Rezension zum Film War Room

War Room
War Room

Der Film beginnt zunächst mit einer kurzen Kriegssequenz, welche von einer Frau namens Claire begleitet wird. Darin schildert sie, wie ihren Mann als wichtiger Kriegsstratege tätig war und später dann jedoch früh an einem Herzinfarkt starb.

Und so sieht man Claire als junge Mutter mit ihrem Sohn vor seinem Grab stehen und im Wechsel dann als alte Frau, nachdem 40 Jahre vergangen waren. Sie sieht die Menschen wie sie oft um belanglose Dinge streiten und, das sie ihre Lektion gelernt hatte.

Claire möchte nun ihr Haus aus Altersgründen verkaufen und zu ihrem Sohn ziehen und engagiert dafür die Maklerin Elizabeth. Claire zeigt ihr zunächst ihr Haus und spricht von ihren drei Lieblingsräumen, das Wohnzimmer und das Esszimmer zeigt sie Elizabeth noch am selben Tag und sie lädt Elizabeth am Folgetag zum Kaffee ein. Auf die Frage von Elizabeth welches denn nun ihr Lieblingszimmer sei, vertröstet Claire sie auf den Folgetag.

Elizabeth selbst ist eine Karrierefrau und ihr Mann Toni ein ebenso ehrgeiziger und erfolgreicher Pharmareferent. Sie haben eine hübsche kleine Tochter, allerdings wird schon in den ersten Szenen deutlich, dass die Ehe alles andere als harmonisch ist. Streit ums Geld und um Familienangehörige gehören zur Tagesordnung und Toni baut seinen Frust darüber hauptsächlich beim Sport ab. Sie gehen auch in eine Kirche, weil sie den Glauben wichtig finden, aber richtig ernst ist es ihnen damit nicht.

Beim zweiten Treffen zwischen Claire und Elizabeth geht es nun zur Sache und Claire beginnt nun Elizabeth sehr private Fragen zu stellen. Über ihren Glauben, ihre Familie usw. und all das in einer aufdringlichen wie auch sehr lustigen Art und Weise. Claire führt was im Schilde und erteilt Elizabeth sogleich eine Lektion. Sie bietet Elizabeth einen Kaffee an und macht diesen absichtlich lauwarm und deutet damit auf ihre laue Herzenshaltung an.

Nun lässt Claire die Katze aus dem Sack und beginnt Elizabeth ihr Lieblingszimmer zu zeigen. Es handelt sich dabei um ihr Schrankzimmer, welches sie zu einem Gebetsraum umfunktioniert hatte. Dort hingen sehr viele Zettel an den Wänden mit Gebetsanliegen und Bibelstellen. Elizabeth ist verwundert und beeindruckt zugleich und Claire beginnt damit Elizabeth mit sich selbst zu konfrontieren.

Claire weiß genau was sie tut, denn sie kennt die Fehler von Elizabeth aus eigener Erfahrung nur zu gut. Das Thema wird bis zu diesen Szenen zwar nur angerissen, ist aber sehr wirkungsvoll und auch liebevoll mit Humor gewürzt.

Toni unterdessen spielt mit dem Gedanken fremd zu gehen, während die Tochter vernachlässigt wird. Alles scheint irgendwie aus dem Ruder zu laufen. Bis Claire Elizabeth darum bittet, Tonis Verfehlungen aufzuschreiben. Wieder folgt eine Lektion; Elizabeth schreibt mehrere Seiten voll und will sich grade darüber auslassen, als Claire abwehrt und zur entscheidenden Frage kommt. Nämlich ob Toni Gnade verdienen würde? Auf die Einwände von Elizabeth fragt Claire schließlich Elizabeth, ob sie denn Gnade verdient hätte?

So ausgehebelt kommt Claire dann zum Punkt und macht Elizabeth klar, dass es an der richtigen Einstellung liegt und am Gebet und Glauben zu Gott. So geflasht versucht Elizabeth  nun im eigenen Heim einen zunächst eher schwachen und erfolglosen Versuch ihr Schrankzimmer für das Gebet zu nutzen.

Es wird sehr humorvoll und doch mit viel Tiefe, die Tragik und Wichtigkeit des Glaubensgebetes und unsere doch bisweilen holprigen Schritte darin aufgezeigt. Alle Schauspieler zeigen hier eine Glanzleistung.

Nach weiteren frustrierenden Streitigkeiten mit Toni und einem erhellenden Schreckmoment mit ihrer Tochter wird Elizabeth klar, dass sie ganze Sache machen muss. Sie selbst musste erkennen, wie wenig sie am Leben ihrer Tochter teilnahm und wie sehr sie die Liebe zum eigenen Kind vernachlässigt hatte.

Nun räumt Elizabeth ihr Schrankzimmer aus und sagt dem Teufel den Kampf an. Nachfolgend wächst sie im Gebet und im Glauben und sogar die Tochter beginnt es ihr nachzumachen.

Toni kommen nun aufgrund dessen seine Sünden über den Kopf. Das Fremdgehen wurde grade noch verhindert, aber nun fällt seiner Firma auf, dass seine Zahlen geschönt sind und er verliert seinen Job. So niedergeworfen beginnt er in sich zu gehen und es folgt letztlich seine Bekehrung und er bittet seine Familie um Vergebung.

Die Gebete seiner Frau geben den Anstoß für diesen Wandel und die Tatsache, dass Elizabeth sich selbst geändert hatte. Die jeweiligen Charaktere sind mit tiefsinnigen und auch humorvollen Szenen begleitet, so leidet Elizabeth unter starken Fußgerüchen, welches immer mal wieder für kleinere Lacher sorgt. Später werden aber selbst diese noch zu wunderbaren liebevollen Akzenten.

Die Familie kommt sich wieder näher und Heilung beginnt zu entstehen, doch Toni hat noch etwas in Ordnung zu bringen. Denn er hatte sich ein lukratives Nebengeschäft aufgebaut und er hatte seine Firma bestohlen. So wagt er sich in die Höhle des Löwen und bringt alles zur Firma persönlich zurück und bittet seine Bosse um Vergebung. Dort ist man jedoch wenig erfreut und eher geneigt ihn anzuzeigen. Einer der Chefs lenkt jedoch ein und setzt eine Frist von 2 Tagen, dann will er darüber entscheiden.

Schließlich kommt der Chef direkt zur Familie ins Haus und besucht sie dort. Ergreifend schildert dieser nun seine Einsichten, und wie beeindruckt er war, dass Toni Verantwortung übernommen hatte, und, das er ihn nicht anzeigen wolle. So ergriffen von der Gnade Gottes, nimmt der Film ein gutes Ende. Die Familie ist wieder heil und frei von ihren Sünden.

Das Hauptthema des Films wurde sehr schön herausgearbeitet und er hat viel Tiefgang und ebenso viel Humor, was ihn besonders sehenswert macht. Sie werden Lachen aber auch sehr Weinen. Denn am Ende stellt sich noch in einem Gespräch zwischen Claire und Elizabeth heraus, dass Elizabeth auch für Claire eine große Hilfe und ein Segen war. Denn Claire hatte ihren Mann verloren, bevor sie es verstand selbst eine solche Frau zu werden. Erst später lernte sie es und bat Gott darum es weitergeben zu dürfen, und so kam Elizabeth ins Spiel.

Ein wunderbarer Film über die Macht des Glaubensgebetes und die Wichtigkeit diesen Segen weiterzugeben. Meine Empfehlung: Sehr wertvoll!

Jak. 5, 16
Bekennt nun einander die Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Viel vermag eines Gerechten Gebet in seiner Wirkung.


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