Matthäus 24

Jesus spricht hier insgesamt über Israel!

Verse 1-3 bezeugen die Zerstörung des Tempels und Jerusalems; hat sich erfüllt 70 n. Chr.
Verse 4-8 sprechen von der ersten Hälfte der letzten Jahrwoche.

Während dieser Zeit werden Kriegsgerüchte und auch Kriege entstehen, sowie Hungersnöte und Erdbeben. Vor allem aber eine große Verführung durch falsche Propheten und falsche Christusse, die große Zeichen und Wunder tun werden.

Einige glauben, dass diese Zeichen den sieben Siegeln aus Off. 6 entsprechen. Walvoord lehrt jedoch, dass diese Siegel erst in der zweiten Hälfte der letzen Jahrwoche geöffnet werden.

All das sind Zeichen und Wehen, die wir im Grunde schon sehen und auch schon in ansteigender Form haben. In der ersten Hälfte der letzten Jahrwoche muss dies demnach nochmals extrem ansteigen.

Verse 9-28)
Jetzt beginnt Jesus in die zweite Hälfte der Jahrwoche zu gehen. Er bezeugt, dass Israel in schwere Bedrängnis geraten wird und der Antichrist sich in den Tempel setzen wird und den Gräuel der Verwüstung aufstellt. Der Antichrist wird seinen Schutzvertrag mit Israel brechen (Dan. 9,27) und wird nun Israel bedrängen, viele werden abfallen und getötet werden und sich untereinander verraten. Die Ungerechtigkeit wird überhandnehmen und in vielen wird die Liebe erkalten.

Vers 13)
Wer aber ausharrt wird gerettet werden, bezieht sich auf die Gläubigen, die auf Jesus vertrauen. Auch in dieser Zeit wird das Reich Gottes gepredigt werden, jedoch wohl nicht mehr so, wie wir es kennen, sondern mit Blick auf das tausendjährige Friedensreich.

Verse 15-21)
Wenn das Gräuelbild der Verwüstung im Tempel aufgebaut wird, wird jeder jüdische Gottesdienst aufhören und Jesus sagte; wer es sieht soll sofort fliehen. Man solle nichts holen, sondern sich ohne Umschweife auf dem Weg in die Berge machen. Denn nun würde eine schwere Zeit des Schreckens folgen.

Ich beziehe dies auf die Gerichtszeichen der zweiten Hälfte aus der Offenbarung. Diese werden verheerend und sehr vernichtend sein. Es werden Unmengen von Menschen und Tiere sterben und auch die Natur wird zu einem Großteil vernichtet werden.

Die Auserwählten werden aber gerettet werden und die Zeit wird verkürzt sein.

Verse 23-28)
Auch dann werden falsche Propheten und Jünger erscheinen und Zeichen und Wunder tun, um möglichst auch diese Auserwählten zu verführen. Jesus warnte sie jedoch ausdrücklich davor, denn seine Wiederkunft wird für alle sichtbar sein.

Ankunft des Menschensohnes: Verse 29-31
Jesu Kommen wird von sichtbaren Zeichen am Himmel für alle sichtbar geschehen. Sonne und Mond werden nicht scheinen und Sterne werden vom Himmel fallen, sowie die Kräfte des Himmels werden ins Wanken kommen. Das Zeichen des Herrn wird nicht beschrieben, könnte aber seine Erscheinung sein. Sogleich werden die Menschen ihn erkennen und vor Furcht erzittern, denn sie wissen nun das Gericht über sie kommen wird. Nun werden die Posaunen erschallen und alle Gläubigen der Erde werden eingesammelt werden, auch jene die die Trübsal überlebt haben. Auch die Heiligen aus dem Alten Testament werden auferstehen und in das Reich Gottes gesammelt werden.

Ermahnung zur Wachsamkeit: Verse 32-51
Jesus vergleicht seine Zeichen mit den Austrieben eines Feigenbaumes, woran man den Sommer erkennen kann. So werden seine vorgenannten Zeichen auf den Beginn der letzten Jahrwoche hindeuten.

Vers 34)
Dieses Geschlecht meint die Menschen der letzten Jahrwoche, sie werden sein Kommen und diese Zeichen erleben.
Vers 35)
Himmel und Erde werden vergehen, aber Jesu Worte nicht, deuten auf die unerschütterliche und unverrückbare Aussage Jesu hin.
Verse 36-39)
Jesu Kommen trifft die Menschen unvorbereitet, sie leben ihr Leben und es wird so sein wie zu Noahs Zeiten.
Verse 40-44)
Wie zu Noahs Zeiten werden die verdorbenen und schlechten Menschen dem Gericht preisgegeben werden. Die Angenommenen werden das Vorrecht haben, lebendig in das Reich des Messias einzugehen. Die Warnung gilt auch allen Christen der Endzeit, die für die Wiederkehr Jesu bereit sein sollen. Da niemand die Zeit und Stunde weiß, aber die Zeichen vorausgesagt sind, sollte jeder Christ sich darauf vorbereiten.

Diese Verse beziehen sich nicht auf die Entrückung, sondern auf das Kommen Jesus am Ende der Tage. Was nicht bedeutet, dass wir uns dennoch nicht vorbereiten sollten. Wir sehen diese Zeichen schon heute in Erfüllung gehen und haben den Aufrag das Evangelium zu verkünden und sollen auch auf diese letzte Zeit hinweisen und darüber predigen. Die Christen der letzten Jahrwoche wiederum werden zwar wissen, dass sie mittendrin sind, wissen aber nicht wann der Zeitpunkt der Wiederkunft Jesu sein wird. Und so sind sie aufgefordert besonders wachsam zu sein.

Gleichnis vom treuen und untreuen Knecht: Verse 45-51
Hier bezeugt Jesus den treuen Knechten, die nach seinen Geboten leben und wandeln, dass sie Miterben seines Reiches sein werden. Aber Christen, die sich gehen lassen und sich wieder der Welt und damit dem Bösen zuwenden, werden der ewigen Verdammnis überantwortet werden.

Wir sehen, dass auch heute viele Christen sich der weltlichen Korruption hingeben und ihre innere Ausrichtung auf Jesus verlassen haben. Sei es durch Korruption, Sünden oder Götzendienste. Sie alle werden nicht angenommen sein. Wer so Jesus verlässt, wird seine Gnade verlieren.


 

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