Tief verwurzelt

Tief verwurzelt
Allein aus Gnade gerecht gesprochen
Bernd Wessel | 18.03.2014

Einleitung_ 3

Quellenangaben_ 3

Copyright 3

Allein aus Gnade …_ 5

Ein Babychrist 5

Ein erwachsener Christ 5

Die Bekehrung_ 5

Was ändert sich mit der Bekehrung?_ 6

Auf dem Weg zu wahrer Reife_ 6

Jesus 7

Jesu Kindheit 7

Jesu Wirkenszeit 7

Jesu Tod und Auferstehung_ 7

Zusammenfassung_ 8

Gebet 8


 

Einleitung

Diese Ausarbeitung wurde im Rahmen eines Hauskreises verwendet und erhebt nicht den Anspruch auf Absolutheit oder Vollständigkeit. Da es in der Theologie oft zu verschiedenen Lehrmeinungen und Ansichten kommt, ist es nicht mein Ziel diese in ihrer Kompaktheit darzustellen oder gar dem Gerecht zu werden.

Alle Inhalte lassen sich heute über das Internet und seiner Informationsvielfalt leicht nachprüfen. Dabei kann man die unterschiedlichen Lehrmeinungen vergleichen und sich selbst ein Bild machen. Ich bemühe mich jedoch nach besten Wissen und Gewissen Auslegungen und Beurteilungen wiederzugeben und jeder möge bitte selbst die Wahrheit und das Wort für sich prüfen.

Soweit ich es kann, mache ich auf mögliche verschiedene Deutungsmöglichkeiten auch aufmerksam.

Quellenangaben

  • Ich nutze für die Bibelstellen die rev. Elberfelder Übersetzung
  • Als Quelle für meine Auslegungen nutze ich teilweise bibelstudium.de und Wikipedia

Copyright

Sie dürfen diese Publikation frei verwenden, bitte jedoch nicht kommerziell.


 

Johannes 14, 1-24

 Hingang zum Vater und Wiederkunft – Offenbarung des Vaters

Euer Herz werde nicht bestürzt. Ihr glaubt an Gott, glaubt auch an mich!

Im Hause meines Vaters sind viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, würde ich euch gesagt haben: Ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten? Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.

Und wohin ich gehe, dahin wisst ihr den Weg.

Thomas spricht zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Und wie können wir den Weg wissen?  Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich. Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen; und von jetzt an erkennt ihr ihn und habt ihn gesehen.

Philippus spricht zu ihm: Herr, zeige uns den Vater, und es genügt uns.

Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Und wie sagst du: Zeige uns den Vater? Glaubst du nicht, dass ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht von mir selbst; der Vater aber, der in mir bleibt, tut seine Werke.

Glaubt mir, dass ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist; wenn aber nicht, so glaubt um der Werke selbst willen! Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zum Vater gehe. Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das werde ich tun, damit der Vater verherrlicht werde im Sohn.

Wenn ihr mich etwas bitten werdet in meinem Namen, so werde ich es tun.

Sendung des Beistands

Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten;  und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Beistand geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht noch ihn kennt. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.  Ich werde euch nicht verwaist zurücklassen, ich komme zu euch.

Noch eine kleine Weile, und die Welt sieht mich nicht mehr; ihr aber seht mich: Weil ich lebe, werdet auch ihr leben. An jenem Tag werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin und ihr in mir und ich in euch. Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden; und ich werde ihn lieben und mich selbst ihm offenbaren.

Judas, nicht der Iskariot, spricht zu ihm: Herr, wie kommt es, dass du dich uns offenbaren willst und nicht der Welt? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.


 

Allein aus Gnade …

Epheser 2,8-10
Denn aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es,nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme. Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, dass wir darin wandeln sollen.

Ein Babychrist

Ein sogenannter Babychrist ist jemand, der Jesus grade erst erkannt hat und sich nun neu im seinem Leben orientieren muss. Viele Fragen bewegen ihn, was muss ich jetzt tun und wie lebe ich jetzt mit meinem Glauben?

Er ist wie ein Baby, das zunächst ohne Hilfe nicht überleben könnte. Er braucht also Vorbilder und gesunde Lehre, damit sein Glaube fest werden kann.

  • Stimmt das so, oder haben wir es auch mit einer falschen allgemeinen Ansicht zu tun?

Allgemein betrachtet stimmt es so schon, jedoch dürfen wir nicht vergessen, dass es durchaus Ausnahmen gibt. Der größte Fehler den wir Menschen machen, ist, dass wir Gott in Schubladen stecken und ihn mit unseren Ansichten belegen. Damit sperren wir Gott ein und beschneiden sein Wirken.

Ein erwachsener Christ

Dieser Christ ist schon lange Jahre dabei, er kennt in der Regel die Bibel und was Gott von ihm will. Er hat seine Orientierung gefunden und braucht zudem fast keine Anleitungen mehr.

Er hat seinen Gott kennengelernt und sollte nun wissen wie er sein Leben mit Gott leben kann.

  • Stimmt das so, oder haben wir es auch mit einer falschen allgemeinen Ansicht zu tun?

Allgemein betrachtet stimmt dies auch, jedoch dürfen wir auch hier nicht vergessen, dass es durch menschliches Schubladendenken zu Fehlentwicklungen kommen kann. Der Weg zum Vaterhaus ist ein lebenslanger Prozess des Lernens, um den wir auch immer wieder ringen müssen.

Die Bekehrung

Was ist Bekehrung überhaupt und welchen Beweggrund hat sie?

Zum einen ist die Bekehrung die Annahme des Glaubens, dass Jesus der Sohn Gottes und der von Gott erwählte Erlöser ist. Und zum anderen ist Bekehrung eine tiefe innere Einsicht, das man genau diesen Erlöser dringend in seinem Leben braucht, weil man erfahren musste, dass seine Sünden ihn zu Fall gebracht haben.

Bekehrung ist also etwas sehr lebendiges und wir erleben dann auch Gottes Eingreifen in unserem Leben, ebenso sehr lebendig.

  • Bekehrung ist letztlich eine Reue und Buße, die sich an Gott wendet.

Wer sich also aus echter Reue und Buße heraus bekehrt, darf sich sicher sein, dass er beim Vater angenommen ist. Und nichts kann ihn aus der Liebe und der Hand des Vaters entreißen.

Römer, 8, 38-39
Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Mächte, weder Höhe noch Tiefe, noch irgendein anderes Geschöpf uns wird scheiden können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.

Was ändert sich mit der Bekehrung?

Gott schubst uns nicht ins kalte Wasser, sondern er hat uns Hilfsmittel gegeben, die uns helfen bei ihm zu bleiben und weiterzukommen.

  • Er hat uns den Tröster und Beistand, den Heiligen Geist gesendet (Joh. 14,26)
  • Das Gebet vertieft unsere Beziehung zu Gott (Matth. 18,20)
  • Zugang zur Gemeinde (Matthäus 16,18)

Johannes 14, 22-23
Judas, nicht der Iskariot, spricht zu ihm: Herr, wie kommt es, dass du dich uns offenbaren willst und nicht der Welt? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.

Jesus verknüpft hier noch die Liebe, die sein Wort hält mit einer weiteren Aktivität. Wenn wir dies tun so wird das erkannt und Jesus und der Vater werden bei uns Wohnung nehmen.

Auf dem Weg zu wahrer Reife

Wir haben uns also bekehrt und den Heiligen Geist empfangen und beschreiten nun den neuen Weg, den schmalen Pfad zum Vaterhaus unseres Gottes. Und wenn wir nun zeigen, dass wir Gott lieben und sein Wort halten, so kommt Jesus und der Vater und werden Wohnung bei uns nehmen.

  • Hier findet also eine weiter zusätzliche Aktion statt, nachdem wir unsere Liebe gezeigt haben

Zusätzlich zum Heiligen Geist kommen nun noch der Vater und Jesus selbst um direkt in uns zu sein und zu bleiben. Welch eine weitere Verheißung, die wunderbares erahnen lässt. Die Dreieinigkeit Gottes nimmt in uns den ganzen Raum ein und wir werden zu seinem Bild verwandelt.

Hier geschieht wahrlich etwas großartiges!

Im Gleichnis vom Sämann (Lukas 8,4-14) finden wir einen Hinweis darauf wie wir dies ggfs. verstehen dürfen. Denn wer das Wort hört, ist zunächstmal damit konfrontiert auf welchen Boden es bei ihm fällt. Erst wenn es auf den richtigen zubereiteten Boden fällt, bringt es vielfältige Frucht.

Und erst dann erleben wir auch das Aufgehen seiner Saat (seinem Wort) in uns zur Vollkommenheit. Welches wiederum dazu führt, dass wir seine Verheißungen in wunderbarer Weise zur Geltung bringen können.

Jesus

Am Beispiel von Jesus können wir sehen wie er zum Vater hinwuchs und schließlich tief in ihm verwurzelt war. Und wir werden erkennen, dass es allein eine Beziehung aus Liebe war.

Jesu Kindheit

Von Jesus wissen wir, dass er schonend vorbereitet wurde, er aber dennoch außergewöhnlich war.

Lukas 2, 40
Das Kind aber wuchs und erstarkte, erfüllt mit Weisheit, und Gottes Gnade war auf ihm.

Lukas 2, 52
Und Jesus nahm zu an Weisheit und Alter und Gunst bei Gott und Menschen.

Jesu Wirkenszeit

Jesus sein Wirken beginnt mit der Hochzeit zu Kana, wo er Wasser in Wein verwandelte. (Joh. 2, 1-11) Seine Wirkenszeit betrug drei Jahre und er war dreißig Jahre alt, als sie begann. Jetzt kommt voll zur Geltung was Jesus zuvor schon oft gezeigt hatte.

  • Seine tiefe Verwurzelung mit dem Vater

Es fällt insbesondere auf, dass Jesus sehr oft betont, dass er nur das tat, was er zuvor hat den Vater tun sehen. Seine Verbindung zum Vater war so stark, dass er sogar sehen konnte, was der Vater tat.

Johannes 5,19
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich selbst tun, außer was er den Vater tun sieht; denn was der tut, das tut ebenso auch der Sohn.

Jesu Tod und Auferstehung

In seinem Tod hat er uns seine tiefe Liebe und Verwurzelung mit dem Vater gezeigt.

Johannes 15, 13
Größere Liebe hat niemand als die, dass er sein Leben hingibt für seine Freunde.

Und in seiner Auferstehung hat er das Werk seiner Gnade vollbracht. Noch bevor er aufgefahren war, nimmt er seine Kinder bereits mit rein und stellt sie auf einer Stufe mit ihm.

Johannes 15, 17
Geh aber hin zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott.

Zusammenfassung

Wenn wir sein Wort bewahren und es tun, und wenn wir die Liebe untereinander pflegen, so sagt er uns zu, dass wir in ihm bleiben. Ja sogar mehr noch, Jesus und der Vater kommen um in uns Wohnung zu nehmen.

Wir werden tief in ihm verwurzelt, wenn wir unsere Verantwortung wahr nehmen und uns darum bemühen in ihm zu bleiben. Was letztlich bedeutet in der Liebe Gottes zu sein, ohne das wir uns diese verdienen könnten oder durch sonstige Werke ergattern können.

Es ist eine reine Herzenshaltung, die auf beiderseitiger Liebe und Vertrauen basiert.

Johannes 14,12-14
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zum Vater gehe. Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das werde ich tun, damit der Vater verherrlicht werde im Sohn.

Wenn ihr mich etwas bitten werdet in meinem Namen, so werde ich es tun.

In diesen Versen offenbart sich Gottes ganze Entfaltung in uns, nachdem wir nicht nur den Heiligen Geist empfangen haben, sondern auch der Vater und Jesus in uns Wohnung genommen haben. So sind wir so tief mit ihm verwurzelt, dass wir sehen können was wir zuvor haben den Vater tun sehen.

Gebet

Herr schenke uns diese Liebe und diesen Glauben!

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