Die Dreieinigkeit oder Trinität Gottes

Die Trinitätslehre wird von deren Gegnern mit Blick auf die Konzile der katholischen Kirche als Irrlehre betrachtet und auch durch sie biblisch belegt. Es ist wohl richtig, dass die katholische Kirche die Trinitätslehre eingeführt hat und auch das deren Gegner mit angeblichen okkulten Hintergründen dazu argumentieren. Zumindest werden diese Argumente entsprechend genutzt, um der Trinität Gottes zu widersprechen. Und wie alles im Leben, lässt sich Gutes Böse reden und Böses gut. Was aber wirklich zählt, ist die Wahrheit der Bibel und die kann man nicht wie ein Fachbuch lesen und nach Kategorien einordnen. Bzw. geschieht hier leider eine Missdeutung, hier braucht es Korrektur anstatt Ablehnung einer ansich richtigen biblischen Wahrheit.

Es ist nur ein Gott

5.Mose 4,35
Du hast es zu sehen bekommen, damit du erkennst, dass der HERR der alleinige Gott ist. Außer ihm gibt es sonst keinen.

Gott spricht von sich oft im Plural

1.Mose 1,26
Und Gott sprach:
Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht.

1.Mose 3,22
Und Gott, der
HERR, sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie einer von uns, zu erkennen Gutes und Böses.

1.Mose 11,7-8
Wohlan,
lasst uns herabfahren und dort ihre Sprache verwirren, dass sie einer des anderen Sprache nicht mehr verstehen! Und der HERR zerstreute sie von dort über die ganze Erde; und sie hörten auf, die Stadt zu bauen.

Jesaja 6,8
Und ich hörte die Stimme des Herrn, der sprach: Wen soll ich senden, und wer wird
für uns gehen? Da sprach ich: Hier bin ich, sende mich!  

Jesaja 48,12-16 ist eine sehr starke Bestätigung der Trinität Gottes, da er hier von sich in mehrfacher Person spricht.

Jesaja 48,12-16
Höre auf mich, Jakob, und Israel, mein Berufener! Ich bin, der da ist, ich der Erste, ich auch der Letzte.  Ja, meine Hand hat die Grundmauern der Erde gelegt und meine Rechte die Himmel ausgespannt; ich rufe ihnen zu: allesamt stehen sie da. Versammelt euch, ihr alle, und hört! Wer unter ihnen hat dies verkündet? Der HERR liebt ihn. Er wird an Babel ausführen, was ihm gefällt, und sein Arm wird die Chaldäer richten. Ich, ich selbst habe geredet, ja, ich habe ihn gerufen. Ich habe ihn kommen lassen, und sein Weg wird gelingen.  Tretet her zu mir, hört dies! Ich habe von Anfang an nicht im Verborgenen geredet; von der Zeit an, da es geschah, bin ich da. – Und nun hat der Herr, HERR, mich gesandt und seinen Geist verliehen.

Das neue Testament bezeugt Jesus als Gott

Johannes 1,1-5
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eines, das geworden ist. In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst.

Diese Bibelstelle zeugt davon, dass Jesus als das Wort Gott selbst ist, durch dem alles wurde. Nur das er hier als das Licht und als das Wort bezeichnet wird. Gottes Dreieinigkeit hat nichts mit katholischen Lehren zu tun, sondern ergibt sich aus dem Wort heraus. Vereinfacht gesagt hat Gott sich aufgeteilt und lebt in diesen Personen (Gott, Jesus, Heiliger Geist) und er hat sich seinem eigenen Wort (Plan mit der Menschheit) unterstellt.

Johannes 1,6-18
Da war ein Mensch, von Gott gesandt, sein Name: Johannes.  Dieser kam zum Zeugnis, dass er zeugte von dem Licht, damit alle durch ihn glaubten. Er war nicht das Licht, sondern er kam, dass er zeugte von dem Licht.  Das war das wahrhaftige Licht, das, in die Welt kommend, jeden Menschen erleuchtet. Er war in der Welt, und die Welt wurde durch ihn, und die Welt kannte ihn nicht. Er kam in das Seine, und die Seinen nahmen ihn nicht an; so viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben; die nicht aus Geblüt, auch nicht aus dem Willen des Fleisches, auch nicht aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir haben seine Herrlichkeit angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Johannes zeugt von ihm und rief und sprach: Dieser war es, von dem ich sagte: Der nach mir kommt, ist vor mir geworden, denn er war eher als ich. – Denn aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, und zwar Gnade um Gnade. Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden. Niemand hat Gott jemals gesehen; der eingeborene Sohn, der in des Vaters Schoß ist, der hat ihn kundgemacht.

Johannes der Täufer war sein Zeuge und auch hier wird Jesus als das Licht bezeichnet und, das die Welt durch ihn wurde. Wie kann oder konnte die Welt durch ihn werden, wenn er nicht Gott ist oder war? Das Wort, also Gott/Jesus wurde nun Fleisch, also Gott/Jesus und so sagte auch Jesus von sich selbst.

Johannes 12,44-46
Jesus aber rief und sprach: Wer an mich glaubt, glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat; und wer mich sieht, sieht den, der mich gesandt hat. Ich bin als Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe.

Jesus selbst bezeugt hier, dass er Gott ist, und verweist wieder darauf, dass er als das Licht gekommen ist, um zu retten. Es ist dabei lediglich unglücklich, dass der Begriff der Trinität mit seiner Wahrheit so verdreht wird.

Der Heilige Geist war ebenfalls von Anfang an da und wirkte bereits im Alten Testament. Dort jedoch nur punktuell in einzelnen berufenen Menschen wie die Propheten und Führer Israels.

1. Mose 1,2
Und die Erde war wüst und leer, und Finsternis war über der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte über dem Wasser.

Dabei wirkt der Geist Gottes den Willen Gottes in vielfältiger Form. Sei es durch Propheten, die das Wort Gottes weitersagten oder durch die Führer Israels wie König David. Die Menschen waren dabei keineswegs heilig, denn wie wir wissen, hat David einige schwere Verfehlungen begangen und auch so mancher Prophet war auf Abwegen.

Die eigentliche Veränderung trat dann erst mit der Auferstehung Jesu ein, nachdem Jesus den Heiligen Geist als Tröster ausgesendet hatte. Damit dieser in den Gläubigen wohnt und sie in alle Wahrheit leitet. Dabei ist der Heilige Geist keineswegs nur ein kraftloser Geist, der uns befähigt die Wahrheiten Gottes zu erkennen. Nein durch ihn geschehen auch Kraftwirkungen und Wunder, und er beruft auch heute noch Christen in Glaubensdienste.

So hat der Heilige Geist im Alten Testament Propheten berufen und diese zum Teil auch in die Himmel entrückt und Visionen gegeben. Im Neuen Testament wurde Maria durch den Heiligen Geist schwanger und auf Jesus kam der Geist Gottes, als er sich taufen ließ. Wir erkennen somit, dass der Heilige Geist nicht nur ein Geist ist, der von Gott ausgeht, sondern untrennbar eine Person Gottes ist.

Die biblische Trinität geht von Gott als das Haupt aus und trennt sich dann auf in Jesus-den Sohn und dem Heiligen Geist-den Tröster. Dabei hat Gott Teile von sich gegeben, welche aber nach wie vor ihn darstellen. Gottes Plan mit der Menschheit ist dabei das Maß aller Dinge welchen er sich auch in diesen aufgetrennten Teilen unterstellt. Deshalb konnte Jesus auch von sich sagen, wer mich sieht, sieht den Vater. Der Geist Gottes ist dabei etwas, was in jeden bekennenden Christen wohnt, und, mit dem er versiegelt ist. Gott hat sich selbst damit in uns Christen hineingegeben und ist darum bemüht uns zuzurüsten, um uns für das Himmelreich vorzubereiten.

Und doch sprach Jesus von Gott als seinen Vater, wobei wir Menschen die Vaterdefinition mit einem irdischen Vater gleichsetzen. Ähnlich hatte Jesus es wohl auch gemeint, aber gemeint hatte er den Vater als Haupt, dessen Pläne er sich unterwarf. Und so konnte er bis zum Tode treu sein.

Es ist für viele sicher schwer zu verstehen, dass ein Gott sich aufteilt und dabei eins bleibt, obgleich er sich in verschiedene Persönlichkeiten aufgetrennt hat. Doch wenn wir uns vor Augen halten, dass dieser Gott unfassbar groß ist und für uns unvorstellbare Dinge tut, sollte es ihm also nicht möglich sein, sein eigenes Selbst aufzutrennen?


 

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5 Kommentare zu Die Dreieinigkeit oder Trinität Gottes

  1. Offensichtlich habe ich bei der Betrachtung –Vater-Sohn und Heiliger Geist- ein Zeitfensterproblem.

    Ich bin eingebunden in zeitliche Abläufe, Stunden, Minuten, Wochen und Monate, Jahr und Tag Vergangenheit und Zukunft, heute und morgen. Der jetzige Moment und die von Gott vorgegebene Ewigkeit mit der Koppelung des ewigen Lebens.

    Mit anderen Worten ich kann mir Jesus denkend vorstellen, aber nicht gleichzeitig den Vater, ich kann den Heiligen Geist/Tröster versuchen zu denken, aber nicht zur gleichen Zeit Jesus.
    Die Drei in meiner Vorstellung unter einen Hut zu bekommen ist mir nicht möglich, mein Denken ist hier an diesem Punkt beschränkt. Im Sekundentakt einer nach dem anderen ja, gleichzeitig als Einheit aber sprengt meine Vorstellungskraft.

    Wenn wir IHM gegenüberstehen, werden wir wissen was Sache ist, vorher meinen wir zu wissen und wissen es nicht.

    Hierzu passt dieser Bibelvers: Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit ihm selber (2Kor5,19 rev Luther 1984)

  2. In Offb 1,8 sagt Gott der Herr, ER ist das A und das O, ER ist der Allmächtige.

    An anderer Stelle Offb 21,6 und Offb 22,13 sagt Jesus, ER ist das A und das O.

    Auch hier anscheinend Zwei und doch Einer und interessanter weise, die Aussage von Jesus in Offb 21,6 an uns Gläubige, dass ER Jesus unser Gott sein wird und wir seine Söhne. D.h., Jesus nimmt an dieser Stelle selbst die Vaterstellung ein und wir sind sozusagen auf dem Weg unserer Umwandlung „Jesus ähnlicher zu werden“ am Ziel angekommen und sind ganz Jesus geworden.

    Die Göttlichkeit in Gott ist Jesus Christus, aufgrund seines Geistes.

    „Mein Gott mein Gott warum hast du mich verlassen“, diese Worte Jesu sind im Grund der Beweis seiner eigenen Göttlichkeit.
    Gott hat sich in Jesus selbst überwunden, bzw. Jesus zeigt Gott und uns Menschen, wer ER selbst ist in sich selbst.

  3. Bei einer Dreieinigkeit müssen sich ja Vater Sohn und heiliger Geist in allen Situationen einig sein.Sind sie aber nicht.Der Bibelgott liess Feinde zerschmettern und Jesus sagte:liebet eure Feinde.Bei einer Dreieinigkeit wäre Jesus ja mitschuldig der Greueltaten weil er ja Teil des Bibelgottes ist. O my God !

    • Du bekommst da einiges durcheinander. Ja Gott hat auch Feinde gerichtet, als Schöpfer steht nur ihm das Recht des Richtens zu. Wir hingegen sind aufgefordert unsere Feinde zu lieben, weil wir nicht wissen können, ob nicht doch etwas ins Herz fällt und Frucht bringt. Der feine Unterschied liegt darin, das wir keine Erkenntnis über einen Menschen und sein Innerstes haben. Gott allein weiß, ob jemand noch zu retten ist oder nicht. Wenn Gott mit sich selbst uneins wäre, wäre die gesamte Erlösung vom Kreuz eine Torheit. Dem ist aber nicht so, vielmehr sind wir Menschen es die ihn nicht verstehen.

  4. Zitat Bernd:
    „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eines, das geworden ist. In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfasst.“
    „Diese Bibelstelle zeugt davon, dass Jesus als das Wort Gott selbst ist, durch dem alles wurde. Nur das er hier als das Licht und als das Wort bezeichnet wird. Gottes Dreieinigkeit hat nichts mit katholischen Lehren zu tun, sondern ergibt sich aus dem Wort heraus. Vereinfacht gesagt hat Gott sich aufgeteilt und lebt in diesen Personen (Gott, Jesus, Heiliger Geist) und er hat sich seinem eigenen Wort (Plan mit der Menschheit) unterstellt.“

    Ja, was würden wir Menschen tun, wie würden wir leben ohne die Worte Gottes, ohne die Fähigkeit diese Worte zu hören, zu denken, sie selbst aussprechen können, Worte sprechen, sie zu verstehen, über sie nachzudenken, zu reflektieren, sie durchzudenken, über sie sinnieren können, über sie grübeln………, die 10 Gebote in Wort und Schrift……………ohne diese Vorgaben, vom Geist Gottes gegeben, wären wir Menschen keine Menschen. Die Gesetze (schriftl. Worte) Gottes sind zuerst einmal gut, sie sind zum menschwerden notwendig, Gott sagt mir dadurch was gut und böse ist. Ich selbst weiß nicht was gut und böse ist, obwohl ich meine es zu wissen. Gott spricht durch sich selbst, d.h., durch sein Wort, ER ist der Gedanke des Wortes und das Wort ist sein Gedanke. Sein Wort ist. Das Wort ist Geist, und dieses Wort wurde Fleisch. Und dieses Fleisch hat einen Namen (Wort)-Jesus Christus. Und dieses fleischgewordene Wort spricht durch sich selbst und was der Hl. Geist (Gott) eingibt durch sich selbst. ER selbst spricht Worte des Ewigen Lebens. Und diese Worte sind meines Fußes Leuchte (Licht) auf dem Weg aus meiner eigenen geistigen Finsternis (Tod). Das Wort ist, es wird nicht vergehen, sein Wort bleibt in Ewigkeit. ER hat das Wort für mich, gedacht und festgesetzt, ein für alle Mal ausgesprochen vor Beginn der Zeit, mit seinem Geist durch Jesus Christus in sich selbst. ER der Allmächtige (Jesus) sagt selbst bzw. spricht selbst von sich erklärend in Schriftzeichen: “ Ich bin das A und das O „ also der Erste und der Letzte (Alpha/Omega), und wie wir wissen ergeben Buchstaben ein Wort.

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