Rezension zum Film „Den Himmel gibt’s echt“

Nun gibt es ihn endlich, der lang erwartete Film zum gleichnamigen Buch. Die Erwartungen waren hoch, denn wer das Buch kennt war so beeindruckt davon, dass man dachte selbst mit im Himmel dabei zu sein. Nicht umsonst ist dieses Zeugnis um die Welt gegangen. Da hatte man an den Film mit den heutigen technischen Möglichkeiten eine recht hohe Erwartung-die aber leider eher enttäuscht wurde.

Man blieb im Grunde weit hinter dem Thema und dem Zeugnis des Buches zurück. Die ganze Filmgeschichte präsentiert sich eher langweilig und schnörkelig. Das Hauptthema und das übernatürliche Erleben Coltons kam nicht wirklich zum tragen, obwohl die Schauspieler gut gewählt waren und sie auch eine gute Leistung brachten.

Es ging im Großen und Ganzen eigentlich um die Familientragödie und ihren Nöten. Das hat auch sicher seine Berechtigung und gehört natürlich dazu. Aber dennoch kam Coltons Erleben nicht nachhaltig durch und die wenigen Punkte wo das geschah, waren dann auch noch eher lieblos gestaltet.

Das Buch hingegen hatte hervorragend die Gesamtsituation abgebildet und beim Lesen war man mit drin und man konnte praktisch selbst miterleben und mitfühlen. Der Film hat dies leider nicht geschafft, er wirkt wie eine Kleinstadttragödie mit leichten spirituellen Hintergrund.

So manche Darstellungen passten auch nicht zum Buch, im Buch wurde die Situation des Vaters erzählt, der sich im Krankenhaus in eine Besenkammer verzog und dort zusammenbrach und Gott anschrie. Im Film war dieser Moment eine Krankenhauskapelle und auch die nachvollziehbare Verzweiflung des Momentes kam nicht wirklich durch. Auch die Darstellung von Akiane war offensichtlich schlecht recherchiert, die Mutter hat zwar Wurzeln nach Litauen, Akiane selbst ist allerdings in Illinois, USA geboren und damit Amerikanerin. Im Film wird sie jedoch als Litauerin gezeigt.

Und so verschwammen die echten Elemente des Buches mit einer schon fast Klischeehaften filmerischen Darstellung.

Eigentlich sehr sehr schade für diese unglaubliche Zeugnis.

Meine Empfehlung; Lesen Sie das Buch und vergessen Sie den Film dazu.


 

3 Kommentare zu Rezension zum Film „Den Himmel gibt’s echt“

  1. Eigentlich sehr sehr schade für diese unglaubliche Zeugnis.

    Könnte es wahr sein, dass ich über dieses unglaubliche Zeugnis gelesen habe, dass es auf einer Lüge basiert? Welche der Vater nicht zurück nehmen wollte?
    Leider weiß ich nicht mehr, wo mir dieses untergekommen ist.

    Nahtoderlebnisse beruhen immer auf falsche Erkenntnisse und sind nicht von Gott. Siehe zum Beispiel den Bericht vom „Reichen und armen Lazarus“. Aber das Beispiel muss man dann, verstehen, umdenken können. Bis jetzt ist noch kein wirklich Toter zurückgekommen.

    Jesu Beispiele haben ihre eigene Qualität.

    • Hallo Günter,

      Du meintest sicher das Buch „der Junge der aus dem Himmel zurückkehrte“. Das erschien kurz nach dieser Geschichte und muss man wohl als Trittbrettfahren verstehen.
      Quelle: http://www.idea.de/thema-des-tages/artikel/himmelserfahrung-erweist-sich-als-luegengeschichte-83093.html

      Nahtoderlebnisse beruhen immer auf falsche Erkenntnisse und sind nicht von Gott. Siehe zum Beispiel den Bericht vom “Reichen und armen Lazarus”. Aber das Beispiel muss man dann, verstehen, umdenken können. Bis jetzt ist noch kein wirklich Toter zurückgekommen.

      Das sehe ich vollkommen anders, wenn wir hier zu engstirnig denken stecken wir Gott in eine Schublade. Allein die übernatürlichen Zeugnisse aus der Bibel selbst zeigen uns, dass Gott nichts unmöglich ist, was er auch selbst immer mal wieder gesagt hat. So bekam auch eine hochbetagte Sarah noch ein Kind, obwohl ihre biologische Uhr eigentlich abgelaufen war uvm. Jesus selbst hat Tote wieder auferweckt, womit dein Argument schon hinfällig ist. (Joh. 11,17-46 | Auferweckung des Lazarus)

      Nicht zu vergessen, dass Jesus selbst von den Toten auffuhr und sich sogar über Wochen seinen Jüngern zeigte.

      Nahtoderlebnisse sind absolut authentisch, aber ich gebe zu, dass sie nicht immer mit Gott zu tun haben müssen. Denn es gibt da noch eine Trennung zwischen Christen und Nicht-Christen, worin sich solche Zeugnisse dann auch erheblich unterscheiden. Das angesprochene Zeugnis von dem kleinen Colton ist meiner Ansicht nach sogar in höchsten Maße authentisch, weil ein vierjähriger sich das alles nicht ausgedacht haben kann. Und er konnte vieles auch gar nicht wissen, woher sollte er gewusst haben das er eine verstorbene Schwester hatte, oder wer Akiane ist uvm.?

      Lies mal sein Buch und mach dir ein Bild davon, es ist wirklich unglaublich.

      Liebe Grüße
      Bernd

  2. Ich möchte nur mit einem Satz antworten, den ich gerade heute Morgen gelesen habe. Er passt hier sehr gut her. Wenn wir Geistliches mit der Psychologie, dem Natürlichen erklären können, dann haben wir unsere Heiligkeit verloren. Ich glaube, dass das stimmt. In meinen Worten ausgedrückt.

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