Himmel oder Hölle

Als Christen lieben wir es, uns die Vaterliebe Gottes gegenseitig zuzusprechen und auch anderen von dieser Liebe zu erzählen. Wirklich?

Es gibt leider ebenso viele, die es nicht fertig bringen von dieser Liebe zu erzählen, sei es einfach nur um das Evangelium zu bezeugen oder ihr eigenes Zeugnis zu erzählen. Aus Menschenfurcht und aus Angst zu versagen oder nicht mit Gegenargumenten klar zu kommen, scheuen viele davor zurück.

Dabei sagt uns Jesus sehr deutlich.

Matthäus 10,32
Jeder nun, der sich vor den Menschen zu mir bekennen wird, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater, der in den Himmeln ist.

Es geht nicht darum wild drauf los zu wuseln, sondern sich von Gott die Wege ebnen zu lassen. Denn jeder Christ ist für vorbereitete Werke vorgesehen. Man muss nichts unkontrolliertes anzetteln oder Werke aus eigener Hand begehen. Es geht vielmehr darum im vertrauen auf Gott zu gehen und seine Stellung in Jesus so optimal zu erfüllen.

Epheser 2,10
Denn wir sind sein Gebilde, in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken, die Gott vorher bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.

Und auch nur so können wir wirklich echte himmlische Früchte bringen, die uns ausmachen und zugleich anderen das Ewige Leben bringen. Vorausgesetzt, wir nehmen das Wort recht auf und setzen es entsprechend um.

Markus 4,20
Und die auf die gute Erde Gesäten sind jene, die das Wort hören und aufnehmen und Frucht bringen: eines dreißig- und eines sechzig- und eines hundertfach.

Die Hölle, ein Ort der Qualen

Himmel oder Hölle
Himmel oder Hölle

Wie kann uns darin ein Blick auf die Hölle helfen? Und was bedeutet dieser Blick in die Hölle? Zunächstmal beschreibt die Bibel selbst diesen Ort, als einen Ort des Gerichtes für alle Menschen, die das Gnadenangebot ausgeschlagen haben.

Johannes 12,48
Wer mich verachtet und nimmt meine Worte nicht an, der hat schon seinen Richter: Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am Jüngsten Tage.

Offenbarung 21,8
Die Feigen aber und Ungläubigen und Frevler und Mörder und Unzüchtigen und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner, deren Teil wird in dem Pfuhl sein, der mit Feuer und Schwefel brennt; das ist der zweite Tod.

Maleachi 3,19
Denn siehe, es kommt ein Tag, der brennen soll wie ein Ofen. Da werden alle Verächter und Gottlosen Stroh sein, und der kommende Tag wird sie anzünden, spricht der HERR Zebaoth, und er wird ihnen weder Wurzel noch Zweig lassen.

Die Hölle ist ein Ort wo kein Licht und keine Leben mehr ist, er ist geprägt von der absoluten Abwesenheit Gottes und der totalen Anwesenheit des Bösen und bedeutet ewige Qualen für deren Bewohner.

Prediger 9,5.6.10
Denn die Lebenden wissen, dass sie sterben werden, die Toten aber wissen nichts; sie haben auch keinen Lohn mehr, denn ihr Andenken ist vergessen. Ihr Lieben und ihr Hassen und ihr Eifern ist längst dahin; sie haben kein Teil mehr auf der Welt an allem, was unter der Sonne geschieht. … Alles, was dir vor die Hände kommt, es zu tun mit deiner Kraft, das tu; denn bei den Toten, zu denen du fährst, gibt es weder Tun noch Denken, weder Erkenntnis noch Weisheit.

Jesaja 14,11
In den Scheol hinabgestürzt ist deine Pracht und der Klang deiner Harfen. Maden sind unter dir zum Lager ausgebreitet, und Würmer sind deine Decke.

Lukas 16,19-31
Es war aber ein reicher Mann, und er kleidete sich in Purpur und feine Leinwand und lebte alle Tage fröhlich und in Prunk. Ein Armer aber, mit Namen Lazarus, lag an dessen Tor, voller Geschwüre, und er begehrte, sich mit den Abfällen vom Tisch des Reichen zu sättigen; aber auch die Hunde kamen und leckten seine Geschwüre. Es geschah aber, dass der Arme starb und von den Engeln in Abrahams Schoß getragen wurde. Es starb aber auch der Reiche und wurde begraben. Und als er im Hades seine Augen aufschlug und in Qualen war, sieht er Abraham von weitem und Lazarus in seinem Schoß. Und er rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich meiner und sende Lazarus, dass er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und meine Zunge kühle! Denn ich leide Pein in dieser Flamme. Abraham aber sprach: Kind, gedenke, dass du dein Gutes völlig empfangen hast in deinem Leben und Lazarus ebenso das Böse; jetzt aber wird er hier getröstet, du aber leidest Pein. Und zu diesem allen ist zwischen uns und euch eine große Kluft festgelegt, damit die, welche von hier zu euch hinübergehen wollen, es nicht können, noch die, welche von dort zu uns herüberkommen wollen. Er sprach aber: Ich bitte dich nun, Vater, dass du ihn in das Haus meines Vaters sendest, denn ich habe fünf Brüder, dass er ihnen eindringlich Zeugnis ablege, damit sie nicht auch an diesen Ort der Qual kommen! Abraham aber spricht: Sie haben Mose und die Propheten. Mögen sie die hören! Er aber sprach: Nein, Vater Abraham, sondern wenn jemand von den Toten zu ihnen geht, so werden sie Buße tun. Er sprach aber zu ihm: Wenn sie Mose und die Propheten nicht hören, so werden sie auch nicht überzeugt werden, wenn jemand aus den Toten aufersteht.

Hier bekommen wir sogar eine detailliertere Beschreibung von dem was nach dem Tod geschieht. Während der eine Trost erfährt, erlebt der andere erste Qualen und Vorzeichen der Hölle. Seine nun einsetzende Erkenntnis hilft ihm nicht mehr, es ist zu spät. Er leidet Pein in der Flamme des Gerichtes und die bestehende Kluft erlaubt keinen Wechsel und auch keinerlei Hilfeleistungen mehr. Auch sein Wunsch selbst noch helfen zu wollen, wird damit beantwortet, dass die Lebenden die Propheten und Mose haben, auf die Sie hören sollten.

Anders ausgedrückt und auf das Heute gemünzt, Sie haben die Braut Christi, die vielen Zeugen und das gepredigte Wort, auf die jeder hören sollte.

Offenbarung 22,17
Und der Geist und die Braut sagen: Komm! Und wer es hört, spreche: Komm! Und wen dürstet, der komme! Wer da will, nehme das Wasser des Lebens umsonst!

Römer 10,17
Also ist der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch das Wort Christi.

Die Hölle ist also ein äußerst grausamer Ort der Qualen und der Pein, und ist all Jenen bereitet, die Jesus nicht als Erlöser ihrer Schuld annehmen und ihn bis zuletzt ablehnen.

Machen wir es uns nochmal bewusst, dort leiden die Menschen unter Feuerqualen und Durst, sie sind umgeben von Dämonen und Würmern. Sie haben keine Leidensgemeinschaft und sind der Willkür dieses Ortes preisgegeben.

Angesichts solcher Tatsachen, denen wir als Christen entronnen sind, stellt sich jedoch die klare Frage nach unserem Zeugnis in diese Welt hinein. Es gibt keinen Grund zaghaft zu sein und auch keinen Grund Anfechtungen zu fürchten. Denn der Herr weint über jeden Sünder der verloren geht.

Hesekiel 18,23
Sollte ich wirklich Gefallen haben am Tod des Gottlosen, spricht der Herr, HERR, nicht vielmehr daran, dass er von seinen Wegen umkehrt und lebt?

In den allermeisten Gemeinden wird kaum noch wirklich ernsthaft über die Tatsachen der Hölle gesprochen. Eher will man dem Teufel und seinem Reich keine Ehre geben und man vermeidet es darüber zu predigen. Aber alles was die Bibel hervorbringt ist nützlich zur Lehre und Auferbauung. So auch dieses Thema, denn es hilft uns die eigene erfahrene Gnade dankbarer anzusehen und die Menschenfurcht abzustreifen und selbst ein guter Zeuge zu sein.

2.Timotheus 3,16-17
Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes richtig sei, für jedes gute Werk ausgerüstet.

Damit ist auch dieser Bereich ein sehr wichtiges Thema, welcher nützlich zur Lehre ist und der Auferbauung dient. Indem es mir die Furcht nimmt und mich ermutigt noch mehr nach Gottes Willen zu leben. Es treibt mich an, Gottes Gnade vermitteln zu wollen und meine Gelegenheiten zu ergreifen. Ich suche nicht mehr nur für mich selbst, sondern auch für andere. Menschen aus meinem Umfeld, meine Nachbarn, Arbeitskollegen, Freunde und Verwandte.

Die klare Sicht auf das, was auf sie wartet, wenn sie bleiben wie sie sind, spornt mich an und gibt mir Kraft durchzuhalten, mehr für sie zu beten und Gott zu bitten Gelegenheiten zu schaffen.

Römer 8,14-17
Denn so viele durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes. Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, wieder zur Furcht, sondern einen Geist der Sohnschaft habt ihr empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater! Der Geist selbst bezeugt zusammen mit unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind. Wenn aber Kinder, so auch Erben, Erben Gottes und Miterben Christi, wenn wir wirklich mitleiden, damit wir auch mitverherrlicht werden.

Sei mutig und erfülle das gute Werk in Christus zu dem du berufen bist. Geh voran und denke stets daran, dass die Hölle kein Drohmittel ist, sondern eine Realität, der es zu entkommen gilt.

Gott segne Dich.


10 Kommentare zu Himmel oder Hölle

  1. „Bernd:
    Jesaja 14,11
    In den Scheol hinabgestürzt ist deine Pracht und der Klang deiner Harfen. Maden sind unter dir zum Lager ausgebreitet, und Würmer sind deine Decke.“

    Die Würmer und Maden erschrecken nicht wirklich, oder doch …………zuerst einmal, …, sie werden unweigerlich das Schicksal meines leiblichen Körpers sein, nach meinem ableben hier auf Erden ein Fraß für Maden und Würmer …………, ich kann diese Natürlichkeit des Vergehens nicht aufhalten.
    Mein Körper wird umgewandelt in nahrhafte Erde, sprich Humus. Ich kann diese Würmer nicht von ihrer Tätigkeit abhalten, es ist ihre Aufgabe, sie werden es tun.

    Ich kann diesen Anblick meiner Vergänglichkeit verdrängen und hierin bin ich Weltmeister, ich verdränge im Grunde meine an diesem Punkt aufkommende Angst. Nachvollziehbar, einleuchtend………..? Ja, aber die Angst bleibt, sie ist noch da, ich habe sie mit dem Besen der Verdrängung unter den Teppich gekehrt.

    Ein Wurm besitzt in der Tat ein Machtpotential über mein Menschsein, nämlich die Möglichkeit mein denken dahingehend zu beeinflussen, fragend einen Sinn dahinter erkunden zu wollen, wenn ich will (Bedenket, dass ihr sterben müsst).

    Maden und Würmer sind ein Spiegelbild meiner Verweslichkeit, sozusagen sind sie die Akteure, meine trügerische eingemachte Unsterblichkeitsfantasie in Frage zu stellen, sie untergraben mein denken, selbst Gott sein zu wollen.

    Maden sind für Menschen eine schreckliche Todes-Realität einerseits, andererseits implizieren sie in Folge weiterer Betrachtung, die Variante, nicht nur in Fleisch und Blut existieren und dahin vegetieren zu müssen. Maden und Würmer von Gott erschaffen, können gleichsam dem denkenden und suchenden Menschen den Weg zum ewigen Leben weisen.

    Ergo haben Maden und Würmer etwas sehr vorteilhaftes.

    • Lieber Hans-Otto,

      Maden und Würmer, die in der Hölle den Boden bedecken und zusammen mit den anderen Qualen den Ort der Verdammnis ausmachen, gelten nicht für wiedergeborene Christen. Sie werden auf goldenen Straßen gehen und Gottes Kinder sein.

      Offenbarung 22,1-5
      Und er zeigte mir einen Strom von Wasser des Lebens, glänzend wie Kristall, der hervorging aus dem Thron Gottes und des Lammes. In der Mitte ihrer Straße und des Stromes, diesseits und jenseits, war der Baum des Lebens, der zwölfmal Früchte trägt und jeden Monat seine Frucht gibt; und die Blätter des Baumes sind zur Heilung der Nationen. Und keinerlei Fluch wird mehr sein; und der Thron Gottes und des Lammes wird in ihr sein; und seine Knechte werden ihm dienen, und sie werden sein Angesicht sehen; und sein Name wird an ihren Stirnen sein. Und Nacht wird nicht mehr sein, und sie bedürfen nicht des Lichtes einer Lampe und des Lichtes der Sonne; denn der Herr, Gott, wird über ihnen leuchten, und sie werden herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit.

      Wen interssiert da noch der verweste Körper? 🙂

  2. Stimmt Bernd, ich bin absolut bei dir!!
    Aber du glaubst nicht, wie viele Christen es gibt, die Angst haben.
    Und wovor……….?

    • Vor Kontrollverlust, Sichtum, Schmerzen, grausamer Tod, es gibt vieles wovor wir uns fürchten und manches ist auch total normal. Wir können uns deshalb nur an Gottes Wort festhalten.

      Johannes 16,33
      In der Welt habt ihr Angst; aber seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden.

  3. Bernd:
    „Offenbarung 22,1-5.
    Wen interssiert da noch der verweste Körper?“

    Die Worte in Offenbarung 22,1-5 sind doch ein Grund zur überschwänglichen Freude, für uns wiedergeborene Christen. Aufgrund dieser Zusagen können wir tanzen Tag und Nacht, jedenfalls in unserem geistigen Bewusstsein.

  4. Bernd:
    Jesaja 14,11
    In den Scheol hinabgestürzt ist deine Pracht und der Klang deiner Harfen. Maden sind unter dir zum Lager ausgebreitet, und Würmer sind deine Decke.
    Lukas 16: sieht er Abraham von weitem und Lazarus in seinem Schoß. Und er rief und sprach: Vater Abraham

    Diese Scheol/Totenreich ist zuerst einmal mein begrenzter Aufenthaltsort nach meinem Absterben von der diesseitigen Welt.

    Das Totenreich ist Realität, sonst gäbe es keine Auferstehung von den Toten.

    Aber anscheinend existieren dort zwei Bereiche, ein Bereich für die von Jesus Erlösten (in Abrahams Schoß, also Glaubende), sprich für die, die bereits in ihrem Leben, an das ewige Leben geglaubt haben, und ein Sektor oder Sphäre für diejenigen die nicht an Jesus geglaubt hatten.

    Der Verweis auf die Pracht und den Klang der Harfen ist ein geistlicher, der Hinweis auf Maden und Würmer ist der Wink, der in eine bestimmte Richtung zielt, nämlich das von mir oben beschriebene Model der Funktionsabfolge von Maden und Würmern auf meinen organischen Körper, betroffen hiervon sind beide, die Körper von Erlösten, sowie der, der Unerlösten.

    Und wie schon gesagt Bernd, ich bin bei dir, wenn du sagst:“ Wen interssiert da noch der verweste Körper?“

    Aber ich meine man sollte der Made schon mal ins Auge geschaut haben, um tatsächlich zu begreifen um was es geht.

    Yeah, lets Dance!

    • 1.Korinther 15,50-58
      Das sage ich aber, liebe Brüder, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht ererben können; auch wird das Verwesliche nicht erben die Unverweslichkeit. Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden; und das plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune erschallen und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden. Denn dies Verwesliche muss anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche muss anziehen die Unsterblichkeit. Wenn aber dies Verwesliche anziehen wird die Unverweslichkeit und dies Sterbliche anziehen wird die Unsterblichkeit, dann wird erfüllt werden das Wort, das geschrieben steht (Jesaja 25,8; Hosea 13,14): »Der Tod ist verschlungen vom Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?« Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft aber der Sünde ist das Gesetz. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus! Darum, meine lieben Brüder, seid fest, unerschütterlich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Arbeit nicht vergeblich ist in dem Herrn.

      Die Frage ist doch, wer ist hier die Made? 😉

  5. Da haben wir es wieder „Fleisch und Blut“ können das Reich Gottes nicht ererben.

    Meine obige Ausführung : „Maden sind für Menschen eine schreckliche Todes-Realität einerseits, andererseits implizieren sie in Folge weiterer Betrachtung, die Variante, nicht nur in Fleisch und Blut existieren und dahin vegetieren zu müssen.“

    Anders formuliert, die Made eröffnet mir erst die Möglichkeit von meinem Reich in ein anderes, dauerndes überwechseln zu können.

    (Wir müssen ja hier nicht erwähnen, der Weg dorthin, ist nur durch und mit und über Jesus Christus möglich. Aber sicherheitshalber sei darauf hingewiesen)

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