Kann man sein Heil wieder verlieren?

Eine viel diskutierte und kontroverse Frage in der Christenheit, mit gespaltenen Meinungen. Die einen sagen; unmöglich, das Heil kann niemals wieder verloren gehen und andere sagen das Gegenteil. Doch wie immer muss die Heilige Schrift als Beweis herhalten und wir wollen uns um eine klare Auslegung dazu bemühen.

Das Heil

Voraussetzung für das Heil ist die Wiedergeburt in Christus. Wir werden eine neue Kreatur und vollziehen den Wechsel aus der Blindheit der Finsternis zur sehenden neuen Kreatur im Lichte Christi. Wir erkennen Gott und unsere sündhafte Natur, was normalerweise zu einer umfassenden und aufrechten Buße führt und in der göttlichen Vergebung mündet. Wir werden angenommen, weil wir Christus erkannt und uns umgekehrt haben. Wir sind dann wiedergeboren in Christus.

Es ist aber noch nicht das Maß aller Dinge, sondern erst der Anfang des Weges. Es folgt der Weg der inneren Heiligung und das wir lernen in der Eigenverantwortung unser Heil zu ergreifen und darauf ein Fundament des Glaubens zu bauen.

1.Kor. 3,9-15
Denn Gottes Mitarbeiter sind wir; Gottes Ackerfeld, Gottes Bau seid ihr. Nach der Gnade Gottes, die mir gegeben ist, habe ich als ein weiser Baumeister den Grund gelegt; ein anderer aber baut darauf; jeder aber sehe zu, wie er darauf baut. Denn einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. Wenn aber jemand auf den Grund Gold, Silber, kostbare Steine, Holz, Heu, Stroh baut, so wird das Werk eines jeden offenbar werden, denn der Tag wird es klarmachen, weil er in Feuer offenbart wird. Und wie das Werk eines jeden beschaffen ist, das wird das Feuer erweisen. Wenn jemandes Werk bleiben wird, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen; wenn jemandes Werk verbrennen wird, so wird er Schaden leiden, er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer.

Das Heil ist ein Gnadengeschenk, dass uns nicht nur aus der Finsternis errettet, sondern auch eine innere Erneuerung schenkt. Damit diese Erneuerung in Gang kommen kann, benötigen wir die sehenden Herzensaugen, da wir ohne sie blind bleiben würden. Aber Paulus macht deutlich, dass es an uns liegt wie wir darauf aufbauen.

Das Heil in sich bewahren

Wir sind also eigenverantwortlich dafür, wie das Heil uns zum Heil wird. Wir dürfen nicht bei diesem ersten Schritt stehenbleiben, sondern sind aufgefordert uns von Gott verändern zu lassen. Es gibt viel Neues zu verinnerlichen, den Glauben, Gott selbst und die Gemeinschaft der Christen, die nicht immer leicht ist. Wir sind also lernende auf dem Weg zu ihm hin und dabei ist es entscheidend, wie weit wir uns dem Unterordnen und beugen können. Zumeist wird man noch eine Mischung aus Sünden, Stolz und fehlenden Einsichten erleben, die nach und nach hervorkommen und nach Veränderungen schreien. Was daraus folgt ist ein geistlicher Kampf in und um uns, und wir werden nur dann siegreich sein, wenn wir es schaffen uns unter die Hand Gottes zu demütigen.

Sprüche 4,23
Mehr als alles, was man sonst bewahrt, behüte dein Herz! Denn in ihm entspringt die Quelle des Lebens.

Das Herz ist der meist und schwerst umkämpfteste Ort überhaupt. Im Herzen wohnt die Zunge und unsere Gedanken, das ist der Austragungsort des geistigen Kriegszustandes mit unseren Charaktereigenschaften, Sünden und Prägungen, schlicht unsere Persönlichkeit. Sie will umgeformt werden zu einen Ebenbild Gottes in Liebe und Klarheit.

Wenn diese innere Bewahrung schon ein Kampf ist, stellt sich die Frage ob man solche Kämpfe auch verlieren kann? Nein, wenn wir uns fest an Gott halten und Ja, wenn wir uneinsichtig bleiben.

Wir können das Heil nicht verlieren, wenn wir dranbleiben und innerlich wachsen und uns bemühen. Das Heil hängt auch nicht an der Taufe oder an Werken die wir tun. Das Heil hängt einzig und allein an der Gnade Jesu, welche wir in Anspruch nehmen müssen.

Jesus selbst legt jedoch sehr viel Gewicht auf die Eigenverantwortung und warnt sogar vor dem Verlust der Gnade. Liest man die Sendschreiben der Offenbarung wird deutlich worauf es aufzupassen gilt. Die Sendschreiben geben uns Muster an Fehlern wieder, wie wir betriebsblind werden können und damit der Verlust der Gnade drohen kann.

Sendschreiben an: Bedeutung:
Ephesus Verlassen der ersten Liebe
Smyrna Lob in Anfechtung und Verfolgung
Pergamon Dulden von Irrlehrer
Thyatira Duldung einer falschen Prophetin
Sardes Unzureichende Werke, schlafend
Philadelphia Ermutigung zu überwinden
Laozidea Lauheit, Reichtum, Angepasstheit

Fünf der sieben Gemeinden werden getadelt und mit folgenschweren Konsequenzen bedroht, falls sie nicht umkehren. Obwohl Jesus auch einiges lobt, ist es ihm wichtig das seine Gemeinde rein bleibt. Sei es, dass die Gemeinde seine Kraft verliert aufgrund von Lauheit, schwachen Werken oder weil sie Irrlehrer und falsche Propheten duldet. Wir dürfen nicht vergessen, dass das Unkraut zusammen mit dem Weizen wächst, was ein Bild auf die Gemeinde ist. Der Feind ist also mitten unter uns präsent und versucht sein zerstörerisches Werk in die Gemeinde zu pflanzen und zu säen.

Darin liegt unsere Verantwortung, die Herde Gottes davor zu schützen und die Reinheit der Gemeinde zu bewahren. Was jetzt hier im Rahmen der Gemeinde Gültigkeit hat, hat auch Gültigkeit für den Einzelnen.

Off. 3,4  Sendschreiben an Sardes
Aber du hast einige wenige Namen in Sardes, die ihre Kleider nicht besudelt haben; und sie werden mit mir einhergehen in weißen Kleidern, denn sie sind es wert.

Hier macht Jesus deutlich, dass er die treuen Seelen auch sieht und berücksichtigt.

Immer wieder verweist Jesus in den Sendschreiben darauf, wer überwindet und durchhält bis zum Ende wird den himmlischen Lohn auch empfangen. Und er warnt eindeutig davor, sich nicht die Siegeskrone rauben zu lassen. Das verweist uns darauf, dass wir das Heil auch verlieren können, wenn wir im Glauben schwach werden und nicht dranbleiben, kann der Feind seine bösen Absichten umsetzen und uns so des Sieges berauben.

  1. Wenn wir durch Reichtum und Angepasstheit lau werden und uns so wieder der Welt zuwenden und liberal werden.
  2. Wenn wir die erste Liebe verlassen.
  3. Wenn wir Irrlehrer zulassen.
  4. Wenn wir falsche Propheten zulassen.
  5. Wenn wir einschlafen und schwache Werke haben.

Dann stehen wir in der realen Gefahr abzufallen und die Gnade zu verlieren.

Gott möge uns davor bewahren. AMEN!

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