Jesus nahm sich Zeit für dich

Wenn wir uns in der heutigen Christenheit so umsehen, dann fällt uns auf, dass sehr viele Christen nicht mehr wirklich in Christus verwurzelt sind. Viele laufen Irrlehren nach oder produzieren sie sogar selbst. Oft nehmen Sie Korrekturen nicht an und wollen sich auch nicht verbindlich einlassen. Woher kommt dieses Verhalten und was müsste sich ändern?

Eine Fehlentwicklung besteht sicher in der Informationsflut des Internets. Abgesehen von den seriösen Informationen, gibt es leider auch Unmengen an falschen Lehren. Viele fühlen sich berufen und halten sich für Apostel oder Propheten. Schaut man aber dann näher hin, findet man viele zwischenmenschliche Fehler. Und genauso oft sind solche Apostel auch nicht durch den Heiligen Geist bestätigt worden. Man schmückt sich nur gerne mit einem scheinbar wichtigen Titel.

Im Reich Gottes kann und darf allerdings niemals um den Erwerb von Titeln gehen. Wer danach trachtet, sucht sich selbst zu verherrlichen, aber nicht Gott. Solche Christen werden zu Pharisäern am Wort und in der Gnade. Sie mögen gebildet sein und das Wort kennen, aber sind ohne Liebe und ohne Aussendung des Heiligen Geistes. Die Folge daraus ist ein tönerndes Erz, denn wer ohne Liebe agiert und rein Intellektuell vorgeht, hat nichts verstanden.

Der Apostel Paulus ist uns ein gutes Beispiel wie der Weg eines Apostels aussieht.

Nach seiner Bekehrung hatte auch er lobenswerter Weise den Tatendrang verspürt für das Reich Gottes eintreten zu wollen. Doch dies wurde ihm zunächst verwehrt und er war daraufhin 13 Jahre aus der Öffentlichkeit raus. Dies war sicher eine Zeit der Ruhe und inneren Einkehr und Zurüstung für ihn. Erst danach, als die Zeit gekommen war, wurde er durch den Heiligen Geist bestätigt und durch die Gemeinde als Apostel eingesetzt.

Heutige Christen überspringen den Punkt der inneren Einkehr und Zurüstung und können nicht abwarten bis die Zeit für sie reif geworden ist. In der Folge entsteht ein fruchtloser Dienst und nicht selten mit großen Schaden, da solche Christen dann andere Verführen und so Gericht auf ihr Leben kommt.

Jesus hat alles für dich getan

Jesus starb nicht nur für uns, er hat uns auch die Bibel und den Heiligen Geist gegeben. Mit der Bekehrung haben wir den ersten Schritt gemacht und sind mit dem Heiligen Geist versiegelt. Wir haben die Seiten gewechselt, sind aber noch im eigenen Schwarz/Weiß-Kanal unseres alten und neuen Lebens mit Gott. Was folgt ist das Wachsen in die Beziehung mit Gott, worin wir lernen den alten Menschen mehr und mehr abzulegen und den neuen Menschen mehr und mehr anzuziehen. Im Klartext bedeutet es die Früchte des Geistes annehmen und verinnerlichen und die alten Früchte der Sünde zu lassen.

So verändert sich unser Geist und unser Wesen, wir werden erfüllt von der Liebe Gottes und seiner Gerechtigkeit, während unser früheres sündiges Verhalten, das Fluchen, Neid und Eifersucht usw. verschwindet. Es geht dabei um unsere geistliche Erneuerung, die allein durch die Bekehrung und die Versiegelung mit dem Heiligen Geist erst möglich wurde.

Solche Prozesse können tatsächlich Jahre beanspruchen, je nach dem welchen Hintergrund man mitbringt und wie man selbst mitwirkt. Mose brauchte 40 Jahre Rückzug bis er bereit war und selbst Jesus brauchte 30 Jahre bevor er anfing öffentlich zu wirken. Es ist also ganz schön vermessen zu glauben man könnte innerhalb kürzester Zeit einfach loslegen.

Jesus hatte sich die Zeit genommen seinen Jüngern alles zu erklären, selbst in der Auferstehung zeigte er sich noch seinen Jüngern und schloss ihnen die Schrift auf. Sie waren ihm wichtig, da sie sein Erbe weitertragen sollten. Und uns geht es heute genauso, wir sollen sein Erbe weitertragen. Deshalb brauchen wir zunächst viel Zeit mit Jesus, um zu lernen und um uns unterzuordnen.

Oft höre ich was den Leuten im Leben alles wichtig ist, Jesus steht dabei oftmals leider nicht an erster Stelle. Da ist die Familie, die Kinder, Urlaub und die Arbeit, ja es finden sich reichlich Gründe warum man für Jesus keine Zeit hat. Und am biblischen Beispiel von Maria und Martha sehen wir was wirklich wichtig ist.

Lukas 10,38-42
Es geschah aber, als sie ihres Weges zogen, dass er in ein Dorf kam; und eine Frau mit Namen Marta nahm ihn auf. Und diese hatte eine Schwester, genannt Maria, die sich auch zu den Füßen Jesu niedersetzte und seinem Wort zuhörte. Marta aber war sehr beschäftigt mit vielem Dienen; sie trat aber hinzu und sprach: Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester mich allein gelassen hat zu dienen? Sage ihr doch, dass sie mir helfe! Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Marta, Marta! Du bist besorgt und beunruhigt um viele Dinge; eins aber ist nötig. Maria aber hat das gute Teil erwählt, das nicht von ihr genommen werden wird.

Jesus nahm sich Zeit seinen Zuhörern alles zu sagen und zu erklären, und er hat es auch uns hinterlassen. Und Jesus macht auch deutlich warum seine Worte wichtiger sind als alles andere. Denn sie bleiben in einem und bringen Frucht.

Warum also nehmen wir uns keine Zeit für ihn? Warum hören wir nicht zu? Warum halten wir nicht inne? Was ist so wichtig, dass wir keine Zeit für ihn haben? Unsere Arbeit oder unsere Kinder und Familie? Haben wir vergessen woher unser Segen für all das kommt?

Nimm dir Zeit für Jesus und deinen Glauben und sage nicht, dass Du zu viel Stress hast. Es ist alles eine Frage wie ich meine Prioritäten setze. Ich habe früher Spedition gefahren und musste dazu teilweise sehr früh raus. Ich habe immer eine stille Zeit mit Gott eingeplant und bin entsprechend noch früher aufgestanden, weil es mir wichtig war. Und diesen Segen habe ich auch verspürt und erlebt, mein Tag lief einfach runder und besser.

Man wird aber auch geschützter sein, wenn Anfechtungen oder Krisen kommen. Unsere heutige Zeit ist davon geprägt, uns möglichst rund um die Uhr zu beschäftigen. Wir müssen an Wochenenden arbeiten oder auch im Bereitschaftsdienst ständig präsent sein. Überstunden sind normal geworden und die wenige freie Zeit braucht man auch zur Erholung. Und obwohl all diese Herausforderungen bestehen, liegt es an uns, dass wir uns für Jesus Zeit nehmen.

Mt. 7,24-27
Jeder nun, der diese meine Worte hört und sie tut, den werde ich mit einem klugen Mann vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute; und der Platzregen fiel herab, und die Ströme kamen, und die Winde wehten und stürmten gegen jenes Haus; und es fiel nicht, denn es war auf den Felsen gegründet. Und jeder, der diese meine Worte hört und sie nicht tut, der wird mit einem törichten Mann zu vergleichen sein, der sein Haus auf den Sand baute; und der Platzregen fiel herab, und die Ströme kamen, und die Winde wehten und stießen an jenes Haus; und es fiel, und sein Fall war groß.

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