Was die Judenverfolgungen mit der Bibel zu tun haben

In diesen Tagen haben wir wieder der Befreiung von Ausschwitz gedacht und es gab einige Dokumentationen im Fernsehen, die wiederum sehr sehenswert waren. Am Rande bemerkt fällt hier besonders auf, dass die Privatrechtlichen Sender wie RTL oder Sat1 u. a. solche Dinge noch nicht mal ansatzweise im Programm haben.

Befasst man sich mit diesem unfassbaren Grauen der Nazidiktatur, so kommt es einen einfach nur unwirklich vor, so unglaublich erscheinen einem diese monströsen Entmenschlichungen. Ja man findet kaum die richtigen Worte und es gibt wohl letztlich auch keine wirkliche echte Beschreibung dafür außer die echten Bilder, Zeitzeugen und die Überlebende dieser Zeit sprechen zu lassen.

Positiv ist jedoch, dass Deutschland sich mit dieser Schuld auseinandersetzt und auch heute noch junge Menschen berührt werden und auch aktiv werden. Wir brauchen ein solches Gleichgewicht gegenüber der wiedererstarkten Neonazi-Szene.

Es scheint ganz besonders traurig zu sein, dass Neo-Nazis auch heute wieder die selben blinden Parolen rufen und auch nicht vor Angriffen gegen aktive bürgerliche Initiativen zurückschrecken. Ich würde mir wünschen, dass man unsere Demokratie insbesondere hierüber mehr schützt. Die Aussage „Nie wieder Krieg“ und unsere Geschichte sollten eigentlich Grund genug sein, diese Art der Meinungsfreiheit und politischen Organisation klar zu verbieten.

Doch was hat der Holocaust und die Judenverfolgungen ganz allgemein mit der Bibel und dem Gott Israels zu tun?

Die biblische Diaspora (Vertreibung in alle Länder der Welt) wurde schon von Moses vorausgesagt.

5. Mose 28,64–67
Und der HERR wird dich unter alle Völker zerstreuen von einem Ende der Erde bis zum andern Ende der Erde. Und du wirst dort andern Göttern dienen, die du nicht gekannt hast, weder du noch deine Väter – Göttern aus Holz und Stein. Und unter jenen Nationen wirst du nicht ruhig wohnen, und deine Fußsohle wird keinen Rastplatz finden. Und der HERR wird dir dort ein zitterndes Herz geben, erlöschende Augen und eine verzagende Seele. Und dein Leben wird in Gefahr schweben, du wirst dich Nacht und Tag fürchten und deines Lebens nicht sicher sein. Am Morgen wirst du sagen: Wäre es doch Abend!, und am Abend wirst du sagen: Wäre es doch Morgen! – wegen des Zitterns deines Herzens, mit dem du zitterst, und wegen des Anblicks dessen, was deine Augen erblicken müssen.

Moses beschreibt darin auch sehr deutlich, dass die Diaspora mit sehr viel Unsicherheiten und Leiden verbunden sein würde. Er prophezeite damit schon vor gut 3500 Jahren die Zerstreuung der Juden in alle Welt, die 70 n.Chr. dann seinen Anfang nahm.

Moses und die Propheten sahen jedoch nicht nur die Diaspora voraus, sondern auch die Rückkehr ins gelobte Land, die sich im 20. Jahrhundert (1948) vollzogen hat.

Jesaja 43,5–6

Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir! Vom Sonnenaufgang her werde ich deine Nachkommen bringen, und vom Sonnenuntergang her werde ich dich sammeln. Ich werde zum Norden sagen: Gib her!, und zum Süden: Halte nicht zurück! Bring meine Söhne von fern her und meine Töchter vom Ende der Erde.

Hesekiel 34,11-16
Denn so spricht der Herr, HERR: Siehe, ich bin es, und ich will nach meinen Schafen fragen und mich ihrer annehmen. Wie ein Hirte sich seiner Herde annimmt am Tag, da er unter seinen zerstreuten Schafen ist, so werde ich mich meiner Schafe annehmen und werde sie retten aus allen Orten, wohin sie zerstreut worden sind am Tag des Gewölks und des Wolkendunkels.

 Und ich werde sie herausführen aus den Völkern und sie aus den Ländern sammeln und sie in ihr Land kommen lassen; und ich werde sie weiden auf den Bergen Israels, an den Bachrinnen und an allen Wohnplätzen des Landes.

Auf guter Weide werde ich sie weiden, und auf den hohen Bergen Israels wird ihr Weideplatz sein; dort, auf den Bergen Israels werden sie auf gutem Weideplatz lagern und fette Weide beweiden.

Ich selbst will meine Schafe weiden, und ich selbst will sie lagern, spricht der Herr, HERR. Das Verlorene will ich suchen und das Versprengte zurückbringen, und das Gebrochene will ich verbinden, und das Kranke will ich stärken; das Fette aber und das Starke werde ich austilgen; mit meinem Recht werde ich sie weiden.

Konzentrationslager
Judenverfolgungen sind keine Randerscheinung

Die Judenverfolgungen sind über die Jahrhunderte gegangen, Juden wurden für alles mögliche schuldig gesprochen und oftmals brauchte es nicht mal ein ordentliches Gericht. Sie waren schuldig sobald auch nur etwas negatives geschah, wie z. B. die Pest.

Judenprogrome fanden somit allerorts und in jedem Land statt, auch in Deutschland sind diese des Öfteren vorgekommen. Hier ein kurze und unvollständige Liste.

  • 1096-1099- erster Kreuzzug, viele Juden wurden in Deutschland verfolgt und ermordet
  • 1147-1149- zweiter Kreuzzug, die Juden in Würzburg wurden verfolgt und ermordet
  • 1235-1236- Massaker an den Juden in Fulda
  • 1276- Vertreibung der Juden aus Oberbayern
  • 1298- Ausrottung der Juden in Rothenburg, Würzburg, Nördlingen, Bamberg, Nürnberg
  • 1336-1338- Massaker an den Juden in Franken und Elsaß
  • 1338- Massaker an den Juden in Deggendorf und etwa 20 weiteren Orten
  • 1353, 1431- Vertreibung der Juden aus Speyer
  • 1441- Vertreibung der Juden aus Augsburg
  • 1442, 1450- Vertreibung der Juden aus München
  • 1456- Vertreibung der Juden aus bayerischen Orten
  • 1614- Vertreibung aller Frankfurter Juden (Fettmilch-Aufstand)
  • 1941-1945- Holocaust, ca. 6 Millionen ermordete Juden

Obwohl der Holocaust der Gipfel der Unmenschlichkeiten gegen die Juden zu sein scheint, gab es nach 1945 dennoch keine Ruhe und keinen Frieden für dieses geschundene Volk. Dennoch konnten alle Ausrottungsversuche diesem Volk nichts anhaben, es besteht noch heute und sogar wieder im eigenen Land.

  • 1946 von den Machthabern geduldete Pogrome in Krakau und Kielce: 353 ermordete Juden
  • 1952-1957, 1968 von der polnischen Regierung inszenierte Kampagnen gegen Juden, resultierend in Misshandlungen und Auswanderungen, in der Sowjetunion ähnliches
  • Ab 1948 verschiedene Kriege durch die umliegenden Länder gegen Israel

Noch heute sehen wir, das Israel als einzigstes demokratisches Land stetigen Bedrohungen durch die radikalen Islamisten aus den umliegenden Ländern bedroht ist. Selbstmordattentate in Bussen, willkürlich abgefeuerte Raketen auf Israelische Städte um nur einiges zu nennen.

Die radikalen Islamisten haben es sich sogar auf die Fahnen geschrieben: Am Sabbat töten wir die Juden und am Sonntag die Christen!

Und die Welt klinkt sich in diesem Rufen, wenn auch gemäßigter, mit ein und fordert Sanktionen und Boykotte weil die bösen Israelis den Palästinensern das Lang weggenommen haben sollen. Lügen über Lügen und die Welt betrügt fleißig mit, denn Israel hat reiche Bodenschätze, die so manch einer Regierung wohl Anreize bietet. Es wäre auch nicht das erste Mal in der Geschichte, dass man Juden um ihres Geldes wegen vernichten wollte.

Doch vergessen wir nicht wer hier über Israel wacht!

Psalm 121,4
Siehe, nicht schlummert und nicht schläft der Hüter Israels.


 

2 Kommentare zu Was die Judenverfolgungen mit der Bibel zu tun haben

  1. Die einfache Antwort zur Überschrift lautet: In der Bibel wird die Bestrafung der Juden durch Gott thematisiert. Die Bestrafung erfolgte immer aufgrund ihres Ungehorsams. Bis heute. Zur Bestrafung zog Gott immer ungläubige Nationen heran. Gingen diese über den Befehl Gottes hinaus, wurden sie vernichtet. Könnte diese Gott auch mit Deutschland vorhaben? Wer die Bibel aufmerksam liest kann zu so einer Ansicht, kommen. Diese Ansicht kam ja auch zu mir. Vom wem – ich weiß es nicht mehr.

    • Ein interessanter Gedanke, den ich auch schon hatte. Stehen uns in Deutschland möglicherweise Erschütterungen bevor, weil wir Gott immer mehr verlassen haben und weil wir uns an seinem Volk so masslos vergangen haben?

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