Persönliches Zeugnis Walter Simonis

Es ist jetzt der 15. Februar 2015 und ich habe seit nunmehr rund 12 Jahren ein sehr persönliches geschriebenes Lebenszeugnis von Walter Simonis aus Israel in meinem Schrank liegen. Meine Frau und ich, und auch meine Kinder haben dieses erschütternde Zeugnis gelesen.

Bekommen habe ich es von ihm persönlich, als er über den Verein Yad Ruth e. V. in Hamburg zu Besuch war. Wir haben ihn mit seiner Frau bei uns zu Besuch gehabt und durften beide etwas näher kennenlernen.

Für uns begann es damit, dass wir bis kurz vor unserem Zusammentreffen nicht wussten, was wir kochen sollten, essen sie koscher oder nicht war die Frage. Und so standen wir im Laden und wussten immernoch nicht, was wir einkaufen sollten und so entschieden wir uns spontan für Gemüsesuppe und Putenfleisch.

Gott ist gut, denn wir trafen genau ins Schwarze und es sollte sich herausstellen, dass es das Leibgericht der beiden war. Walters besonderer Wunsch war es, sich insbesondere mit unserem damals 17 jährigen Sohn zu unterhalten, er wollte ihm diese Vergangenheit nahe bringen und ihn darüber aufklären.

So hatten wir einen sehr netten Abend und fuhren sie wieder ins Hotel zurück, dort angekommen erzählte Walter plötzlich von seinem Tagebuch das er im KZ geschrieben hatte. Später hat es ein Freund nochmal mit der Schreibmaschine getippt, er hat es seither aber nie wieder angerührt.

Mich interessierte es sofort wagte aber nicht danach zu fragen, als Walter mich plötzlich von sich aus fragte ob ich es haben wolle. Und so kam ich dazu und ich hatte mir schon länger vorgenommen es für die Nachwelt in den Computer zu bringen und zur Verfügung zu stellen.

Ich habe das Zeugnis eingescannt und gebe es damit absolut unverfälscht wieder, es fehlen Kapitelangaben und Überschriften und es ist in einem Guss geschrieben. Um das Zeugnis einzuleiten, habe ich Bilder von Kindern aus dem KZ Auschwitz gewählt, weil es mich inspiriert hat das Thema damit zu beginnen.

Abschließen tue ich mit Bildern aus Yad Vashem in Israel.

Ich hoffe dass dieses Zeugnis hilft den Holocaust nicht vergessen zu machen und die Lippenbekenntnisse heutiger Zeit wieder zu dem nötigen Ernst der Sache finden. Nie wieder Krieg beteuern die Menschen die ihn erleben mussten, doch oft schon eine Generation später verfliegt dieser Wunsch immer schneller.

Ich empfinde es als eine persönliche Verantwortung dieses Zeugnis zu bewahren und für das Gedenken an den Holocaust einzusetzen.

Vielleicht ist grade jetzt ein guter Zeitpunkt dafür…

Bernd Wessel

Hier nun sein Zeugnis: Walter-Simonis


5 Kommentare zu Persönliches Zeugnis Walter Simonis

  1. Ich habe jetzt diesen Bericht des Grauens von Walter Simonis gelesen.
    Für mich stellt sich die Frage, kann so etwas in unserem Land, Deutschland, wieder passieren? Meine ganz einfache Antwort lautet: Ja! Warum komme ich zu so einer Einschätzung. Einmal deshalb, weil sie sich biblisch begründen lässt. Das Herz des Menschen, ohne Gott, ist schlecht. Die andere Einschätzung geht einfach aus der politischen Lage Deutschlands und er EU hervor. Lug und Betrug auf der ganzen Linie.

    Wir nennen uns zwar ein Christliches Land, sind aber ein Land ohne Gott. Dem Gott, welcher Vater, Sohn und Heiliger Geist ist. Ich glaube, dass es irgendwann den Tag gibt, wo wieder ein Schuldiger gesucht wird. Meiner Meinung nach, könnten es wieder die Juden sein. Somit ist dieser Bericht eines Juden an die Juden, und junge Deutsche gerichtet. Ich bin 70 Jahre alt, kann damit beurteilen, was nach dem Krieg geschah, und was nach 1989 geschah. Die Politbonzen des Unrechtssystems, waren sehr schnell in den politischen Parteien integriert. Das alte Motto, eine Krähe hackten der anderen Krähe kein Auge aus, greift immer.

    • Hallo Günter,

      ich sehe das auch so und bedenkt man die derzeitigen Übergriffe in Europa an Juden, so ist hier wiedermal eine sehr gefährliche Strömung in Bewegung. Nicht zuletzt auch begünstigt und vorbereitet durch den großen Abfall von Gott, der großen Toleranz gegenüber anderer Religionen und dem Okkultismus und der Sexualität. Ein Volk das Gott verläßt, wird auch von Gott verlassen. Wir werden wohl auch noch mit einigen Gerichtszeichen rechnen müssen.

  2. Hallo Bernd.

    Dieses Lebenszeugnis von dem Juden Walter Simonis ist in der Jetztzeit, in welcher wir leben, ein ganz heißes Eisen. Es ist richtig, dass weltweit die Juden schon wieder zu Sündenböcken gemacht werden. Insbesondere, siehe hier die Berichterstattung über Israel. Aber für uns hier in Deutschland, ist es aber von Wichtigkeit, auf unser Volk die Politiker und auf uns als Christen zu, achten. Hier muss sofort gesagt werden, dass Christen ein Begriff ist, welcher biblisch gesehen keinen Wert hat. Biblisch geht es um den Glauben an Jesus Christus, Gott, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Wenn du in die Apostelgeschichte schaust, wirst du sehen, das Christ(en) als Schimpfwort gedacht war. Aber das nur nebenbei. Viel wichtiger ist das, was heutzutage in den Kirchen passiert. Welcher Geist dort herrscht. Dort herrscht wieder ein Geist, der Judenverfolgung durchaus zu lassen könnte. Mir fällt gerade so ein, du könntest ja dem Pastor Latzel, der St.-Martini Gemeinde dieses Lebenszeugnis, Walter Simonis einmal zu kommen lassen. Nur so als Anregung. Seine Predigt und die daraus hergegangenen und hervorgehenden Handlungen, sind es ja, die einen die Furcht Diktatur vor Augen malt. Okkultismus, Sexualität, Toleranz, sind nur Schlagworte die der Christ, die Kirche, der Staat gebraucht, ohne zu wissen wer hinter diesen Worten herrscht. Das ist der Teufel, auch Satan genannt. Von Landeskirchlichen Pfarrern und Politikern, kannst nichts verlangen. Was oft ein wiedergeborener Christ, ein Gläubiger an Gott, nicht Verstehen kann. Heutzutage sind an den Schaltstellen der Macht, oft die Dümmsten unter den Dummen tätig – weltweit. Diese Dummen reden davon, Kirche und Staat, auseinander zu halten. Bringen aber Anfragen ein, die genau das denn nicht tun. Es ist problematischen in den Kirchen, Gemeinden und Versammlungen, weil in den meisten nur ein Synkretismus zu Hause ist, welcher als Glaube ausgegeben wird. Usw. Usf..

    Wahrheit ist nicht gefragt. Schon gar nicht von der Kanzel. Wahrheit ist störend. Ein gläubiger Pastor, wie Olaf Latzel, ist ja in seiner eigenen Kirche nicht erwünscht.

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