Von der Knechtung des Geldes

Von der Knechtung des Geldes

In der [1]Bibel wird eine durchaus sehr sinnvolle Lösung mit dem Umgang mit Geld, Werten und Schulden angeboten, weil Gott der Schöpfer dabei die Versorgung und das Wohl aller dabei im Blick hatte. Geld und Schulden, wie auch der Gebrauch des Ackerlandes und des Viehs werden darin so geregelt, dass Ruhephasen und Erlasszeiten für einen gesunden Ausgleich sorgen. Und das könnte im Grunde auch heute noch so funktionieren.

Doch wir haben im Verlauf der Jahrhunderte ein ausgefeiltes System daraus gemacht, welches die einen reicher und die anderen ärmer macht. Doch wen es Reich macht, der wohnt keineswegs in Sicherheit. Denn Neider werden seine ständigen Wegbegleiter sein, für Geld wird letztlich auch gemordet, im Kleinen wie im Großen.

So hat man im Verlauf der Zeiten immer mal wieder unliebsame Bürger, zumeist die Juden verfolgt und ihre Besitztümer annektiert. Die Inquisition war ein beliebtes Mittel zur Durchsetzung und diente u. a. auch dazu auf diese Art seine Schuldscheine loszuwerden.

Die Juden waren starken Einschränkungen unterworfen, sodass Ihnen oftmals nur der Handel mit Geld und Edelmetallen blieb. Dies taten sie sehr gut und sie waren so mehr oder weniger, um drei Ecken auch Steuereintreiber für die jeweilige Obrigkeit, dem Adel und dem König verpflichtet.

Das führte jedoch dazu, dass die ohnehin schon unbeliebten Juden noch unbeliebter wurden. Denn die Juden bekamen hohe Zölle auferlegt und bekamen massiven Druck von der Obrigkeit. Und so entstand oft eine Zwickmühle, wo man aufgrund des Geldes die Obrigkeiten bedrängte die Juden aus dem Land zu werfen oder eben auch Zwangs zu Taufen.

Denn die Zwangschristianisierung musste oft als Alibi für die Verfolgung von Juden herhalten. Und diese arteten allzuoft sehr grausam aus und forderte in regelmäßigen Abständen enorme Opfer, bishin, das ganze Landstriche von der jüdischen Bevölkerung ausgerottet wurden.

Die Geschichte des Templerordens sei hier noch erwähnt, der 1307 der Ketzerei und Sodomie angeklagt und in mehreren Schritten komplett aufgelöst wurde. Hintergrund war jedoch nicht wirklich Ketzerei, sondern Schulden und Geldnot des Königs.

König Philipp IV, auch genannt Philipp der Schöne, war bei den Templern hoch verschuldet und brauchte dringend Geld für einen neuen Kreuzzug. Und so wurde ein Plan geschmiedet, wie man sich die Reichtümer des Templerordens einverleiben könnte und umso gleichzeitig schuldenfrei werden zu können.

Abgesehen davon, dass sehr viele Kriege aus religiösen Gründen geführt wurden und man für den Reichtum ganze Völker geopfert hat. So haben sich die verschiedenen politischen Kräfte stets darum bemüht an vorderster Front zu sein. Daneben wurde das Geldsystem immer ausgefeilter und die Erfahrungen wurden über die Generationen übernommen und stetig weiter ausgebaut.

So wie die Templer praktisch die Erfinder des bargeldlosen Zahlungsverkehrs sind, welches wir im heutigen Bankensystem wiederfinden.

Und heute?

Heute ist das im Grunde nicht anders, nur, dass es nicht mehr die Könige sind, sondern die Finanzmanager der Banken und der Großindustrie. Sie sind heute die tatsächlichen Machthaber und steuern auch die Politik, und zwar nahezu weltweit.

Diese haben sich heute in der sogenannten Bilderberger-Gruppe zusammengeschlossen und fokussieren eine neue Weltordnung. Dass was wir bisher nur aus Science-Fiction kennen und uns eher unwirklich vorkommt, wollen diese selbst ernannten Eliten der Menschheit tatsächlich umsetzen. Und sie tun dies bereits ganz aktiv, aber dazu mehr im Kapitel der neuen Weltordnung.

Heute ist es tatsächlich so, dass die Finanzkraft der Lobbyisten unser Leben schwer beeinträchtigt. Die Pharmaindustrie, die Energielobby, die Öllobby usw. und einige unsere neumodernen Krankheiten, wie z. B. Allergien dürften wir mit ziemlicher Sicherheit darauf zurückführen.

Wo wir unser Ackerland mit unnötigen Pestiziden verseucht haben und unser Vieh mit Hormonen und dergleichen vollstopfen und nebenbei bemerkt unglaublich abartig und brutal behandeln. Und wo wir Medikamente bekommen, die nicht nötig sind oder die sogar nicht ausreichend erforscht sind. Die Liste ist länger als längste Highway, aber Hauptsache die Kasse klingelt.

So fördert die Shell im Nigeria-Delta Öl und fackelt die so entstehenden Gase einfach ab, was auch bei anderen so üblich ist. Dieses Abfackeln ist jedoch schwer gesundheitsschädlich und im Nigeria-Delta hat man den Menschen das Leben geraubt. Sie waten dort über Ölverschlammte Strände und haben ihre Ernährungsgrundlage verloren, weil eine Pflanze dort nicht mehr wächst, die sie geerntet haben. Und sie haben viele Krankheits- und Todesfälle, insbesondere bei Kindern. Das ist menschenverachtend ohne gleichen und darauf angesprochen kommen diese Herrschaften dann mit dem üblichen Blabla und Gutachten hier und dort, O-Ton; alles bestens.

Oder so auch die Firma Nestle, welche sich in die Wasserversorgung Algeriens und Pakistans eingekauft hat und dort nun etliche Wassersorten produziert. Doch mit welchen Folgen? Die Bevölkerung vor Ort ist nun von der eigenen Wasserversorgung ausgesperrt. Und Nestle streckt sich inzwischen auch nach Brasilien aus.

Den Lobbyisten geht es nur ums Geld, die Lebensqualität der betroffenen Menschen ist ihnen dabei so schnurz wie das Wölkchen am Himmel. Dabei sind sie bestrebt ihre Marktmacht zu monopolisieren und ein wesentlicher Schritt dahin ist auch der Gang an die Börse.

Die Börse ist ein Machtmittel, welches große Unternehmen nutzen, um über die steigenden Aktienkurse enorme Gewinne zu erzielen. Und enorme Gewinne bedeuten wieder mehr Macht und ermöglicht es kleinere Unternehmen zu schlucken, bzw. auch in andere Bereiche zu expandieren.

Und somit sind wir alle kleine Rädchen im großen Getriebe des Weltmarktes, alles dreht sich in die eine Richtung. Und am Ende wird nicht nur der Supergau stehen, sondern das Weltgericht Gottes.

Die Bankenkrise ist längst nicht vorbei

Als Lehmann & Brothers die Türen zumachte, wurde eine neue Ära der Heuchelei eingeläutet. Alleiniger Marktführer und ohne nennenswerte Konkurrenz ist nun die Goldman & Sachs Bank. Diese Bank hat ihre Finger weltweit in vielen Finanzministerien mit drin und wirkt so aktiv auf die lokale Politik ein. Denn nicht wenige Finanzminister sind ehemalige Topangestellte dieser Bank.

Die Bankenkrise hatte zunächstmal den Supergau im Finanzsektor ausgelöst und mit einem Schlag etliche Banken geschrottet. Nun rächte es sich, dass man die Bankenregulierung ausgehebelt hatte. Die Bankenzocker hatten sich über viele Jahre fiktive Geldwertpapiere einfallen lassen und sie waren darin äußerst kreativ. Fiktiv bedeutet ja; nicht vorhanden und so man hat also mit Milliarden Geldern und nicht vorhandenen Werten spekuliert. Der Zusammenbruch kam schließlich, weil das aufgeblähte Finanzsystem sich nicht mehr bedienen konnte.

Aber nicht nur Banken und Firmen sind so bankrott gegangen, nein gleich ganze Staaten sind übel dran. Aber wie uns die irischen Banker (David Drumm, Ex-Chef der Bank Anglo Irish) im Juni 2013, in dem versehentlich an die Öffentlichkeit gekommenen Video und Gesprächsmittschnitten vor Augen geführt haben, ist es ihnen egal was abgeht, solange sie irgendwie weiter Geld scheffeln können.

Umdenken sucht man auch hier vergebens und die größte Angst der Politiker ist nun, dass die Bürger zur Bank laufen und ihr Geld ausgezahlt haben wollen. Der Bankenrun der Bevölkerung ist der größte anzunehmende Supergau des gesamten Staats- und Bankenwesens. Denn eine komplette Auszahlung ist unmöglich und damit wäre ein Bankrott unabwendbar und auch nicht mehr schönfärbbar.

Aber man hat irgendwie die Kurve bekommen, zumindest will man uns das Weismachen und wir bekommen wieder jede Menge Schönwettermienen gezeigt. Tatsache ist jedoch, dass nichts in Ordnung ist und wir merken das an den explodierenden Preisen, die uns klar eine steigende Inflation aufzeigen.

Jeder weiß, dass die europäischen Banken allesamt immernoch schwer angeschlagen sind und vor sich her kränkeln. Ebenso viele Staaten, die durch die Bankenkrise in die Verschuldung geraten sind. Und so kriselt es lokal wie überregional mit schweren Verwundungen am Staatshaushalt und einer zutiefst getroffenen Infrastruktur. In vielen europäischen Ländern herrscht die blanke Not in Form von enormer Arbeitslosigkeit, hoher Verschuldungen der Haushalte und zunehmender politischer Verwirrungen. Und das hat großes Potenzial für Volksaufstände und chaotische politische Zustände.

Die dabei von Minister Schäuble angeprangerte schwarze Null ist angesichts solcher Tatsachen, der blanke Hohn. Und dies in gleich mehrfacher Hinsicht. Der Nullwert ist aufgrund des Zinssystems ohnehin unerreichbar und nicht machbar und stellt an sich schon eine Lüge und Täuschung dar. Des Weiteren bezieht sich die schwarze Null lediglich auf die Neuverschuldung, die man ja abwenden möchte. Getilgt wird hier also rein gar nichts.

Das wackelige Europa

Damit kommen wir zu den Zuständen innerhalb Europas, welche sehr labil sind und sich zudem im Würgegriff der höheren Weltmachtbestrebungen befinden. Abgesehen von den finanziellen und strukturellen Sorgen der jeweiligen europäischen Staaten, wird hier auf weltpolitischer Ebene die Weltregierung vorbereitet. Und das setzt Europa ganz allgemein unter Druck.

Europa muss sich neben den anderen politischen Weltmächten (Russland, China, Asien und die USA) profilieren und stärken. Und wie wir wissen, geht das nur über die Finanzkraft und der militärischen Stärke mit deren Bündnissen. Das Problem daran ist nur, dass man versucht hat gleich mehrere Volkswirtschaften kompatibel zu machen, was an sich schon unmöglich ist.

Und damit ist die Wirtschaftskraft Europas äußerst instabil und wird in weiten Teilen eigentlich nur von den wirklich reichen europäischen Staaten getragen. Derer sind jedoch nicht so viele und die müssen nun auch noch ungeheure Geldsummen in die sehr schwachen Mitgliedsstaaten pumpen. Politisch sieht es da nicht anders aus, so haben u. a. die Wahlen 2015 in Griechenland für veränderte Verhältnisse gesorgt.

In Frankreich und England tobt regelmäßig der Straßenkrieg der Unterschichten und jeder Staat versucht irgendwie für sich das Beste aus Europa herauszuholen. Vor allem wenn es ums Geld geht, wird es wieder sehr sensibel.

Fakten und Zahlen

[2]Europa zählt 28 Mitgliedsstaaten und 5 Beitrittskandidaten, wobei die Gründung bereits seit 1958 im Gange ist. Die damaligen Gründerstaaten waren Deutschland, Belgien, Italien, Frankreich, Luxemburg und die Niederlande. Erst 1973 sind drei weitere Staaten hinzugekommen, England, Irland und Dänemark. Wieder je drei Staaten in den achtziger und neunziger Jahren. Der eigentliche Zugang an Staaten begann im Jahr 2004, wo insgesamt 9 Staaten beigetreten sind. Im Jahr 2007 und 2013 kamen dann die bisher letzten drei Zugänge hinzu, Bulgarien und Rumänien in 2007 und Kroatien in 2013.

Die Staaten, die der EU beitreten möchten, sind die Türkei, Albanien, Mazedonien, Montenegro und Serbien.

Einige Staaten besitzen autonome Gebiete, die ebenfalls vollständig zur EU gehören, diese sind die Azoren und Madeira im Nordatlantik, sowie die Kanarischen Inseln, welche zu Spanien gehören. Ebenso gibt es Gebiete, die zwar zur EU gehören, nicht jedoch am Binnenmarkt teilnehmen und somit aus der Zollregion rausfallen.

Diese sind u. a. Helgoland und Büsingen am Hochrhein, Französisch-Guayana sowie weitere Gebiete in Spanien, Griechenland, Finnland und Italien. Andere Gebiete sind assoziierte Gebiete, in denen nur bedingtes EU Recht gilt, darin befinden sich britische, französische, niederländische und dänische Gebiete. Europas Staatenwachstum hat also den Hauptschub erst 2004 erlebt, nachdem der Euro 2002 eingeführt wurde.

Auch erkennen wir, dass viele Mitgliedsstaaten eigentlich eher sehr arme Länder und auch militärisch unbedeutend sind. Ganz im Gegensatz dazu die Türkei, die militärisch und geografisch gesehen eine Schlüsselposition am Bosporus innehat. Hier wird sich aber noch sehr geziert wegen häufiger Missachtungen der Menschenrechte in der Türkei.

Wirtschaftlich gesehen ist ein deutliches Ungleichgewicht in der EU vorhanden. Die EU besteht eben nicht aus einer oder zwei Volksgruppen, sondern aus vielen verschiedenen Nationen und die bekommt man nicht so leicht unter einem Hut. Zudem schwebt der Pleitegeier über Irland, Griechenland, Spanien, Italien und Portugal. Ein weiterer Kandidat ist Frankreich und man munkelt, das eine Staatspleite Frankreichs Europas Todesstoß sei.

Damit dies nicht passiert, müssen Reformen in den Mitgliedsstaaten umgesetzt werden und die werden als sehr unangenehm empfunden. Außerdem sind finanzielle Hilfen nötig um eben diese Staatspleiten zu verhindern, bzw. aufzuschieben. Das verschlingt jedoch Milliarden und deshalb sind zu viele Staatspleiten dann irgendwann auch nicht mehr tragbar. Das ausführende Organ der Rettung ist die EZB (Europäische Zentralbank), eine Behörde mit weitreichender Machtbefugnis.

Die EZB

Die Europäische Zentralbank wurde 1998 gegründet und hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Als Währungsbehörde der EU bildet sie mit den nationalen Zentralbanken das europäische System der Zentralbanken. Hier fällt auf, dass sich die Begriffe »Behörde und Bank« miteinander mischen.

Es handelt sich somit um eine Bank, die staatlicher Gewalt untersteht und als Behörde der EU fungiert.

Diese Bankbehörde beobachtet die Finanzentwicklungen innerhalb Europas und reagiert darauf. Sie ist nicht als Rettungsschirm gedacht, sondern ist vor allem ein Machtinstrument für das Wirtschaftssystem der EU-Staaten. Die Tatsache, dass diese Behörde in Deutschland seinen Sitz hat und nicht in Brüssel zeigt wer hier das Geld regiert.

Die Machtbefugnisse dieser Bankbehörde sind äußerst weitreichend und sie untersteht dabei keiner externen Kontrolle und keiner gesetzgebenden Gewalt. Sie kann nach eigenen Ermessen handeln und kann nicht verklagt werden und muss auch keine öffentlichen Rechenschaftsberichte vorlegen. Es gibt zwar interne Kontrollorgane und Jahresberichte, aber man darf davon ausgehen, dass diese der Makulatur dienen und den wahren Hintergrund nicht offenbaren.

Somit haben wir eine Bankbehörde, die im Grunde mit totalitärer Machtbefugnis ausgestattet ist und jederzeit Druck nach gut Dünken auf seine Mitgliedsstaaten ausüben kann.

Unabhängigkeit der EZB

Wie so oft hat man hier die Befugnisse in einem Rahmen von Vernunftsgründen eingepackt, um sie durchsetzen zu können und natürlich, um sie für das Volk ansehnlicher zu gestalten. Wikipedia nennt hier insgesamt vier Positionen zur Unabhängigkeit der EZB.

Operative oder funktionelle Unabhängigkeit

Die EZB hat Entscheidungsfreiheit, wie sie ihren Auftrag durchführen möchte. Sie ist jedoch vertraglich an die Zielsetzung und der EZB-Satzung gebunden.

Anmerkung:
Wie solche Konstrukte ausgehebelt werden erleben wir ja nun auch des Öfteren bei AGs und dergleichen mehr. So ist die Handlungsfreiheit nicht näher beschrieben, auch nicht wem sie wirklich unterstellt ist.

Institutionelle Unabhängigkeit

Die Politik darf der EZB und den nationalen Zentralbanken keine Weisungen erteilen, welches im Vertrag von Maastricht 1992 festgelegt wurde. Die EZB darf demnach Staaten keine Kredite gewähren, um so eine mögliche Unterwanderung der Autonomie zu verhindern. Allerdings hat die EZB während der Eurokrise verschiedene Staatsanleihen gekauft.

Wir sollen jetzt wirklich glauben, dass die EZB tatsächlich unabhängig von politischen Interessen fungiert? Wie soll das denn gehen, hat sie sich etwa selbst installiert und arbeitet nun rein ehrenamtlich zum sozialen Selbstzweck?

Finanzielle Unabhängigkeit

Die EZB hat einen eigenen Haushalt und verfügt selbst über den Einsatz ihrer Mittel. Die Mittel bezieht sie von den Mitgliedsstaaten und das aktive Kapital in 2014 betrug 10,83 Milliarden Euro. Dieses Geld liegt auf 28 Notenbanken in der EU verteilt und diese Notenbanken befinden sich im öffentlichen Besitz. [3]Die Zentralbanken der Euro-Länder halten 70,39 % am Kapital der EZB und haben es zu 100 % eingezahlt. Die Nicht-Euro-Länder besitzen 29,61 % welches nur zu 3,75 % eingezahlt ist.

Da fragt man sich doch woher die Pleiteländer wie Griechenland und andere diese Unsummen herbekommen haben? Da sie ja ständig Gelder aus dem Rettungsschirm erhalten. Zahlen sie ein und bekommen dann ihr eigenes Geld in Form von Rettungshilfen zurück? Was läuft da wirklich ab?

Personelle Unabhängigkeit

[4]Um die Unabhängigkeit des Führungspersonals zu gewährleisten;

  1. Kann ein Mitglied des EZB-Rates nur bei schwerwiegenden Gründen auf Antrag des EZB-Rates oder des Direktoriums durch den Europäischen Gerichtshof enthoben werden.
    »Welche Gründe wären das und nur auf Antrag des EZB-Rates oder des Direktoriums des EG? Es ist wohl nicht damit zu rechnen, dass solches jemals geschehen wird, denn das Volk hat kein Mitspracherecht, so auch keine Opposition.«
  2. Darf ohne ausdrückliche Ausnahmegenehmigung kein Mitglied entgeltlich oder unentgeltlich eine andere Beschäftigung annehmen. Interessenkonflikte sollen damit vermieden werden. »Damit ist wohl auch nicht zu rechnen, denn verdienen tun diese Leute ja sicher mehr als genug. Obwohl das Schlupfloch der Ausnahmegenehmigung dies dennoch zulässt.«
  3. Ist eine zweite Amtszeit für Mitglieder des Direktoriums ausgeschlossen.

    »Ist wohl notwendig, damit keines dieser elitären Mitglieder nicht auch noch zu viel Macht ausüben und sich sogar gegen die politischen Kräfte wenden könnte.«

  4. Wird das Führungspersonal für einen langen Zeitraum gewählt (EZB-Direktoren acht Jahre, Präsidenten der nationalen Zentralbanken mindestens fünf Jahre). »Diese langen Zeiträume sorgen für einen stabilen Ablauf des Systems, neue Leute einzuarbeiten kostet Zeit und Geld und ist zudem fehlerträchtig. Außerdem will man mögliche instabile aufkeimende politische Monopolstellungen dadurch geringhalten.«
  5. Muss dieses fachlich geeignet und persönlich unabhängig sein. »Was bedeutet hier persönlich unabhängig? Politisch auf der richtigen Linie, formbar und hart im Nehmen?«

Kapital und Währungsreserven der EZB

Die Beiträge der Mitgliedsstaaten werden nach einem Verteilungsschlüssel berechnet, welcher alle fünf Jahre oder bei Neuzugängen neu berechnet wird. Zugrunde liegt dabei das Bruttoinlandsprodukt des jeweiligen Mitgliedstaates. Deutschland trägt hier den Löwenanteil von 18 %. Die Notenzentralbanken verwalten dieses Geld ohne darauf Einfluss zu haben, zusätzlich zahlen sie die Verwaltungskosten der EZB in Höhe von 7 %, seit Ende 2010 bei 3,75 %.

Des Weiteren werden Währungsreserven in Höhe von rund 50 Milliarden Euro durch die NZB hinterlegt. 15 % werden als Goldreserven eingezahlt und der Rest in Dollar oder Yen. Im Jahr 2007 kamen 79,7 % der Währungsreserven auf die Dollarbestände und 20,3 % auf den japanischen Yen. 2006 lag der Anteil der Dollarreserven noch bei 83 %, jener des Yen bei 17 %.

Wenn man sich jetzt mal vor Augen führt, dass einige EU-Mitgliedsstaaten eher sehr arm und andere eher pleite sind, fragt man sich woher so viel Geld kommt?

Das kann nur funktionieren, weil man das Prinzip der finanziellen Auspressung des Volkes vorangetrieben hat und in den EU-Mitgliedstaaten per Dekret versucht gnadenlos umzusetzen. Wobei das Dekret hauptsächlich aus Deutschland kommt, nicht umsonst sind wir so unbeliebt.

Kontrolle und Transparenz der EZB

Die EZB erstellt verschiedene Finanzberichte und übergibt diese auch an verschiedene europäische Verwaltungsinstitutionen, wie dem Europäischen Parlament, – Rat, und – Kommission. Ferner wird die Effizienz der EZB vom Europäischen Rechnungshof extern geprüft, aber eigentlich muss man hier schon »intern« dazu sagen.

Mitarbeiter dürfen sich nicht an Insidergeschäften beteiligen, und die EU hat der EZB einen Datenschutzbeauftragten zur Seite gestellt. Wegen der sehr schwammigen Auslegungsmöglichkeiten darf man die Beweggründe hinterfragen. Was sich als Kontrolle und Transparenz gibt, lässt sich auch gegenteilig bewerten.

Der Euro-Rettungsschirm

Bleibt noch die Frage offen, wie denn nun aktuell Griechenland zu so vielen Milliarden Euros an Hilfe kommt? Noch dazu, wobei die EZB ja keine Kredite vergeben darf. Dazu dient der sogenannte Euro-Rettungsschirm, dessen Aufgabe es ist, die Währungsstabilität in der Eurozone zu sichern. Griechenland hat bisher in etwa 93,16 Milliarden Euro an Kredite durch die EU erhalten, während die EZB parallel dazu Staatsanleihen gekauft hat.

Den Ankauf von Staatsanleihen hat man seit 2012 durch das OMT-Programm abgelöst. Ferner gibt es noch den ESM und den Europäischen Fiskalpakt.

Kurz gesagt hat man in der Eurozone am geltenden Recht vorbei diese Finanzhilfen beschlossen und hat dem Ganzen versucht einen Rahmen zu geben, eben den ESM und den Fiskalpakt. Und die schauen wir uns mal genauer an.

Das OMT-Programm (Outright Monetary Transactions)

Dieses Programm ist von der EZB erarbeitet worden und erlaubt ihr am Sekundärmarkt Anleihen von Staaten der Eurozone durchzuführen. Sogenannte Offenmarktgeschäfte, die Wertpapierkäufe und Verkäufe realisieren.

Wir erinnern uns, dass in den Statuten der EZB steht, dass keine Insidergeschäfte getätigt werden dürfen.

Noch soll dieses Programm von keinem Euroland in Anspruch genommen worden sein und es dient angeblich lediglich zur Beruhigung des Marktes und soll die Schuldzinsen senken, um die Kreditwürdigkeit zu heben.

Der ESM-Europäischer Stabilitätsmechanismus

Der ESM ist eine Finanzierungsinstitution mit Sitz in Luxemburg, die 2012 gegründet wurde. Ihre Aufgabe ist es, überschuldete Länder der Eurozone durch Notkredite und Bürgschaften vor einer drohenden Zahlungsunfähigkeit zu bewahren. Damit hat man eine weitere Behörde in einem rechtsfreien Raum (Luxemburg) geschaffen, die alle Aufgaben übernehmen kann, welche der EZB nicht möglich ist.

Der ESM wird wohlweislich nicht als Bank betitelt, obwohl es eigentlich eine ist.

Europäischer Fiskalpakt

Er wurde 2013 gegründet und beinhaltet die Maßnahmen aus dem [5]SKS-Vertrag und soll die Stabilität der Wirtschafts- und Währungsunion in der EU regeln.

Die teilnehmenden Staaten müssen bei überschreitenden Defiziten, die Maßnahmen ihrer Haushalte dem Europäischen Rat und – Kommission zur Genehmigung vorlegen. Dieser hat bei Nichteinhaltung die Möglichkeit zu Sanktionen.

Es gibt noch die Unterscheidung zwischen »Vollumfänglich« und »eingeschränkte Geltung«, welche noch auf schwächere Staaten Rücksicht nimmt. Die Zustimmung der Mitgliedstaaten zu diesem Vertrag ist Voraussetzung für den Erhalt möglicher Kredite.

Wie so oft üblich hat man sich in der Eurozone jede Menge Hintertürchen gebastelt, allerdings muss man diese schon als Scheunentore bezeichnen. Andersrum braucht man diese auch, da man ja im Weltmachtspoker um die besten Plätze mithalten will.

Die große Pleite kommt ganz sicher

Wie man nun nach all dem sehen kann, sind die wirtschaftlichen Strukturen, trotz massiver Einlagen in der EZB enorm labil. Denn pro abgewendeter Staatspleite, die nebenbei bemerkt keineswegs sicher ist, sind Milliarden von Euros nötig. Mehrfache Staatspleiten auf einmal sind deshalb nicht zu verkraften und daher wird hier verschleiert und aufgeschoben.

Da einige der betroffenen Länder eher reformunwillig sind, was teilweise auch verständlich ist, sind mit weiteren Staatspleiten in Zukunft zu rechnen. Die nächsten Kandidaten sind Portugal und Frankreich und insbesondere bei einer französischen Staatspleite geht man vom endgültigen Supergau der EU aus. Die EU ist damit nichts anderes als eine hübsche, schöne große Seifenblase, die beim nächsten Stupser platzen wird.

Biblisch betrachtet finden wir das heutige Europa im Buch Daniel 2, 31-44 wieder. Darin hat Nebukadnezar, der König von Babylon, ein Bild von einer metallenen Statue gesehen, wobei der Körper mit unterschiedlichen Metallen bestückt war.

Diese Metalle symbolisieren die jeweils verschiedenen Welt- und Königreiche. Das letzte Königreich, welches die Füße der Statue zeigte, war mit Ton und Eisen verbunden. Ton und Eisen sind jedoch eine unsichere nicht haltbare Verbindung.

Daniel 2, 43

Und die Zehen der Füße, teils aus Eisen und teils aus Ton: Zum Teil wird das Königreich stark sein, und zum Teil wird es zerbrechlich sein. Dass du das Eisen mit lehmigem Ton vermischt gesehen hast: Sie werden sich durch Heiraten untereinander vermischen, aber sie werden nicht aneinanderhaften, so wie sich Eisen mit Ton nicht mischen lässt.

Das Ende von Israels Exils (erfüllt durch die Staatsgründung 1948) und der Versuch das Römische Reich wiedererstehen zu lassen (das heutige Europa).

[1] 5. Mose ab Kapitel 15

[2] Quelle Wikipedia

[3] Quelle Wikipedia

[4] Quelle Wikipedia

[5] Fordert einen ausgeglichen Haushalt

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