erreichen und bestehende Christen zur Umkehr aufzurufen.

Es geht darum Farbe in einer gefallenen Welt und abfallenden Christenheit zu bekennen. Auch wenn es Verfolgung und Repressalien bedeutet, denn wie können wir westliche Christen wirklich denken, dass wir irgendwelche Vorrechte hätten? Gottes Wort muss auch hierin sehr ernst genommen werden und dazu gehört der Missionsbefehl, egal wie groß oder klein eine Gemeinschaft sein mag.

Es geht also nicht wirklich um Klischees und Trends oder um ein Überlebensmodell für Christen. Es geht um den Erhalt der Wahrheit und aufrechten Christen, welche bereit sind diese offen zu bezeugen.

Biblische Grundlagen für Hausgemeinden

Welche Grundlagen lassen sich für Hausgemeinden sehen und wie sieht das im Detail aus?

Biblische Leiterschaft

Das Neue Testament kennt Älteste und Diakone als Leiter einer Gemeinde. Später nach den Aposteln kamen Hirten, Lehrer und Evangelisten dazu. (Phil. 1,1 / 1. Tim. 3,1-11 / Eph. 4,11)

Zusätzlich gab es begabte Helfer, die diese Dienste unterstützten. Wobei die Hirten, Lehrer und Evangelisten auch reisende Christen waren, die die Ortsgemeinden unterstützt haben.

Im übertragenen Sinn haben aber auch die Ältesten und Diakone diese Aufgaben vor Ort mit übernommen. Gott möchte, dass seine Gemeinde mit den Gaben des Heiligen Geistes ausgerüstet ist. Denn sie helfen der Gemeinde unabhängig zu sein und sie dienen der Zurüstung.

Die Ältesten haben diesbezüglich eine klare Verantwortung.

  • Am Wort zu dienen (Tit. 1,9)
  • Verantwortung für die Gemeinde zu tragen (Apg. 20,28 / 1. Petr. 5,2-4)
  • Zu lehren und zu ermahnen (1.Tim. 3,2 / 5,17)

Dieses Leitungsprinzip sieht keine herausragenden Einzelpersonen, sondern die Gemeinde wird so durch viele gesalbte Persönlichkeiten geleitet. Wobei Älteste und Diakone, wie auch Hirten, Lehrer und Evangelisten im Zusammenspiel mit den Helfern aus der Gemeinde funktionieren.

Und so sind im Grunde alle Glieder am Leib integriert und füllen jeder für sich genommen eine wichtige Funktion aus, ohne die sein Nächster nicht funktionieren kann.

Biblischer Missbrauch

Eine Abfolge und Einführung in theologische Themen, die im Glaubensverständnis oft missbraucht oder falsch verstanden werden.

Die Charismen

Die Bibel nennt uns verschiedene Gaben, die uns vom Heiligen Geist geschenkt werden. Diese Gaben gibt der Heilige Geist wie er und wem er will. Diese Gaben sind sehr deutlich u. a. im Korinther 12, 28  beschrieben, z. B. Weissagung, Prophetie, Heilen, Lehren, Predigen, Gastfreundschaft, Zungenrede, Auslegung, Unterscheidung der Geister.

Zunächst muss unterschieden werden, dass hier etwas Übernatürliches von Gott nicht nur ausgeht, sondern seinen Kindern gegeben wird. Das birgt eine Menge gefährliches Potenzial für möglichen Missbrauch.

Wer die Einheit von geistgewirkter Gemeinschaft schon erlebt hat, wird bestätigen, dass der Geist Gottes sich in dem bestätigt und die Gaben in einer solchen Gemeinschaft mit Freimut und großen Segen erlebt werden.

In der destruktiven Form jedoch wird immenser Schaden angerichtet, ursächlich sind Unfertigkeiten und falsche Deutungen, die entweder auf Unkenntnis und Naivität beruhen, wie es beispielsweise oft bei Neubekehrten der Fall ist. Oder sie beruhen auf menschlichen Unfertigkeiten, die hier Bestätigung und Anerkennung suchen.

Das große Problem scheint dabei die Unterscheidung zu sein, wie soll man wahr von unwahr unterscheiden?

Da es hierbei um geistliche Dinge geht, darf der Aspekt der Anfechtungen durch das Böse und Feindliche nicht außer Acht gelassen werden. Es gibt den Unterschied, dass aus guten Glauben, aber leider auch aus Unfertigkeit gehandelt wird. Und das auch hier bewusst manipuliert wird, was dann wieder sektiererische Züge bekommt.

Da die Gemeinde und somit jeder Einzelne als unvollkommen anzusehen ist, ist der Aspekt der Anfechtung ein wichtiger Punkt. Denn das Böse sucht zu zerstören, obwohl es weiß, dass es die Gemeinde nicht wirklich überwinden kann.

Menschliche Schwächen sind damit also auch ein Ziel dessen und die Gemeinschaft hat hierin eine Fürsorgepflicht. Wenn Gaben manipulierend gelebt werden, so ist die Gemeinde in der Pflicht den Betroffenen Hilfe anzubieten, bzw. im äußersten Fall sogar Gemeindezucht auszuüben.

Der Schritt von geistgewirkter Freiheit und Segen, hin zum Selbstzweck und damit in sektiererisches Verhalten ist oft nur sehr schmal. Wer sich aber Demut und Ehrlichkeit im Umgang der Gaben bewahrt, wird Gottes Mahnungen auch aufnehmen und gegensteuern zu wissen.

Dabei geben Reaktionen aus dem Umfeld oft klare Hinweise. Wo zuvor Segen und bejahende Freiheit war, tritt ein Nein und Ablehnung ein. Der Segen scheint verloren zu gehen.

Wobei es natürlich keinen Automatismus geben kann. Es gibt auch Täuschungen wo Einzelne gegen die Masse im Recht sind und die Masse sich einer Euphorie hingegeben hat

Charakteristisch können jedoch folgende Prinzipien grundsätzlich gelten:

  • Gaben sind immer lebensbejahend, auferbauend und ermutigend orientiert.
  • Sie Dienen der Stärkung für die Gemeinde.
  • Sie bewirken geistliches wie menschliches Wachstum.

Die Glaubenstaufe

Die Glaubenstaufe, auch Taufe im Heiligen Geist genannt, soll aussagen, dass der Heilige Geist eine Taufe vollzieht wobei er Gaben ausschüttet. Erkennungsmerkmal ist nach Markus 16, 17 das jeder Gläubige in Zungen reden und Dämonen austreiben wird.

Hier entsteht ein Missverständnis des Gabenverständnisses, welches die eigentliche Taufe mit der so genannten Geistestaufe in einen Topf wirft. Was zur Folge hat, dass dem Gläubigen, sollte er keine Geistesgaben aufweisen können, ihm vorgeworfen wird nicht den Heiligen Geist zu haben.

Mit der Bekehrung und der Wassertaufe jedoch ist die biblische Zusage der Versiegelung mit dem Heiligen Geist verknüpft und ist somit falsch ausgelegt. Matth. 3, 11 / Johannes 14, 23+24

Damit wird die Errettung und Erlösung eines Gläubigen in Frage gestellt und an falschen Merkmalen, nämlich der Geistestaufe anstelle der Erlösung durch Jesus festgemacht. Wie will man sonst Sterbende oder Kinder und Behinderte usw. beurteilen, die keine Geistesgaben aufweisen können?

Die Gesetzlichkeit

Gesetze und Gnade sind zwei große Unsicherheiten im Leben vieler Christen. Theologisch betrachtet gibt es unterschiedliche Ansichten z. B. beim Geben vom Geld. Gesetzliches extremes Verhalten jedoch hebt das Tun und Machen hervor und verdrängt Jesus als Erlöser.  Die hauptsächliche Fehlhaltung ist das Streben nach Liebe durch Leistung.

Wer also die Gnade nicht erfassen kann, strebt durch sein eigenes gesetzliches Handeln die Erarbeitung der Liebe Gottes an. Dabei wird ein starres Verhalten welches eher unfrei ist gezeigt.

Solche Menschen sind Burnout gefährdet weil sie nie zur Ruhe kommen und stets unter Druck stehen gefallen zu müssen. Sie versuchen es allem Recht zu machen und leben in einer aufgezwungen Selbstauf- und hingabe.

Die Angst Gottes Liebe zu verlieren kann ein selbstbestrafendes Muster zeigen, welches wiederum zu extremen introvertierten Verhalten neigen kann. Selbstgeißelungen findet man ja bekanntlich in vielen Religionen, was nichts anderes ist als eine zur Schaustellung der eigenen Frömmigkeit.

Verbunden mit der Aufforderung und dem Anspruch andere sollten es dem gleichmachen. Das zeigt wiederum einen gewissen Machtanspruch und vor allem masochistisches Verhalten.

Die Unterordnung

Die Bibel erwähnt einiges zum Thema Unterordnung, wie z. B. die Unterordnung unter die Gemeinde oder der Frau unter dem Mann. Diese biblischen Aussagen werden oft missverstanden und fallen in schwere missbräuchliche Züge.

In den übelsten Fällen werden Menschen entweder in einer Sekte oder aber als Frau durch den Mann vollkommen beherrscht. Unterordnung meint keine Machtverhältnisse herzustellen, sondern vielmehr ein Rollenverständnis zu geben.  Die Leitung einer Gemeinde hat eine von Gott gegebene Rolle die, richtig ausgeübt, ein Segen für die Gemeinschaft ist.

Ebenso Mann und Frau unterschiedliche Rollen haben, wobei die Bibel stets die Liebe, Gleichberechtigung und das Miteinander betont. Liebe und Ehe meint Ergänzung und Geborgenheit.

Die destruktive Seite allerdings missbraucht die biblische Lehre in einer starken gesetzlichen Form gegen den Menschen. Die Lehre ist dann nicht mehr heilswirksam und Richtungweisend, sondern zutiefst zerstörend und zermürbend.

Die Unterordnung falsch verstanden, ist eng mit der Gesetzlichkeit verbunden und man findet die Selbstknechtung wieder. Allerdings hat sie hier konkrete Bezüge und benennt Glaubenslehre als Alibi. Die Selbstknechtung zieht andere aktiv mit rein und führt zu einer strengen Hierarchie, wobei es keine Rolle spielt, ob die Familie oder eine Gruppe betroffen ist. Das Ergebnis ist in jeden Fall sehr traurig, da oft auch Kinder schutzlos betroffen sind.

Besessenheit

Besessenheit meint die Fremdsteuerung des menschlichen  Willens durch dämonische Kräfte. Wie diese Besessenheit entsteht ist Unklar, bzw. gibt uns die Bibel einige Beispiele die allerdings nicht automatisch Katalogisiert werden dürfen.

Alles, was übernatürlich geschieht, entzieht sich letzten Endes unserer Sichtweise und wir sehen nur Bruchstücke.

Dämonische Kräfte haben Ihr Wirken ausgehend vom Bösen, die Bibel personifiziert das Böse in dem gefallenen Erzengel Luzifer und nennt ihn Satan. Er wird eindeutig als bösartig treibende Kraft beschrieben, sich widerspiegelnd im Elend der Welt.

(Jesaja 14, 12-17 / Hesekiel 28, 13-19)

Durch die Erbsünde ist die Herrschaft der Welt an diesen gefallenen Erzengel gegangen und durchdringt seither das menschliche Dasein. Somit ist jeder Mensch zunächst durch die Sünde der Erbsünde vorbelastet, aber nicht zwingend besessen.

(1. Mose 3, 14-19)

Wann und wie also entsteht Besessenheit?

Geht man von den so genannten sieben Todsünden des Alten Testamentes aus, so hat man einen ersten Anhaltspunkt für dämonische Kräfte und Ihr Wirken.

  • Stolz, Eitelkeit, Hofart
  • Neid, Missgunst
  • Zorn, Wut
  • Trägheit, Überdruss
  • Geiz, Habgier, Habsucht
  • Völlerei, Unmäßigkeit, Fresssucht, Gefräßigkeit
  • Wollust, Unkeuschheit

Nun sind einige Dinge in einem gewissen Rahmen durchaus normal und menschlich und sie gehören bisweilen zu unserem Alltag, bzw. bemühen wir uns über solche schlechten Gewohnheiten mit Jesu Hilfe hinauszuwachsen. Jedoch besteht der feine Unterschied in der Bejahung und dem Nachgehen von Sünde.

Wer sich also selbst öffnet und sich einlässt öffnet zumindest schon mal die natürlich gesetzte Grenze um dämonischen Kräften mehr Freiraum zu geben.

Dies lässt aber immer noch nicht den Schluss auf Besessenheit zu.

Bewusstes Einlassen auf Dämonen oder Teufelsanbetung werden meistens sicherlich Besessenheiten nach sich ziehen. Alles muss jedoch im Einzelfall gesehen werden. Besessenheit äußert sich in der Fremdsteuerung und wo diese nicht vorhanden ist, gibt es auch keine Besessenheit des Menschen.

Schwierig wird es dort wo Krankheiten wie beispielsweise Epilepsie als Besessenheit gedeutet werden. Es ist wohl nicht zu bestreiten, dass Besessenheit sicher krank machen kann. Aber insbesondere auch psychische Krankheiten schablonenhaft automatisch dort einzuordnen wäre schon deshalb falsch, weil wir keine wirkliche Einsicht haben und diese Annahmen nur auf unseren Deutungen hin basiert.

Der wohl bekannteste Fall von Exorzismus geschah in den 70er mit Anneliese Michel. Sie wurde als Besessen eingestuft und man vollzog an ihr Reinigungsrituale bis diese arme junge Frau schließlich verstarb.

Filmdokumente belegen das Leiden von Anneliese Michel, Sie lebte in einem stark geprägten katholischen Umfeld, welches große Macht über sie ausübte.

Später stellte sich heraus, dass Sie Epilepsie hatte …

Berichtet uns die Bibel doch, dass Dämonen auf das Wort Jesu hin geflohen sind, bzw. durch die Jünger ausgetrieben wurden.

Auch heutige Austreibungen von Dämonen durch Pastoren sind zwar oftmals tatsächlich mit geistlichen Kämpfen belegt, führen aber doch in Freiheit und Erlösung. (Matth. 4, 24 / 8, 16 / 8, 28 – Lukas 10, 19)

Warum also starb Anneliese Michel so qualvoll, bzw. warum wird aufgrund falscher Einschätzungen bei Menschen fälschlich Besessenheit diagnostiziert?

Erfolgreiche Austreibung bezieht das Wirken des Heiligen Geistes und die Rücksichtnahme auf den Betroffenen mit ein. Es wird nicht über diesen hinweg entschieden, sondern es findet eine Zusammenarbeit mit ihm statt, in der immer wieder herausgefiltert wird was in ihm gerade passiert.

Es wird kein psychischer Druck oder gar Gewalt ausgeübt, sondern die Freiwilligkeit steht immer im Vordergrund.

Im Matthäusevangelium lesen wir von einem Fall, wo Jünger Dämonen nicht austreiben konnten und sogar von Ihnen verprügelt wurden. Offenbar fehlten hier die Glaubensgrundlagen und das entsprechende richtige Vorgehen. Jesus verwies später auf Kleinglauben. (Matth. 17, 19) Ebenso oft werden Menschen heute falsch eingeschätzt und nicht selten erleben sie eine Odyssee durch christliche Gemeinschaften.

Gemeindezucht

Der Sinn und Zweck von Gemeindezucht ist die Gemeinde vor Unreinheiten zu bewahren und eine klare Abgrenzung nach Außen zu zeigen. Diese Abgrenzung soll nach Gottes Willen eine sichtbare Demut und Liebe untereinander sein. Sie soll also die Grenzen göttlichen und satanischen Wirkens offenbaren und Menschen in den Glauben ziehen.

Daher liegt die größte Gefahr in der Vermischung beider Aspekte, wobei die Gemeinde durch seine Leiter die Vollmacht zur Begrenzung bekommen hat, der Gemeindezucht. Beispiel 1. Kor. Kapitel 5

Jesus selbst sagt uns in Matth. 18, 15-17 wie wir uns verhalten sollen, wenn ein Bruder oder Schwester gegen uns sündigt. Darin sind drei Schritte beschrieben.

Schritt 1

Matth. 18,15
Wenn aber dein Bruder an dir gesündigt hat, so gehe hin und weise ihn zurecht unter vier Augen. Hört er auf dich, so hast du deinen Bruder gewonnen.

Wir sollen das persönliche Gespräch suchen und eine Zurechtweisung aussprechen. Was nichts anderes meint als die Sache eindeutig zu benennen und zu klären. Oft geschehen ungewollte Verletzungen, wir sprechen etwas aus was einen anderen verletzt, ohne das wir ahnen was wir gerade angerichtet haben.

Hier ist also Raum für Klärungen wo ungewolltes und ungeahntes bereinigt werden kann. Aber auch bewusstes sündiges falsches Verhalten soll nicht die Gelegenheit bekommen sich festzusetzen oder gar zu formieren. Die Keimzelle möglicher weitreichender Folgen soll so auch sofort an der Wurzel gepackt werden können.

Schritt 2

Matth. 18,16
Hört er aber nicht, so nimm noch einen oder zwei mit dir, damit jede Sache auf der Aussage von zwei oder drei Zeugen beruhe.

Ergibt das persönliche Gespräch keine Klärung, so sollen wir uns Zeugen dazu nehmen um mit neutralen Personen (Seelsorger, Pastoren oder Freunde) das Anliegen zu klären. Es geht nicht allein darum zu klären wer Recht und Unrecht hat, sondern Jesus meint das Ziel der Bereinigung und des Friedens miteinander.

In diesem Stadium des Klärungsversuches kann ein Scheitern nur noch aus Uneinsichtigkeiten entstehen. Die Fronten verhärten sich mindestens auf einer Seite, wobei Jesus von einer tatsächlichen Sünde ausgeht. Es gilt also die Sünde zu überführen und von dieser frei zu kommen.

Führen Uneinsichtigkeit zum Scheitern des Klärungsversuches, so ist die Sünde in  Form seiner Unbußfertigkeit vorrangig. Daher haben die Zeugen auch die Funktion ggfs.  Zeugnis darüber geben zu können.

Schritt 3

Matth. 18,17
Hört er aber diese nicht, so sage es der Gemeinde. Hört er aber auch die Gemeinde nicht, so gelte er dir wie ein Heide und Zöllner.

Der dritte Schritt geht vor die Gemeinde als letzte Instanz. Die Aufgabe der Klärung liegt nun in den Händen der Gemeinde, die nun versuchen wird den Frieden herzustellen. Bleibt dieses Bemühen fruchtlos und sollte die Gemeinde in der Folge ihn verwerfen, so ist auch uns das Recht gegeben ihn zu verwerfen.

Wir brauchen uns dann nicht mehr zu bemühen und können mit einem reinen Gewissen diese Situation abschließen. Aus diesen biblischen Sachverhalten erkennen wir die Absicht der Gemeindezucht, nämlich die Gemeinde zu bewahren und zur Buße zu rufen.

In der destruktiven Form jedoch wird entweder gar nicht oder aber missbräuchlich manipulierend gehandelt. Wie man erkennt, steht die Gemeinde im Grunde in einem stetigen Kampf mit geistlichen und zwischenmenschlichen Kräften und sie muss den Spagat schaffen dabei nicht in die vielfältigen möglichen Versuchungen zu fallen.

Der durchsäuerte Teig

Jesus warnt eindeutig davor den Teig (die Gemeinde) nicht durchsäuern (Irrlehren usw.) zu lassen. Dies geschieht, wenn die Gemeindeleitung passiv bleibt und die Schutzfunktion nicht ausübt oder gar selbst als Täter (Sünder) auftritt.

Passives Handeln führt dazu, dass der Widersacher offene Türen für sein Wirken bekommt und ungehindert die Gemeinde unterwandern kann.

Handelt die Gemeindeleitung selbst als Täter, so ist dies mit einer der destruktivsten Formen, da solche Manipulationen entweder das falsche Streben innerhalb der Leitung rechtfertigen sollen, oder aber falsches Machtbewusstsein innehat und schlimmstenfalls die Entwicklung in eine Sekte führt.

Biblische Beispiele

Anhand einiger Bibelstellen möchte ich aufzeigen, dass solche Dinge bereits in der Urgemeinde vorhanden waren. Jesus selbst hat eine ständige Auseinandersetzung mit den Schriftgelehrten gehabt und auch die Sendschreiben der Offenbarung geben Einblicke in die Problemstellungen des Gemeindelebens.


Bibelstellen

Apg. 8, 18-23
Als aber Simon sah, dass durch das Auflegen der Hände der Apostel der Geist gegeben wurde, brachte er ihnen Geld und sagte: Gebt auch mir diese Macht, dass der, dem ich die Hände auflege, den Heiligen Geist empfängt!  Petrus aber sprach zu ihm: Dein Geld fahre mit dir ins Verderben, weil du gemeint hast, dass die Gabe Gottes durch Geld zu erlangen sei!  Du hast weder Teil noch Recht an dieser Sache, denn dein Herz ist nicht aufrichtig vor Gott. Tu nun Buße über diese deine Bosheit und bitte den Herrn, ob dir etwa der Anschlag deines Herzens vergeben werde! Denn ich sehe, dass du voll bitterer Galle und in Banden der Ungerechtigkeit bist.

Titus 3, 10-11
Einen sektiererischen Menschen weise nach einer ein- und zweimaligen Zurechtweisung ab, da du weißt, dass ein solcher verkehrt ist und sündigt und durch sich selbst verurteilt ist!

Auftrag der Gemeinde in der Endzeit

Der Auftrag sollte jeden klar sein. Es geht darum Jünger zu machen und aufzuklären und der gefallenen Welt Antworten zu geben. Es gab Zeiten wo bestimmte Dinge in unserer Gesellschaft eindrangen und wir als Christen auch genötigt waren darauf zu reagieren. So waren es beispielsweise in den achtziger Jahren insbesondere die neuen Drogen und die damit verbundene Not.

Heute stehen wir jedoch den Anforderungen der sich entwickelnden Endzeit gegenüber. Und es geht mit Riesenschritten voran, Weltregierung, Weltkirche und der große Abfall in der Christenheit sind unsere heutigen Herausforderungen.

Und wir haben darin den klaren Auftrag Farbe zu bekennen und unser Leben nicht bis zum Schluss zu lieben.

Amen Herr Jesus komme bald!


 

31 Kommentare zu Hausgemeinde in der Endzeit

  1. Als erste Anmerkung möchte ich hier sagen dürfen, dass dieser Artikel mehr andere Themen anspricht, als das Thema Hausgemeinde.

    Was ist eine Hausgemeinde? Wann entstand sie?

    Einfach gesagt, war die Urgemeinde in Jerusalem eine Hausgemeinde.

    Zuerst gingen die Apostel noch in den Tempel, dieses wurde ihnen aber vom Hohenpriester alsbald untersagt.
    Also traf man sich in den Häusern, lehrte dort. Hausgemeinde?!
    Und jetzt! – was passiert nun im Jetzt? In der Endzeit?
    Vieles was sich heutzutage Hausgemeinde nennt, scheint nichts anderes zu sein, als Ungehorsam gegen Gott. Rebellion!
    Stellt sich die Frage: Was nun.
    MSG
    Günter

  2. Ich denke doch, der Artikel macht deutlich worum es geht und warum Hausgemeinden eine Alternative sind. Das die ersten Gemeinden oftmals auch Hausgemeinden waren erscheint mir unbestritten zu sein. Hans-Otto hatte bereits mehrfache Bibelstellen dazu geliefert.

    Wie du auf Rebellion und Ungehorsam gegen Gott kommst, nur weil man eine Hausgemeinde hat oder besucht, ist mir offengestanden schleierhaft. Das ist erklärungsbedürftig.

  3. Hallo Bernd,
    wie groß ist eigentlich so eine Hausgemeinde der heutigen Zeit nach deiner Ansicht?
    War z.B. Ephesus oder Korinth zur Zeit von Paulus Hausgemeinde, Kirche, Gemeinde oder eine Versammlung wie wir es heutzutage verstehen? Es gibt viele Gemeinden, nennen sich auch Kirchen, die keiner Denomination (KdöR) oder e.V. angehören.
    Zum Beispiel gibt es Brüdergemeinden, die keinen e.V.-Status haben. Das Gemeindehaus gehört einer Mission e.V. oder einem Förderverein. Hausgemeinde? Ja/nein.
    Rebellion: Deshalb weil viele Christen ihre Wiedergeburt nicht biblisch begründen können.
    Siehe hier zu Paul Washer, „Shocking Message“.

    • Hallo Günter,

      kommt es auf die Größe einer Hausgemeinde an oder wie sie in der Apostelgeschichte vorhanden waren? Ich denke nicht, die Gemeinden der Apostelgeschichte zeigen uns, dass auch diese mit den Problemen gekämpft haben wie auch wir heute. Eine Hausgemeinde kann eine kleine wie eine große Gruppe sein, wobei ich eher kleinere Gruppen von 15-25 Personen fokussiere. Welche sich dann im Verbund mit anderen Gruppen vernetzen können. Der Sinn dahinter ist einfach, so lassen sich die Leute stärker in die Eigenverantwortung nehmen und man hat mehr Möglichkeiten Bezirke vor Ort abzudecken.

      Hausgemeinden die in einem vernetzten miteinander leben, können auch in der Nachfolge besser, freier und authentischer funktionieren. Da es keine weltlichen Management-Strukturen oder zu aufgeblähte Strukturen gibt. Dienste untereinander sind flexibler und die biblischen Werte sind von staatlichen Einflüßen freigestellt.

      Waren die ersten Gemeinden in der Apostelgeschichte bereits starken Angriffen ausgesetzt, wobei es hier um echte Verfolgung ging und zudem um Unterwanderungen in den eigenen Reihen, so finden wir uns heute vor ganz ähnlichen Problemen gestellt.

      Das Anliegen muss daher sein, ähnlich wie in den Sendschreiben, sehr auf die gesunde Lehre zu achten und in der Liebe Gottes zu bleiben.

  4. @Günter
    Vieles was sich heutzutage Hausgemeinde nennt, scheint nichts anderes zu sein, als Ungehorsam gegen Gott. Rebellion!

    Hartes Urteil – was Du da aussprichst. Wenn ich jetzt mal von mir selbst ausgehe, bin ich direkt von
    Jesus in diese Situation >>Hausgemeinde<< geführt worden.

    Über Jahre versuchte ich Ungereimtheiten aufzudecken und zwar in der von Bruder Wessel oben
    beschriebenen biblischen Form. Leider stieß ich auf das Missverständniss oder den Unwillen des
    Gemeindeleiters. Selbst die Sache vor die Brüder zubringen nutzte nichts.

    Mir blieb nichts als die Gemeinde zuverlassen um endlich Ruhe zuhaben und meinen Glauben leben
    zukönnen. Viele Jahre habe ich damit verbraucht das alles zu analysieren. In meinem Buch habe ich
    die wesendlichen Detaiuls nieder geschrieben.

    Dieses habe ich/haben wir in mehren Gruppen erlebt die sich Hauskreis nennen obwohl sie Werk oder Gemeinde sind.

    Meine Erfahrung ist leider die, das wenn man einen Fehler entdeckt und den aufdecken will, schon mit einem Bein aus der Gruppe, Gemeinde draußen ist. Da erscheint es mir sehr billig die jenigen die wenigstens ohne Gemeinde dem Herrn nachfolgen wollen – erzwungener Maßen – dann als ungehorsam oder rebellisch hinzustellen.

    Der Herr selbst wird danach richten was einer in seinem Herzen hat.

    Bis heute hat noch kein einziger Christ aus irgendeiner Gruppe in der wir waren etwas in Ordnung
    gebracht, sondern wir haben es einfach vergeben und gehen unseren Weg mit dem Herrn.

    In den nun mehr 36 Jahren meiner Nachfolge habe ich viele Dinge von denen ich in der Bibel lese
    vermisst und vermisse sie noch heute. Ich möchte endlich erleben, das der eine den anderen Christen stehen lässt mit seinem Glauben den er nach seiner Erkenntniss hat und einer den anderen gem. Eph.4 unterstützt.

    Hausgemeinde ist die einzige Alternative zur IC. Leider machen sich anscheind viel zuwenige Christen darüber Gedanken. Erst wenn sie in Ihren Gruppen und Gemeinden anecken beginnen sie
    darüber nach zudenken.

    Deshalb wünsche ich mir das die Gemeinde noch viel Zeit hat, sich zu formieren.

    lg Roland

  5. Günter: @ „Es gibt viele Gemeinden, nennen sich auch Kirchen, die keiner Denomination (KdöR) oder e.V. angehören.
    Zum Beispiel gibt es Brüdergemeinden, die keinen e.V.-Status haben.“

    Welche…………..?

    MMn sind alle einer Arbeitsgemeinschaft oder einem Bund, z.B. BEFG etc. angeschlossen, zumindest postulieren sie zu irgendeinem Verbund dazu zu gehören.

    Der Leib Christi bzw. SEINE Gemeinde ist heute in Körperschaften des öffentlichen Rechts, und in eingetragene Vereine etc mit Ihren eingesetzten Geschäftsführern und Vorständen, aufgesplittert.

    Der Leib Christi kann und darf keine Körperschaft des öffentlichen Rechts und auch kein eingetragener Verein sein, ansonsten ist es ein unauflöslicher Widerspruch in sich.

    Dieser Umstand ist für mich zum Beispiel ein weiterer Grund, von meinem bereits erwähnten Badetag abgesehen, Hausgemeinde/einfache Gemeinde leben zu wollen.

  6. Die Braut Jesu ist die Braut Jesu und keine Körperschaft des öffentlichen Rechtes und auch nicht ein Verein der in systemrelevante, weltliche Register eingetragen ist.

    Die Braut Jesu ist auch keine Kirche als gesellschaftliche Einrichtung, sondern sie ist das Bild der Urgemeinde die das Kommen des Bräutigams erwartet und sogar ersehnt. Nicht mehr und nicht weniger.

    Die Kirche als Organisation, ich meine hier die Organisation nicht die Menschen in ihr, dieses mächtige Konstrukt bzw. die klerikale Fähigkeit dahinter, ihre Mitglieder d.h., die Gläubigen u.a. z.B., hinsichtlich der baldige Rückkehr Jesu, mit Blindheit zu schlagen.

    Dieser Geisteszustand ist gefährlich schläfrig, und dem Wirkungskreis des Fürsten dieser Welt zuzuordnen.

    Ein weiterer Beweggrund meinerseits Hausgemeinde/einfache Gemeinde leben zu wollen.

    • Hans-Otto,
      ich habe nichts gegen eine Hausgemeinde.
      Für mich stellt sich in der heutigen Zeit nur der Ruf oder die Berufung Gottes nicht eindeutig dar. Wenn eine Gemeinde ihre Gemeinde mit einem Förderverein betreibt, also e.V. nicht mit dem Gemeindenamen verbunden ist, ist die Gemeinde, Leib Christi frei. Nur Rechtsnormen werden über die e.V. betrieben. Ein Bund als KdöR ist wieder anders zu sehen. Z.b: FEG usw.
      Mir geht es in erster Linie um °Bibeltreue“ und da scheint es bei Hausgemeinden im Argen zu liegen.
      Hier wird über Hausgemeinde geredet, auf den Punkt gedachte Vorgehensweisen kann ich nicht erkennen. Alles zu weitschweifig.
      Die alte Weltregel, was nicht auf eine DIN A5 Seite passt, ist nicht durchdacht greift. Usw.
      Außerdem ist das Thema Hauskreis auf dieser Seite von geringem Interesse im Bezug zum Seitenbesuch.
      Aber wie es auch sei, so sei es, Gott kennt das Ziel!
      MGS
      Günter

      PS:
      Wenn ich Christen nach ihre Wiedergeburt frage, können die meisten wiedergeborenen Christen ihre Wiedergeburt nicht erklären. Das macht mir Sorge.

  7. Das ist relativ schnell beantwortet. Das Gleichstellungsgesetz wird es allen schwer machen, die in staatlichen juristischen Personen organisiert sind. Denn biblische Werte wie Gemeindezucht oder das Ansprechen von Sünden innerhalb der Gemeinde bzw. bei einzelnen Geschwistern kann dann sehr gefährlich werden.

    Das Gleichstellungsgesetz besagt, dass ich jeden gleich behandeln muss, egal welcher Religion oder geschlechtlichen Orientierung usw. Das hier vorwiegend Christen aufs Korn genommen werden muss man wohl nicht betonen, da Islamisten und Homosexuelle hier ja heute hofiert werden. Und dieses Gesetz vor allem für diese gemacht wurde.

    Bibeltreue kann und wird sich in diesem Sinn also u. U. erheblich auswirken.

  8. „Mir geht es in erster Linie um °Bibeltreue“ und da scheint es bei Hausgemeinden im Argen zu liegen.
    Hier wird über Hausgemeinde geredet, auf den Punkt gedachte Vorgehensweisen kann ich nicht erkennen. Alles zu weitschweifig.“

    Das sehe ich eher genau umgekehrt.

    • Das sehe ich eher genau umgekehrt.

      Diese Antwort bringt nun wirklich nichts auf den Punkt. Hat frei heraus gesagt für mich keinen Inhalt.

      • Hm, es gibt mittlerweile mehrere ausgiebige Artikel darüber, was ist daran zu weitschweifig oder warum sind darin keine Vorgehensweisen zu erkennen?

        Die Beweggründe sind nun mehr als deutlich geworden und was die Gründung von Hausgemeinden angeht bzw. deren Konzepte, so ist es wie mit jeden Gemeindebau. Man bewegt zuerst alles vor Gott im Gebet und lässt sich durch den Heiligen Geist führen. Braucht man also Konzepte? Nein, man braucht Gottes Weisheit und Führung.

        Und man sollte Durchhaltevermögen beweisen, Ausharren im Gebet und auch bereit sein Kämpfe auszuhalten.

  9. @Günter
    Hier wird über Hausgemeinde geredet, auf den Punkt gedachte Vorgehensweisen kann ich nicht erkennen. Alles zu weitschweifig.
    Die alte Weltregel, was nicht auf eine DIN A5 Seite passt, ist nicht durchdacht greift.

    Frage: Hast Du schon negative Erfahrungen in Hausgemeinden machen können ? Oder sind das ehr
    Vermutungen die da anstellst ?

    Lass Dir sagen, das Hausgemeinde eine ganz andere Nummer ist als durch organisierte Gemeinde
    Struktur. Hier besinnt man sich mehr auf das Wesendliche.

    Natürlich ist nichts perfekt. Das fängt schon mit dem Verständniss an, wie man über eine Versammlung die unabhängig von einer IC in einem Haus, bei einer Familie, einem Ehepaar abgehalten wird.

    Solange es als Hauskreis deklariert wird, ist es meines Erachtens keine Gemeinde, obwohl die Merkmale einer Gemeindevorhanden sind. Ein Hauskreis der zu keiner Gemeinde gehört ist einfach unbiblisch.

    Eine Gemeinde im Haus hat schon allein von daher ein Existenzrecht, das sie ein Teil der Ortsgemeinde ist und zwar ohne irgend eine Anbindung über Menschliche Wege.

    Wenn es am Ort nun mehrere solcher Gruppen/Hausgemeinden gibt sollten diese aber unter einander Kontakte pflegen. Meiner Erfahrung nach kommt dieser Kontakt oft durch sogenannte Läuferchristen
    zustande. Diese gehen in mehrere Gruppen und so erfahren diese von den jeweils anderen.

    Ich sehe die Hausgemeindebewegung noch ganz am Anfang. Wenigstens für die vielen die da noch kommen sollen. Es muß dahin kommen, das die Hausgemeindebewegung eine Parallele zur IC ist.

    Damit die Austretenden IC’ler auf genommen werden können. Aus diesem Grunde wäre es nicht schlecht wenn die Hausgemeinden zu den IC’s Kontakt halten. Hier mußte ich leider die Erfahrung machen, das die IC’s das nicht gerne sehen. Wahrscheinlich aus Angst vor Schäfchen Klau ?!?

    lg Roland

    • Hallo Roland,
      meine Erfahrung mit Hausgemeinden ist gering. In den Anfängen als wiedergeborener Christ, habe ich auch eine Abneigung gegen sogenannte Hauskreise entwickelt. Ich empfand sie oft als Blabla-Gruppen.
      Ich sehe eine Hausgemeinde ehr als einen Vorläufer für eine Gemeindegründung. Bin der Meinung das heutzutage viele neue Gemeinden gegründet werden müssen, außerhalb der Kirche und den bestehenden Denominationen. Z.Zt. erlebe ich gerade die Spaltung einer Gemeinde mit. Der Pastor hat das Handtuch geworfen. War aber meiner Meinung nach, schon am Start zum Untergang verurteilt. Ein Teil meiner Brüder sehen mich als Calvinisten an. Dem kann ich aber so nicht ganz zustimmen. Richtig ist allerdings auch, auf die Bibel bezogene Aussagen werden nicht gerne gesehen in den Gemeinden. Zum Beispiel: Frauen als Pastoren oder in anderen Lehraufgaben – lehne ich ab.

      Somit ist Hausgemeinde für mich ehr der Grundstock zur Gemeindegründung.

      • @Günter
        Somit ist Hausgemeinde für mich ehr der Grundstock zur Gemeindegründung.

        Hallo Günter.
        mir scheint Du meinst mit Gemeinde ehr eine Struktur, also das was man im allgemeinen
        für eine Vorstellung von Gemeinde hat, also ein Raum wo ein Name dran steht und wo man
        Regel mäßig hingeht. Da schaut dann der eine auf den anderen seinen Hinterkopf und
        auf der Bühne wird was aufgeführt. Im Theater wäre das Entertainment. Hier ist es unter
        dem Strich zwar auch Entertainment, wird nur anders genannt und die meißten erkennen das
        überhaupt nicht – ging mir ja selber auch so.

        Bei dem allen bleibt die geistliche Gemeinschaft aber auf der Strecke. Dies wird oft getarnt
        durch Kaffeetrinken nach dem Godi. Da sollen die Menschen einen Austausch haben.

        Wo bleibt aber das regelmäßige gemeinsame Beten und die Anwendung der Gaben nach
        1.Kor. 14,26 ? In der offiziellen normalen Gemeinde Gebetsstunde geht das meißt so auch nicht.

        In der Hausgemeinde sind wir frei von diesen Punkt 1, Punkt 2 und 3 usw. Programmen.

        Lediglich sollte bewusst sein warum man zusammen kommt. Es sollte immer im Vordergrund stehen,
        das wir uns wegen Jesus um Jesus herum versammeln. Der Hausvater und auch die Hausmutter,
        sollten sich wie Mentoren verhalten die den Einzelnen fördern immer im Blick auf 1.Kor. 14,26; und
        natürlich auch Eph.4. jedes Glied diene dem anderen nach dem Maß seiner Kraft, das Leib sich selbst
        aufbaut in der Liebe.

        So ist eine Hausgemeinde zunächst eine Komplette über lebensfähige Gemeinde. Diese Tatsache
        im Auge sollte die Hausgemeinde sich aber soweit möglich im Verbund mit anderen Hausgemeinden
        am Ort sehen. Diese Hausgemeinden am Ort bilden nach meinem Verständnis die Ortsgemeinde.

        Tip: Watchmen Nee – das normale Gemeinde Leben, beschreibt in sehr verständlicher Weise diese
        Dinge. Der Leser erkennt was eigentlich die Ortsgemeinde ist und vieles weitere was im wesentlichen
        zur biblischen Gemeinde gehört. Dabei zeigt er auch die Struktur der landläufigen Gemeinde auf und
        in wieweit diese schriftgemäß ist.

        lg Roland

  10. Hallo Roland du sagst: „Deshalb wünsche ich mir das die Gemeinde noch viel Zeit hat, sich zu formieren.“

    Schön und gut!

    Alles hat seine Zeit, alles Vorhaben und alles Tun hat seine Zeit.

    Der Weisen Herz, weiß von Zeit und Gericht.

    Gott hat Geduld, kann die Zeit aber auch verkürzen, was sage ich, ER wird die Zeit verkürzen müssen, um unsrer Willen, ansonsten wird keiner selig werden können.

    Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes ist herbeigekommen warum aber könnt ihr über diese Zeit nicht urteilen?

    Die Zeit ist kurz. Die Zeit ist bereits für uns erfüllt, wir sind hier bereits Kinder Gottes.

    Denn der Heiland ist uns beiden jetzt näher als zu der Zeit als wir gläubig wurden (Du vor 36 Jahren, ich vor 32 Jahren), denn wir wissen nicht, was morgen sein wird. Was ist unser beider Leben? Ein Rauch, der eine kleine Zeit bleibt und dann verschwindet.

    Deshalb lass uns die Zeit auskaufen; denn es ist böse Zeit und gutes tun allermeist an unseren Glaubens Genossen, solange wir noch Zeit haben.

    Segen von hier und Gruß an deine Frau

    In Jesus verbunden
    Hans-Otto

    (Obige Ausführungen in Anlehnung an Luk.12,56+ Mk.1,15, 1.Kor.7,29Gal.4,4, Jak 4,14. +Röm. 13,11, Eph.5,16.,Gal. 6,10, aus der rev. Lutherübersetzung 1984.)

    • Hallo Hans-Otto,

      vielen Dank für Deine Ermutigung. Es ist so, das ich verschiedene Punkte die wir in der Bibel lesen
      die alle vor der Wiederkunft des Herrn stattfinden sollen noch nicht sehen kann.

      Mein und Dein persönliches Ableben ist da natürlich außen vor. Für einen jeden von uns kann Jesus
      unser Herr jeden Tag wieder kommen und uns heim holen. Jedoch für die Gemeinde kann meiner Erkenntnis nach die Entrückung so noch nicht stattfinden.

      Wenn ich z.B. in der Offenbarung lese, das es da eine Stadt geben wird, die der Sitz der Hure ist, das
      da die Heiligen raus gehen sollen, so kann das eigentlich nur bedeuten, das die Entrückung zu dem Zeitpunkt noch nicht stattgefunden haben kann. Natürlich ist die Hure auch ein System und aus diesem
      sollen wir schon jetzt heraus gehen.

      Diese Stadt hat bestimmte Merkmale. Diese Merkmale treffen meines Erachtens nicht vollständig auf
      Rom zu, obwohl die KK dort kräftig mit mischen wird. Der AC wird diese Stadt als erstes Zerstören.

      Dann werden zumindest die echten Gotteskinder den AC erkennen. Die Welt wird zu dem Zeitpunkt
      wahrscheinlich nicht klar erkennen was der für einer ist, ähnlich wie bei AH33.

      Jesus fordert uns in Math. 16,3; auf, auf die Zeichen der Zeit zu achten. Es ist uns keine genaue Zeit gesagt zu der der Herr wieder kommt. Jedoch gibt es bestimmte Merkmale die uns sein kommen ankündigen.

      Verschiedenes sehen wir auch schon jetzt erfüllt, so wie z.B. 2.Tim 3.1-4; dort wird meines Erachtens
      unsere heutige allgemeine Gesellschaft perfekt beschrieben.

      Lukus 21,26; .. und die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen, so das die Menschen vor Furcht über die Dinge die kommen sollen vergehen. Dies wird ehr dann sein, wenn die Gerichte über diese Erde gehen, wenn Jesus auf dem Ölberg steht und Israel rettet.

      Es wird aber mit Sicherheit keinen Krieg geben, der alle Menschen vernichtet, denn dann wäre Gottes
      Plan hinüber. Aber man könnte meinen, das diese Dinge sich schon ankündigen. z.B. Nehmen seit Jahren Naturkatastrophen und Kriege weltweit zu usw.

      Ich bin mir aber nicht sicher, ob wir iMo schon vom großen Abfall sprechen können ?!?

      Das ist ja auch so ein Punkt der vor dem Kommen Jesu sein wird. Es müssen ja zunächst mal viele
      zum Glauben gekommen sein um abfallen zu können. Solche Menschen die den Herrn noch gar nicht kennen (wie z.B. die Welt im allgem.), können ja nicht abfallen.

      So könnte die Vermischung von Christentum und fernöstlichen Elementen die Wege zum Abfall beschleunigen oder gar erst bewirken. Dies ist mancher Orts anzutreffen. Ganz bekannt die Frauen Inseln auf dem Chiemsee. (Ich lasse es hier außen vor ob diese echte Christen sind oder nicht)

      In Math.24.14; lesen wir von der weltweiten Verkündigung des Evangeliums unter allen Völkern.
      Derzeit sind noch einige Völker die noch nichts von Jesus gehört haben. Aber Wiclife ist dabei
      jedem dieser Völker in ihrer Sprache eine Bibel zu über geben.

      Wenn das geschehen ist, wird das Ende kommen, sagt uns Jesus.

      Es läßt sich nicht genau abschätzen wie viele Jahre bis dahin noch vergehen. Aber wahrscheinlich weniger als 50 Jahre.

      Unbestreitbar leben wir zur Zeit in der Großen Trübsal. Nur in unserer Gegend merken wir das nicht ganz so schroff wie andere Völker. Diese GT hat meines Erachtens schon mit der Kreuzigung Jesu begonnen.

      Alle die jemals entrückt werden, werden aus der GT kommen. Die Entrückung wird also auch in der GT stattfinden. Deshalb sprach ich auch vom Wunsch. Ich glaube nicht ernsthaft, das wir wirklich als Gemeinde noch viel Zeit haben.

      Andererseits denke ich nicht, das durch die Entrückung so auch die Verwandlung vom runzeligen, humpelnden Hurenweib (Zitat: Henkel) in die prächtige Braut, die der Herr heimholen möchte, stattfindet.

      Sondern dieses „fertig werden“ >>sie haben überwunden durch des Lammes Blut und rufen zusammen mit dem Heiligen Geist komm<< muß zu vor noch geschehen. Denn sonst würde ja im Himmel alles so weiter gehen – oh Graus.

      Wir sehen heute Gruppen, die mag man für widergeborene Christen halten, da ist aber nichts vom Heiligen Geist zu sehen. Die können gar nicht mit dem Heiligen Geist zusammen rufen, weil sie ihn gar nicht zum Zuge kommen lassen.

      Da mag der Heilige Geist anwesend sein – jedoch bewirkt das rein gar nichts, solange er nichts tun darf. Deshalb lesen wir, das wir den Heiligen Geist nicht betrüben sollen. Zur Zeit findet diese Betrübung aber mancher Orts statt und auch wir als HG müssen aufpassen, das wir nicht auch den
      Heiligen Geist betrüben. Denn das wäre schlimm.

      lg Roland

  11. Manchmal frage ich mich bei solchen Themen, ob wir Christen überhaupt wissen, was wir tun müssen, was Gottes Wille ist. Die Bibel sagt, das wir Jesus ähnlicher werden müssen. Wir sollen Gott verherrlichen und uns an Ihm erfreuen. Tun wir das? Sind wir hier im Gehorsam Gottes unterwegs? Oder drehen wir uns um unser dickes fettes EGO, ICH und Selbstverwirklichung!?
    Die Gemeinde die z.Zt. auseinander bricht, bricht Aufgrund von charismatischer und pfingstlerischer Unterwanderung und einigen anderen amerikanischen Einflüssen auseinander.
    Ich glaube, überall herrscht zu viel ICH/EGO vor. Auch hier. Auch bei mir. Irgendwie sind wir gefangen in der Religion des Humanismus, welcher überzuckert ist mit Bibelversen. Halten diesen Glauben aber für das Evangelium.

  12. Heute bei IDEA:

    Welche Gemeinden am schnellsten wachsen

    Der Pastor der am schnellsten wachsenden US-Gemeinde „Gateway Fellowship Church“, John Van Pay. Screenshot: „Gateway Fellowship Church“
    Der Pastor der am schnellsten wachsenden US-Gemeinde „Gateway Fellowship Church“, John Van Pay. Screenshot: „Gateway Fellowship Church“
    Colorado Springs (idea) – Die 100 am schnellsten wachsenden Gemeinden in den USA hat das christliche Magazin „Outreach“ (Colorado Springs/Bundesstaat Colorado) ermittelt. In der Studie, die gemeinsam mit dem Forschungsinstitut Life Way (Nashville/Tennessee) erarbeitet wurde, sind nur Gemeinden berücksichtigt, die ihre Daten gemeldet haben. Die Erhebung ist deshalb nicht repräsentativ. So beteiligte sich nicht die besucherstärkste US-Gemeinde, die Lakewood Church in Houston (Texas), nicht. Zu ihren Gottesdiensten kommen pro Wochenende durchschnittlich 52.000 Personen. Alle Gemeinden in der Studie sind evangelikal.

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    Kleingruppen sorgen für Wachstum

    Den Angaben zufolge wächst die „Gateway Fellowship Church“ in San Antonio (Texas) am schnellsten. Die Besucherzahl stieg im vergangenen Jahr um 1.520 auf 2.332 an jedem Sonntag – ein Plus von 187 Prozent. Gemeindepastor John Van Pay erklärte das Wachstum mit der Hauskreisarbeit der Gemeinde: „Freunde werden ermutigt, sich einer Kleingruppe anzuschließen.“ Nach einiger Zeit seien sie in der Lage, selber eine solche Gruppe zu gründen und zu leiten. Dort finde man Freunde, erlebe geistliches Wachstum und sei missionarisch aktiv. Die Gemeinde gehört zum pfingstkirchlichen Bund der Gemeinde Gottes.

    Eine Gemeinde gewann über 7.500 neue Mitglieder hinzu

    Auf Platz zwei rangiert die „Life Church Green Bay“ in De Pere (Wisconsin) mit 115 Prozent Wachstum (plus 1.210 Besucher), auf Platz drei die „Tabernacle of Praise Church International“ in Mc Donough (Georgia). Sie legte um 79 Prozent (plus 1.184) zu. Das größte absolute Wachstum erlebte die „Church of the Highlands“ in Birmingham (Alabama). Sie konnte 7.539 Besucher hinzugewinnen (plus 24 Prozent). Pastor Chris Hodges führt das auf das Ziel der Gründer im Jahr 2001 zurück: „Unsere Gemeinde will Menschen mit Gott in Kontakt bringen, ohne sich durch Strukturen und Programme davon abhalten zu lassen.“ Alle drei Gemeinden sind unabhängig.

    Auch die 100 größten Gemeinden ermittelt

    Unter allen Gemeinden, die sich an der Umfrage beteiligten, wurden auch die größten ermittelt. An der Spitze steht die „North Point Ministries“ in Alpharetta (Georgia) mit über 39.000 Mitgliedern. Sie gewann im vergangenen Jahr 4.498 Mitglieder hinzu (plus 13 Prozent). Damit belegt sie beim Wachstum den 37. Platz.

    Willow Creek ist laut Tabelle die sechstgrößte Gemeinde

    Aufgeführt ist auch die international bekannte Willow Creek Community Church in South Barrington bei Chicago. Mit über 25.000 Gottesdienstbesuchern ist sie die sechstgrößte Gemeinde in den USA. Beim Wachstum schaffte sie es aber nicht unter die ersten 100. Nach ihrem Vorbild arbeiten in 35 Ländern etwa 10.000 Gemeinden, die zum internationalen Willow-Creek-Netz zählen.

    Von den ersten zehn sind die meisten Gemeinden unabhängig

    Unter den zehn am schnellsten wachsenden US-Gemeinden gehören vier zu einem Bund: zwei zur pfingstkirchlichen Gemeinde Gottes, eine zu den Südlichen Baptisten – der größten protestantischen US-Kirche – und eine zum Bund Unabhängiger Christlicher Gemeinden. Er umfasst 5.700 evangelikale Gemeinden mit insgesamt über einer Million Mitgliedern. Die anderen sechs Gemeinden gehören zu keinem Zusammenschluss. Ähnlich sieht es bei den zehn größten Gemeinden aus. Sechs sind ohne Bindung an eine Kirche, zwei sind Mitglieder bei den Südlichen Baptisten und zwei beim Bund Unabhängiger Christlicher Gemeinden.

  13. Treffen diese vier gestellten Fragen im Text auch für die Hausgemeinde zu?

    Wie finde ich die richtige Gemeinde?
    Vier Fragen, die bei der Entscheidung helfen können

    Welcher Gemeinde soll ich mich anschließen? Diese Frage wird mir häufiger gestellt – besonders oft von Besuchern meiner eigenen Gemeinde. Viele kennen das: Man zieht in eine neue Gegend, findet sich in seinem neuen Zuhause und Job zurecht und meldet die Kinder in der Schule an. Doch die Suche nach der passenden Ortsgemeinde, ist häufig ein schleppender Prozess. Ich empfehle vier Fragen, um das Feld der potentiellen Gemeinden einzugrenzen und eine gute Entscheidung treffen zu können.

    1. Wird meine Familie in dieser Gemeinde regelmäßig mit Gottes Wort versorgt?

    Diese Frage sollten Sie als erstes stellen. Es geht nicht nur darum, dass die Gemeinde dem Wort Gottes vertraut. Die Frage lautet vielmehr: Wird in der Gemeinde so gepredigt und gelehrt, dass meine Angehörigen und ich gut durch Gottes Wort genährt werden? Anders gefragt: Stehen Auslegungspredigten durch Bibelbücher als regelmäßige Mahlzeit auf dem Speiseplan? Die Praxis der Auslegungspredigt allein ist zwar noch keine Garantie dafür, dass die Gemeinde die passende ist, aber diese Art der Verkündigung bietet einen guten Anhaltspunkt, um auf der Suche weiterzukommen.

    2. Kümmert sich die Gemeinde um meine Seele?

    Hat die Gemeinde echte Pastoren/Älteste, die es für ihre wichtigste Aufgabe halten, sich um das geistliche Wohl der Gemeindemitglieder zu kümmern und auf ihre Seelen achtzugeben? Denn auch wenn in einer Gemeinde kraftvoll und biblisch gepredigt wird, können Sie noch lange nicht erwarten, dass auch Ihre eigene Seele gut versorgt wird. Deshalb: Reden Sie mit den Pastoren. Sprechen Sie mit anderen Gemeindemitgliedern. Sie werden nicht allzu lange nachforschen müssen, um herauszufinden, ob diese Aufgabe für die Gemeindeleitung Priorität hat.

    3. Wird meine Familie hier echte christliche Gemeinschaft erleben und zur Rechenschaft aufgefordert?

    Um das herauszufinden, benötigt es ein wenig Einsatz, um in einer bestimmten Gemeinde Beziehungen zu bauen, an Gemeindeveranstaltungen teilzunehmen und einige Pastoren und Leiter kennenzulernen. Aber seien sie realistisch: Sie sind noch kein Mitglied, erwarten Sie deshalb nicht, dass man sie wie eines behandelt.

    4. Kann ich in dieser Gemeinde Gottes Volk dienen und meine Gaben zum Wohl anderer einsetzen?

    Es hilft zu wissen, wo Ihre Stärken und Begabungen liegen und was die Gemeinde braucht. Manchen Bedürfnissen können sie durch ihre bloße Anwesenheit und Einsatzbereitschaft begegnen. Gehen sie jedoch nicht davon aus, Sie würden durch ihre begrenzten Beobachtungen bereits alle Gebiete kennen, auf denen die Gemeinde Unterstützung benötigt.

    Niemals aufgeben

    Wenn Sie sich für einige Monate auf eine Gemeinde einlassen, sollten Sie diese vier Fragen beantworten können. Fallen Ihre Antworten positiv aus, ist es nicht unwahrscheinlich, dass Sie ihre nächste Gemeinde gefunden haben. In diesem Fall möchte ich Sie dazu ermutigen, nicht länger zu warten, sondern Mitglied zu werden.

    Es braucht Eifer, um auf dieser Suche dranzubleiben. Ein Schlüssel, um durchzuhalten, kann die folgende Grundüberzeugung sein: Sie und Ihre Familie sollten sich nicht wohl damit fühlen, dass sie kein verbindlicher Teil einer Ortsgemeinde sind und nicht unter der Autorität von Unter-Hirten stehen, die sich um Ihre Seelen kümmern. Frei zu sein und keine Rechenschaft ablegen zu müssen, führt viele, die auf der Gemeindesuche sind, in eine sündige Selbstzufriedenheit. Sie sollten sich niemals wohl damit fühlen, ein Schaf aus Gottes Herde zu sein, das die Gemeinschaft der Herde verlassen hat und gegenüber den Hirten, die für es sorgen, keine Rechenschaft mehr ablegt. Ihnen sollte dieser Zustand nicht gefallen, nicht einmal dann, wenn er gerade viel spaßiger und spannender erscheint.

    Quelle:
    E 21

  14. „Günter: Treffen diese vier gestellten Fragen im Text auch für die Hausgemeinde zu?“

    Unsere einfachen denominationslosen christl. Gemeinden beziehungsweise Hausgemeinden sind ohne Frage dem weltweiten Leib Christi zuzuordnen. Zuerst einmal und von daher ist die pastoral klerikal geprägten Fragestellungen von Brian Croft (Senior Pastor der Auburndale Baptist Gemeinde in Louisville Kentucky und Gründer anderer Gemeinden), für mich als HG-Mitglied interessant und aufschlussreich.

    Seine erste, außerhalb der aufgelisteten 4 Fragen: „Welcher Gemeinde soll ich mich anschließen“, die, wie er sagt oft gestellt bekommt, ist mMn in sich schon nicht stimmig.

    Die Gemeinde, der Leib Christi vor Ort d.h., die Gemeinde an meinem Wohnsitz kann nur Eine sein. Sie ist keine, baptistisch, methodistisch, evangelisch, katholisch (allein selig machend), oder anderweitig unter Namensgebungen, strukturunterjochte Gemeinde.

    Denn wenn der eine sagt: Ich gehöre zu den Baptisten, der andere aber: Ich zu den Katholiken -, ist das nicht nach Menschenweise geredet? (in Anlehnung an 1.Korinther 3,4).

    Ergo, die Antwort auf die Frage: „Welcher Gemeinde soll ich mich anschließen“, kann nur lauten, treffe dich mit an Christus gläubigen Brüdern und Schwestern in deinem Haus oder deiner Wohnung, und ihr seid umgehend Glieder am Leib Jesu dem Auferstandenen, dem König der Könige!!!! Und dieser Jesus, dessen Name über allen Namen steht hat gesagt:“Wenn sich zwei oder drei in meinem Namen treffen, bin ich mitten unter ihnen“, das glaubt.

    Was ich sagen möchte, die 4 von Brian Croft empfohlenen Fragen erübrigen sich, bzw. sie heben sich selbst auf im Leben von HG-Gemeinschaft und im reinigen unserer Seelen zur Bruderliebe aus reinem Herzen (in Anlehnung an 1 Petr 1,22).

    Das mag manchem zu einfach erscheinen, ist es aber nicht, im Gegenteil.

    HG-Gemeinschaft leben ist eine geistige Dimension, die ich selbst nicht „bauen“ kann, ich muss, ich sage nochmals ich muss und unterstreiche das Wörtchen muss, Gott dazu um Hilfe bitten!!

  15. Günter Zitat vom: 10. OKTOBER 2016 UM 14:11
    „Manchmal frage ich mich bei solchen Themen, ob wir Christen überhaupt wissen, was wir tun müssen, was Gottes Wille ist“

    Der Wille Gottes, für mich und für dich Günter, ist das ewige Leben nicht mehr und auch nicht weniger………………..(in Anlehnung u.a. an Joh. 12,50+Joh.4,40+ Röm.6,23)!!!

    Dies gilt ebenso für Bernd Wessel und für Roland Klutschewski und für die Menschen weltweit, die an den Sohn Gottes glauben (in Anlehnung an Joh.3,36).

    Die geistige Dimension des ewigen Lebens geht einher Gott zu lieben, den Nächsten zu lieben, und man glaubt es kaum, mich selbst zu lieben(in Anlehnung an 5. Mose 6,5; 3. Mose 19,18).
    Mehr muss ich nicht tun.

    Unser sogenanntes EGO ist talentiert gegen diese „einfache“ und „kindliche“ Sichtweise, Hindernisse und Mauern aufzubauen.

    Mein EGO steht in dieser Hinsicht gegen Lebensqualität, d.h., die Freude am Herrn wird auf ein gerade noch reduziert und somit schwächt dieses EGO die Kraft zur Liebe.

    Wie sagt man so schön, Gefahr erkannt………, Gefahr gebannt………….

    • Hallo Hans-Otto,
      diesen Vers unten möchte ich einmal genau beantwortet haben.
      Johannes 3,36
      Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.
      Die Bibel gibt Auskunft darüber, dass ein Ungläubiger Heiliges nicht glauben bzw. verstehen kann.
      Wie kommt der Ungläubige dann zu einem Glauben an Gott, wenn Gott selber sagt, dass er es nicht kann! Wie?
      Hier liegt 99,99 Prozent der Evangelisation im Argen. Es fehlt die Erklärung für das Wie. Somit ist meine Erfahrung, dass die meisten sogenannten wiedergeborenen Christen auf dem Weg in die Hölle sind. Joh 3,36 ist ein dafür geeigneter Vers. (Buch: Wie wird es in der Hölle sein)
      5. Mose 6,5; 3. Mose 3,19,18 solltest Du einmal genau untersuchen im Bezug auf: „mich selbst zu lieben“. Sich selbst zu lieben widerspricht dem Gebot der „Selbstverleugnung“. Jesus spricht von Selbstverleugnung nicht von Selbstliebe. Hans-Otto – bitte prüfen.
      Günter

  16. Zitat Günter: „ Hallo Hans-Otto,
    diesen Vers unten möchte ich einmal genau beantwortet haben.
    Johannes 3,36
    Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer aber dem Sohn nicht gehorsam ist, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.“

    Jesus gehorsam zu sein bedeutet, dass wir uns untereinander lieben, wie ER uns geliebt hat bzw. liebt. So lautet die genaue Beantwortung deiner Frage, lieber Günter.

    Wie schon gesagt, nicht mehr und nicht weniger.

  17. Apropos lieber Günter, willst du vollkommen sein, dann verkaufe alles was du hast und gib’s den Armen und folge Jesus nach wohin ER dich führt.

    Danach können wir uns gerne, z.B. über die von dir angeführte Selbstverleugnung bzw. Selbstliebe unterhalten.

  18. Lieber Günter, bevor du jetzt darüber nachdenken solltest mir die Frage stellen zu wollen, ob ich alles verkaufe und den Erlös davon den Armen gebe, sage ich dir gleich, dass ich es nicht tue und vermutlich auch nicht tun werde.

    • Hans-Otto.

      Was soll das? Macht keinen Sinn!
      Viele Bibeltext, die in der heutigen Zeit nur positiv gesehen werden,
      haben in ihrer Aussage die Hölle im Gepäck. Die Alten wussten dieses noch ganz genau. Sie waren eben keine Gott-ist-Liebe-Dummköpfe.
      Sie lebten ihr Leben in der Naherwartung Jesu Chriti.
      Günter

      • Günter : „Sie lebten ihr Leben in der Naherwartung Jesu Christi.“

        Eben, das Bewusstsein diese Naherwartung, geht mMn einher mit meiner Liebe zu Gott, mit der Liebe zum Nächsten, mit der Liebe zu meinem Bruder und Schwester in Christus, und das ja-sagen und die Annahme zu mir selbst gleichbedeutend mit der Liebe Gottes zu mir in mir. Dieses Ja-sagen zu mir selbst bzw. diese Ja-Identität bewirkt Jesus bzw. der Geist Gottes in meiner Seele und dies geschieht mittels der Wirklichkeit, mittels des realen Lebens. Wobei diese Liebesanteile untereinander prozentual immer in Bewegung sein werden.

        Günter ich weiß wohl, dass die Welt im Argen liegt, sehr sogar.
        Und ich weiß um die Bedeutung der Sünde in mir und in meinem Nächsten.
        Deshalb und gerade deswegen, glaube ich an das Licht das in die Finsternis scheint. Und ich glaube an die Liebe Gottes, trotz aller Ungerechtigkeit in unserer Welt.
        Und darauf beharre ich bis an das Ende meiner eigenen Tage bzw. bis Jesus wiederkommt.

        Das Gericht überlasse ich Jesus, denn ER ist im Grund schon jetzt das Urteil.

        • Noch ein Wort zur Sünde.

          Wir wissen, dass die Sündenerkenntnis bzw. das Sündenbekenntnis unseres Menschseins die Vorbedingung für die Erlösung ist. Die Menschen unserer Zeit leiden an ihrer Sünde und sie wissen um ihre Schuldhaftigkeit, nur die allgemein verbreitete „Geisteskrankheit“ besteht offensichtlich in der Verdrängung dieses Bewusstseins, bzw. in Ermangelung der Erkenntnis ihrer Verlorenheit.

          Die Seelennot des heutigen Menschen ist die, er ist ein Sünder und er lebt damit, ohne aber eine Vokabel bzw. begriffliche Erklärung dafür zu haben.

          Der Feind leistete in den jeweiligen historischen Epochen ganze Arbeit. Mit anderen Worten die Menschheit glaubte bzw. glaubt der Lüge mehr, wie der Wahrheit.

          Dem heutigen Zeitgenossen fehlt das persönlich naive und kindliche Vertrauen in den Rückhalt des Glaubens an Jesus Christus, welcher die frohe Botschaft selbst ist.

          Die gedankliche Konfrontation an das ewige Leben, erschreckt und verunsichert eher, so dass Freude darüber chancenlos ins Abseits driftet.

  19. Selbstverleugnung meint sicher nicht, dass man sich selbst ablehnen und Hassen soll. Selbstannahme und Liebe zu sich selbst ist etwas sehr gesundes, sofern es nicht narzistisch ist. Und wer sich sich selbst ablehnt, kann andere nicht annehmen und schon gar nicht lieben.

    Dieses Argument ist ein Hasenfuss und geht in die falsche Richtung. Denn sehr viele Menschen leiden unter Selbstablehnung, weil ihnen nicht selten üble Dinge angetan wurden.

    • Selbstverleugnung meint sicher nicht, dass man sich selbst ablehnen und Hassen soll.

      Hallo Bernd.

      Genau aber das bedeutet es nach der Bibel. Nur muss man das Wort Hass; Hassen biblisch richtig verstehen.
      Einmal damit beschäftigen, bringt ganz neue Erkenntnis.
      Günter

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