Jerusalem-Taumelbecher der Nationen

Jerusalem-Taumelbecher der Nationen
Die Rolle Israels in der Endzeit
Bernd Wessel |11.02.2014

Einleitung_ 3

Quellenangaben_ 3

Copyright 3

Sacharja 12, 1-14_ 4

Israel im Alten Testament 5

Die Entstehung der Völker 5

Die Entstehung und der Werdegang des Volkes Israels 5

Das Land Israel 7

Israel im Neuen Testament 9

Was sagte Jesus zur Endzeit 9

Was sagte Jesus zur Vorbereitung_ 11

Israel-Das verheißene Volk Gottes 12

Ausblick auf weitere Themen: 14

Thema Endzeit 14


Einleitung

Diese Ausarbeitung wurde im Rahmen eines Hauskreises verwendet und erhebt nicht den Anspruch auf Absolutheit oder Vollständigkeit. Da es in der Theologie oft zu verschiedenen Lehrmeinungen und Ansichten kommt, ist es nicht mein Ziel diese in ihrer Kompaktheit darzustellen oder gar dem Gerecht zu werden.

Alle Inhalte lassen sich heute über das Internet und seiner Informationsvielfalt leicht nachprüfen. Dabei kann man die unterschiedlichen Lehrmeinungen vergleichen und sich selbst ein Bild machen. Ich bemühe mich jedoch nach besten Wissen und Gewissen Auslegungen und Beurteilungen wiederzugeben und jeder möge bitte selbst die Wahrheit und das Wort für sich prüfen.

Soweit ich es kann, mache ich auf mögliche verschiedene Deutungsmöglichkeiten auch aufmerksam.

Quellenangaben

  • Ich nutze für die Bibelstellen die rev. Elberfelder Übersetzung
  • Das Bild der Tempel Salomos ist entnommen von Panthermedia.de und unterliegt dem Urheberecht
  • Das Bild der Stiftshütte ist unter der GNU Lizenz freigeben und kommt von Wikimedia Common
  • Das Bild von Josefs Grabschändung wurde mit freundlicher Genehmigung aus der Website von israelheute.com entnommen, unterliegt dort jedoch dem Urheberrecht

Copyright

Sie dürfen diese Publikation frei verwenden, bitte jedoch nicht kommerziell. Die Bilder unterstehen einem Copyright und dürfen nur mit Erlaubnis benutzt werden. Bitte wenden Sie sich bei Interesse an die jeweiligen oben aufgeführten Besitzer.


 

Sacharja 12, 1-14

Ausspruch, Wort des HERRN über Israel. Es spricht der HERR, der den Himmel ausspannt und die Grundmauern der Erde legt und den Geist des Menschen in seinem Inneren bildet:

Siehe, ich mache Jerusalem zu einer Taumelschale für alle Völker ringsum. Und auch über Juda: Es wird in Bedrängnis geraten zusammen mit Jerusalem. Und es wird geschehen an jenem Tag, da mache ich Jerusalem zu einem Stemmstein für alle Völker; alle, die ihn hochstemmen wollen, werden sich wund reißen. Und alle Nationen der Erde werden sich gegen es versammeln.

An jenem Tag, spricht der HERR, schlage ich alle Pferde mit Scheuwerden und ihre Reiter mit Wahnsinn. Über das Haus Juda aber halte ich meine Augen offen, während ich alle Pferde der Völker mit Blindheit schlage. Und die Fürsten von Juda werden in ihrem Herzen sagen: Die Bewohner von Jerusalem sollen Stärke nur in dem HERRN der Heerscharen, ihrem Gott, haben.

An jenem Tag mache ich die Fürsten von Juda einem Feuerbecken unter Holzstücken und einer Feuerfackel unter Garben gleich; und sie werden zur Rechten und zur Linken alle Völker ringsum verzehren. Und immer noch wird Jerusalem an seiner Stätte bleiben in Jerusalem. Der HERR aber wird die Zelte Judas zuerst retten, damit der Stolz des Hauses David und der Stolz der Bewohner von Jerusalem gegenüber Juda nicht zu groß werde.

An jenem Tag wird der HERR die Bewohner von Jerusalem beschirmen; und der Stürzende unter ihnen wird an jenem Tag wie David sein und das Haus David wie Gott, wie der Engel des HERRN vor ihnen her.  Und es wird geschehen an jenem Tag, da trachte ich danach, alle Nationen zu vernichten, die gegen Jerusalem herankommen.

Aber über das Haus David und über die Bewohnerschaft von Jerusalem gieße ich den Geist der Gnade und des Flehens aus, und sie werden auf mich blicken, den sie durchbohrt haben, und werden über ihn wehklagen, wie man über den einzigen Sohn wehklagt, und werden bitter über ihn weinen, wie man bitter über den Erstgeborenen weint.

An jenem Tag wird die Wehklage in Jerusalem groß sein wie die Wehklage von Hadad-Rimmon in der Ebene von Megiddo. Und wehklagen wird das Land, Sippe um Sippe für sich, die Sippe des Hauses David für sich und ihre Frauen für sich, die Sippe des Hauses Nathan für sich und ihre Frauen für sich, die Sippe des Hauses Levi für sich und ihre Frauen für sich, die Sippe der Schimiter für sich und ihre Frauen für sich, alle übrigen Sippen, Sippe um Sippe für sich und ihre Frauen für sich.

Israel im Alten Testament

Um die Bedeutung Israels zu verstehen müssen wir zunächst eine grobe Rückschau ins Alte Testament vornehmen. Wer war Israel für Gott und wie entstand dieses Volk und sein Land? Was leitet sich daraus ab und ist Israel verworfen oder doch Gottes auserwähltes Volk?

Die Entstehung der Völker

Nach der Sintflut waren nur noch [1]Noah und seine Familie übrig und daraus entstand zunächstmal das neue Menschengeschlecht und somit ist hier auch der Anfang Israels zu sehen. Noah war zeitgeschichtlich gesehen der zehnte Vorfahre von Abraham, welches ca. im frühen dritten Jahrtausend vor Christus war.

Noahs Söhne, Sem, Ham und Jafet sind die Begründer der drei damaligen Volksgruppen.

Sem war der älteste Sohn und gilt als Begründer aller heutiger bekannter Völker, während Jafet als Stammvater der Völker nördlich von Israel gilt. Ham wurde von seinem Vater Noah verflucht, weil er diesen angeblich im betrunkenen Zustand nackt gesehen hatte. Es gibt jedoch Überlieferungen die von einer Vergewaltigung Noahs durch Ham sprechen. Ham wird als Begründer einiger Völker südlich von Ägypten zugesprochen, damit ist er der Stammvater einiger der sündhaftesten Völker um das Land Israel. (Libyen, Kanaan)

Die Entstehung und der Werdegang des Volkes Israels

Die biblische Entstehung des Volkes Israels begründet sich auf Jakob als Stammvater der zwölf Stämme Israels, die aus seinen zwölf Söhnen hervorgegangen sind. [2]Jakob war einer der Söhne des Isaak, des verheißenen Sohnes Abrahams. Sein Bruder [3]Esau vergab sein Erstgeburtsrecht für eine Linsensuppe an Jakob und war damit aus der Gunst Gottes gefallen. Später erhielt Jakob den [4]Namen Israel, nachdem er mit Gott gerungen hatte.

Bezeichnender Weise haben die ältesten Söhne von Jakob den jüngsten und unschuldigen Bruder [5]Josef unter die Sklaven verkauft und waren sogar bereit diesen auch zu töten. Die selbe Tat hat Israel später dann mit dem Mord an Jesus praktisch noch mal vollzogen.

Josefs Geschichte ist herausragend, da er im Exil der Gefangenschaft zu dem damals zweitmächtigsten Mann der Welt aufsteigt. Nachdem Josef in der Lage war den [6]Traum des Pharaos zu deuten und Gott darin alle Ehre gab wurde er zum Mundschenk des Pharaos.

[7]Eine Hungersnot trieb die Söhne Jakobs dann nach Ägypten um Korn einzukaufen, wobei sie dann auf Josef stießen, ihn aber zunächst nicht erkannten. Josef erteilte Ihnen daraufhin eine Lektion, in der ihnen auch vergab und er sorgte dafür das seine Familie/Sippe nach Ägypten kam.

Die Geschichte Josefs können wir als Sinnbild auf Jesus sehen.

[8]Nachdem der Pharao verstorben war folgten für das Volk Israel in Ägypten dann 400 Jahre Frondienste, woraufhin [9]Mose von Gott auserwählt wurde, das Volk aus Ägypten zu führen. Das Volk wanderte dann [10]vierzig Jahre lang durch die Wüste, nachdem es Gott erzürnt hatte und er beschloss diese Generation in der Wüste sterben zu lassen. Nur Josua und die zwei Kundschafter aus dem alten Geschlecht, die Gott glaubten, kamen ins heilige Land. In der Wüste entstand dann auch der erste Tempel, die Stiftshütte, und es folgten die ersten Gesetzgebungen Gottes an sein Volk.


Anmerkung:
Josef befahl seine Gebeine nicht in Ägypten zu lassen und so wurden diese beim Auszug aus Ägypten mitgeführt. Im Jahr 2000 wurde diese heilige Grabstätte durch die Palästinenser schwer zerstört und geschändet. Das Grab Josefs liegt am Stadtrand von Nablus, einer großen palästinensischen Stadt, die auf dem Gebiet des biblischen Schechem liegt. Dort wurde einst die Bundeslade aufbewahrt, bevor der Tempel in Jerusalem gebaut wurde. Bevor die zweite Intifada im Jahre 2000 ausbrach, hatte Israel eine Militärbasis rund um das Grab, die jüdischen Pilgern ungehinderten Zugang zur Stätte bot. Aber als das Grab im selben Jahr von palästinensischen Mobs belagert und ein israelischer Soldat bei der Verteidigung getötet wurde, stimmte Israel zu, die Kontrolle über die Stätte der palästinensischen Autonomiebehörde zu übertragen, unter der Bedingung, dass sie beschützt werden würde. Kaum waren die israelischen Soldaten abgezogen, konnten Palästinenser die Stätte stürmen und zerstören.

Abbildung 1: Das Grab Josefs nach der Schändung von 2011
Abbildung 1: Das Grab Josefs nach der Schändung von 2011

Josua war es nun auferlegt die Stellung von Moses einzunehmen und das Land einzunehmen. Sein Leben bestand aus Kampf und Landeinnahme, worüber er auch müde wurde und er es nicht schaffte das ganze Land einzunehmen.

Abbildung 2: Die Stiftshütte
Abbildung 2: Die Stiftshütte

 

Das Land Israel

Das biblische Kernland Israel hat eine heutige Fläche von 20.991 km² / 22.145 km² davon sind besetzte Gebiete 6.831 km², was ungefähr der Größe Hessens entspricht. Nach dem Stand von 2013 hat Israel heute 8.134.100 Einwohner. Israel wurde 1948 wieder als souveräner Staat neu gegründet, zuvor war es Brachland und niemand kümmerte sich darum.

Der Tempelberg auch bekannt als der Berg Moriah hat tiefste biblische Wurzeln, hier wurde nicht nur der erste Tempel von Salomo gebaut. Auf diesen Berg hatte Abraham auf Gottes Befehl hin seinen verheißenen Sohn Isaak opfern wollen. Und König David kaufte diesen Berg den Aron für 50 Lot Silber für den Tempelbau ab und errichtete dort einen Altar für Gott.

Der jüdische Talmud behauptet sogar, dass Gott aus der Erde des Berges einst Adam formte und Kain, Abel und Melchisedek hier opferten.

Das Ursprungsland ist jedoch Kanaan gewesen, welches aus Ham den verfluchten Sohn Noahs kommt. Gott warnte sein Volk ausdrücklich vor einer Vermischung mit diesem Volk, denn sie huldigten den Götzen Baal und sie brachten Menschenopfer dar.

Und so wurde das Land zunächst nur teilweise eingenommen und nun folgten auch die weiteren Gesetzesvorgaben Gottes an sein Volk. Nachdem die Patriarchenzeit zu Ende ging, lebte das Volk Israel lange Zeit führerlos. Gott lies dann über mehrere Jahrhunderte verschiedene Richter aufstehen, die dann das Land führten. Allerdings waren selbst diese Richter von Sünde durchdrungen, so lehnte z. B. Gideon die Führerschaft zwar ab, lies sich jedoch in seiner Heimatstadt ein Bildnis machen und wurde als Herrscher angebetet. Einzig die Geschichte von Ruth fällt in dieser Zeit positiv auf.

Das ganze gipfelte dann in zur Zeit Samuels darin, dass sich das Volk einen König erbat und so wurde [11]Saul der erste König Israels. [12]Saul fiel jedoch aufgrund seiner Sünde in Ungnade und das Königtum wurde ihm genommen. Sein Ende und Tod mündete in seinem Suizid auf dem Schlachtfeld.

Seine Nachfolge tritt [13]David an, der schon zur Zeit Sauls erwählt wurde und er auch zeitweise in seiner Armee diente, nachdem er den Riesen Goliath besiegt hatte. Doch Saul wurde von Gott mit einem [14]Dämon geschlagen und Furcht kam über ihn und so suchte er Davids Tod.

David brachte Israel Frieden, durch seine eigenen Sünden jedoch blieb es ihm verwehrt den Tempel Gottes zu bauen. Den ersten Tempel baute sein Sohn Salomo, der als König nach ihm regierte. König Salomo war für seine Weisheit und seinen Reichtum weltbekannt, obwohl auch er von Gottes Gesetzen später abfiel. Er lies sich mit ausländischen Frauen ein und erlaubte ihnen zum Teil ihre Religion auszuüben und so kam eine erneute Götzenanbetung ins Land.

Abbildung 3: Der Tempel Salomos
Abbildung 3: Der Tempel Salomos

In den weiteren Verlauf des Alten Testamentes wechseln die Könige Israels immer wieder auch die Charaktere, von guten und Gott gehorsamen Königen, bis zu absolut grausamen Königen. Später haben dann die Propheten Elia und Elisa den Königsgeschlechtern starke Gerichtszeichen gesetzt, aber auch andere Propheten wie Jeremia und Jesaja. Dabei hat Gott über die Jahrhunderte immer wieder prophetisch offenbart was weltweit geschehen wird. Auch dieses Faktum ist interessant, weil uns Elia und Elisa an die beiden [15]endzeitlichen Propheten aus der Offenbarung erinnern.

Israel im Neuen Testament

Hier müssen wir zunächstmal festhalten, dass das Neue Testament in der Hauptsache die Geschichte um Jesus mit den Jüngern, den neuen Bund und die Entstehung der ersten Gemeinden schildert. Bis hin zur Offenbarung des Johannes, welche noch eine besondere Stellung einnimmt.

Solange der neue Bund durch Jesu sterben am Kreuz und seiner Auferstehung nicht erfüllt war, bestand der alte Bund weiter. Jesus lebte also selbst verbindlich darin und hielt alle Gesetze des alten Bundes ein.

In einem besonderen Kontext stand Jesus mit den damaligen Gelehrten, die als Hüter des Wortes Gottes eine große Verantwortung am Volk hatten. Diese hatten darin jedoch schwer versagt und waren voller Stolz auf ihre Positionen.

Zeitgeschichtlich war Israel ein durch die Römer besetztes Land, welches durch Herodes den Judenkönig gelenkt wurde, parallel dazu gab es noch den römischen Statthalter. Herodes war den Römern sehr zugetan und baute zu Ehren Cäsars sogar eine Stadt namens Cäsarea.

Herodes wiederum fürchtete die Prophezeiung, dass ein anderer König, der von Gott erwählt war seinen Platz einnehmen könnte. Und so lies er Jesus schon als Kind verfolgen und lies alle Kleinkinder in Rama töten. Und so hatte Jesus die führenden Kräfte gegen sich, aber dem Volk gab er Einsicht und Heilung.

Was sagte Jesus zur Endzeit

Aber er tat noch viel mehr und so bezog er auch Stellung zum Thema Endzeit, in Matthäus 24, 1-28 spricht Jesus von dem was geschehen soll.
Matthäus 24, 1-28
Und Jesus trat hinaus und ging von dem Tempel weg; und seine Jünger traten zu ihm, um ihn auf die Gebäude des Tempels aufmerksam zu machen. Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Seht ihr nicht dies alles? Wahrlich, ich sage euch: Hier wird nicht ein Stein auf dem anderen gelassen werden, der nicht abgebrochen werden wird.

Als er aber auf dem Ölberg saß, traten seine Jünger für sich allein zu ihm und sprachen: Sage uns, wann wird das sein, und was ist das Zeichen deiner Ankunft und der Vollendung des Zeitalters? Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Seht zu, dass euch niemand verführe! Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin der Christus! Und sie werden viele verführen.

 Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören. Seht zu, erschreckt nicht! Denn es muss geschehen, aber es ist noch nicht das Ende. Denn es wird sich Nation gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich, und es werden Hungersnöte und Erdbeben da und dort sein.

Alles dies aber ist der Anfang der Wehen.

Dann werden sie euch in Bedrängnis überliefern und euch töten; und ihr werdet von allen Nationen gehasst werden um meines Namens willen. Und dann werden viele verleitet werden und werden einander überliefern und einander hassen; und viele falsche Propheten werden aufstehen und werden viele verführen; und weil die Gesetzlosigkeit überhandnimmt, wird die Liebe der meisten erkalten; wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden.

Und dieses Evangelium des Reiches wird gepredigt werden auf dem ganzen Erdkreis, allen Nationen zu einem Zeugnis, und dann wird das Ende kommen. Wenn ihr nun den Gräuel der Verwüstung, von dem durch Daniel, den Propheten, geredet ist, an heiliger Stätte stehen seht – wer es liest, der merke auf! -,dann sollen die in Judäa auf die Berge fliehen;

wer auf dem Dach ist, soll nicht hinabsteigen, um die Sachen aus seinem Haus zu holen; und wer auf dem Feld ist, soll nicht zurückkehren, um seinen Mantel zu holen.

Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen!

Betet aber, dass eure Flucht nicht im Winter geschehe noch am Sabbat! Denn dann wird große Bedrängnis sein, wie sie von Anfang der Welt bis jetzt nicht gewesen ist und auch nie sein wird.

Und wenn jene Tage nicht verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden. Wenn dann jemand zu euch sagt: Siehe, hier ist der Christus, oder dort! so glaubt es nicht!

Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und werden große Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen.

Siehe, ich habe es euch vorhergesagt.

Wenn sie nun zu euch sagen: Siehe, er ist in der Wüste!, so geht nicht hinaus! Siehe, in den Kammern!, so glaubt es nicht! Denn wie der Blitz ausfährt von Osten und bis nach Westen leuchtet, so wird die Ankunft des Sohnes des Menschen sein.

Wo das Aas ist, da werden sich die Adler versammeln.

Jesus spricht nicht allein von dem Tag des Gerichtes über die Erde, sondern er warnt uns eindeutig vor den falschen Propheten der Endzeit, die in seinen Namen aufstehen und sogar Wunder tun werden.

Auch spricht Jesus davon, dass wir wachsam sein sollen und es auch erkennen können und so dann auch vorbereitet sein sollen.
Matthäus 24, 32-44

Von dem Feigenbaum aber lernt das Gleichnis: Wenn sein Zweig schon weich geworden ist und die Blätter hervortreibt, so erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist. So sollt auch ihr, wenn ihr dies alles seht, erkennen, dass es nahe an der Tür ist.

Wahrlich, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschehen ist.

Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber sollen nicht vergehen. Von jenem Tag aber und jener Stunde weiß niemand, auch nicht die Engel in den Himmeln, auch nicht der Sohn, sondern der Vater allein.

Aber wie die Tage Noahs waren, so wird auch die Ankunft des Sohnes des Menschen sein. Denn wie sie in jenen Tagen vor der Flut waren: – sie aßen und tranken, sie heirateten und verheirateten bis zu dem Tag, da Noah in die Arche ging und sie es nicht erkannten, bis die Flut kam und alle wegraffte -, so wird auch die Ankunft des Sohnes des Menschen sein.

Dann werden zwei auf dem Feld sein, einer wird genommen und einer gelassen; zwei Frauen werden an dem Mühlstein mahlen, eine wird genommen und eine gelassen.

Wacht also! Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt.

Das aber erkennt: Wenn der Hausherr gewusst hätte, in welcher Wache der Dieb kommt, so hätte er wohl gewacht und nicht zugelassen, dass in sein Haus eingebrochen wird. Deshalb seid auch ihr bereit! Denn in der Stunde, in der ihr es nicht meint, kommt der Sohn des Menschen.
Die endzeitliche Phase wird mit den Tagen Noahs verglichen, scheinbar sorglos scheinen die Menschen der Endzeit zu sein, bis Jesus für sie völlig unerwartet kommt. Aber auch wir werden eindeutig gewarnt bereit zu sein, da auch wir die Stunde seines Kommen nicht kennen. Er selbst sagte wie es sein wird, dass anders begriffen, praktisch nur jeder zweite Christ angenommen sein wird.

Die unechten Christen jener Zeit werden also nicht wenige sein.

Was sagte Jesus zur Vorbereitung

Im Gleichnis der zehn Jungfrauen macht Jesus nochmal sehr deutlich, dass wir vorbereitet sein sollen. Und auch hier finden wir wieder die Mahnung durch Jesus an uns zu wachen, da wir weder Tag noch Stunde kennen.

Matthäus 25, 1-13
Dann wird es mit dem Reich der Himmel sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und hinausgingen, dem Bräutigam entgegen.

Fünf aber von ihnen waren töricht und fünf klug. Denn die Törichten nahmen ihre Lampen und nahmen kein Öl mit sich; die Klugen aber nahmen Öl in ihren Gefäßen samt ihren Lampen. Als aber der Bräutigam auf sich warten ließ, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein.

Um Mitternacht aber entstand ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam! Geht hinaus, ihm entgegen!

Da standen alle jene Jungfrauen auf und schmückten ihre Lampen. Die Törichten aber sprachen zu den Klugen: Gebt uns von eurem Öl! Denn unsere Lampen erlöschen. Die Klugen aber antworteten und sagten: Nein, damit es nicht etwa für uns und euch nicht ausreiche! Geht lieber hin zu den Verkäufern und kauft für euch selbst!

Als sie aber hingingen, zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit, und die Tür wurde verschlossen. Später aber kommen auch die übrigen Jungfrauen und sagen: Herr, Herr, öffne uns!

Er aber antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euch nicht. So wacht nun! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.
Was aber meint dieses Gleichnis überhaupt, sollen wir jetzt alle Öl kaufen? J

Wir sollen uns nicht ablenken lassen und durch die Zeiten des Lebens nicht matt werden, also nicht schläfrig zu werden und wach zu bleiben. Jesus meint damit ein geheiligtes gottesfürchtiges Leben zu führen, mit ihm jederzeit zu rechnen.

Dies sollten wir allerdings nicht durch Erfüllung von Ritualen oder ähnliches tun, sondern Jesus gab uns weitere Hinweise worauf es wirklich ankommt.

Johannes 15, 4-5
Bleibt in mir und ich in euch! Wie die Rebe nicht von sich selbst Frucht bringen kann, sie bleibe denn am Weinstock, so auch ihr nicht, ihr bleibt denn in mir. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.

Einen ersten Hinweis finden wir hierin, wo Jesus uns sagt, dass wir in ihm bleiben sollen und wir nur durch ihn echte Frucht bringen können. Aber wie bleiben wir in ihm?

Johannes 6, 56
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm.

Hier sagt Jesus es ganz deutlich und einige Sätze zuvor erklärt er es auch.

Johannes 6, 48-51
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer glaubt, hat ewiges Leben. Ich bin das Brot des Lebens. Eure Väter haben das Manna in der Wüste gegessen und sind gestorben. Dies aber ist das Brot, das aus dem Himmel herabkommt, damit man davon esse und nicht sterbe. Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist; wenn jemand von diesem Brot isst, wird er leben in Ewigkeit. Das Brot aber, das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt.

Sein Fleisch ist also sein Opfer am Kreuz und wer das glaubt hat ewiges Leben!

Wer glaubt, das Jesus das Opfer für die Erlösung gab und seine Worte wahrhaftig sind, der bleibt in ihm. Es gibt jedoch noch ein Faktum, was Jesus uns dazu mitgab.

Johannes 15, 9-12
Wie der Vater mich geliebt hat, habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe!

Wenn ihr meine Gebote haltet, so werdet ihr in meiner Liebe bleiben, wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe. Dies habe ich zu euch geredet, damit meine Freude in euch sei und eure Freude völlig werde. Dies ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, wie ich euch geliebt habe.

Das Gebot der Liebe und der Glaube an Jesus als Erlöser, sorgt dafür, dass wir in ihm bleiben.

Israel-Das verheißene Volk Gottes

Bedenkt man, dass Jesus und seine Jünger selbst Juden waren und sich dessen Geschichte zunächst nur in Israel abspielte, so finden wir in der Bibel weitere Hinweise auf die Erwählung Israels.

Römer 11, 2-5
Ich sage nun: Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Auf keinen Fall! Denn auch ich bin ein Israelit aus der Nachkommenschaft Abrahams, vom Stamm Benjamin. Gott hat sein Volk nicht verstoßen, das er vorher erkannt hat. Oder wisst ihr nicht, was die Schrift bei Elia sagt? Wie er vor Gott auftritt gegen Israel:
„Herr, sie haben deine Propheten getötet, deine Altäre niedergerissen, und ich allein bin übrig geblieben, und sie trachten nach meinem Leben.“

Aber was sagt ihm die göttliche Antwort? „Ich habe mir siebentausend Mann übrig bleiben lassen, die vor Baal das Knie nicht gebeugt haben.“

So ist nun auch in der jetzigen Zeit ein Rest nach Auswahl der Gnade entstanden.

Römer 11 führt dann weiter aus, dass einem Teil Israels Verstockung wiederfahren ist und dieser Umstand den Heidennationen zum Heil wurde.

Israel hat als einzigstes Volk die Verheißung als ganzes Volk gerettet zu werden, sie haben dafür jedoch über viele Jahrhunderte bitterstes Leid erfahren müssen. Durch die Diaspora (Vertreibung) gingen sie in alle Welt und haben dort Glauben und Gebete erst hingebracht.

Über 2000 Jahre lang grüßte man sich mit den Worten: „Und nächstes Jahr in Jerusalem“.

Die jüdische Nationalhymne ha Tikwa drückt dies auch noch in einem sehr bemerkenswerten und ergreifenden Lied aus.

1
Solange noch im Herzen eine jüdische Seele wohnt und nach Osten hin, vorwärts, ein Auge nach Zion blickt;
Refrain
Solange ist unsere Hoffnung nicht verloren die uralte Hoffnung, ins Land unserer Väter zurückzukehren, in die Stadt, wo David sein Lager errichtet hat;
2
solange Tränen aus unseren Augen fließen wie wohltätiger Regen, und Zehntausende unserer Landsleute; die Gräber unserer (Vor)Väter aufsuchen;
Refrain
3
Solange unsere kostbare Mauer vor unseren Augen Erscheint und über der Zerstörung unseres Tempels noch ein Auge Tränen vergießt;
Refrain
4
Solange das Wässer vom Jordan in Fülle über seine Ufer tritt und in den See Genezareth mit lautem Rauschen stürzt;
Refrain
5
Solange dort auf den Landstraßen die demütigen Stadttore markieren und unter den Ruinen von Jerusalem noch eine Tochter Zions weint;
Refrain
6
Solange noch reine Tränen vom Auge einer Tochter meines Volkes fließen und um Zion während der Nachtwache zu beweinen sie um Mitternacht aufsteht;
Refrain
7
Solange noch Blutstropfen in unseren Adern hin und her fließen und auf die Gräber unserer Väter
noch Tautropfen fallen;
Refrain
8
Solange das Gefühl der Liebe zum Volk im Herzen des Juden pocht, können wir auch heute noch hoffen
dass ein zürnender Gott sich unser erbarmt;
Refrain
9
Hört, meine Brüder, in den Ländern meines Exils die Stimme eines unserer Visionäre,
(Der erklärt) dass nur mit dem letzten Juden, das Ende unserer Hoffnung erreicht ist!
Refrain
10
Geh mein Volk, kehre in Frieden zurück, dein Balsam ist in Gilead, in Jerusalem ist dein Arzt,
dein Arzt ist Gott, die Weisheit seines Herzens, geh mein Volk in Frieden, deine Heilung kommt bald…
Refrain

 

Auch diese Verheißung Gottes wird sich an seinem Volk erfüllen und wie ich glaube, brauchen sie diesesmal nicht nochmal 2000 Jahre warten.


Quellenverweise:

[1] 1.Mose 6,9

[2] 1. Mose 25,26

[3] 1. Mose 25,34

[4] 1. Mose 32,29

[5] 1. Mose 37,23-36

[6] 1. Mose 41,16-49

[7] 1. Mose 42,3-46,29

[8] 2. Mose 1,8

[9] 2. Mose 3,1-22

[10] 4. Mose 14,32-33

[11] 1. Samuel 9,17

[12] 1. Samuel 13,13-14

[13] 1. Samuel 16,13

[14] 1. Samuel 16,14

[15] Off. 11, 3

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


CommentLuv badge